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Ein verblüffendes Erfolgsgeheimnis

Fast alle Menschen wollen erfolgreich sein. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben. Dem entsprechend wurde auch schon immer nach den Geheimnissen des Erfolges geforscht. Viele kluge Menschen haben sich ihre Gedanken gemacht und u. a. die Biographien von erfolgreichen Leuten untersucht.

So gibt es mittlerweile unzählige Klassiker und Neuerscheinungen zum Thema Erfolg in allen Aspekten des Lebens. Beruflicher Erfolg ist wichtig, aber persönlicher, menschliches Erfolg ist ebenso und vielleicht noch wichtiger.

Heutzutage gibt es zu dieser Thematik auch Seminarangebote, Workshops. Trainer, Coachs, etc. Jeder kann die Mechanismen des Erfolges studieren und sie auch praktisch anwenden lernen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht eines der längst bekannten und endlos durchgekauten Erfolgsgeheimnisse präsentieren, sondern auf etwas verblüffendes hinweisen, was schlauen Menschen schon in früheren Zeiten bekannt war und gerade heutzutage einen unheimlich hohen Stellenwert einnimmt.

Wir leben in einer hochtechnisierten, durchgenormten, standardisierten Zeit. Alles ist bis in kleinste geregelt. Für alle Fragen gibt es Literatur oder Verträge, wo man nachlesen kann, wie man sich zu verhalten hat und was, wann, wie zu tun ist, – auch welche Strafen einen erwarten, wenn man nicht nach Anweisung handelt.

Die Beschreibung und Festlegung sämtlicher Abläufe entspringt dem Bedürfnis nach Sicherheit und sie entbindet den Menschen scheinbar von der Qual selbständig denken zu müssen und die Verantwortung für eigene Entscheidungen zu übernehmen.

Geopfert wird dafür die Flexibilität, Eigenverantwortung, auch die Lebendigkeit, die Dynamik, – der Mensch wird von seinen eigenen Normen in Ketten gelegt.

Das Ergebnis ist, dass heutzutage vieles automatisch und mechanisch abläuft, – rationell und auf Effizienz getrimmt. Dabei bleibt das Leben auf der Strecke, ebenso Realität und Menschlichkeit. Dummerweise sind wir keine Maschine und wir existieren auch nicht virtuell im Computer, auch wenn viele Führungskräfte in Unternehmen und Politik das gerne hätten.

Die Industrialisierung hat sich auf die Menschen ausgedehnt, – der Mensch als rationalisierte Arbeitskraft (human resources), die effizient eingesetzt werden muss und auch effizient behandelt wird, – egal ob in der Wirtschaft oder im Dienstleistungsbereich.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie arbeiten in einer Fabrik. Ihr Vorarbeiter sagt Ihnen genau wie viel Minuten Sie für eine spezifische Tätigkeit zur Verfügung haben. Z. B. Schrauben anziehen in max. 1,5 Minuten, Deckel andrücken in max. 10 Sekunden. So schaffen Sie 1 Handy in 25 Minuten. Schneller arbeiten können Sie nicht und wenn Sie langsamer arbeiten, dann bekommen Sie eine Abmahnung. Sie stören schließlich den Arbeitsprozess.

Anderes Beispiel: Sie sind Dienstleister im Kundenbereich. Ihr Chef macht Ihnen die Vorgabe ein Kundengespräch immer in max. 15 Minuten abzuwickeln, – unabhängig von dem Thema, der Person, der Situation, etc.

Bis auf die Führungskräfte finden wahrscheinlich alle Menschen diese Form von Rationalisierung oder menschlicher Industrialisierung erschreckend.

Nun, was fehlt?

Es ist ganz einfach – es fehlt die Menschlichkeit, die realistische Wahrnehmung von uns als Menschen und dem entsprechend eine menschliche Gestaltung von Arbeit, Leben und zwischenmenschlichen Beziehungen.

Nun überlegen Sie mal – was finden Sie besser? Wenn jemand Sie zwar freundlich aber wie ein Objekt behandelt oder wenn Sie jemand wie einen Menschen behandelt, Sie als Menschen wahrnimmt?

Ich denke, dass jeder als Mensch gesehen und behandelt werden möchte, – vollkommen unabhängig von Ideologien, Rationalisierung, Profitoptimierung, etc.

Es gibt sehr viele Menschen, die andere Menschen nur als Beute sehen, als Möglichkeit sich selbst zu bereichern, selbst zu gewinnen auf Kosten der anderen. Man könnte das als egoistisch, dissozial, herzlos und kurzsichtig bezeichnen. Wenn der Mensch nicht mehr als eine ersetzbare Arbeitskraft ist oder ein Klient/Kunde, der Geld bringt, dann ist das schon traurig, aber heute leider bittere Realität in vielen Bereichen.

Und was passiert, wenn Sie sich als Menschen präsentieren und andere Menschen wie Menschen behandeln, auf Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen Rücksicht nehmen, ihnen Respekt entgegen bringen?

Dann passiert das große Wunder. Das Leben befreit sich aus dem Korsett der Normen, der Erstarrung, fängt an zu pulsieren und alles wird irgendwie leichter, menschlicher, netter, auch humorvoller und selbst für schwierige Probleme lassen sich dann leichter Lösungen gemeinsam finden. Und so wird Menschlichkeit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor. Mit Menschlichkeit gehen so viele positive Dinge einher wie gute Kommunikation, Vertrauen, Zusammenarbeit, positive Beziehungen, Flexibilität, Lebensfreude, etc.

