Archiv für Dezember 2012

Infantile Bewältigungsstrategien Teil III – Flucht & Vermeidung

Infantile Bewältigungsstrategien – ein wirklich langer Begriff, den man als „böse“ interpretieren kann oder als Vorwurf. Dem ist aber nicht so. Der Begriff ist einfach neutral und beschreibt nur, wie Kinder Probleme bewältigen. Und wenn Erwachsene in alte Verhaltensweisen zurückfallen, dann ist das auch nicht „böse“, sondern ein weit verbreitetes Phänomen, was jeder kennt und jedem mehrfach im Leben passiert – denn nur die wenigsten Menschen sind perfekt. Es kann deshalb in dieser Serie nicht darum gehen, Menschen zu beleidigen oder ihnen einen Vorwurf zu machen, sondern es geht allein darum aufzuklären, um einfacher durchs Leben zu kommen. Wenn wir nämlich in kindliche Verhaltensmuster zurückfallen, dann verstärken wir Probleme anstatt sie zu lösen.

Wenn wir im Leben mit etwas konfrontiert werden, was wir entweder nicht begreifen können oder nicht im Stande sind zu bewältigen, neigen wir in der Regel zur Flucht oder wir vermeiden die Situation oder Thematik. Das ist ziemlich normal und natürlich. Es gilt insbesondere für Kinder. Kinder wissen recht wenig von der Welt und fühlen sich auch sehr abhängig von den Erwachsenen. Entsprechend können sie leicht seelisch verletzt oder traumatisiert werden.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Ein Kind begegnet einem Hund. Der sieht erst ganz freundlich aus und wedelt mit dem Schwanz. Das Kind freut sich, will ihn streicheln und plötzlich bellt der Hund. Das Kind verschreckt sich, fängt an zu weinen und sucht Schutz bei der Mama. Im schlimmsten Fall meidet das Kind von nun ab alle Hunde – auch später als Erwachsene. Das Verhalten ist gut nachvollziehbar, aber nicht unbedingt die beste Lösung. Als Erwachsener weiß man, dass nicht jeder Hund gefährlich ist, dass ein Hund einen erstmal kennenlernen muss und dass man ihn dann auch oft streicheln kann. D. h. die Vermeidungsstrategie aus der Kindheit kann aufgegeben werden. Man kann dazu lernen, seine Wahrnehmung und Haltung ändern, was dann zu einer Entspannung der Situation führt. Das betroffene Kind/ die Erwachsene muss dann keine Angst mehr vor Hunden haben und auch keinen großen Bogen um sie machen.

Ähnlich ist es, wenn man sich selbst von einer schlimmen Sache dissoziert, sich distanziert, um sich nicht mitverantwortlich zu fühlen oder sich nicht geistig-seelisch zu belasten. Das ist auch eine natürliche, nachvollziehbare Verhaltensweise und dient dem Selbstschutz. Stellen Sie sich einmal vor, Sie sehen sich eine Dokumentation über die Tierhaltung und den Schlachtbetrieb an. Wahrscheinlich sind Sie hinterher traumatisiert. Die Mißstände sind furchtbar und werden zu Recht angeprangert. Aus Ihrem traumatischen Erlebnis heraus beschliessen Sie spontan kein Fleisch mehr zu essen. So entledigen Sie sich unbewusst psychologisch der Mitverantwortung und Schuld. Sie befreien sich von einem schlechten Gewissen. Der Effekt ist, dass es Ihnen direkt besser geht. Es kann nun sein, dass Sie Ihre Freunde nun als mehr oder weniger „böse“ Menschen betrachten, weil sie weiter Fleisch essen. Vielleicht machen Sie ihnen auch Vorwürfe.

Nun betrachten wir die Situation etwas aus der Distanz. Die Vorgänge sind psychologisch klar nachvollziehbar. Neben einigen anderen Aspekten zeigt sich aber hier wieder ein klares Vermeidungsverhalten, eine infantile Bewältigungsstrategie. Sie können das Thema Massentierhaltung nicht bewältigen. Es ist einfach zu komplex. Also ziehen Sie sich zurück und distanzieren sich. Das schafft Erleichterung.

Nehmen wir nun einmal an, Sie wären nicht traumatisiert von der Dokumentation. Sie würden also vom Verstand her an die Sache gehen. Nun würden Sie wahrscheinlich feststellen, dass sich durch den Fleischverzicht nichts an der Massentierhaltung ändert, dass noch nicht einmal ein einziges Tier gerettet wird. Sie würden jetzt überlegen, was man denn machen könnte, um etwas zum Positiven zu verändern. Vielleicht würden Sie einen Verein gründen, eine Demonstration veranstalten, mit Politikern sprechen oder auch einen Gnadenhof für ältere Tiere gründen.

Ich hoffe, es ist nachvollziehbar – die kindliche Strategie funktioniert nicht, die Strategie aus Erwachsenensicht schon. Gerade bei dem Beispiel kommen die Betroffenen oft in die Bredouille, weil sich das Verhalten für die Angehörigen jeglicher Logik entzieht. Weil offensichtlich keine Tiere gerettet werden. Weil man in der Regel auch bei Fleischverzicht tierische Produkte in Form von Kosmetik, Schuhen, Kleidung, etc. kauft. Weil auch für andere Lebensmittel Lebewesen leiden müssen. Konsequenterweise dürfte man am Ende nur noch Früchte essen, die selbständing vom Baum gefallen sind und deren Kerne man aktiv in der Natur verstreut. Die Frutaner leben so.

In erster Linie sind wir unserem Gewissen verpflichtet. Wir müssen mit der Lebensart zurecht kommen, die wir für uns gewählt haben. Wir müssen für uns selbst Verantwortung übernehmen, – selbst Entscheidungen treffen.

