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Das Buch zum Hypno-Blog

Sie suchen noch etwas zum Verschenken? Und Sie mögen meinen Blog? Dann ist vielleicht mein Buch „Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!“ genau das Richtige für Sie.

Über den Inhalt:

Sie schauen gerne mal über den Tellerrand? Sie interessieren sich für Coaching, für Hypnose, Psychologie, das Unterbewusstsein und menschliches Verhalten im Allgemeinen? Sie wollen mehr in Ihrem Leben erreichen? Mehr Erfolg? Mehr Glück? Mehr Zufriedenheit? Dann lesen Sie sich schlau in diesem Buch und erfahren Sie mehr über die Geheimnisse der menschlichen Natur! Der Hypno-Coach Falco Wisskirchen führt Sie gekonnt durch die Themen unserer Zeit, Themen, die uns alle bewegen. Schauen Sie doch einfach mal in das Inhaltsverzeichnis. Mehr als 70 interessante Themen warten auf Sie. Nach der Lektüre werden Sie die Welt mit anderen Augen sehen! Sie werden sich selbst viele Fragen stellen, aber auch gleichzeitig viele Antworten erhalten. Und dann sind Sie bereit das Beste aus Ihrem Leben zu machen! Worauf warten Sie? Beginnen Sie jetzt! Ihre Zeit ist kostbar! Viel Spaß bei der Lektüre!

Mein Buch ist als Book on Demand überall erhältlich, – auch als Ebook!

Weitere Infos gibt es hier: http://hypno-master-coach.jimdo.com/

Ich würde mich freuen, wenn mein Buch auch Ihrer Familie und Ihren Freunden nützliche Anregungen für mehr Qualität im Leben schenken kann.

Herzlichst

Ihr Hypno-Coach

 

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Überlastet, ausgebrannt und ver…scht!

Wahrscheinlich haben Sie auch schon etwas über den Stressreport 2012 gelesen oder gehört. 43% der Berufstätigen klagen über stetig wachsenden Stress. Und – oh Wunder – wir in Deutschland sind Spitzenreiter bei Termin- und Leistungsdruck in den 27 EU-Ländern. Jeder zweite fühlt sich durch Telefonate und Emails in seiner Arbeit (Konzentration) gestört. 60% vertragen Multitasking nicht. 26% machen keine Pausen mehr, wofür auch, wenn man die Zeit effektiver nutzen kann. Viele machen auch Überstunden, selbst am Wochenende und an Feiertagen. Chefs sind auch sehr belastet und haben dann Probleme mit einer guten Personalführung.

Das sind alles ganz erstaunliche Erkenntnisse. Und wen wundert es dann, dass immer mehr Menschen krank werden, dass psychische Erkrankungen ständig zunehmen. Auch dazu noch ein paar Zahlen: In den letzen 15 Jahren ist die Zahl der Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen um 80% gestiegen. Das waren fast 60 Millionen Krankheitstage allein 2011.

Was meinen Sie? Sollte man sich da Gedanken machen? Könnte da irgendwo irgend etwas vielleicht nicht stimmen?

Was machen nun viele, überlastete Berufstätige? Sie entwickeln ungesunde Copingstrategien – viel Kaffee, viel Nikotin, viel Alkohol, viel Essen, viele Süßigkeiten und vielleicht auch Schmerztabletten, Schlaftabletten, Beruhigungstabletten und in den besseren Kreisen Kokain, etc. Ja, irgendwie muss man sich zu mehr Leistung pushen, muss man den Druck kompensieren, muss man wieder runterkommen. Das geht dann so lange, bis man zusammenbricht.

Und was sind die Symptome?

  • Konzentrationsprobleme
  • Unruhe, ständige Anspannung
  • Schlafstörungen
  • innere Leere
  • das Leben erscheint sinnlos
  • die Lebensfreude fehlt
  • man funktioniert nur noch (wie eine Maschine)
  • man kann sich selbst über positve Dinge nicht mehr freuen
  • Ängste zu versagen
  • selbst nachts denkt man noch an seine Arbeit
  • Entspannung ist nicht mehr möglich
  • Körperliche Probleme (Rücken, Durchblutung, etc.)
  • Weinkrämpfe
  • Nervenzusammenbrüche
  • sozialer Rückzug
  • gestörtes Essverhalten
  • kaputte Partnerschaft, Verlust von Freunden
  • Suizidgedanken
  • totale Erschöpfung

Das sind doch keine ernsten Probleme oder? Was meinen Sie? Alles halb so schlimm! Zumindest von offizieller Seite. Es ist ja nur ganz normaler Stress, mit dem jeder prinzipiell gut umgehen kann. Entsprechend sind auch die Empfehlungen: Einfach mal abschalten, Pause machen. Auf Nikotin, Alkohol und Tabletten verzichten. Sich lieber gesund ernähren und Sport treiben, mal wieder mit Freunden ausgehen. Und ganz wichtig – einfach mal lernen sich gut zu organisieren, auch mal mit den Kollegen sprechen. Geht doch oder?