Bereits Cosimo de` Medici wusste um dieses „Geheimnis“. Er war in vielfacher Hinsicht eine Größe, – politisch, wirtschaftlich wie auch als Förderer der Kunst und der Architektur. Er hat viel für die Renaissance getan. Unter seiner Herrschaft ist Florenz aufgeblüht. Seine Biographie ist faszinierend. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse war eben nicht nur das Kosten-Nutzen-Verhältnis in allem zu sehen, sondern auch der menschlichen Seite Respekt zu zollen und auf die Bedürfnisse, Wünsche und besonderen Eigenschaften beispielsweise seiner Künstler einzugehen. So gab es zwar Verträge, aber die menschliche Seite wurde ebenso beachtet und gewürdigt. Nur so war es ihm möglich auch mit schwierigen Menschen erfolgreich zusammenzuarbeiten und stets das Beste für beide Seiten zu gewinnen.

Wir müssen nicht wie perfekte Maschinen funktionieren, – Sie nicht und Ihre Mitmenschen, Kollegen oder Partner auch nicht. Wir sind Menschen. Wir müssen uns nur daran ab und zu erinnern und uns auch menschlich verhalten, uns als Menschen begegnen.

Mensch sein führt zur Lösung von Stress, führt zu Entspannung. Probieren Sie es einfach mal. Seien Sie menschlicher zu sich selbst und zu anderen. Sehen Sie in anderen den Menschen. Gehen Sie auf ihn ein. Arbeiten Sie zusammen an der Befriedigung ihrer Bedürfnisse und Wünsche. Dann entstehen echte Win-Win-Situationen, langfristige, positive Beziehungen und auch geschäftlicher oder privater Erfolg. Als Menschen brauchen wir eine gute Partnerschaft, gute Freunde, gute Kollegen, gute Klienten. Wir brauchen gute Beziehungen, um uns wohl zu fühlen.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und integrieren Sie die Menschlichkeit in Ihr Denken, Fühlen und Handeln.

Es tut gut!

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Erfolgsgeschichten selbst gemacht!

Wenn überhaupt, dann liest man für gewöhnlich nur die Erfolgsgeschichten von anderen, von sogenannten Promis und Selfmade-Millionären. Aber selbst eine Erfolgsgeschichte schreiben? Geht das denn überhaupt? Und wenn ja, wie macht man das denn?

Ich möchte Ihnen hier ein Beispiel einer selbstgemachten Erfolgsgeschichte zeigen, an der ich aktiv mitgewirkt habe.

Vor ungefähr 8 Jahren habe ich im Internet, in meinem Netzwerk Tardif kennengelernt. Tardif ist Afrikaner und stammt aus Kamerun. Zu der Zeit damals war er in China und hat dort mehrere Jahre eine Ausbildung in traditioneller chinesischer Medizin gemacht, mit Schwerpunkt Akupunktur und Kräuterlehre. Für mich hat das schon an ein mittleres Wunder gegrenzt, da es wohl nur selten vorkommt, dass ein Afrikaner in China TCM lernt. Warum? Weil man einmal wissen muss, dass es so etwas überhaupt gibt. Dann braucht man den Mut einige Jahre ins Ausland zu gehen, in eine völlig fremde Kultur. Und natürlich braucht man auch viel Geld. Wer Afrika ein bisschen kennt, der weiß, dass eine stabile Internetverbindung für ein paar Minuten toll ist, dass kaum Computer, Internet, Bücher, etc. vorhanden sind, dass alles zehnmal schwieriger ist als in Europa oder in den USA und dass es unheimlich schwierig ist so viel Geld zu beschaffen, um damit den Flug, Aufenthalt etc. bezahlen zu können. Kurzum Tardif hat enorme Hindernisse und Herausforderungen gemeistert, um seine Ausbildung dort machen zu können. Und natürlich gab es während der Ausbildung auch Schwierigkeiten und Probleme, die enorme Kraft gekostet haben.

Nun nach vielen Studien hat er seinen Abschluss in TCM gemacht und ist nach Kamerun zurückgekehrt. TCM Kliniken gibt es in Kamerun nicht und so hat er auch keine Anstellung als TCM Praktiker bekommen. Er hat seinen ursprünglichen Beruf als Lehrer wieder aufgenommen. Jahr für Jahr ist vergangen und seine Fähigkeiten hat er in seiner Freizeit genutzt, um kostenfrei seine Mitmenschen vor Ort zu behandeln. Immer wieder hat er wehmütig an seinen Traum von einer eigenen TCM Praxis gedacht, aber offensichtlich war es vollkommen unmöglich eine eigene Praxis aufzubauen, weil schlichtweg das Geld gefehlt hat.

In dieser Zeit hat er dann geheiratet und eine Tochter bekommen. Das Mädchen war eine Frühgeburt und Frühgeburt bedeutet in Kamerun zu 90% den sicheren Tod. Die Kliniken sind nur sehr schlecht ausgestattet. Personal fehlt auch. Nichts funktioniert wirklich. Dank seiner Ausbildung war er aber fähig seine Tochter am Leben zu erhalten und sie gesund über die gefährliche Phase hinüber zu bringen. Auch das ist ein echtes Wunder.

Mittlerweile hatte er schon alle Träume aufgegeben und wir sprachen darüber. Ich sagte ihm, dass es seine Bestimmung wäre, die Menschen zu behandeln und sie mit TCM zu heilen, da er ja auch aus der idealistischen Gesinnung heraus nach China gegangen war, um den Menschen in seinem Land helfen zu können. Ich muss hier auch erwähnen, dass der Vater von Tardif ein großer und bekannter Heiler war, der ihn in der einheimischen Kräuterheilkunde bereits unterwiesen hatte und so der Weg für Tardif als Heiler schon früh begonnen hatte.