Ich möchte nur eines – Sie unterstützen für sich die richtige Wahl im Leben zu treffen, – nicht aus traumatischen Erfahrungen heraus, sondern aus Klarheit und Wissen heraus, aus einer guten Intuition.

Das Leben an sich ist schon schwer genug. Da kann man es sich erleichtern, wenn man – wie hier – sich ungünstiger Bewältigungsstrategien bewusst wird und mit kühlem Kopf Lösungen sucht.

Also, machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Und wenn Sie sich oder andere bei einer „infantilen Bewältigungsstrategie“ ertappen, dann schmunzeln Sie doch einfach darüber! Lachen ist gesund!

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Möchten Sie etwas loslassen?

Sicher kennen Sie das, – etwas liegt auf Ihrer Seele, belastet Sie, bringt Sie zum Grübeln und irgendwie werden Sie diese Gedanken oder Gefühle nicht los. Das Thema beschäftigt Sie nicht nur tagsüber, sondern auch nachts und Sie haben echte Probleme abzuschalten und Schlaf zu finden.

In der Regel handelt es sich hier oft um Probleme, schmerzvolle Erfahrungen, um Dinge, die Sie geistig-seelisch verarbeiten müssen, um sie loslassen zu können, um Ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

In vielen Fällen kann Ihnen folgende Technik helfen. Sie ist sehr einfach, hilft bei der Verarbeitung und beim Loslassen. Probieren Sie es einfach aus! Die Wirksamkeit wurde erst vor kurzem von Psychologen wieder einmal bestätigt.

Setzen Sie sich an Ihren Schreibtisch, nehmen Sie einen Block und einen Stift und schreiben Sie Ihre Gedanken und Gefühle auf. Schreiben Sie alles auf, was Sie belastet, was Sie vielleicht gerade auch nicht verstehen. Wenn Sie möchten, dann können Sie es auch als Brief an eine bestimmte Person schreiben oder an eine höhere Macht, an die Sie vielleicht glauben. Nehmen Sie sich Zeit. Denken Sie an alles. Es ist ein sehr gesunder Bewusstwerdungsprozess, den Sie hier durchlaufen, – ein Prozess der Klärung, ein Prozess der Reinigung. Sie können sich tatsächlich alles von der Seele schreiben, all Ihre Gedanken ausformulieren, Ihre Gefühle in Worte fassen. Sie können auch Bilder malen oder zeichnen. So befreien Sie sich von Ihrer Last, von dem, was auf Ihrer Seele lastet. Und wenn Sie Ihre Arbeit vollendet haben, dann nehmen Sie Ihren Brief, Ihr Schreiben und vernichten Sie es – ganz wie Sie es persönlich am liebsten mögen. Sie können Ihren Brief beerdigen, ins Wasser werfen, verbrennen oder in die Mülltonne schmeißen. Sie können ihn auch in kleinste Stücke reißen und draußen in die Luft werfen, so das der Wind ihn zerstreut.

Danach fühlen Sie eine tiefe Erleichterung. Es ist ein psychologischer, ritueller Umgang mit Belastungen, der wirklich zu einer Befreiung führt. Sie können das so oft machen, wie Sie möchten, wie es Ihnen gut tut.

Schreiben Sie sich die Dinge von der Seele! Befreien Sie sich von allem Balast (bevor er Sie krank macht)! Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

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Infantile Bewältigungsstrategien Teil II – Positiv Denken

Liebe Positiv-Denker, – bevor Sie mir böse Emails schreiben – lesen Sie bitte meinen Blog komplett. Hier geht es ja darum Dinge zu hinterfragen, Dinge richtig zu stellen und wie immer das Beste aus seinem Leben zu machen. So hat das positive Denken durchaus seine Berechtigung, leidet aber unter schwerem Mißbrauch.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie fahren gerade Ski und eine Schneelawine löst sich. Was machen Sie? Suchen Sie Deckung und bringen sich in Sicherheit? Oder fangen Sie an positiv zu denken „Mir passiert schon nichts, die Sonne scheint und alles wird gut!“?

Oder Sie sind gerade arbeitslos. Was machen Sie? Verprassen Sie Ihre letzten Geldreserven, weil Sie positiv denken und sowieso morgen schon einen neuen Job bekommen oder im Lotto gewinnen werden? Oder gehen Sie sparsam mit Ihren Reserven um, denn Sie wissen ja nicht, wie lange Sie auf einen neuen Job warten müssen?

Oder – Sie stehen gerade vor einer wichtigen Prüfung, haben aber nichts gelernt. Was meinen Sie, hilft Ihnen da positives Denken? Werden Sie die Prüfung dank Ihrer positiven Haltung gut bestehen?

Letzte Frage – Sie fahren auf der Autobahn und wundern sich, warum Ihnen so viele Falschfahrer entgegen kommen. Was machen Sie? Einfach ignorieren und positiv gestimmt weiterfahren? Oder doch lieber die negativen Zeichen wahrnehmen und den Irrweg verlassen?

Es ist diese faszinierende, wunderbare „Alles ist gut“- oder „Alles wird gut“-Mentalität, die heutzutage weit verbreitet ist. Die schlechten Zeichen, die Warnungen werden bewusst ignoriert, ausgeblendet und das Mantra „Alles ist gut“ ständig wiederholt. Sogar eine Moderatorin im Fernsehen hat am Ende ihrer Sendung immer gesagt „Alles wird gut!“.

