Archiv für die Kategorie Motivation

Warum ein „Tschakka“ nicht wirklich hilft

Können Sie sich noch an den holländischen Motivationstrainer erinnern und an seinen Schlachtruf „Tschakka, Du schaffst es!“?

Es gab damals eine richtige Welle von Motivationstrainern und Seminaren. Ingolf Lück hat daraus eine hervorragende Comedyshow gemacht, wo er gezeigt hat, dass mit einem „Tschakka“ alles möglich ist.

Es geht heute in diesem Blog um das Thema Motivation und seine Mythen. Vor vielleicht 20 oder 30 Jahren hat das Thema niemanden wirklich interessiert. Die Leute haben ihre Arbeit gemacht und fertig. Gute Leute haben mehr Geld und mehr Status bekommen. Schlechte wurden rausgeschmissen (heute „freigesetzt“).

Wahrscheinlich haben dann irgendwann Psychologen im Auftrag von Arbeitgebern Untersuchungen gestartet, wie und womit man seine Arbeitnehmer zu noch mehr Leistung bringen könnte. Da wurde dann fleißig wissenschaftlich untersucht und festgestellt, dass man durch mehr Geld, besseren Firmenwagen, bessere Arbeitsbedingungen und sogar durch kostenlose Anerkennung und Wertschätzung Angestellte „motiveren“ kann.

Ja und irgendwann kamen schlaue Menschen auf die Idee Techniken aus der Psychotherapie mit entsprechendem psychologischen Know-How zur gezielten „psychischen Motivation“ einzusetzen. Das waren die ersten Motivationstrainer.

Die Arbeitgeber haben damals Unsummen für Motivationskurse ausgegeben und irgendwann mußten sie feststellen, dass es nichts gebracht hat. Deswegen gibt es heute auch keine Motivationstrainer mehr.

Überlegen Sie einmal wie pervers überhaupt die Idee ist, seine Mitarbeiter zu noch mehr Leistung motivieren zu wollen. Früher hatte man dafür die sogenannten Sklaventreiber, die für Motivation mit einer Peitsche gesorgt haben. Denken Sie einmal darüber nach.

Da sind Menschen, – Arbeitnehmer, die tagaus, tagein ihren Job machen und die sollen gefälligst noch mehr Leistung bringen, weil ihr Chef noch mehr seine Gewinne maximieren will. Überlegen Sie einmal, was das für ein Menschenbild ist.

Das reicht ja noch nicht, sondern der Motivationstrainer ist ja dafür da, dort Leistungsreserven herauszuholen, wo eigentlich nichts mehr da ist. Das ist so als würde man einen Marathonläufer nach seinem Wettkampf noch zu einem 100 Meter Sprint „motivieren“ wollen. Es ist schlichtweg pervers und unnatürlich. Anstatt für Erholungspausen zu sorgen, soll noch Energie für noch mehr Leistung herbeigezaubert werden. Letztendlich funktioniert so etwas natürlich nicht oder nur sehr kurzfristig.

Entsprechend „lustig“ waren auch die Seminare. Die Teilnehmer haben eine echte Gehirnwäsche erhalten, wo sie dann für ein paar Stunden tatsächlich geglaubt haben, sie könnten Bäume ausreißen und Superleistungen auf der Arbeit erbringen. Abends war es dann schon wieder vorbei mit der Euphorie.

Auch heute noch wird verzweifelt versucht Menschen einzutrichten, dass sie sich nur genügend motivieren müßten, um dann alles zu schaffen, um Unmögliches möglich zu machen. Und weil Schmerz, Leid auch immer eine Gegenreaktion hervorruft – Euphorie, leiden viele Menschen gerne, machen Überstunden, Nachtschichten, nur um dann total kaputt ein paar Glückshormone im Körper zirkulieren zu fühlen. Das gilt für jede Form von Überanstrengung und Schmerz – auch für Marathonläufe und andere Exzesse. Die Glückshormone gleichen Schmerz und Überanstrengung aus und das macht süchtig.

Sinnvoll ist viel eher, seine Leistungsziele zu überdenken und an die Realität anzupassen. Wir sind keine Maschinen und auch keine Wegwerfartikel. Wir sind tatsächlich Menschen.

Eine realistische Zielsetzung mit genügend Ressourcen an Zeit, Arbeitskraft und Finanzen hilft nicht nur echten Erfolg herbeizuführen, sondern sie schenkt auch Work-Life-Balance. Das gilt nicht nur für Ziele im Job, sondern auch für Ziele im Leben und in der Ausbildung. Ziele sollten immer realistisch sein. Mit allem anderen tun Sie sich keinen Gefallen. Und denken Sie auch daran Reserven, Puffer einzuplanen. Das gibt die nötige Sicherheit und die beste Garantie für vollen Erfolg.

Leider gibt es gerade in Firmen sehr viele Chaoten, die von „realistisch“ noch nie etwas gehört haben und so den Mitarbeitern das Leben schwer machen. Gesetzte Ziele werden so oft nicht erreicht und das gibt dann neuen Stress und weitere Probleme.