Was nützt großer Idealismus, die Bereitschaft große Opfer zu bringen, echte Abenteuer einzugehen, wenn am Ende alles wie eine Seifenblase zerplatzt?

Da kann man mehr als Depressionen bekommen. So ging es dann auch Tardif und er hatte alle Hoffnung auf eine eigene Praxis aufgegeben. Aber zum Glück haben wir darüber gesprochen und ich habe ihm bewusst gemacht, dass das Leben als Lehrer ganz gegen seine Berufung nicht alles gewesen sein konnte. So fingen wir dann an zu überlegen, wie denn eine eigene Praxis unter den schwierigen Umständen realisierbar wäre. Wir haben überlegt, was er alles brauchen würde, – Räumlichkeiten, einheimische Kräuter, chinesische Kräuter, Akupunkturnadeln und Spezialgeräte zur Säuberung der Nadeln, etwas Büroausstattung, Telefon, Internet, etc. Alles in allem kam dann eine Summe von mindestens 1000 Euro und im besten Fall 3000 Euro zusammen. Kredit in Afrika gab es nicht. Private Kreditgeber auch nicht. Was tun?

Ich habe dann fleißig nach Crowdfunding Möglichkeiten recherchiert und schließlich eine amerikanische Plattform gefunden, die nicht Unmengen an Gebühren verlangt hat und auch nicht das Projekt untergehen ließ, falls die gewünschte Summe in einer bestimmten Zeit nicht erreicht wurde. Dies hieß, dass wir zeitlich und auch vom Spendenbetrag her flexibel waren. Jetzt mussten nur noch Spender gefunden werden – „nur noch“. Wer spendet hier in Deutschland für jemanden, den er nicht kennt? Und wie sollen Beträge zusammenkommen, die mindestens die 1000 Euro Marke erreichen, bestenfalls überschreiten?

Zum Glück habe ich ein großes internationales Netzwerk und einige meiner Freunde und Bekannten waren bereit zu spenden. So erreichten wir über einen Zeitraum von über einem Jahr tatsächlich das nötige Minimum, um die Praxis realisieren zu können.

Nun kam das nächste Problem – wie war es möglich Tardif das Geld zu überweisen? Er hatte kein internationales Bankkonto und auch kein paypal account. Schließlich haben wir eine international tätige Bank gefunden, die auch wieder viel Geld verlangt hat, für die Kontoeröffnung. Dann stellte sich heraus, dass jede Überweisung sehr hohe Gebühren verschlungen hat. Nach den ganzen Abzügen blieb für Tardif von seinen Spendengeldern ein Rest von ca. 60%. Und das ist bitter.

Letztendlich hat es gereicht um nach vielen weiteren Schwierigkeiten die nötigen Schritte für die eigene Praxis einzuleiten. Man kann hier wirklich ohne jegliche Übertreibung von einem sehr steinigen Weg sprechen, der durch viele psychische Täler geführt hat, – ein sehr schmerzvoller Weg voller Entbehrungen und Opfer.

Aber dieses Abenteuer, dieses wahnsinnige Projekt eine TCM Praxis in Kamerun aufzumachen, es hat allen Beteiligten gezeigt, dass so etwas funktionieren kann, – gegen alle Hindernisse!

Warum hat es schließlich funktioniert?

Weil wir alle an die Praxis geglaubt haben. Weil wir an Tardif geglaubt haben. Weil wir alle bis zur Schmerzgrenze alles gegeben haben, damit es funktioniert. Wir haben für eine gute Sache gekämpft und gewonnen. Dank Tardifs Praxis werden viele Menschen in Kamerun Heilung finden, die sie sonst nicht erfahren würden. Akupunktur und Kräuter sind auch für arme Menschen bezahlbar. Und wie Tardif sagt, sterben in Kamerun Menschen schon aus nichtigen Gründen, ganz einfach weil kein Arzt, Heiler, etc. vor Ort ist oder weil sie sich einfach keine Behandlung leisten können.

So ist Tardif mit seiner TCM Praxis ein wunderbares Vorbild in seinem Land für eine bessere Zukunft. Und tatsächlich hat er schon interessierte, junge Menschen gefunden, die gerne bei ihm lernen möchten und auch in seiner Praxis mitarbeiten wollen. So ist gestaltet er den Anfang einer besseren medizinischen Versorgung in Kamerun für seine Mitmenschen.

Ich zolle Tardif für seinen Mut, für seinen Einsatz und alle seine Opfer großen Respekt. Er hat seinen Traum nach vielen Jahren tatsächlich verwirklicht und kann nun das leben, was er sich immer erhofft und gewünscht hat. Er wird einmal noch berühmter sein als sein Vater, der auch schon ein großer Heiler war.

Wie Sie sehen, kann jeder seinen Traum Wirklichkeit werden lassen, – selbst unter schwierigsten Bedingungen. Wichtig sind nur gute Freunde, wahre Werte, der Glaube an sich selbst und an seinen Traum und dann kann jeder seine eigene Erfolgsgeschichte schreiben.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Leben Sie Ihre Träume! Und auch wenn die erste Zeit hart sein sollte, danach werden Sie sich wunderbar fühlen, denn dann haben Sie Großes geleistet und können sich an den Früchten Ihrer Arbeit erfreuen. Dann ist die Welt in Ordnung.