Haben Sie einmal bewusst wahrgenommen, wann diese Mantren heruntergebetet werden? Niemals in guten Situationen oder in Situationen, wo nur ein leichtes Problem vorhanden ist. In der Regel wird es Menschen gesagt, wo nichts mehr zu retten ist, Menschen, die alles verloren haben und im Sterben liegen. Wahrscheinlich sagt man das, weil einem schlichtweg nichts besseres einfällt. Es gibt nichts Positives zu sagen. Es ist vorbei. Ende. Und keiner glaubt, dass irgendetwas gut wird. Trotzdem wird es gesagt.

Dieses Mantra wird auch gerne bei Menschen eingesetzt, die man nicht für voll nimmt, – bei Kindern, bei alten Menschen, bei Kranken. Es ist so viel leichter zu sagen „Alles wird gut!“ als irgend etwas wirklich zu erklären, als sich selbst und die Betroffenen mit der Realität zu konfrontieren. Fragen zu stellen, Lösungen zu suchen, den Tod ins Auge zu fassen, sich mit seiner Krankheit zu beschäftigen. Alles ist gut!

Vor einigen Jahren hatten wir die Welle des positiven Denkens aufgrund vieler Bücher wie The Secret, Bestellungen beim Universum, etc. Ein Kollege aus den USA hat darauf hingewiesen, dass diese Mentalität zu viel Elend und Selbstmorden geführt hat, – ganz einfach, weil die Menschen die Augen vor der Realität verschlossen haben und ihr Glaube sie nicht vor dem Ruin gerettet hat. Es geht hier um die riesige Immobilienblase, die geplatzt ist und viele Menschen auf einen Schlag obdachlos gemacht hat. Diese Menschen haben mit unzähligen Kreditkarten Häuser „pseudo“-finanziert, waren positiv eingestellt, dass das schon irgenwie klappt und dann kam die Realität und sie standen plötzlich vor dem Nichts. Viele haben sich darauf hin das Leben genommen. Das ist eine reale Schattenseite des positiven Denkens.

Es ist gerade die Tragik einfach zu glauben, man müsse nur positiv denken und alles ergibt sich von ganz alleine. Das Universum macht das schon irgendwie, ohne das ich selber groß was tun muss. Irgendwie klappt das schon. Ja, oder auch nicht! Das ist erstmal soweit naiv-kindlicher Glaube, fern ab von der Realität. Wir können jeden Tag beobachten, dass wir für die Befriedigung unserer Bedürfnisse und Wünsche etwas tun müssen. Wir leben nicht im Schlaraffenland, nicht im Paradies und die wenigsten von uns gehören zu einer Königsfamilie oder sind Millionäre. Wir können auch täglich wahrnehmen, dass nicht alles gut ist, auch nicht alles gut wird, sondern, dass in der Tat sehr viel schlecht ist, nicht reibungslos funktioniert, dass Dinge scheitern, dass nahezu alles zwei Seiten hat und hinter nahezu jedem Erfolg viel Arbeit, Fleiß und Sachkenntnis stecken.

Psychologisch kann man das positive Denken als Flucht aus der unangenehmen Realität bezeichnen, – Fluchtverhalten. Kinder flüchten gerne in bessere Welten, wenn es ihnen gerade nicht gefällt oder wenn sie leiden. Es ist eine Art Selbstschutz, eine Lebenserhaltungsmaßnahme. Für Kinder mag das noch funktionieren, doch für Erwachsene führt das zum Untergang.

Momentan scheint es ein wahrer Trend zu sein, – auch in der Politik. Da werden alle bösen Zeichen standhaft ignoriert und die Politiker erzählen ständig, man müsse einfach alles nur positiv sehen. Denn mit einem gelben Farbfilter scheint immer nur die Sonne, auch wenn es gerade schneit und alles ist gut! Egal, ob es der Euro ist, die hohe Staatsverschuldung, die Energiewende oder sonstige Herausforderungen – sehen Sie einfach alles positiv und dann wirds schon!

Lassen Sie uns nun einmal zu den Hintergründen kommen. So wie positives Denken aktuell praktiziert wird, ist es eher die euphorische Stimmung vor dem Untergang, die das Erleben der Katastrophe seelisch erleichtert. Das positive Denken ist dann der letzte Anker der Hoffnung. Die Realität wird ausgeblendet, weichgezeichnet oder aufgehübscht. Diktatoren haben das positive Denken schon immer gerne für ihre Propaganda genutzt – alles ist offiziell gut und nur inoffiziell eine Katastrophe. Das heißt insgesamt, dass diese positivierende Haltung immer etwas mit der Bewältigung von großen Krisen zu tun hat. Sie ist eine Flucht in eine bessere Welt.

Nun, woher kommt denn diese Idee des positiven Denkens überhaupt? Sie stammt heutzutage aus der Mainstream-Esoterik, wo Erkenntnisse und Techniken aus alten spirituellen Traditionen regelrecht verwurstet werden. Altes Wissen wird dem Kontext entrissen, nicht verstanden, pervertiert, neu verpackt und zu Geld gemacht. Hinterher wundern sich die Leute, dass vieles nicht so funktioniert, wie es eigentlich angepriesen wurde. Das sogenannte positive Denken gehört auch dazu und sein eigentlicher Inhalt wurde banalisiert, verfremdet und untauglich gemacht. Dafür haben viele Bücher zu dem Thema den Menschen das gegeben, was sie sich sehnlichst erhofft haben – den schnellen, leichten Weg zum Erfolg, zu einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. „Du willst einen Ferrari? Dann wünsche ihn Dir einfach!“ D. h., das was als positives Denken bezeichnet wird, ist nur unter vielen Einschränkungen im Urkontext richtig, brauchbar und generell zu verstehen. Positives Denken hat bis jetzt nur die Autoren reich gemacht, aber offensichtlich keinen Leser.