Irgendwann hat nun ein Psychologe erkannt, dass man andere Menschen nicht wirklich oder nur sehr eingeschränkt zu etwas motivieren kann. Nur der Esel folgt der Möhre. Menschen sind doch komplizierter gestrickt. D. h. im Prinzip kan sich ein Mensch nur selber motivieren. Anders gesagt, entweder ist man motiviert oder nicht. Und die Motivation hängt ganz einfach mit den eigenen Zielsetzungen zusammen. Wenn ich ein Ziel habe, was mir wichtig ist, dann bin ich auch bereit – motiviert – dafür zu arbeiten, Opfer zu bringen, Geld und Zeit zu investieren. Motivation ist also mit Sinn verbunden. Eine Sache muss sinnvoll sein, sonst fehlt jede echte Motivation.

Welchen Sinn sehen Sie in Ihrem Leben? Für welche Ziele sind Sie bereit zu arbeiten und eventuell Opfer zu bringen? Was ist Ihr Motiv? Ihre Motivation?

Wenn Sie das genau wissen, dann wissen Sie auch wofür Sie arbeiten!

Und nur dann können Sie das Beste aus Ihrem Leben machen!

Ich wünsche Ihnen ein sinn-erfülltes Leben!

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Die gequälte Seele

Vielleicht ist Ihnen das auch schon aufgefallen, – es gibt immer mehr Menschen, die sich förmlich durch´s Leben quälen. Eine gedrückte Haltung, ein aufgesetztes Lächeln, eine Ausstrahlung, die trotz Fassade Traurigkeit, Freudelosigkeit, Gebrochenheit, Resignation und verschiedene Formen von Qualen ausdrückt. Wenn man so einen Menschen fragen würde, wie es ihm geht, dann würde er sich erstmal wundern, dass überhaupt jemand fragt und dann würde er wohl antworten „Es muss!“.

Es gibt heutzutage viele Ursachen für gequälte Seelen, – Schicksalsschläge, schlechte Lebensbedingungen, mangelnde Wertschätzung, Krankheit, Mobbing, ein Job, der einen kaputt macht, keine Aussicht auf Erfolg oder Glück im Leben, traumatische Erlebnisse, Gewalt, etc.

Der Körper lebt noch aber die Seele ist zerschlagen, tief verletzt, verwundet, gedemütigt, allein gelassen, trostlos, am Boden, ohne Hoffnung. Und manchmal ist die Seele so verletzt, dass sie aggressiv auf andere losgeht, die sich ihr wohlmeinend nähern, – aus Selbstschutz, aus Angst vor weiteren Verletzungen. Manche Seelen verlieren sich auch in Resignation und schweren Depressionen. Endlose Dunkelheit, kein Licht, keine Hoffnung, nur Leid, Schmerz und Traurigkeit.

Gequälten Seelen begegnen wir heute überall, – an der Kasse im Discounter, im Büro, im Altersheim, in der Schule… Wir begegnen ihnen überall, wo Menschen ständig überfordert werden, wo kein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Menschsein herrscht, wo der Mensch nur noch Maschine ist, ausgebeutet wird, wo Wertschätzung und Respekt verschwunden sind.

Es gibt auch keine Unterscheidungen, was Alter oder Geschlecht angeht. Die gequälte Seele findet sich im Körper eines Babys wie auch im Körper eines Erwachsenen, einer Frau, eines Mannes oder eines älteren Menschen.

Manchmal frage ich mich, warum wir uns selber quälen müssen, warum wir andere quälen müssen und warum wir uns von anderen quälen lassen sollen? Für die Karriere? Für die Anerkennung vom Chef? Von der Gesellschaft? Als Opfer für unseren Glauben, unsere Religion, unsere Ideologie? Für unsere Partner? Unsere Kinder? Für den Status? Wegen den Medien?

Überlegen Sie einmal, ob Sie sich quälen oder gequält werden und warum?

Irgendwie quälen wir uns alle heutzutage. Wir wollen akzeptiert werden. Wir wollen stets gute bis sehr gute Leistung bringen. Wir wollen möglichst ständig Höchstleistungen bringen. Wir haben überall hohe Ansprüche, – an uns selbst, an unsere Partner, an unsere Kollegen, etc. Warum?

Schneller, höher, weiter, mehr, viel mehr, noch mehr, noch besser, noch schneller, noch länger…. Das sind unsere Maxime. Das sind unsere Ideale, unsere Maßstäbe für alles. Die Begriffe „Mäßigung“ oder „maßhalten“ kennt kaum einer mehr. Harmonie, Gleichgewicht, Ausgleich, den Wechsel von Anspannung und Entspannung, – all das sind Sachen mit denen wir heutzutage kaum noch etwas anfangen können. Sie passen nicht in die Ideologie der Leistungsgesellschaft.

Interessanterweise haben die Menschen durch alle Zeitalter hindurch gearbeitet, hart gearbeitet. Trotzdem sind sie in der Regel den natürlichen Gesetzen gefolgt, haben Pausen gemacht, haben sich menschlich verhalten, haben ihre Lebensfreude kultiviert und haben Maß gehalten. Damals gab es noch keine Ideologien. Damals gab es höchstens Sklaventreiber, die ihre Sklaven zu Höchstleistungen gepeitscht haben. Entsprechend war auch ihr Ruf.

Heutzutage geben wir uns gerne selbst die Peitsche und man könnte den Eindruck haben, dass die Sklaventreiber von damals die Ideologen von heute sind.