 

PS: Sie finden Jean Tardif Lonkog auch im Internet, u. a. bei facebook:

http://www.gofundme.com/1e616w

http://www.holistichealingclinic.sura/

http://holistichealingclinic.jimdo.com/holistic-healing-clinic/

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Das Buch zum Hypno-Blog

Sie suchen noch etwas zum Verschenken? Und Sie mögen meinen Blog? Dann ist vielleicht mein Buch „Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!“ genau das Richtige für Sie.

Über den Inhalt:

Sie schauen gerne mal über den Tellerrand? Sie interessieren sich für Coaching, für Hypnose, Psychologie, das Unterbewusstsein und menschliches Verhalten im Allgemeinen? Sie wollen mehr in Ihrem Leben erreichen? Mehr Erfolg? Mehr Glück? Mehr Zufriedenheit? Dann lesen Sie sich schlau in diesem Buch und erfahren Sie mehr über die Geheimnisse der menschlichen Natur! Der Hypno-Coach Falco Wisskirchen führt Sie gekonnt durch die Themen unserer Zeit, Themen, die uns alle bewegen. Schauen Sie doch einfach mal in das Inhaltsverzeichnis. Mehr als 70 interessante Themen warten auf Sie. Nach der Lektüre werden Sie die Welt mit anderen Augen sehen! Sie werden sich selbst viele Fragen stellen, aber auch gleichzeitig viele Antworten erhalten. Und dann sind Sie bereit das Beste aus Ihrem Leben zu machen! Worauf warten Sie? Beginnen Sie jetzt! Ihre Zeit ist kostbar! Viel Spaß bei der Lektüre!

Mein Buch ist als Book on Demand überall erhältlich, – auch als Ebook!

Weitere Infos gibt es hier: http://hypno-master-coach.jimdo.com/

Ich würde mich freuen, wenn mein Buch auch Ihrer Familie und Ihren Freunden nützliche Anregungen für mehr Qualität im Leben schenken kann.

Herzlichst

Ihr Hypno-Coach

 

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Pessimist, Optimist oder lieber Realist?

Sie kennen sicher die Geschichte mit dem Glas, was zur Hälfte gefüllt ist. Der Pessimist trauert der verlorenen Hälfte hinterher. Der Optimist freut sich, dass eine Hälfte noch übrig ist. Und was macht der Realist? Der trinkt das Glas aus und bestellt sich ein neues.

Worum geht es? Die Situation ist für alle gleich. Da steht ein Glas, zur Hälfte gefüllt. Die Situation an sich ist neutral. Sie wird aber unterschiedlich wahrgenommen. Und das ist der springende Punkt. Es geht um den Wahrnehmungsfilter, die Brille, die jeder von uns auf hat, die uns ein und dieselbe Situation vollkommen anders erleben oder interpretieren lässt.

Manche Menschen tragen dunkle Brillen, manche gelbe, sonnige, andere rosafarbene, grüne, rote und manche tragen klare Brillen. Es sind unsere individuellen Wahrnehmungsfilter, die großen Einfluss auf unser Erleben haben, auf unsere Welt, unsere Gefühle, unsere Stimmung.

Wenn einem dieser Umstand bewusst wird, dann kann man seinen eigenen Filter hinterfragen und gegebenenfalls positiv verändern.

Warum ist der eine ein Pessimist und sieht alles nur düster, schwarz und der andere ein Optimist, der scheinbar die Sonne für sein Leben gepachtet hat? Es sind unsere Erfahrungen, die unsere Sicht der Dinge bestimmen oder verändern. Wenn man viele schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann neigt man dazu auch eher etwas Schlechtes zu erwarten, den Wort Case. Ist man auf der Sonnenseite des Lebens groß geworden, so ist der Sonnenschein selbstverständlich und man erwartet nur das Beste vom Leben, sieht auch immer das Positive in allem.

Ja, und wenn man Realist ist, so kennt man beides, freut sich am Guten, lässt aber auch nicht den Kopf hängen, wenn etwas nicht so läuft, wie man es gerne hätte. „Die Welt ist halt kein Ponyhof!“ wie der Realist sagen würde.

Dann gibt es noch die Visionäre, die schon in der Zukunft leben, schon weit nach vorne schauen. Sie helfen die Zukunft zu materialisieren, voran zu schreiten, Neues zu entdecken und zu entwickeln. Andere wiederum leben ständig in der Vergangenheit, weil damals alles besser war. Sie vergleichen alles mit den „besseren“ Zeiten und mögen die Gegenwart nicht wirklich. Und natürlich gibt es die Träumer, die ihre eigenen Welten bauen und erleben, weil die äußere Welt einfach zu langweilig ist oder zu negativ.

Letztendlich sind wir alle von Zeit zu Zeit Pessimist, Realist, Optimist, Visionär, träumen von einem anderen oder besseren Leben oder denken an die Vergangenheit zurück. Wichtig ist nur, dass wir uns dessen bewusst sind und wenn es nötig ist, auch mal die Brille wechseln oder ganz abnehmen.

Es liegt an uns, wie wir die Welt sehen, ob wir uns eher freuen oder ärgern und wie wir uns entsprechend unserer Wahrnehmung verhalten.

Denken Sie an Ihre ganz persönlichen Wahrnehmungsfilter und machen Sie stets das Beste aus Ihrem Leben. Und auch, wenn Sie Realist sind, ab und an tut die rosafarbene oder sonnige Brille sehr gut. Probieren Sie es einfach aus!

 

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Der Ursprung des Burn-Out-Phänomens

Das Burn-Out-Phänomen ist so „neu“, dass es noch nicht als offizielle Störung psychopathologisch in der ICD-10, der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ erfasst wurde. Wahrscheinlich wird dies aber noch zeitnah geschehen. Bis dahin kann deshalb auch keine offizielle Diagnose „Burn-Out“ gestellt werden.