Da kann ich nur sagen: Danke! Danke für diese wunderbaren Empfehlungen! Im Namen aller Berufstätigen danke ich den Krankenkassen und allen anderen Vertretern des öffentlichen Lebens für diese aufmunternden und erleuchtenden Empfehlungen. Mittlerweile 15 Jahre quälen sich die Berufstätigen mit Stress und Überlastung und dabei ist die Lösung doch so einfach! Nochmals danke!

Mich wundert es ehrlich gesagt, dass kein Human Resources Verwalter von offizieller Seite vorschlägt einfach die Leistungsfähigkeit an die Notwendigkeiten der heutigen Zeit anzupassen. Es wäre doch so einfach an alle Berufstätigen hilfreiche Psychopharmaka zu verteilen, Amphetamine zur Leistungssteigerung morgens, Benzodiazepine zur Entspannung am Abend und Antidepressiva gegen schlechte Stimmung. Wäre dies nicht der Idealzustand? Auch für unsere Kinder, für Schüler und Studenten? So könnten wir selbst weiter aufsteigen – zur Ultra-Hochleistungsgesellschaft! Ein wunderbarer Gedanke!

Betrachten wir die Situation einmal realistisch. Eine Verharmlosung oder „Verniedlichung“ von unhaltbaren Zuständen von offzieller Seite, stellt eigentlich schon eine Beleidigung der Betroffenen dar. Außerdem werden weder Symptome durch die phantastischen Empfehlungen gelindert, noch Probleme ursächlich gelöst.

Das Problem ist nämlich nicht der Berufstätige, der einfach mal seine Leistung „optimieren“ oder „steigern“ soll, sondern es sind die Arbeitsbedingungen heutzutage. Der Wahn der bedingungslosen Gewinnmaximierung hat dazu geführt, dass immer mehr Arbeit von immer weniger Leuten in immer weniger Zeit geschafft werden muss. Es ist mangelhafte Einsatz an genügend Arbeitskräften, der hauptsächlich zu der ganzen Problematik führt. Wenn es nur noch um eine blinde Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die vielen anderen Faktoren geht, ja dann kann man auch nichts anderes als Überlastung und den alltäglichen Wahnsinn im Job erwarten.

Die Gesellschaft ist wirklich schon vom Wahn befallen, – die Gier nach mehr und noch mehr, nach noch schneller, noch besser bei gleichzeitigem Einsparen von Arbeitskraft, von Investitionen, ist zwangsläufig destruktiv mit weitläufigen Konsequenzen. Vom Wahnsinn geplagt, schaufeln wir unser eigenes Grab.

Wir erfahren heutzutage eine schlimme Verkehrung, Perversion von Werten. Das, was durch alle Zeiten den Wert des Lebens ausgemacht hat, ist heutzutage in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Dafür haben wir jetzt Ideale, vor denen uns weise Menschen schon immer gewarnt hatten. Die Gier ist schließlich keine neue Erfindung, sondern ein Übel, was schon immer existiert hat. Gier gepaart mit Rücksichtslosigkeit, mit Egoismus führt zur Ausbeutung, zu Elend. Das war schon immer so und hat schon immer zu einem gewissen Untergang von Gesellschaft und Kultur geführt.

Ich kann nur sagen: Nehmen Sie die Symptome von Überlastung ernst! Je früher, desto besser! Behandeln Sie sich nicht selbst mit Nikotin, Alkohol oder Medikamenten. Suchen Sie frühzeitig Spezialisten auf, die Ihnen professionell helfen. Stören Sie sich nicht an Begriffen wie „psychische Störung, psychische Erkrankung, Psychotherapie, Psychiater oder Psychopharmaka“. Es geht um Ihre Gesundheit und keiner hält sie für umgangssprachlich „bekloppt“, wenn Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, im Gegenteil, es ist das intelligenteste, was Sie machen können. Psychopharmaka haben ihre Berechtigung, machen auch nicht alle gleich abhängig, sondern ganz im Gegenteil, Psychopharmaka helfen die Störung oder Erkrankung zeitlich zu verkürzen und sie verbessern ganz erheblich die Behandlungserfolge. Stören Sie sich also nicht an den Gespenstergeschichten, an den Halbwahrheiten oder Vorurteilen, sondern lassen Sie sich beraten, informieren Sie sich und lassen Sie sich professionell helfen.