Denken Sie einmal darüber nach, ob Sie wirklich Herr in Ihrem Leben sind, ob Sie es wirklich selbst bestimmen. Oder gehen Sie fremdbestimmt durchs Leben und sind sich dessen gar nicht bewusst, weil Sie einfach all das glauben, was Ihnen gesagt wird, was die Medien Ihnen sagen? Leiden Sie auch unter der allgemeinen Hypnose, der Indoktrination?

Vielleicht sind Sie zufrieden mit Ihrer Situation. Vielleicht wollen Sie sich aus ihr befreien und Sie selbst werden, sich selbst finden, wiederfinden.

Leider kann ich Ihnen nicht die beiden Pillen anbieten, die Morpheus in Matrix Neo angeboten hat. Die eine Pille läßt einen weiterschlafen, weiterträumen und die andere läßt einen aufwachen und zu sich selbst finden.

Ich kann nur sagen „Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!“

Wenn Sie es nicht tun, wer sollte es denn machen?

Wir allein tragen die Verantwortung für unser Leben, auch wenn wir es teilweise nicht so wahrnehmen. Wir können „Ja“ sagen, aber auch „Nein“. Und wenn wir „Nein“ sagen, geht in der Regel die Welt nicht unter.

Denken Sie einmal darüber nach.

 

 

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Der Mann – ein Rudiment der menschlichen Evolution?

„Als Rudiment (lat. rudimentum „Anfang“, „erster Versuch“, „Probestück“) wird in der Biologie ein in der Stammesentwicklung teilweise oder gänzlich funktionslos gewordenes Merkmal bezeichnet.“ So erklärt uns Wikipedia den Begriff Rudiment.

Wenn wir unseren Vordenkern in Politik, Medien, etc. folgen, dann ist der Mann ein funktionslos gewordenes Überbleibsel aus der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Schon vor vielen Jahren haben Frauenrechtlerinnen erkannt, dass der Mann von Natur aus böse ist und Frauen grundsätzlich unterdrückt, ausnutzt und mißbraucht.

In einem weiteren Schritt haben unsere Vordenker und Ideologen erkannt, dass wir alle nur „gefühlte“ Männer und Frauen sind, weil unsere Identität und unser Verhalten seit alters her anerzogen sind. D. h., im Prinzip können wir uns also aussuchen, ob wir uns als Männer oder Frauen identifizieren bzw. verhalten wollen.*

Der bisher letzte Schritt war dann die Idee Männern weibliche Eigenschaften und Verhaltensweisen zu vermitteln und andersherum Frauen beizubringen, wie sie sich männlicher entwickeln können. Da es die ganze Zeit über nicht wirklich um die Männer ging, – weil die sind ja böse und irgendwie zurückgeblieben, hat dies bei den Männern auch nicht wirklich zu irgendetwas geführt. Außer vielleicht, dass Männer nun auch weinen dürfen und ihnen Gefühle zugestanden werden.

Ganz anders dagegen sah es für die Frauen aus. Endlich befreit aus ihrer Jahrtausende währenden Unterdrückung durch die bösen und primitiven Männer stehen sie nun im Mittelpunkt der Veränderungen. Die offensichtlich so schwache und unterdrückte Frau sollte sich am Mann orientieren und männliche Eigenschaften und Fähigkeiten kultivieren. Ellbogen zeigen, kämpfen, sich gnadenlos durchsetzen, Karriere machen, zeigen wer die Hosen anhat, ihr Leben selbst bestimmen, usw. Derweilen sollte natürlich der Mann die traditionelle Rolle der Frau übernehmen. Und das alles sollte dann zum großen Glück führen.

Sehr viel Frauen sind diesem Aufruf der Ideologen und Vordenker unserer Gesellschaft gefolgt. Viele Frauen haben zugunsten der Ideologie ihre weiblichen Qualitäten als Schwächen erkannt und dafür männliche Eigenschaften und Verhaltensweisen entwickelt. Das Leben hat sich dadurch geändert. Männer sind überflüssig geworden und Frauen machen alles selbst, – meistens ohne Mann. Frauen machen Karriere, Frauen kriegen Kinder, Frauen ziehen die Kinder oft alleine groß, Frauen machen den Haushalt, Frauen erledigen Handwerkerleistungen, Frauen mähen den Rasen, Frauen machen alles.

Aber was sind die Konsequenzen, wenn Frauen nun für alles zuständig sind, alles machen und männliche Rollen übernehmen? Überlastung, Frust, Verlust der eigenen Identität, gestörte Beziehungen, Abschiebung der Kinder in Kitas, kaputte Ehen, etc. Frauen arbeiten heutzutage mindestens für zwei. Und oft wundern sie sich, warum sie für Männer kaum noch attraktiv sind bzw. andersherum, warum es kaum noch „echte“ Männer gibt.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wo denn der Sinn liegen soll, wenn Frauen wie Männer und Männer sich wie Frauen verhalten und ihre Identitäten tauschen sollen? Wir haben doch von Natur aus schon Frauen und Männer. Und die zweite Frage: Warum sollen die Frauen so werden, wie ihre bösen Unterdrücker? Das gibt auch keinen Sinn. Und warum nicht? Weil es pure Ideologie ist. Ideologien fragen nie nach Sinn oder Wahrheit. Sie repräsentieren Meinungen, Ideen und sie erzeugen Chaos und Leid.