Bekannt ist das Erschöpfungssyndrom, dass im rein psychischen Bereich ein Ausdruck von länger andauernder Überlastung bzw. Überforderung darstellt und mit einer depressiven Symptomatik einhergeht. „Burn-Out“ ist aber nicht das gleiche. Beim Burn-Out-Syndrom steht am Anfang ein übermäßiger Leistungswille und Arbeitseinsatz, in der Regel im beruflichen Kontext. Auf Deutsch heisst das, der Betroffene „brennt“ richtig für seinen Job, ist hoch engagiert, macht Überstunden, ist immer bereit auch die schwierigsten Aufträge zu übernehmen und zeigt sich so gegenüber Vorgesetzten als idealer Mitarbeiter. Der Betroffene zeigt also ein überdurchschnittlich hohes Leistungsniveau. Viel Leistung bedeutet auch einen hohen Verbrauch an Energie und damit die Notwendigkeit einer hohen Energiezufuhr. Nun sind die menschlichen Energiereserven relativ beschränkt und man muss ständig „nachtanken“. Und normalerweise tankt man auf durch Pausen, Freizeitausgleich, Partnerschaft, Familie, Sport und Hobbys.

Im Normalfall hält der Mensch ein angemessenes, normales Leistungsniveau in seinem Job, – ohne ständige Überstunden, ohne Sonderaufträge und ohne übermäßigen Zeit- und Leistungsdruck. Dieses normale Niveau lässt sich gut über viele Jahre kontinuierlich halten und im Ausnahmefall können so auch Leistungsspitzen bewältigt werden. Parallel schöpft er neue Kraft durch genügend Pausen, durch Freizeit, durch seine Familie und Freunde, und im besten Fall noch durch gesunde Ernährung und Ausdauertraining. So schliesst sich der Energiekreislauf und so wird das Leistungsniveau gehalten.

Anders sieht es bei dem Burn-Out-Syndrom aus. Der Betroffene verbrennt all seine Energiereserven, ohne genügend Energie nachzutanken, bis er dann schließlich nach einigen Wochen oder Monaten völlig ausgebrannt ist. Die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit ist nicht mehr da, ganz im Gegenteil, – er baut so weit ab, dass er nur noch unterdurchschnittliche Leistung bringt und am Ende gar keine mehr. Das zieht natürlich erhebliche Folgen nach sich. Die Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen werden immer größer. Oft versuchen die Betroffenen durch ungesunde Copingstrategien die Situation zu bewältigen, – mit übermäßigen Genuss von Kaffee, Alkohol, Zigaretten, vielleicht auch mit Missbrauch von Medikamenten. Der Missbrauch von leistungsstärkenden und stimmungshebenden Substanzen verlängert die Leistungsfähigkeit einige Zeit, führt aber zu einem noch intensiveren Abbau der psychischen und körperlichen Gesundheit. Am Ende geht gar nichts mehr und der Betroffene fühlt sich vollkommen ausgebrannt, leer, wahrscheinlich schwer depressiv mit Suizidgedanken, sozial zurückgezogen, isoliert, weil er alles seinem Job geopfert hat. Da hilft dann nur noch die stationäre Aufnahme und Betreuung mit entsprechender Therapie.

Woher kommt nun diese Idee, man müsse überdurchschnittliche Leistung bringen, sich total verausgaben und sein normales Leben dem Job opfern?

Diese Idee ist nicht normal. Sie spiegelt einen übermäßigen Ehrgeiz, Leistungswillen, einen überhöhten Antrieb. Sie hat auch eine Tendenz zu Größenwahn bzw. zur Manie, zur Selbstüberschätzung: „Ich kann alles. Ich schaffe alles. Ich brauche keine Pausen. Ich bin Superman!“ Es ist eine verzerrte Selbstwahrnehmung der eigenen Leistungsfähigkeit, gekoppelt mit dem oft ebenso verzerrten, überhöhten Leistungsanspruch von Vorgesetzten.

So ist das Burn-Out-Phänomen ein Resultat unserer Leistungsgesellschaft, die einen sehr einseitigen Schwerpunkt auf „Leistung“ legt und andere, wichtige Aspekte des Lebens schlichtweg ignoriert und nicht würdigt. Wir sind heutzutage Opfer unseres eigenen Fortschritts, einem technischen Fortschritt, der uns suggeriert, dass wirklich alles möglich ist, – in immer kürzerer Zeit und immer besserer Qualität und höherer Quantität. Der Einzelne schafft heutzutage so viel, wie vielleicht 20 oder 50 Leute vor ein paar Jahrzehnten. Neben diesem unbewältigten technischen Fortschritt leiden die Menschen unter dem atheistisch-materialistischen Weltbild, dass sein Ideal der Gewinnmaximierung über alles stellt, – alles andere dafür opfert. Über Jahrtausende haben Kultur, Tradition und Religion für ein „menschliches“, ausgeglichenes Leben gesorgt, wo es ganz selbstverständlich war, Ruhephasen einzuhalten und die freie Zeit kulturell zu nutzen. Auch Familie und soziale Zusammengehörigkeit hatten einen hohen Stellenwert. Die Arbeit war gut organisiert und die Freizeit ebenso. Der Ausgleich war vorhanden und der Energiekreislauf hat funtioniert.