Nur so können Sie das Beste aus Ihrem Leben machen!

Und vielleicht erleben wir auch noch die Zeit, wo die Gesellschaft wieder zu den wahren Werten im Leben zurück kehrt, wo der Wahnsinn ein Ende findet. Es liegt an uns allen positive Veränderungen herbeizuführen.

 

 

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Guter Egoismus?

Die meisten von uns haben gelernt, dass Egoismus böse ist. Einige haben genau das Gegenteil gelernt, dass nur Egoismus gut ist. Tasächlich krankt die Welt am Egoismus, insbesondere an dem der Mächtigen und der Ungebildeten.

Wenn man einmal lange über den Begriff Egoismus nachdenkt, so stellt sich heraus, dass er auch seine zwei Seiten hat, wie alles andere in der Welt. Man kann also sagen, dass es so etwas gibt, wie den gesunden, natürlichen, positiven Egoismus, – das Sorgen um die eigenen Bedürfnisse und Wünsche, und eine negative Form, wie sie allgemein im Gespräch ist. Da geht es auch um die eigene Bedürfnisbefriedigung, aber auf einer ungesunden, rücksichtslosen Art und Weise.

Was gut und gesund ist, und was nicht, zeigt sich also hier erst im Kontext mit der Gesellschaft, im Zusammenhang mit anderen Menschen und im Weiteren mit der Natur.

Es ist klar, dass jedes Lebewesen und auch jeder Mensch für sich sorgen muss. Wir müssen uns ernähren, wir brauchen ein zu Hause, wir haben persönliche und zwischenmenschliche, soziale Bedürfnisse, wir haben Wünsche, – wir sind tatsächlich ständig dabei uns um unsere Bedürfnisse zu kümmern. Die ganze Welt dreht sich um unsere Bedürfnisbefriedigung und die Erfüllung unserer Wünsche. Das ist normal, natürlich. So funktionieren wir.

Nun haben wir die Wahl, wie wir unsere Bedürfnisse befriedigen wollen – destruktiv, durch die Ausbeutung, Ausnutzung von anderen und der Umwelt oder konstruktiv, durch ein Miteinander, durch Zusammenarbeit, durch einen Austausch von Leistungen, ein Geben und Nehmen.

Der destruktive Weg scheint der einfachere zu sein. Man nimmt sich einfach, was man braucht oder haben will. Allerdings sind die Konsequenzen auch negativ. Klassische Egoisten sind nicht sehr beliebt. Manchmal kommen sie sogar in den Knast.

Für den konstruktiven Weg braucht man tatsächlich etwas mehr Energie, etwas mehr Empathie, Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der anderen. Hier liegt der Schlüssel zum Glück in der gegenseitigen Hilfe Wünschen und Bedürfnissen nachzukommen. Man dient sich mit seinen Leistungen gegenseitig. Eine Hand wäscht die andere. Das ist gesunder, positiver, sozialer Egoismus.

In einer höheren Form zeigt sich das dann auch in der Gesellschaft. Der Einzelne dient der Gesellschaft und die Gesellschaft dient dem Einzelnen. Das entspricht den positiven Kreisläufen in der Natur.

Wenn die Menschen erkennen, dass sie am meisten profitieren, wenn sie sich gegenseitig dienen, dann herrscht der sprichwörtliche Himmel auf Erden. Aber bis jetzt leiden wir eher unter dem parasitären Verhalten von so einigen Menschen, die auf Kosten vieler leben. Diese negative, klassische Form von Egoismus bringt sehr viel Leid.

Aus China stammt auch eine sehr schöne Geschichte zu dem Thema. Da wird ein Meister gefragt, worin denn der Unterschied zwischen Himmel und Hölle bestehen würde. Der Meister antwortet, dass es im Prinzip im Himmel wie in der Hölle gleich aussieht, nur in der Hölle leiden die Menschen. An beiden Orten steht ein großer Tisch, voll von Köstlichkeiten. Das Problem ist, dass das Besteck sehr lang ist. In der Hölle versuchen die Menschen vergeblich sich selbst mit dem langen Besteck das Essen in den Mund zu führen und so hungern sie. Im Himmel dagegen füttern sie sich gegenseitig und sind so alle glücklich.