Wußten Sie, dass Mann und Frau vor der Christianisierung in unserem Land gleichberechtigt miteinander gelebt haben? Das Patriarchat ist ein Import aus dem Osten.

Mal davon abgesehen: Stellen Sie sich einmal vor, wie es ist, wenn Sie als Mann bzw. Frau mit ihren männlichen/weiblichen Qualitäten und Fähigkeiten einfach Respekt und Wertschätzung erfahren würden. Wenn man Sie so läßt wie Sie sind, ohne Sie verbiegen zu wollen. Wenn Sie sich einfach so entfalten könnten, wie Sie es wollen, wie es Ihrer Natur entspricht. Wie wäre es, wenn Sie einfach Sie selbst sein dürften? Was glauben Sie, – gäbe es dann nicht mehr glückliche, zufriedene Menschen und weniger Depressionen, Frust, Überlastung, etc.? Und würde das andere Geschlecht nicht wieder mehr Attraktivität gewinnen? Attraktivität entsteht bekanntlich aus der Gegensätzlichkeit und nicht aus der Gleichheit. Und könnten Mann und Frau nicht besser gemeinsam für Ihr Leben arbeiten als gegeneinander zu kämpfen?

Zum Glück kümmern sich die jüngeren Generationen nicht mehr um die ideologischen Leitideen, die Indoktrination unser Vordenker, die meinen, wir wären selbst nicht in der Lage für uns richtig zu entscheiden. In der Tat braucht der Mensch gerade heute nicht mehr selbst ernannte Leithammel, sondern er kann selber denken, selber fühlen und selbst entscheiden, – zu seinem besten!

Wenn Sie sich etwas gutes tun wollen, dann hinterfragen Sie die Ideologien, denen Sie bis jetzt gefolgt sind. Kehren Sie wieder zu sich selbst zurück. Fragen Sie sich, was Ihnen gut tut und was nicht. Verbiegen Sie sicht nicht länger. Dann hören auch fast alle Probleme von alleine auf. Die meisten Probleme, die wir heutzutage haben, sind nämlich künstlicher Natur. Denken Sie einmal darüber nach!

Ich bin ein Mensch und Sie?

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* Der Mensch wird natürlich in erster Linie von seinem männlichen oder weiblichen Hormonsystem gesteuert und gewinnt dadurch die männliche oder weibliche Identität.

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Peter Parker oder der Sinn des Lebens

Im Gegensatz zum Punisher, dem selbsternannten Beschützer der Witwen und Waisen, kämpft Peter Parker alias Spiderman gegen eine Vielzahl Mutanten aus Laboren geldgieriger Konzerne. Während er in seinem neusten Abenteuer gegen einen Reptilienmenschen antritt und den Mörder seines Onkels sucht, ist er trotz Spinnenmutation und Genmischung ein ganz normaler Teenager geblieben.

Schauen wir uns das doch mal aus psychologischer Sicht an:

Der Punisher war früher ganz nett, doch ganz böse Menschen haben seine Familie umgebracht. Dieses schwere, traumatische Erlebnis hat ihn zum Rächer gemacht, der die Bösen für ihre Taten bestraft. Aus dem erfahrenen Leid ist die Motivation erwachsen, Leid anderer Menschen zu verhindern und das Böse in die Schranken zu weisen. Er selbst erfährt dadurch keine Heilung, findet aber einen echten Sinn im Leben, eine Lebensaufgabe, der er sich voll und ganz widmet. Er ist tatsächlich hochmotiviert „alle Witwen und Waisen“ zu beschützen und die Gesetzlosen zu bestrafen.

Wenn Sie jetzt einmal an sich selber denken oder an Menschen, die Sie kennen, wird Ihnen auffallen, dass es vielen Menschen ähnlich geht wie dem Punisher. Warum wird ein Mensch z. B. Arzt oder Heilpraktiker? Sehr oft, weil er vorher Menschen hat leiden sehen und ihnen nicht helfen konnte. Warum wird ein Mensch Psychotherapeut? Oft weil er selbst Probleme hatte, ihm vielleicht niemand helfen konnte und er nun anderen helfen will, um ihr Leid zu heilen. Wir machen Dinge, weil wir selbst in gewisser Weise gelitten haben oder weil wir selbst betroffen waren, weil wir erlebt haben wie wichtig etwas ist. Solche wegweisenden Erlebnisse führen uns zu Tätigkeiten, die für uns Berufung sind, denen wir hochmotiviert folgen, die uns Erfüllung und Zufriedenheit schenken, die uns Sinn geben, eine Aufgabe für´s Leben.

Nun muss nicht alles tragisch oder negativ sein, um uns den Weg in ein erfülltes Leben zu zeigen. Oft erkennen wir auch unsere Aufgabe durch positive Erlebnisse, durch Faszination, Begeisterung. Wenn wir z. B. Talente entdecken und positives Feedback dafür bekommen, dann kann ein Hobby schnell zum Beruf werden.

Wichtig ist zu verstehen, dass nur Jobs langfristig glücklich machen, die nich nur Beruf, sondern echte Berufung sind. Nur dann sind wir hochmotiviert und nur dann können wir diese Motivation, diese Energie über viele Jahre und auch eventuell nicht so gute Zeiten hochhalten. Deswegen – suchen Sie sich bitte keinen Beruf, sondern eine Berufung und Sie haben den wichtigsten Baustein für ein erfülltes und glückliches Leben gesetzt!