Ein anderer Aspekt des positiven Denkens ist die banale Wahrheit, dass man immer mit einer positiv-konstruktiven Grundhaltung an Probleme und Projekte gehen sollte. Ohne die Idee, etwas schaffen zu können, braucht man schließlich gar nicht anfangen. Der zweite Schritt ist aber schon sich Gedanken über die Machbarkeit und die Konsequenzen zu machen. Best Case, Worst Case Szenarien, Zeitrahmen, Ressourcen, Rahmenbedingungen, etc. klären. Und nur wenn man den Worst Case überlebt, dann kann man auch guten Gewissens ans Werk gehen. Das ist vernünftiges, professionelles Vorgehen, was Sicherheit gewährt und zum Erfolg führt. Das gilt in der Wirtschaft, in der Politik und für alle Aspekte des normalen Lebens. Wenn Sie Ihre Ziele erreichen wollen, dann müssen Sie zwangsläufig realistisch planen – mit einer positiv-konstruktiven Grundhaltung. Probleme haben sich leider noch nie in Luft aufgelöst, nur weil man sie beharrlich ignoriert oder mit Blumen zugedeckt hat.

Ein anderer Aspekt des positiven Denkens ist die Gleichmacherei: „Alles ist gut – das Schlechte wie auch das Gute – alles ist gleich“ Ist es eben nicht! Lernen Sie zu unterscheiden, was gut und was schlecht ist. Die Inder nennen es Viveka, die Unterscheidungskraft, – ein Aspekt der Weisheit. Denn nur wer unterscheiden kann, wird das Richtige tun – für sich selbst und andere. Wenn man etwas Schlechtes mit etwas Gutem vermischt, dann verdirbt man das Gute. Denken Sie einmal über die Gleichmacherei heutzutage nach.

Erleichtern Sie Ihr Leben, sehen Sie es realistisch und meistern Sie es mit einer positiv-konstruktiven Grundhaltung! Dann haben Sie die besten Aussichten auf Erfolg!

Nur so machen Sie das Beste aus Ihrem Leben.

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Infantile Bewältigungsstrategien Teil I – Der Weltuntergang

Infantile Bewältigungsstrategien gehören zu meinen Lieblingsthemen, da ich sie äußerst faszinierend finde – wie Spock sagen würde. Nun was sind überhaupt „Infantile Bewältigungsstrategien“? Es sind Strategien mit Problemen mehr oder weniger erfolgreich umzugehen, die wir uns in unserer Kindheit ausgedacht oder irgendwie entwickelt haben. Was in der Kindheit vielleicht so einigermaßen funktioniert hat, funktioniert für uns Erwachsene nun nicht mehr. Trotzdem halten wir gerne daran fest, insbesondere, wenn uns nichts besseres einfällt oder wir uns vom Schicksal überrumpelt fühlen. Das Problem mit den infantilen Bewältigungsstrategien ist, dass sie einmal nicht wirklich funktionieren und zum anderen noch größere Probleme verursachen. Sie stellen eine Art Vermeidungsverhalten dar, sich wirklich mit einer problematischen Situation auseinanderzusetzen und eine echte Lösung zu erreichen. So wachsen die Probleme bis es irgendwann zu einem großen Knall kommt und massiver Schaden entsteht.

Ein kleines Beispiel: Wenn Sie als Kind sich die Augen zu halten, dann sind Sie nach kindlicher Logik unsichtbar – Sie sehen nichts und deshalb können Sie nicht gesehen werden. Logisch! Nun fällt beim Spielen eine Vase runter, Sie halten sich die Augen zu, sind unsichtbar und keiner kann nachverfolgen, dass Sie die Vase umgeworfen haben. Das ist die „Ich bin gar nicht da“-Logik. Auch als Erwachsener können Sie sagen „Ja, ich war gar nicht da, hab gar nichts gesehen, nichts gehört, etc.“ oder „Ich weiß von nichts, meine Name ist Hase.“ (Bugs Bunny) Wenn etwas Schlechtes oder Schlimmes passiert ist und Sie ignorieren es einfach, dann wird die Situation dadurch nur schlimmer, nicht besser. Als Erwachsener müßte man eingreifen und die Angelegenheit bestmöglich bewältigen.

In meiner kleinen Reihe über infantile Bewältigungsstrategien möchte ich einige dieser Verhaltensweisen vorstellen, hinterfragen und alternative Strategien aufzeigen. Wer an seinen infantilen Bewältigungsstrategien gerne festhalten möchte, sollte daher diese Blogreihe nicht lesen. Für alle anderen werden sich ein paar Aha-Effekte einstellen.

Teil I – Der Weltuntergang:

Vor ein paar Tagen hatten wir mal wieder einen Weltuntergang, der (leider/wie immer) nicht funktioniert hat. Haben Sie sich mal überlegt, wie man auf die Idee kommen kann, auf einen Weltuntergang zu hoffen, zu warten? Sind das nicht Zeichen schwerster Depressionen, wenn der eigene Suizid nicht mehr ausreicht und gleich die ganze Welt untergehen muss, damit es einem besser geht? Ist das nicht krank? Ein Fall für den Psychiater? Für die stationäre Aufnahme und Dauermedikation? Denken Sie einmal darüber nach. Tatsächlich sollten sich alle Lebewesen nach dem Leben sehnen, nach einem erfüllten, glücklichen Leben, nach Lebensfreude. Und was machen die Menschen? Sie sind Miesepeter. Sie erwarten den Untergang.

