Archiv für März 2013

Das Leben und der Tod

Es gibt Themen, die verdrängt man lieber, weil sie schmerzvoll sind, weil man einfach überfordert ist, sie nicht wirklich verstehen kann.

Der Tod ist so ein Thema. Irgendwann kommt er. Manchmal weiß man, dass er kommt. Manchmal kommt er unerwartet, plötzlich. Keiner kann ihm entrinnen. Er betrifft uns alle und doch verdrängen wir ihn so gut wie möglich.

Was passiert nun, wenn er an unsere Tür klopft? Wenn wir wissen, dass es Zeit ist zu gehen? Wenn wir selbst gehen müssen oder jemand, den wir lieben? Ja, dann werden wir mit diesem „unschönen“ Thema konfrontiert. Dann müssen wir irgendwie gedanklich und gefühlsmäßig damit klarkommen, umgehen.

Oft kann es sein, dass uns dann nicht mehr viel Zeit bleibt, dass wir nicht wirklich vorbereitet sind, dass wir gar nicht wissen, was denn da jetzt passiert. Wir sind dann schlichtweg mit der Situation überfordert, wissen nicht, was wir tun sollen, was richtig ist, was wichtig ist.

Darum ist es sinnvoll sich vorab mal ein paar Gedanken zu machen.

Früher war alles in dieser Hinsicht einfacher. Jeder lebte in einem klar umrissenen Weltbild. Die Religionen haben die Menschen gelehrt, dass wir nach dem Tod in dieser Welt in eine höhere Welt kommen und das war für alle vollkommen klar. Es wurde auch nichts anderes erwartet oder in Frage gestellt. Jeder kam nach dem physischen Tod in eine jenseitige, bessere Welt.

Dieser Glaube hat den Menschen das Leben erleichtert. Sie wussten, dass es weiter geht, dass die Seele einfach nur den Körper abgelegt hat, um auf einer höheren Ebene weiter zu existieren.

In den ältesten Religionen war auch klar, dass die Seele wiederkommt, sich wieder inkarniert. In den jüngeren Religionen war dies dann nicht mehr so klar, dafür wurden dann Himmel und Hölle eingeführt.

Wie dem auch sei, der Glaube hat den Menschen früher ein klares, einfaches Verständnis gegeben über Leben und Tod. So war der Tod ein integrierter Bestandteil des Lebens und kein Tabuthema. Der Umgang mit dem Tod und dem Sterben war natürlich, normal. Jeder wusste, was ihn erwartet. Und die meisten hatten eine positive Einstellung zu einem Leben nach dem Tod in der physischen Welt.

Wie sieht es heute aus? Viele Menschen wissen nicht mehr, was sie glauben sollen oder können. Viele Menschen nennen sich Atheisten, Materialisten, Agnostiker oder Nihilisten und sind nicht gut auf Religion zu sprechen. Viele Menschen halten sich auch für Realisten, Rationalisten oder wissenschaftlich denkende Menschen.

Sie alle stehen vor der großen Leere, vor dem Nichts. Es gibt nichts, woran sie glauben könnten, was ihnen helfen könnte mit dem Tod umzugehen. Aus ihrer Sicht ist der Mensch nur ein zufällig entstandenes Materiekonglomerat, ein Haufen Atome, der sich für eine Individualität hält, der von sich glaubt lebendig zu sein. Und irgendwann zerfällt diese zufällige Materieanhäufung in ihre Einzelteile und das war es. Traurig oder?

Ich denke, es lohnt sich, sein Weltbild einmal zu hinterfragen und nach Antworten zu suchen.

Wenn der Tod dann an die Tür klopft, dann ist man wenigstens vorbereitet. Dann kann man sich auf diese Erfahrung einlassen. Dann kann man seinen Frieden machen, mit sich selbst und anderen. Dann kann man Abschied nehmen. Dann kann man in die Zeit der Trauer gehen. Und man weiß, dass das Leben weitergeht, dass es immer weiter geht und dass nach der Zeit der Trauer auch wieder eine Zeit der Lebensfreude kommen wird. Und man weiß, dass wir je nach Weltbild auch immer wieder kommen, um dem Sinn des Lebens weiter zu folgen.

Finden Sie Ihren Frieden. Finden Sie Ihre Antworten. Wenn Sie vorbereitet sind, dann ist vieles leichter, dann denken Sie auch an alles, was wirklich wichtig ist. Und wahrscheinlich sehen Sie Ihr Leben auch mit anderen Augen. Vielleicht zeigen Sie dann mehr Wertschätzung für all das Gute, was passiert. Vielleicht genießen Sie auch bewusster die gemeinsame Zeit mit Ihrem Partner, Ihrer Familie und Ihren Freunden. Das Rad der Zeit dreht sich leider immer nur in eine Richtung und leider können wir es auch nicht anhalten oder gar zurückdrehen.

Das Leben ist so kostbar. Leben Sie ganz bewusst!

Machen Sie das Beste aus allen Aspekten Ihres Lebens!

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