Nur gemeinsam ist man stark, stark und erfolgreich. Wenn man sich gegenseitig hilft, dann kommt man weiter. Nur der indirekte Egoismus führt zum Ziel.

Mal schauen, wie lange die Menschheit braucht, um diese Lektionen gelernt zu haben. Nicht das Kämpfen macht glücklich, sondern das Miteinander zum Wohl aller.

Unser Leben wurde schon viel zu lange von Egoismus, Kämpfen, Konkurrenzdenken und Ausbeutung bestimmt. So langsam wird es Zeit für positive Veränderungen, – meinen Sie nicht?

In diesem Sinn – lassen Sie uns für uns alle das Beste aus unserem Leben machen.

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Warum hat der eine Erfolg und warum scheitert der andere?

Wahrscheinlich hat sich jeder einmal so eine Frage gestellt. Warum haben wir Erfolg? Warum scheitern wir? Wahrscheinlich gibt es unendlich viele Antworten auf diese Fragen. Viele dicke Bücher wurden auch schon zum Thema Erfolg geschrieben.

Erfolg oder Scheitern kann man tatsächlich an unbegrenzt vielen Aspekten festmachen. Es können große Faktoren sein, aber auch kleinste Details, die letztendlich über Erfolg oder Niederlage entscheiden. Zu einem guten Teil haben wir einen gewissen Einfluss auf die Ergebnisse und zum anderen Teil entzieht sich eine Situation unserer Kontrolle.

Aus der Unkalkulierbarkeit von Erfolg und Niederlage, von Glück und Unglück, haben die Menschen schon vor langer Zeit ihre Schlüsse gezogen und z. B. im alten China die Entwicklung von Gleichmut empfohlen. Oder auch Buddha, der Leid als Attribut dieser Welt sah, sprach von einer Überwindung des Leids, der Dualität, durch die Entwicklung von höheren Tugenden.

Bei dieser Thematik kann man sich in der Betrachtung unendlich vieler „Erfolgs-Faktoren“ verlieren. Man kann aber auch die Thematik an ihrer Wurzel greifen. Dies will ich hier einmal tun, um einfach die wesentlichsten Aspekte aufzuzeigen.

Im Prinzip gibt es nur zwei Hauptfaktoren: Die eigene Person und die Welt oder Umwelt. Nun, die Welt können wir alleine nicht ändern. Wir können uns aber eine passende Umwelt suchen, die für uns günstig ist, uns unterstützt und alles zur Verfügung stellt, was wir für Erfolg und Glück im Leben brauchen. Dann gibt es uns noch selbst, unsere Persönlichkeit, unsere Erscheinung, unsere Wünsche und Bedürfnisse. Und hier lässt sich viel tun. Dazu aber später mehr.

Diese zwei Hauptfaktoren lassen sich sehr gut an einem Beispiel erfassen:

Stellen Sie sich einmal vor, Sie wären ein Bauer und möchten gerne „Früchte“ ernten. Sie kennen ja noch den Spruch „Was Du säest, wirst Du ernten!“ Nun, was brauchen Sie alles? Ein Feld, Saatgut und sich selbst. D. h., Sie müssen Ursachen setzen, die sich in einer vorhandenen Situation entwickeln, um dann die entsprechenden Früchte – Ihren Erfolg – ernten zu können. Gehen wir die einzelnen Faktoren einmal durch:

Das Feld oder die Situation:

Wenn Sie in der Wüste sind und wollen dort Ihr Saatgut aussäen, dann können Sie ein kompetenter, fleißiger Bauer sein, aber die Saat wird nicht aufgehen und Sie werden nichts ernten, ganz einfach weil die Umwelt, die Situation schlecht ist. Haben Sie ein Feld in einer fruchtbaren Region, dann werden Sie sehr wahrscheinlich auch eine gute Ernte einfahren. Ist das Feld nur mittelmäßig oder steinig, dann haben Sie u. U. viel Arbeit, müssen Hindernisse bewältigen und die Ernte wird wohl auch nur mittelmäßig sein. Ein schlauer Bauer sucht deshalb eine fruchtbare Region, wo seine Saat sehr gut wachsen wird und eine reiche Ernte bringt. Ein schlauer Bauer räumt auch erstmal alle Hindernisse aus dem Weg, so dass sich seine Saat frei entfalten kann. Ein Feld muss immer erst gereinigt, von Müll und Steinen befreit werden.