Und warum? Jetzt kommen wir zu den äußerst interessanten Ursachen. Es ist ganz einfach. Die Menschen haben erkannt, dass ca. 10% sich absolut mies verhalten, andere ausbeuten, etc., 80% mal gut mal böse sind und nur 10% als absolut gut zu sehen sind. Das heißt, vereinfacht gesagt, 90% aller Menschen sind mehr oder weniger Egoisten, die in erster Linie nur an sich selbst denken und auf Kosten der anderen wirtschaften. Anders ausgedrückt: „Die Welt ist schlecht und muss deshalb zwangsläufig untergehen!“ So, deshalb die miese Grundstimmung und der Schrei nach Weltuntergang und jüngstem Gericht mit Bestrafung durch Gott.

Was bedeutet das denn? Der Mensch sagt „Gut, wir sind hauptsächlich miese Egoisten, wir denken nur an uns selbst, beuten die Welt aus, betrügen uns gegenseitig. Wir wissen, dass das alles nicht in Ordnung ist – aber wir sind eben so und lehnen jede Verantwortung ab. Deshalb brauchen wir Gott bzw. Jesus, damit er für Gerechtigkeit und Ordnung sorgt – irgendwann einmal, wenn der Weltuntergang gekommen ist. Bis dahin arbeiten wir weiter fleißig am Untergang, damit Jesus schneller kommt und die Welt in ein Paradies verwandelt.“ Logisch, – nicht wahr?! Hier haben wir wieder eine dieser wundervollen infantilen Bewältigungsstrategien.

In der Tat ist es der Ruf nach einem Erwachsenen (Jesus), der für Ordnung sorgt, für das Chaos, was die Kinder (Menschen) angerichtet haben. Die Kinder (Menschen) zeigen sich überfordert, lehnen jede Verantwortung ab – „der Teufel hat uns geritten, wir sind unschuldig, wir konnten nicht anders“ und Papa (Gott/Jesus) solls wieder richten. Kinder sind so und haben eben ihre eigene kindgerechte Logik. Nur funktioniert sie nicht, weil sie an der Realität vorbeigeht. Deswegen haben wir auch nie einen Weltuntergang und deshalb können wir noch sehr lange warten, bis Jesus oder ein anderer Erwachsener kommt, um die Welt in ein Paradies zu verwandeln.

Wie sähe denn eine Alternative aus? Der Mensch könnte sagen „Gut, wir haben uns über Jahrhunderte echt mies verhalten, aber wir können aus unserem Fehlverhalten lernen, positive Werte aufstellen, an denen wir unser Leben und Handeln orientieren wollen. Wir können die Schäden, die wir verursacht haben, wieder beheben. Wir können selber Verantwortung für uns und unser Verhalten übernehmen (da es auch niemand anderen gibt) und wir können selbst unsere Welt schön gestalten, so dass wir alle mit Freude leben.“

Na, das wäre doch mal ein Ansatz.

In letzter Zeit hat der atheistische Materialismus vermehrt den Platz der Religion eingenommen – auch ein Zeichen für den Weltuntergang. Interessanterweise wurde aber an der Idee der Weltrettung festgehalten. Anstelle des Messias ist nun Superman getreten, der die Bösen richtet und den Guten zum Sieg verhilft. Ja, und wir haben nicht nur Superman, sonder auch Superwoman und eine ganze Schar von Weltrettern, die auch alle ganz genau in allen Einzelheiten in Comics dargestellt und festgehalten werden. So wartet auch der Atheist, der Materialist, der Ungläubige auf jemanden, der ihm die Verantwortung für sein Leben abnimmt und für ihn sozusagen die Drecksarbeit erledigt. Warum soll man denn auch seine eigene Suppe auslöffeln, wenn es ein Messias oder Superman viel besser machen kann?!

In diesem Zusammenhang fällt mir noch so eine „tolle Idee“ ein. Manche Menschen glauben daran, dass Jesus von Gott, seinem Vater auf die Erde geschickt wurde, damit er für all die Sünden der Menschen stellvertretend gequält und getötet wird. Er übernimmt als Opferlamm die Bestrafung. Toll, nicht wahr? D. h. wir brauchen nicht nur einen Weltretter, sondern auch noch einen Sündenbock, der all die Strafen übernimmt, die eigentlich für uns selbst gedacht waren. Wiederum eine wunderbare, infantile Bewältigungsstrategie „Ich habe Mist gebaut, aber soll doch der unschuldige XY dafür büßen!“ Die Krönung des ganzen ist noch, dass es nicht irgendein armer Mensch ist, der zum Sündenbock gestempelt wird, sondern der Sohn Gottes in seiner Reinheit und Majestät persönlich. Ich glaube, wenn ich Gott wäre, hätte ich da doch eher noch mal mindestens eine weitere Sintflut über solche Menschen geschickt, anstatt mein eigenes Kind zu opfern. Was meinen Sie? Was hätten Sie gemacht? Finden Sie so etwas gerecht oder sinnvoll?

Übrigens, es gibt wirklich religiöse Menschen, die aktiv und bewusst am Weltuntergang arbeiten, um das Erscheinen des Messias zu beschleunigen. Wahnsinn, nicht wahr?! Natürlich damit wir hinterher das Paradies auf Erden haben. Logisch?!

Während viele Menschen auf den nächsten Zeitpunkt eines eventuellen Weltuntergangs warten, warte ich darauf, dass mehr und mehr Menschen erwachsen werden, die Verantwortung selbst in die Hand nehmen und anfangen, die Dinge zum Positiven hin zu verändern. Denn irgendwann ist es wirklich einmal zu spät und sehr wahrscheinlich kommt dann keiner, – weder Jesus noch Superman und auch keine Außerirdischen.

„Wir sind die, auf die wir schon immer gewartet haben!“ lautet eine Sprichwort.