Heutzutage ist nichts mehr davon übrig geblieben. Der kulturelle, traditionelle und religiöse Reichtum ist verschwunden. Wir haben heute eine „Industriekultur“, die mit echter Kultur nichts mehr gemeinsam hat, im Gegenteil eher eine Verhöhnung darstellt. Das bißchen an qualitativ fragwürdiger Kultur wird heutzutage mehr und mehr zusammengestrichen. Freizeitanlagen, Freibäder, Hallenbäder, Veranstaltungen – sie kosten ja nur und werfen keinen Gewinn ab und die Städte sind ja alle pleite. Auf der anderen Seite wundern sich die Verantwortlichen, warum immer mehr Menschen krank sind.

Es gibt nur einen Ausweg – mehr Balance im Leben, mehr echte Werte, mehr Kontrolle über sogenannten Fortschritt und mehr Menschlichkeit.

Heutzutage sind wir reich an technischem Spielzeug, aber völlig verarmt als Menschen. Denken Sie einmal darüber nach.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben – verzichten Sie auf die Burn-Out-Erfahrung! Bereichern Sie Ihr Leben mit allem, was wirklichen Wert besitzt!

 

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Herr der Ringe und der Hobbit – warum begeistern uns diese Filme so?

Warum ist die Geschichte um Frodo, Bilbo und all die anderen Gestalten so faszinierend? Warum gehen Massen von Menschen in diese Filme?

Lassen Sie uns einmal bewusst darüber nachdenken.

Im Prinzip kann man es auf einen ganz einfachen Nenner bringen: Die Filme zeigen uns eine Welt, die so unendlich viel reicher, lebendiger und interessanter ist als unsere eigene. In der Tat sind wir im Vergleich nur noch leblose, langweilige Schatten unserer selbst. Tag ein Tag aus folgen wir immer derselben Routine und wundern uns, dass wir irgendwann alt geworden sind und das Leben schon fast vorbei ist. Dann fragen wir uns – wo ist das Leben geblieben und wo waren wir? Haben wir wirklich gelebt? Und wenn ja, für was haben wir gelebt? Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wofür Sie überhaupt leben? Geboren für das Hamsterrad? Wo ist das Abenteuer? Wo sind die Herausforderungen, die es gilt zu meistern? Und wo ist der Lohn für unsere Mühen? Der Schatz? Und wo sind die Ideale für die man kämpft?

Im Prinzip braucht man nur die ersten Minuten der Filme sehen und einem fällt direkt auf, was wir hier schwer vermissen. Da kommt der gute Gandalf einen Feldweg entlang. Die Landschaft ist phantastisch, – der Reichtum und die Schönheit der Natur fallen direkt ins Auge und ein tiefer Seufzer entfleucht dem einen oder anderen Kinobesucher. Wo haben Sie das letzte Mal eine derart schöne, gesunde Natur gesehen? Frei von Umweltgiften, frei von Zerstörung und menschlicher „Kultivierung“? Die Luft ist frisch und gesund und man kann bedenkenlos aus jedem Bach frisches, klares Wasser trinken. Es ist der reinste Kurort! Und nicht nur das fällt auf, nein, die begleitende Musik und der entspannte Gesichtsausdruck von Gandalf und den Hobbits zeigen, dass das Wort Stress in dieser Welt nicht existiert. Die Menschen, Hobbits und Elben leben ihr Leben. Sie folgen dem Rhythmus der Natur und leben in vollkommener Harmonie mit sich selbst und allem anderen. Das Burnout-Syndrom hat sie noch nicht erfasst. Auch von Psychopharmaka, Antidepressiva und Beruhigungspillen haben sie noch nie gehört. Alles ist in Ordnung, alles ist in Harmonie und alle erfreuen sich des Lebens. Da ist einfach kein Platz für Depressionen, für ein ausgiebiges Erschöpfungssyndrom oder ähnliches. Die Hobbits essen, trinken und feiern lieber und trotzdem schaffen sie ihre Arbeit. Leben und leben lassen. Im Film da geht das, da funktioniert es. Wir haben dafür die Leistungsgesellschaft oder besser Hochleistungsgesellschaft erfunden. Und unser höchstes Glück und Streben dient dem bestmöglichen Platz im Hamsterrad zu bekommen. Denn Konsum ist alles! Geld ist alles! Oder etwa doch nicht? Wie wäre es denn, wenn wir einfach in einer Gesellschaft leben würden, ohne „Leistung-„? Vielleicht in einer humanen Gesellschaft? In einer werteorientierten Gesellschaft? Da wären wir recht nah am Film. Stellen Sie sich das einmal vor – Sie könnten einfach Mensch sein! Unglaublich, nicht wahr? Vielleicht sogar beängstigend, denn wer weiß, was dann passieren könnte, wenn das Hamsterrad mal nicht auf Hochtouren läuft. Weltuntergang? Frieden? Ein erstes Durchatmen? Sich selber wieder fühlen? Leben? Ja, vielleicht würden wir dann wie die Hobbits erstmal ein schönes Fest feiern, essen, trinken, singen, tanzen und uns des Lebens erfreuen. Vielleicht würden wir dann diese tiefe Einheit mit allem, mit der Natur wieder fühlen, – das wieder gewinnen, was uns vor langer Zeit abhanden gekommen ist. Wieder in Ordnung sein,-  wie vor dem Fall. Ein Teil der Natur und nicht ihr Widersacher. Das wäre doch überlegenswert.