Das Saatgut oder die Ursachen:

Als Bauer können Sie sich noch so sehr anstrengen, – wenn Ihr Saatgut eine schlechte Qualität hat, können Sie auch nichts ernten. Übersetzt bedeutet das, dass Sie gute Ursachen setzen müssen, um gute Früchte zu ernten. Hier geht es um die Qualität. Und wenn Sie viel ernten möchten, dann müssen Sie entweder viele gute Ursachen setzen oder wenige mit reichen Erträgen. Sie müssen auch daran denken, dass die Saat den Früchten entsprechen muss, die Sie ernten wollen. Wer Roggen ernten möchte, darf keine Gerste säen. Das mag zwar banal klingen, aber sehr viele Menschen wundern sich über die Art der Früchte, die sie ernten.

Der Bauer bzw. Ihre Persönlichkeit:

Sie können ein fruchtbares Feld besitzen und hochwertiges Saatgut, aber wenn Sie nichts damit anfangen können, dann werden Sie auch keine Früchte ernten. Es geht hier also um Ihre Ausbildung, Ihr Know-How, Ihre Fähigkeiten. Es geht aber auch um Ihre Leistungsfähigkeit, Ihre Motivation, Ihre Ausdauer, etc. Denn selbst wenn Sie kompetent sind, müssen Sie für Ihren Erfolg auch arbeiten, das Feld bestellen. Je mehr Stärken und Fähigkeiten Sie besitzen, desto besser wird Ihr Erfolg aussehen. Andererseits, je mehr Schwächen und Fehler Sie besitzen, desto mehr Probleme werden Sie haben. Der schlaue Bauer sorgt also für eine gute Ausbildung, baut seine Stärken und Fähigkeiten aus und versucht seine Defizite abzubauen. Der schlaue Bauer weiß auch, dass er mit anderen Menschen zusammenarbeiten kann, die seine Fähigkeiten ergänzen oder seine Schwächen ausgleichen. Kooperation ist im Leben oft ein sehr wichtiger Bestandteil für Erfolg.

Die Zeit oder das Timing:

Sie können alles haben und alles richtig machen, nur, wenn dies zur falschen Zeit geschieht, dann gibt es keine Ernte. Der richtige Zeitpunkt und auch die richtige Zeitdauer sind von großer Wichtigkeit, damit sich Erfolg einstellt. So gibt es eine Zeit zun säen, eine Zeit des Wachstums und eine Zeit der Ernte. Und zu jeder Zeit muss der Bauer das richtige tun.

Die Welt oder äußere Faktoren:

Der Bauer kann alles richtig machen, doch können äußere Faktoren seine Ernte gefährden. Das kann schlechtes Wetter sein oder Diebe, die seine Ernte stehlen. Es gibt viele Faktoren, die man nur sehr schlecht vorhersehen kann. So kann man sich auch nur bedingt vor Schaden schützen, Eventualitäten vorab einkalkulieren. Der schlaue Bauer greift dafür auf den Erfahrungsschatz anderer Bauern zurück und tut alles dafür, Risiken durch äußere Faktoren zu vermindern.

Die Früchte oder der Erfolg:

Die Verwendung der Früchte spielt langfristig auch eine wichtige Rolle. Ein dummer Bauer verprasst seinen Erfolg oder läßt seine Früchte ungenutzt oder im Keller vergammeln. Ein schlauer Bauer macht das Beste aus seiner Ernte. Er denkt langfristig. Einen Teil verbraucht er, einen Teil investiert er, damit er wieder ernten kann.

Fazit:

Wie Sie sehen, ist eigentlich alles recht einfach. Auch Sie säen ständig neue Ursachen, schauen beim Wachstum zu und fahren die Ernte ein, egal ob es Ihre Arbeit betrifft, Ihre Partnerschaft, Ihren Freundeskreis oder Ihre Hobbys. Überall wird gesäet und geerntet. Wenn Sie alles richtig machen, dann haben Sie die besten Aussichten gute Früchte zu ernten.