In diesem Sinne – machen Sie das Beste aus unserem Leben!

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Tatsächlich…Liebe

Gestern kam er wieder – mein Favorit zum Fest der Liebe – mit Top Schauspielern, Top Geschichten und alles rund um das Thema Liebe.

„Die Liebe wartet auf jeden von uns!“

Das ist seine Message. Wir müssen nur daran glauben, uns für die Liebe öffnen, bereit sein, wenn sie plötzlich erscheint, über unsere Ängste und Zweifel hinauswachsen, sie umarmen und festhalten. Dann nehmen wir Teil am Fest der Liebe. Dann ist jeden Tag Weihnachten.

Für mich ist der Film etwas ganz besonderes. Er führt uns unsere Menschlichkeit vor Augen. Er zeigt uns, dass wir keine perfekten Wesen sind, dass der Verstand uns nicht wirklich regiert, sondern ganz im Gegenteil sind wir empfindsame Wesen, die oft nicht wissen, was jetzt gerade richtig oder falsch ist. Nach außen hin bemühen wir uns um eine tadellose Erscheinung, professionell, korrekt, aber hinter der Fassade, da toben die Gedanken und Gefühle, manchmal die Selbstzweifel und Ängste. Da werden Bedürfnisse und Wünsche in den Keller gesperrt, weil sie uns vielleicht verletzten würden. Und doch schaffen wir es, Dinge zu wagen, Grenzen zu überschreiten und dem eigenen Glück eine Chance zu geben. Ohne diesen Mut sich selbst zu offenbaren, Risiken einzugehen, gäbe es unsere Welt nicht. Und gerade die Liebe gibt uns so viel Kraft alle Hindernisse zu überwinden und über uns selbst hinauszuwachsen.

Der Film zeigt all dies mit so viel Charme und Humor, mit so viel Gefühl, mit so viel Menschlichkeit. Er erinnert uns daran, was wirklich wichtig ist im Leben – Mensch sein, zu lieben und geliebt zu werden und für die richtige Sache alles zu geben.

Möge dieser wunderbare Film für uns alle eine Inspiration sein, – für mehr Gefühl und mehr Liebe im Leben!

Denn nur mit der Liebe kommt das Glück, kommt die Fülle und die Erfüllung. Nur die Liebe kann Heilung schenken. Und nur die Liebe läßt uns wachsen und aufblühen.

Entfalten Sie Ihre Pracht und blühen Sie auf! Liebe macht schön!

In diesem Sinne – genießen Sie das Fest der Liebe und machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

 

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Herr der Ringe und der Hobbit – warum begeistern uns diese Filme so?

Warum ist die Geschichte um Frodo, Bilbo und all die anderen Gestalten so faszinierend? Warum gehen Massen von Menschen in diese Filme?

Lassen Sie uns einmal bewusst darüber nachdenken.

Im Prinzip kann man es auf einen ganz einfachen Nenner bringen: Die Filme zeigen uns eine Welt, die so unendlich viel reicher, lebendiger und interessanter ist als unsere eigene. In der Tat sind wir im Vergleich nur noch leblose, langweilige Schatten unserer selbst. Tag ein Tag aus folgen wir immer derselben Routine und wundern uns, dass wir irgendwann alt geworden sind und das Leben schon fast vorbei ist. Dann fragen wir uns – wo ist das Leben geblieben und wo waren wir? Haben wir wirklich gelebt? Und wenn ja, für was haben wir gelebt? Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wofür Sie überhaupt leben? Geboren für das Hamsterrad? Wo ist das Abenteuer? Wo sind die Herausforderungen, die es gilt zu meistern? Und wo ist der Lohn für unsere Mühen? Der Schatz? Und wo sind die Ideale für die man kämpft?

Im Prinzip braucht man nur die ersten Minuten der Filme sehen und einem fällt direkt auf, was wir hier schwer vermissen. Da kommt der gute Gandalf einen Feldweg entlang. Die Landschaft ist phantastisch, – der Reichtum und die Schönheit der Natur fallen direkt ins Auge und ein tiefer Seufzer entfleucht dem einen oder anderen Kinobesucher. Wo haben Sie das letzte Mal eine derart schöne, gesunde Natur gesehen? Frei von Umweltgiften, frei von Zerstörung und menschlicher „Kultivierung“? Die Luft ist frisch und gesund und man kann bedenkenlos aus jedem Bach frisches, klares Wasser trinken. Es ist der reinste Kurort! Und nicht nur das fällt auf, nein, die begleitende Musik und der entspannte Gesichtsausdruck von Gandalf und den Hobbits zeigen, dass das Wort Stress in dieser Welt nicht existiert. Die Menschen, Hobbits und Elben leben ihr Leben. Sie folgen dem Rhythmus der Natur und leben in vollkommener Harmonie mit sich selbst und allem anderen. Das Burnout-Syndrom hat sie noch nicht erfasst. Auch von Psychopharmaka, Antidepressiva und Beruhigungspillen haben sie noch nie gehört. Alles ist in Ordnung, alles ist in Harmonie und alle erfreuen sich des Lebens. Da ist einfach kein Platz für Depressionen, für ein ausgiebiges Erschöpfungssyndrom oder ähnliches. Die Hobbits essen, trinken und feiern lieber und trotzdem schaffen sie ihre Arbeit. Leben und leben lassen. Im Film da geht das, da funktioniert es. Wir haben dafür die Leistungsgesellschaft oder besser Hochleistungsgesellschaft erfunden. Und unser höchstes Glück und Streben dient dem bestmöglichen Platz im Hamsterrad zu bekommen. Denn Konsum ist alles! Geld ist alles! Oder etwa doch nicht? Wie wäre es denn, wenn wir einfach in einer Gesellschaft leben würden, ohne „Leistung-„? Vielleicht in einer humanen Gesellschaft? In einer werteorientierten Gesellschaft? Da wären wir recht nah am Film. Stellen Sie sich das einmal vor – Sie könnten einfach Mensch sein! Unglaublich, nicht wahr? Vielleicht sogar beängstigend, denn wer weiß, was dann passieren könnte, wenn das Hamsterrad mal nicht auf Hochtouren läuft. Weltuntergang? Frieden? Ein erstes Durchatmen? Sich selber wieder fühlen? Leben? Ja, vielleicht würden wir dann wie die Hobbits erstmal ein schönes Fest feiern, essen, trinken, singen, tanzen und uns des Lebens erfreuen. Vielleicht würden wir dann diese tiefe Einheit mit allem, mit der Natur wieder fühlen, – das wieder gewinnen, was uns vor langer Zeit abhanden gekommen ist. Wieder in Ordnung sein,-  wie vor dem Fall. Ein Teil der Natur und nicht ihr Widersacher. Das wäre doch überlegenswert.