Schauen wir uns einmal an, wie es im Film weitergeht. Der gute Gandalf kommt ins Dorf der Hobbits und sorgt für Aufregung, – etwas ist passiert und das große Abenteuer kann beginnen. Wann haben Sie Ihr letztes Abenteuer erlebt? Noch nie? Schon lange her? Abenteuer sind die Würze des Lebens. Es ist das Unbekannte, was auf uns wartet. Wir müssen uns unseren Ängsten stellen, über uns selbst hinaus wachsen, für höhere Ziele Opfer bringen, mutig sein und kämpfen, Fallen vermeiden, Hindernisse überwinden, um am Ende erschöpft, aber glücklich und siegreich dazustehen. Auf dieser Reise ins Unbekannte begegnen wir uns selbst, bekommen den Spiegel vorgehalten, lernen ganz neue Seiten an uns kennen und entwickeln uns weiter. Wo bleiben diese Herausforderungen in unserer langweiligen, genormten Welt? Wo haben wir die Chance uns selbst zu entdecken und über uns hinauszuwachsen? Wo lohnt es sich Mühen und Opfer auf sich zu nehmen? Wo finden wir den Sinn unseres Lebens? Was können wir unseren Kinder erzählen?

Und wem begegnet Frodo nicht alles! Er trifft auf interessante, schöne, abscheuliche, starke, schwache Wesen jeder Art. Er begegnet den mystischen Elben mit ihrer großen Weisheit und Anmut, den Zwergen, den bösen und häßlichen Orks, den mächtigen Zauberern, wundersamen Naturwesen, etc. Und alle haben ihre Eigenheiten, sind ganz speziell, einzigartig, interessant. So viel Unbekanntes gibt es zu entdecken, zu lernen. Und wem begegnen wir in unserer Welt? Niemandem! Wir haben weitestgehend Flora und Fauna ausgerottet und freuen uns schon über einen Spatzen, der sich verirrt hat. Spatzen sind ja auch schon eine bedrohte Tierart. Mit etwas Glück sieht man mal einen interessanten Menschen oder etwas Schönes im Fernsehen. Sowohl das Schöne wie auch das Häßliche sind aus unserem Leben verschwunden. Wir leben nur noch im trendig-modischen Einheitsbrei und unsere Erzieher erzählen uns, dass wir alle gleich sind und überhaupt alles gut und gleich ist. Die Unterschiede sind verschwunden. Gut und Böse gibt es nicht mehr. Alles ist gut. Und was denkt der Kinobesucher? „Sch… aufs Hamsterrad! Sch… auf Auto, Handy, Karriere und TV! Sch.. auf den ganzen technischen Fortschritt! Ich will lieber in so einer Welt leben, – als Krieger, edle Dame, Zauberer, etc. und ein echtes, bedeutungsvolles Leben führen.“ Hier geht es nähmlich um Gefühle, um echte Erlebnisse, um Werte und Ideale. Da wird gekämpft – für die gute Sache, da wird gelitten, da wird geliebt und getrauert, da wird gefeiert und wirklich gelebt. Da gibt es noch Gefühle und keine Affektverflachung wie bei uns. Da ist man noch ganz Mensch. Da kann Mann noch Mann sein und Frau noch Frau. Und selbst die Kinder sind da noch Kinder. In unserer Welt weiß man das alles nicht mehr so genau, denn wir sind ja alle gleich. Selbst die Kinder sind ja heutzutage schon kleine Erwachsene im Hamsterrad. Männlich sein oder weiblich sein oder Kind sein, – das alles ist heutzutage nicht mehr gewünscht. Es passt nicht in unsere Norm.

Und so folgen wir unseren Totengräbern und ihrer Lehre.

Zum Glück gibt es ab und an Filme, die uns an das Leben erinnern, an das, was es wirklich ausmacht.

Ich wünsche uns allen, dass wir zum Leben zurückfinden, dass wir die Ketten des immer schneller rotierenden Hamsterrads sprengen und wahrnehmen, wer wir wirklich sind.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Und lassen Sie sich von diesen wunderbaren Filmen inspirieren!

 

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Wenn der Leidensdruck fehlt…

dann geht in der Regel gar nichts!

Die Sache mit dem Leidensdruck ist ein Phänomen, was wir sicherlich alle kennen. Oft verhalten wir uns dabei für Außenstehende recht seltsam.

Vielleicht kennen Sie das beispielsweise von (Ihren) Kindern: Im Kinderzimmer herrscht das reinste Chaos, aber das Kind will nicht aufräumen. Der Boden liegt voll mit irgendwelchen Spielsachen. Ständig muss man aufpassen, dass man nirgendswo drauftritt, ausrutscht oder von etwas erschlagen wird. Selbst Schreibtisch und Bett sind voll von Gerümpel. Doch dem Kind ist es egal. Es schnallt sich sogar schon Kissen unter die Füße, damit es sich nicht beim Laufen im Zimmer verletzt. Es nimmt auch in Kauf, dass vor lauter Spielsachen kaum noch Platz zum Schlafen ist. Die Eltern stehen schon kurz vor dem Nervenzusammenbruch und haben schon fast alles versucht, um ihr Kind zum Aufräumen zu bewegen. Aber auch das ist dem Kind egal. Das Kind hat weder eine positive Motivation aufzuräumen, noch empfindet es einen Leidensdruck, der es dazu bewegt Ordnung zu schaffen. Wo keine eigene oder fremd induzierte Motivation vorhanden ist, da tut sich rein gar nichts und alles bleibt so wie es ist. Nun können die Eltern mit einer „Strafe“ drohen „Wenn Du Dein Zimmer nicht aufräumst, dann fällt der Kinobesuch für Dich aus!“ – was einen solchen Leidensdruck  erzeugt, dass das Kind aufräumt oder die Eltern können mit einer Belohnung die Motivation steigern endlich aufzuräumen „Wenn Du regelmäßig Dein Zimmer aufräumst, bekommst Du 10 Euro mehr Taschengeld pro Monat.“ Beides funktioniert in einem gewissen Rahmen, auch gekoppelt.