Gehen wir noch einmal zu Peter Parker. Peter, ehemals Loser, jetzt unschlagbarer Held, hat seine Lebensaufgabe durch seine besonderen Talente erkannt. Nur er mit seinen Superkräften ist in der Lage, den Menschen zu helfen und Bösewichte dingfest zu machen. Und so kann er auch andere vor leidvollen Erfahrungen schützen. Andererseits ist er nicht so traumatisiert wie der Punisher und erfreut sich so allgemeiner Lebensfreude. Neben Berufung ist eben auch die Lebensfreude enorm wichtig und zwar die unbedingte Lebensfreude wie Kinder und Jugendliche und einige wenige Erwachsene sie kennen. Buddhisten sind wahre Meister in der Kultivierung von Lebensfreude. Man braucht sich nur den Dalai Lama anschauen und dann weiß man, was den meisten Erwachsenen fehlt.

Der aktuelle Spidermanfilm hat aber noch einen anderen wichtigen und interessanten Aspekt. Es gibt am Ende eine Szene, wo er die große Katastrophe verhindern und seine Freundin retten muss. Die Zeit ist knapp und sein Ziel, der Wolkenkratzer liegt am anderen Ende der Stadt. Zu allem Überfluss hat er noch eine Schussverletzung am Bein. Alleine würde er es nie rechtzeitig schaffen doch dann passiert das, was niemand erwartet hat. Ein Kranführer erkennt die Lage und macht all seine Kollegen flott, so dass Spiderman sich von einem Kran zum anderen hangeln kann, um doch noch rechtzeitig seine Herausforderung zu meistern.

So, was ist das Besondere an der Situation? Die Kranführer sind sicher nicht Kranführer aus Leidenschaft oder Berufung, sondern sie machen den Job, weil sie Geld verdienen müssen. Entsprechend arbeiten sie auch nur so lange wie es unbedingt nötig ist. Ihre Motivation is auf einem sehr normalen Level. Und nun passiert etwas, was sie aus ihrer Lethargie herausreißt. Wenn sie jetzt nicht alles geben und den Helden unterstützen, dann passiert eine schreckliche Katastrophe. Und nur deswegen steigt der Motivationspegel in wenigen Sekunden auf 150% an und alles läuft auf Hochtouren. Die Kranführer fühlen sich zum ersten Mal richtig lebendig, sind total im flow und erleben auch zum ersten Mal einen höheren Sinn im Leben, etwas was wichtiger ist als pünktlich Feierabend zu machen. Der altruistische Gedanken gemeinsam die Stadt vor einer Katastrophe zu retten und dem Helden zum Sieg über das Böse zu verhelfen bringt sie in eine unbeschreibliche Hochstimmung. Es ist das Beste, was sie je im Leben getan haben. Sie würden sich sogar voller Freude opfern, um die anderen Menschen, die Gesellschaft zu retten, – wie der Polizeichef, der sich todesmutig dem Reptilienmann entgegenwirft und so Spiderman ermöglicht die Katastrophe abzuwenden. Echte Helden opfern sich für die Gemeinschaft.

Natürlich und Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, wo man sich opfern muss, um andere zu retten. Was heute möglich ist und worauf ich hinaus will, dass ist das Engagement für einen guten Zweck, eine höhere Sache. Es ist der Dienst an der Gemeinschaft. Er schafft Sinn. Er lässt einen sich lebendig fühlen. Er schenkt einem das Flow-Gefühl, die Hochstimmung, den 150% Energiepegel.

Das Leben kann einen heutzutage umbringen, – durch Unterforderung, Langeweile und Sinnlosigkeit. Aber wenn Sie für sich gemeinsam mit anderen einen höheren, edlen Sinn entdecken und dafür arbeiten, dann machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und nur dann leben Sie wirklich, fühlen sich wirklich lebendig.

Engagieren Sie sich für die Gesellschaft, bewegen Sie etwas, kämpfen Sie gegen die allgemeine Lethargie und Sinnlosigkeit an, schaffen Sie etwas! Wir werden alle gebraucht und es gibt viel zu tun! Lassen Sie uns gemeinsam an einer besseren Zukunft für alle arbeiten!

Sie werden sehen, wie Ihr Leben anfängt aufzublühen!

Jeder Mensch ist insgeheim ein Superheld,- auch ohne Spinnenbiss. Wir müssen uns nur daran erinnern und ihn entfalten.

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Fußball-EM mit Blockaden

Die Fußball-Europameisterschaft 2012 ist für Deutschland vorbei. Die Italiener haben 2:1 gewonnen. Das Spiel war voller Chancen für die Deutsche Mannschaft, aber nichts hat funktioniert. Gar nichts!

Nun kann man natürlich sagen „Ja, das Wetter war schuld. Die Sterne standen schlecht. Wir hatten einfach kein Glück. Der Jogi hat die falschen Spieler auf´s Feld geschickt. Das Krakenorakel hat versagt.“ und so weiter.

Lassen Sie uns gemeinsam nach den wahren Gründen suchen. Was ist da passiert?