Schauen wir uns einmal an, wie es im Film weitergeht. Der gute Gandalf kommt ins Dorf der Hobbits und sorgt für Aufregung, – etwas ist passiert und das große Abenteuer kann beginnen. Wann haben Sie Ihr letztes Abenteuer erlebt? Noch nie? Schon lange her? Abenteuer sind die Würze des Lebens. Es ist das Unbekannte, was auf uns wartet. Wir müssen uns unseren Ängsten stellen, über uns selbst hinaus wachsen, für höhere Ziele Opfer bringen, mutig sein und kämpfen, Fallen vermeiden, Hindernisse überwinden, um am Ende erschöpft, aber glücklich und siegreich dazustehen. Auf dieser Reise ins Unbekannte begegnen wir uns selbst, bekommen den Spiegel vorgehalten, lernen ganz neue Seiten an uns kennen und entwickeln uns weiter. Wo bleiben diese Herausforderungen in unserer langweiligen, genormten Welt? Wo haben wir die Chance uns selbst zu entdecken und über uns hinauszuwachsen? Wo lohnt es sich Mühen und Opfer auf sich zu nehmen? Wo finden wir den Sinn unseres Lebens? Was können wir unseren Kinder erzählen?

Und wem begegnet Frodo nicht alles! Er trifft auf interessante, schöne, abscheuliche, starke, schwache Wesen jeder Art. Er begegnet den mystischen Elben mit ihrer großen Weisheit und Anmut, den Zwergen, den bösen und häßlichen Orks, den mächtigen Zauberern, wundersamen Naturwesen, etc. Und alle haben ihre Eigenheiten, sind ganz speziell, einzigartig, interessant. So viel Unbekanntes gibt es zu entdecken, zu lernen. Und wem begegnen wir in unserer Welt? Niemandem! Wir haben weitestgehend Flora und Fauna ausgerottet und freuen uns schon über einen Spatzen, der sich verirrt hat. Spatzen sind ja auch schon eine bedrohte Tierart. Mit etwas Glück sieht man mal einen interessanten Menschen oder etwas Schönes im Fernsehen. Sowohl das Schöne wie auch das Häßliche sind aus unserem Leben verschwunden. Wir leben nur noch im trendig-modischen Einheitsbrei und unsere Erzieher erzählen uns, dass wir alle gleich sind und überhaupt alles gut und gleich ist. Die Unterschiede sind verschwunden. Gut und Böse gibt es nicht mehr. Alles ist gut. Und was denkt der Kinobesucher? „Sch… aufs Hamsterrad! Sch… auf Auto, Handy, Karriere und TV! Sch.. auf den ganzen technischen Fortschritt! Ich will lieber in so einer Welt leben, – als Krieger, edle Dame, Zauberer, etc. und ein echtes, bedeutungsvolles Leben führen.“ Hier geht es nähmlich um Gefühle, um echte Erlebnisse, um Werte und Ideale. Da wird gekämpft – für die gute Sache, da wird gelitten, da wird geliebt und getrauert, da wird gefeiert und wirklich gelebt. Da gibt es noch Gefühle und keine Affektverflachung wie bei uns. Da ist man noch ganz Mensch. Da kann Mann noch Mann sein und Frau noch Frau. Und selbst die Kinder sind da noch Kinder. In unserer Welt weiß man das alles nicht mehr so genau, denn wir sind ja alle gleich. Selbst die Kinder sind ja heutzutage schon kleine Erwachsene im Hamsterrad. Männlich sein oder weiblich sein oder Kind sein, – das alles ist heutzutage nicht mehr gewünscht. Es passt nicht in unsere Norm.

Und so folgen wir unseren Totengräbern und ihrer Lehre.

Zum Glück gibt es ab und an Filme, die uns an das Leben erinnern, an das, was es wirklich ausmacht.

Ich wünsche uns allen, dass wir zum Leben zurückfinden, dass wir die Ketten des immer schneller rotierenden Hamsterrads sprengen und wahrnehmen, wer wir wirklich sind.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Und lassen Sie sich von diesen wunderbaren Filmen inspirieren!

 

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Und was treibt Sie zur Weißglut?

Wahrscheinlich gibt es da so ein paar Punkte. Und vielleicht wissen Ihre Familie, Ihre Freunde und Mitarbeiter, was Sie auf die Palme bringt, vielleicht aber auch nicht, weil Sie sich nur im Stillen ärgern. Nun haben wir das Problem, dass wir alle keine Hellseher sind und nur indirekt mitbekommen, wenn sich jemand falsch behandelt, gekränkt oder unwohl fühlt. Da hilft nur Kommunikation.