Nun bei Kindern mag das noch relativ einfach sein, – bei Erwachsenen wird es da deutlich schwieriger bis nahezu aussichtslos. „Drohungen“, „Strafen“ und „Belohnungen“ sind hier fast gar nicht umsetzbar und der Verstand weiß wohl, dass eine gewisse Verhaltensweise schlecht ist oder nicht funktioniert, aber das wird aus welchen Gründen auch immer in Kauf genommen. Ich spreche hier von Problemen, problematischem Verhalten und von Krankheiten, die nur deshalb bestehen, weil der Betroffene keine positive Motivation hat wirklich etwas zu ändern und auch keinen Leidensdruck fühlt, der ihn förmlich dazu zwingt etwas im Verhalten, im Denken zu verändern.

Rauchen, zuviel Alkohol, Übergewicht, zuviel Süßigkeiten, zuwenig Bewegung, Aufschieberitis, Unzuverlässigkeit, immer die gleichen Fehler machen, immer herumtrödeln, Bedürfnisse/Wünsche der Mitmenschen ignorieren, egozentrisches Verhalten, usw. Es sind die eigenen Laster, die eigenen schlechten Angewohnheiten, die einem selbst das Leben schwer machen und auch den Menschen, mit denen man lebt und arbeitet. Da wird dann alles erduldet, ertragen und vermieden – Hauptsache man kann sein Laster beibehalten. Auch wenn Liebe oder Freundschaft auf dem Spiel stehen oder der Job „Ich bleib so wie ich bin, alles andere ist mir egal!“ Man könnte das auch als „uneinsichtiges Verhalten“ oder „dysfunktionale Denkmuster“ bezeichnen. Die Krönung ist dann, wenn man sich eine „Symptombehandlung“ ausdenkt und meint so sein Problem noch besser ignorieren zu können. Dabei gibt es auch gleich eine entsprechende Wahrnehmungsverschiebung der Realität. Beispielsweise ein starker Raucher klagt über Schmerzen im Brustkorb, kauft sich Schmerztabletten und meint „Die Schmerzen und die Probleme beim Atmen kommen bestimmt vom schlechten Wetter!“ Oder die Händer zittern nicht vom Alkoholentzug, sondern wegen Magnesiummangel. Nett ausgedrückt handelt es sich hier um reinen Selbstbetrug, der eine Heilung oder Besserung der Situation unmöglich macht. „Ich seh zwar aus wie der Tod persönlich, mir fehlt aber nix und alles ist gut!“ Ja dann kann auch keiner helfen und jede angebotene Hilfe zeigt keine Wirkung. Es fehlt schlichtweg die Einsicht in das Fehlverhalten, in die gestörte Selbstwahrnehmung.

Für Coaches und Therapeuten bedeutet dies, dass Patienten/Klienten, die nur auf einen gewissen äußeren Druck von Familie/Partner zur Sitzung kommen, nicht behandelbar sind. Wo die Einsicht in die Notwendigkeit, in den Sinn einer Veränderung fehlt, wo keine eigene Motivation vorhanden ist, wo der Leidensdruck für Veränderungen fehlt, da kann selbst der beste Therapeut oder Coach nichts machen, auch nicht mit Hypnose.

Ich persönlich finde das schrecklich, weil ich immer für positive Veränderungen bin und anderen gerne dabei helfe, aber ich habe eingesehen, dass es eben gewisse Grenzen gibt und man sie akzeptieren muss.

Manchmal kommt eine Einsicht erst, wenn alles zu spät ist. Dann gibt es keinen Leidensdruck mehr, sondern nur noch Leiden und das im großen Maß. Manchmal dauert es auch eine gefühlte Ewigkeit bis Menschen verstehen, wo das Problem liegt, – nämlich nur bei ihnen selbst und dann ist die Energie da für positive Veränderungen. Im Prinzip ist alles eine Frage der Zeit und der Leidensfähigkeit der Betroffenen und ihrer Mitmenschen. Und manchmal, da wo alle positiven, gutgemeinten Reden nicht helfen, da kommt es dann zum emotionalen Gewitter, wo kein Stein mehr auf dem anderen bleibt und alles von Wert zerstört wird, um dann aus der Asche neu erschaffen zu werden.

Wie heißt es „Wer nicht hören will, der muss fühlen!“ Das ist in gewisser Hinsicht ein Naturgesetz.

Für uns Coaches und Therapeuten bedeutet das alles, dass wir in solchen Fällen erst gar nicht eine Therapie/Behandlung versuchen brauchen, da sie reine Zeitverschwendung ist.

„Wer nicht will, der hat schon bzw. braucht nichts!“

Für Sie, lieber Leser, bedeutet es, falls Sie irgendein Problem haben, wo Sie alles tun, um es zu behalten, es zu schützen, zu rechtfertigen, wo Sie jegliche positive Veränderung vermeiden, ignorieren, abwehren – machen Sie sich bewusst, dass das nie eine Lösung sein kann und alles zwangsläufig in einer Art von Katastrophe enden muss. Je eher Sie an Ihren Problemen arbeiten, desto schneller können Sie ein glücklicheres, erfolgreicheres Leben führen. Heutzutage gibt es sehr viele gute Möglichkeiten, um Probleme gut zu bewältigen. Keiner muss mehr leidern als er will.

Machen Sie lieber und stets das Beste aus Ihrem Leben! Warten Sie nicht länger und schon gar nicht auf einen wachsenden Leidensdruck oder die große Katastrophe!

Ich wünsche Ihnen – wie immer – das Beste!

Ihr Hypno-Coach

Falco Wisskirchen

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