Überlegen wir einmal: Zur EM sind nur die besten Deutschen Spieler angetreten, – alles echte Vollzeit-Profis, top trainiert, mit vielen Jahren Erfahrung, Menschen, denen Fußball über alles geht, die hoch talentiert sind, hoch motiviert sind und stets ihr Bestes geben. Sie haben auch einen Top Trainer, eine Top Betreuung, einen Sternekoch für´s perfekte Essen, Top Unterkünfte, wenn sie auf Reisen sind, usw. Es ist alles top. Es ist alles Premium. Da die Spieler auch noch Multimillionäre sind, haben sie sehr wahrscheinlich keinerlei materiellen Sorgen. Sie genießen im Vergleich zu normalen Menschen eine nahezu unbegrenzte Freiheit und können all ihre Wünsche und Bedürfnisse befriedigen. Diese außergewöhnlichen Lebensbedingungen ermöglichen es, dass sich die Spieler voll und ganz auf den Fußball konzentrieren können.

Und trotzdem passieren Dinge wie gestern im Spiel gegen Italien. Ein Haufen guter Chancen wird vertan. Tore werden nicht erzielt.

Man könnte jetzt überlegen, ob es an der Motivation lag und wie man die Spieler besser motivieren könnte. Wie wäre es z. B. mit 10 Millionen Euro pro Spieler, wenn das Spiel gewonnen wird? Ich sag Ihnen eins: Selbst mit 100 Millionen Prämie hätten unsere Spieler nicht besser gespielt. Geld ist tatsächlich eine überschätzte Motivationshilfe. Und hier in unserem Fall geht es auch gar nicht um Motivation. Für die Spieler ist alles da, – es fehlt an nichts. Sie sind die besten, es ist eine Ehre bei der EM mitzuspielen und viel Geld bekommen sie so oder so.

Tatsächlich liegen die Gründe ganz woanders. Körperlich waren die Spieler hervorragend in Form, – nur die geistig-seelische Verfassung war nicht top. Und wenn mentale Blockaden da sind, Ängste, mangelndes Selbstvertrauen, Mangel an Spiellaune, dann kann alles andere noch so toll und perfekt sein, – das Spiel geht in die Hose. Und hier sehen Sie, welche Macht geistige Blockaden haben!

Können Sie sich noch an die WM erinnern, wo die Griechen Weltmeister geworden sind? Hier haben wir das perfekte Gegenstück. Die Griechen waren vollkommene Außenseiter. Keiner hat mit ihnen gerechnet und keiner hätte gedacht, dass sie Weltmeister werden würden. Aber den Griechen war es egal, was die anderen über sie gedacht haben. Sie hatten auch keinen guten Ruf oder sonst etwas zu verlieren. So waren sie geistig frei einfach aus Freude am Fußball zu spielen, ohne jeglichen Erfolgsdruck, ohne Erwartungsdruck, – vollkommen frei von Blockaden und dadurch voll von Spielfreude. Diese Spielfreude hat sie dann an die Spitze geführt – leicht, glücklich und natürlich haben sie den Titel errungen. Ohne Druck, ohne Zwänge, ohne Ängste, ohne Zweifel!

Was für die Fußballprofis gilt, gilt auch für jeden normalen Menschen. Sobald wir frei, ohne Ängste, Zweifel, etc. und voller Selbstvertrauen und Lebensfreude das Spiel des Lebens angehen, dann können wir nur gewinnen! Und andererseits können uns mentale und seelische Blockaden alles kaputt machen, obwohl alle andere Faktoren erfolgsversprechend sind.

Hätte Jogi Löw mich frühzeitig angerufen, dann hätte ich bei der ganzen Mannschaft zuerst sämtliche Blockaden gelöst und sie dann in einen mentalen Top-Zustand versetzt – Selbstvertrauen, Konzentration, gutes Zusammenspiel, Top-Performance und Spielfreude. Dann hätte das Spiel sicher anders ausgesehen. Vielleicht wird Hypnose auch einmal im Profi-Fußball eingesetzt. In vielen anderen Sportarten haben die Spitzensportler bereits einen Hypno-Coach.

Wenn Sie eine Top-Performance bringen wollen oder einfach nur etwas leichter, glücklicher und erfolgreicher durch´s Leben gehen möchten, dann kann ich Ihnen auch nur einen Besuch beim Hypno-Coach empfehlen.

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Was war Ihr Motiv?

Solche Fragen kennen wir aus Krimis, wenn sich der Kommissar und sein Team Gedanken machen, warum der Täter das Verbrechen begangen haben könnte. Wenn wir uns Krimis im Fernsehen anschauen, dann denken wir uns nicht viel dabei. Ist ja klar, dass Inspecteur Barnaby, Wallander, Horatio Caine und Co nach Tatmotiven suchen, – was sollen sie auch sonst machen?

Betrachten wir einmal die Frage tiefergehend: Da gibt es etwas – ein „Motiv“ – warum ein Mensch eine Tat begeht, also etwas tut. Es gibt somit Gründe für unsere Taten, – Motive, eine Motivation etwas zu tun. In den Krimis, neudeutsch „Crime“ sind es natürlich in der Regel eher kranke oder böse Motive, die die Täter zu ihren Verbrechen und Morden verleiten. Interessanterweise sind wir uns unserer Motive oft nicht bewusst. Wir verhalten uns so und so oder handeln einfach, weil es sich für uns richtig anfühlt. Manchmal denken wir auch, dass wir gar nicht anders handeln können. Da sich entspechend viele Verhaltensmuster auf der Ebene des Unterbewusstseins abspielen und fast vollautomatisch ablaufen, kommen wir eher selten auf die Idee sie zu hinterfragen. Das machen wir nur, wenn etwas nicht so läuft wie wir das erwartet haben.