Stellen Sie sich einmal vor, Ihre Liebste oder Ihr Liebster kocht Ihnen ein 3 Gänge Menü und Ihnen dreht sich schon der Magen um, weil Sie dummerweise keinen Fisch mögen und auch den Käse nicht vertragen. Was machen Sie? Alles essen und runterwürgen, dabei ein strahlendes Lächeln aufsetzen und sagen wie toll es Ihnen schmeckt? Oder mit der Wahrheit herausrücken? Was meinen Sie, hätte es Ihnen geholfen, einfach vorab zu kommunizieren, zu sagen, was Ihnen schmeckt und was nicht?

Anderes Beispiel – Sie sind gerade arbeitsmäßig total überlastet und stehen kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Da kommt Ihr Kollege rein und fragt, ob Sie nicht mal eben noch eine Kleinigkeit erledigen könnten. Wie reagieren Sie? Mit Nervenzusammenbruch? Cholerischem Anfall? Oder holen Sie tief Luft und kommunizieren Sie Ihrem Kollegen, dass Sie vollständig überlastet sind?

Und noch ein Beispiel – aus welchen Gründen auch immer brauchen Sie für ein glückliches Frühstück eine gewisse Ordnung auf Ihrem Tisch, – einen schön gedeckten Frühstückstisch. Nun haben Sie einen Partner, der nicht allzuviel Wert darauf legt, sondern eher im Vorbeigehen frühstückt. Er macht sich schnell sein Brötchen, verteilt dabei alles auf dem Tisch und fährt dann ins Büro. Sie sehen sich mit der Unordnung, dem Chaos auf dem Tisch konfrontiert, Ihr Wohlbefinden ist stark gestört, Sie sind sauer und kriegen die Krise. Ihr Partner hat Sie gerade unwissentlich zur Weißglut gebracht. Weltuntergangsstimmung herrscht. Nun, was hätte hier geholfen? Kommunikation, – wie immer! Seine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen dem anderen mitteilen, sich dann arrangieren, aufeinander Rücksicht nehmen, Anschauungen vielleicht relativieren, positive Veränderungen zulassen und mitgestalten. Und so weiter.

Was will ich mit den Beispielen sagen? Einmal, dass Kommunikation die Basis ist für ein erfolgreiches und glückliches Miteinander. Und zum anderen, dass es wichtig ist, seine eigene Wahrnehmung, seine Bedürfnisse, seine Wünsche und alles, was man nicht verträgt, dem anderen mitzuteilen. Das ist sehr wichtig in der Partnerschaft, in der Familie, im Freundeskreis und am Arbeitsplatz. So kann man sich arrangieren, spart Nerven und das Leben wird dadurch einfach lebenswerter.

Eine praktische Übung:

Erstellen Sie eine Negativ-Liste mit all den Sachen, die Sie nicht mögen, die Nerven kosten und Sie zur Weißglut bringen. Dann gewichten Sie Ihre Stichworte auf einer Skala von 1 bis 10. 10 bedeutet absolute Weißglut. 1 ist noch sehr gut tolerierbar. 5 ist schon Zündstoff usw. sie können die Skala auch in Excel in Balkenform machen. So hat man eine bessere Übersicht. Links in einer Spalte die Stichwörter und rechts die Zeile mit den Balken (10 Kästchen).

Dann erstellen Sie nach dem gleichen Schema eine Positiv-Liste mit allen den guten Sachen, über die Sie sich freuen.

Nun fordern Sie Ihren Partner und Ihre Familienangehörigen, Freunde, etc. auf das gleiche zu tun. Dann gehen Sie die Listen durch und besprechen die Ergebnisse. So manch einer wird dann ganz erstaunt sein, was wie wo einen quält, nervt, schmerzt, aber auch, was einen freut, worauf man Wert legt, etc.

In einem nächsten Schritt kann man Dinge hinterfragen, z. B. – ist es wirklich ein mittlerer Weltuntergang, wenn die Tageszeitung auf dem Tisch liegt und nicht auf der Ablage? So kann man seine eigene Wahrnehmung und seine eigenen Verhaltensmuster, Gewohnheiten und Vorstellungen, – Normen bewusst machen, hinterfragen und vielleicht positiv verändern. Manche lassen sich gut ändern, manche halt auch nicht. Aber es ist gut einmal darüber nachgedacht zu haben. Denn vieles läuft absolut unbewusst ab im Alltag und man weiß gar nicht wirklich, warum.

Dann kann man überlegen, wie man sich besser arrangieren kann, wie man unnötigen Stress vermeidet, harmonischer und besser zusammen lebt, sich nicht ständig auf die Füße tritt. Hier geht es in erster Linie um gegenseitigen Respekt und gegenseitiges Verständnis. Wir sind nun mal alle Individuen, – sonst wäre es auch langweilig.

Ich garantiere Ihnen so einige Aha-Effekte, wenn Sie die Übung machen und Ihr Leben kann sich so harmonischer gestalten. Probleme haben nur die eine Aufgabe – sie warten auf ihre Lösung. Wenn jeder weiß, was dem anderen gut tut und was nicht, dann braucht man nahezu nichts mehr unter den Teppich kehren, dann sind die Aussichten auf drohende Explosionen, Streit, etc. sehr gering, dann wird das Leben leichter und angenehmer für alle.

Tun Sie sich und Ihrem Lieben etwas Gutes. Zeigen Sie Respekt, Verständnis und den Willen Dinge positiv zu ändern. Miteinander ist immer leichter und schöner als gegeneinander.

In diesem Sinne – machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

 

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