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie sich ein neues Auto kaufen müssen, weil das alte nicht mehr über den TÜV kommt. Nun hat jeder seine ganz eigene, individuelle Art ein passendes Auto auszuwählen und zu kaufen. Dieser Prozess verläuft immer nach ähnlichen Kriterien, – Motiven, die unbewusst sind und erst im Nachhinein vom Verstand „logisch“, argumentativ hinterfütert werden. Man benutzt dabei tatsächlich seinen Verstand, um irrationale Entscheidungen nachträglich plausibel zu machen.

Nehmen wir einmal ein einfaches Beispiel: Ich persönlich würde mir einen netten kleinen Toyota kaufen. Warum? Nicht wegen irgendwelcher Autotests, Auszeichnungen oder ähnlich rationalen Gründen, sondern ganz irrational. In erster Linie, weil Toyota eine japanische Firma ist und ich mit Japan Perfektion und viele andere positive Werte verbinde. Gefühles Motto „Was aus Japan kommt, muss perfekt sein!“. Der zweite Grund: Ich mag das Logo von Toyota. Für mich sieht es aus wie ein Heiligenschein und das passt perfekt zu meiner spirituellen Ausrichtung. Dritter, vierter und fünfter Grund: Ein kleines Auto verbraucht wenig Benzin, somit entstehen geringe Kosten pro Monat und geringe Versicherungsgebühren. Das Design von Toyota gefällt mir auch. Fertig. Kaufen!

Analysieren wir jetzt mein Kaufverhalten: Da gibt es also mehrere Gründe, Motive, warum ich eine Autofirma bevorzuge, – rationale und irrationale. Die rationalen sind gut nachvollziehbar, weil wir heutzutage alle überall „sparen müssen“. Die anderen Gründe sagen viel über meine unbewussten, tief versteckten Motive aus. Wie Sie gesehen haben, taucht in meiner Beschreibung das Wort „perfekt“ oder „Perfektion“ recht häufig auf. Mein Wert oder Motiv ist also Perfektion. ich liebe Dinge, die perfekt sind und als spiritueller Mensch strebe ich nach Vollkommenheit, – Perfektion. Damit haben wir schon zwei wichtige Werte von mir – „Perfektion“ und „spirituelle Haltung“. Der nächste Wert ist „Kultur“, Wertschätzung von hoher Kultur, wie man sie u. a. in Japan findet. Dann habe ich noch eine Vorliebe für gutes Design und ich denke wirtschaftlich.

Wie Sie sehen, lassen sich aus den wenigen Sätzen so viele Motive und Grundwerte über mich in Erfahrung bringen. Da ich psychologisch und spirituell geschult bin, kenne ich mich auch selbst recht gut und weiß, warum ich welche Entscheidungen treffe. Für die meisten Menschen trifft dies aber nicht zu. Das wäre auch an sich kein echtes Problem, wenn nicht Medien, Werbung und Verkäufer psychologisch alle Tricks kennen, um ihnen Produkte schmackhaft zu machen, die sie vielleicht normalweise gar nicht kaufen würden.

Nehmen wir einmal an, Sie gehen in ein Autohaus, um sich ein passendes Auto auszusuchen. Der geschulte Autoverkäufer wird sehr schnell im Gespräch herausfinden, welche Motive und Werte für Sie wichtig sind. Wenn er seriös ist, wird er ihnen auch das passende Auto ganz nach Ihren Wünschen präsentieren. Falls er nicht seriös ist, dann wird das Auto für Sie passend gemacht. Es erhält dann alle Eigenschaften, die für Sie wichtig sind, auch wenn es objektiv nicht der Fall ist. Das unseriöse Verhalten kennt man vielleicht von Gebrauchtwagenhändlern, die einem sozusagen alles verkaufen und dann noch als Schnäppchen.

Unter Experten wird die Thematik auch als „Covert Hypnosis“ oder unterbewusste Kommunikation bezeichnet. Es ist eine Wissenschaft und gleichzeitig Kunst für sich, in der man seine Kommunikationsfähigkeiten vervollkommnen kann. Gute Kommunikation ist im Leben und im Beruf unheimlich wichtig.

Ich empfehle Ihnen auch einmal über Ihre Motive nachzudenken, was Ihnen wirklich wichtig ist und warum Sie Ihre Entscheidungen im Leben treffen. Machen Sie sich Ihre Werte bewusst und gestalten Sie so Ihr Leben erfolgreicher und schützen Sie sich auch so vor unseriösen Werbeversprechen und Verkaufsangeboten.

Wenn Sie mehr über Covert Hypnosis, unterbewusste Kommunikation und Werte erfahren möchten, dann besuchen Sie doch meinen Workshop zu dem Thema.

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Werte? Haben wir nicht mehr,- sind ausgegangen!

Kennen Sie den Spruch „Ja früher war alles besser!“? Früher war bestimmt nicht alles besser aber gewisse Dinge waren einfach anders. Heutzutage leben wir konsumorientiert in einer sogenannten Leistungsgesellschaft. Im Prinzip genießen wir nahezu unbegrenzte Freiheiten. Wir können alles machen, alles kaufen und via Internet und Smartphone weltweit kommunizieren. Selbst Menschen mit wenig Einkommen können es sich leisten in den Urlaub zu fliegen und andere Kulturen und Länder kennenzulernen. Nahezu jeder besitzt ein Auto, hat eine Wohnung oder sogar ein Haus. Wir können schön essen gehen, – auch international und das in jeder Kleinstadt. Überall kriegt man alles. Wir müßten eigentlich unendlich zufrieden und glücklich sein in der Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten.

Wie sah es früher aus? Vor 50 Jahren? Vor 100 Jahren? Oder anders ausgedrückt – wie haben wir Menschen bis jetzt eigentlich gelebt? Materiell war das Leben für die meisten Menschen oft sehr eingeschränkt. Es reichte für viele gerade zum Leben. Konsum wie wir ihn heute kennen, gab es in dem Umfang nicht. Lebensmittel und Güter wurden entweder selbst produziert oder eingetauscht. Arbeit war ein ganz natürlicher Bestandteil des Lebens, da es ohne Arbeit auch kein Überleben gab. Kulturelle, traditionelle Dinge und auch die Religion hatten einen höheren Stellenwert, da sie einen großen Teil des Lebens bestimmten. Es gab eben noch kein TV, kein Handy, kein Facebook und auch kein Kino, um seine Freizeit zu gestalten. So haben die Menschen auch mehr das soziale Miteinander, Familie und Freundschaft gepflegt und auch selbst für Unterhaltung gesorgt. Alles war sozusagen tatsächlich „live“ und „real“ wie man heute sagt.

Damit das Leben über Jahrtausende funktionieren konnte, gaben die Religionen moralischen und ethische  Werte vor, an denen man sich orientieren konnte und wo man wusste, was richtig, gut oder falsch und böse war. Neben den geistig-religiösen Werten gab es noch die gesellschaftlichen Werte, die das Zusammenleben garantiert haben und den Menschen Ideale zur Orientierung gaben. Beispielsweise waren fleißige Menschen hoch angesehen, ebenso tugendhafte, gebildete, aufrichtige, vertrauenswürdige und ehrenhafte Menschen. Lebenserfahrung und Weisheit hatten einen hohen Stellenwert. Respekt, Wertschätzung, Fairness waren wichtig. Auch sahen es viele Menschen als große Ehre an Opfer für die Gesellschaft zu bringen und z. B. ehrenamtlich politisch tätig zu werden oder für die Gemeinschaft gegen Feinde zu kämpfen. Großzügigkeit, Nächstenliebe und die Bereitschaft armen Menschen etwas zu spenden waren hoch angesehen. All diese Werte waren über Jahrtausende in alle Kulturen die Basis für das menschliche Überleben, aber auch für das erfolgreiche Funktionieren der Gesellschaft in allen Aspekten. Gleichzeitig waren all diese Werte Ideale, an denen sich bereis die kleinen Kinder orientieren konnten. Sie waren auch der Maßstab, um sich selbst und andere zu beurteilen.

Nur durch die Pflege spiritueller, religiöser, gesellschaftlicher und menschlicher Werte haben es die Menschen geschafft Hochkulturen zu ihrer vollen Blüte zu bringen. Hochkultur bedeutet hier in erster Linie eine Vollkommenheit auf geistig-seelischer Ebene, Vollendung in Philosophie, in den Künsten, in den Wissenschaften, aber auch im Handwerk und in der Lebensgestaltung.

Ja, und wenn wir uns unsere Zeit der unbegrenzten Freiheiten anschauen? Wir können zwar alles machen und alles konsumieren, aber irgendwie haben wir etwas fundamental wichtiges verloren, etwas was den Menschen früher Sinn und Halt im Leben gegeben hat – die Werte. Werte? Haben wir nicht mehr, – sind ausgegangen! Und scheinbar brauchen wir sie ja auch nicht oder doch? Warum leiden wir heutzutage unter all den Problemen? Menschlich, moralisch, wirtschaftlich, politisch, ökologisch? Warum? Weil uns die wirklich wichtigen Werte im Leben verloren gegangen sind.

Die hochgebildeten, tugendhaften und weisen Männer und Frauen der alten Hochkulturen weltweit würden im Grab rotieren, wenn sie unser Elend trotz des materiellen Fortschritts sehen könnten. Sie würden sagen „Habt ihr nicht aus der Geschichte gelernt? Haben wir euch nicht gelehrt, was wirklich wichtig ist im Leben? Was die Basis einer jeden Gesellschaft ist?“ Und tatsächlich hat schon vor mehr als tausend Jahren ein weiser Chinese gesagt „Die Familie ist die Urzelle der Gesellschaft. Wenn die Familie nicht funktioniert bzw. gestört ist, dann ist auch die Gesellschaft am Ende.“ Das mal nur als Beispiel während sich hier unsere Ideologen über Patchworkfamilien, Studien und Kinderkrippen streiten.

Gerade wir brauchen wieder Werte und Ideale im Leben, in der Gesellschaft und in der Wirtschaft. Wir brauchen zuverlässige Maßstäbe für unser Verhalten und unsere Arbeit.

Nur die Orientierung an echten Werten wird die globalisierte Menschheit und die Natur wieder genesen lassen.

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