Ich möchte noch auf einen ganz wesentlichen Aspekt eingehen. Menschen scheitern nie aufgrund von positiven Eigenschaften und Fähigkeiten. Menschen scheitern immer nur an ihren Fehlern, an ihren Unzulänglichkeiten, an schlechten Eigenschaften. Machen Sie sich das einmal ganz bewusst klar. Das beste Beispiel ist das Scheitern einer Ehe. Aus Liebe wird geheiratet, doch irgendwann verändert sich die Wahrnehmung und die Fehler und Schwächen des Anderen erscheinen immer größer, sie wachsen förmlich, auch, wenn es nur ganz banale Dinge sein mögen. Und irgendwann ist die schlechte Eigenschaft so riesig, dass sie alle anderen, guten Eigenschaften verdeckt und überragt und dann scheitert daran die Beziehung. Vielleicht ist es, weil der Partner nie richtig zu hört oder weil er die Bedürfnisse des Partners nicht wahrnimmt. Vielleicht ist auch das Problem, dass der Andere sich nicht mitteilen kann oder möchte. Oder einer ist unzuverlässig, vielleicht unordentlich und der Andere ist genau das Gegenteil.

Was ich damit sagen will, ist, dass wir die Möglichkeit haben, uns weiter zu entwickeln, zu lernen, Fehler und Charakterschwächen auszugleichen und so erfolgreicher und glücklicher durchs Leben zu gehen. Das kann z. B. durch ein Coaching effektiv geschehen oder durch das Training der Aufmerksamkeit, der Kommunikation im Alltag.

Und zu guter Letzt – Erfolg ist einfach auch die Fähigkeit aus Fehlern zu lernen und wenn etwas nicht funktioniert, einen anderen, besseren Weg zu finden, bis der Erfolg da ist. Kein Mensch ist als Hellseher auf die Welt gekommen, der sofort weiß, was richtig ist, was direkt zum Erfolg führt. Wir müssen alle lernen. Wir müssen zwangsläufig auch alle Fehler machen. Nur durch die Erfahrung des Scheiterns lernen wir erfolgreich zu sein. So ist Erfolg auch eine Sache der Einstellung, der Ausdauer, des Glaubens an sich selbst und an den langfristigen Erfolg.

Ein erfolgreicher Mensch fällt auch oft hin, aber er steht wieder auf und geht seinen Weg weiter, so lange bis er angekommen ist. Behalten Sie Ihre großen Ziele vor Augen und gehen Sie Ihren Weg!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben, – wie der schlaue Bauer, setzen Sie die richtigen Ursachen, pflegen Sie ihr Wachstum und ernten Sie, was sie gesäet haben!

Das Leben ist manchmal einfacher als man denkt.

Machen Sie auch das Beste aus sich selbst. Entwickeln Sie Ihre Persönlichkeit! Denn mit Ihrer Persönlichkeit ist Ihr Erfolg in allen Aspekten des Lebens ganz eng verknüpft.

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Der Ursprung des Burn-Out-Phänomens

Das Burn-Out-Phänomen ist so „neu“, dass es noch nicht als offizielle Störung psychopathologisch in der ICD-10, der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ erfasst wurde. Wahrscheinlich wird dies aber noch zeitnah geschehen. Bis dahin kann deshalb auch keine offizielle Diagnose „Burn-Out“ gestellt werden.

Bekannt ist das Erschöpfungssyndrom, dass im rein psychischen Bereich ein Ausdruck von länger andauernder Überlastung bzw. Überforderung darstellt und mit einer depressiven Symptomatik einhergeht. „Burn-Out“ ist aber nicht das gleiche. Beim Burn-Out-Syndrom steht am Anfang ein übermäßiger Leistungswille und Arbeitseinsatz, in der Regel im beruflichen Kontext. Auf Deutsch heisst das, der Betroffene „brennt“ richtig für seinen Job, ist hoch engagiert, macht Überstunden, ist immer bereit auch die schwierigsten Aufträge zu übernehmen und zeigt sich so gegenüber Vorgesetzten als idealer Mitarbeiter. Der Betroffene zeigt also ein überdurchschnittlich hohes Leistungsniveau. Viel Leistung bedeutet auch einen hohen Verbrauch an Energie und damit die Notwendigkeit einer hohen Energiezufuhr. Nun sind die menschlichen Energiereserven relativ beschränkt und man muss ständig „nachtanken“. Und normalerweise tankt man auf durch Pausen, Freizeitausgleich, Partnerschaft, Familie, Sport und Hobbys.

Im Normalfall hält der Mensch ein angemessenes, normales Leistungsniveau in seinem Job, – ohne ständige Überstunden, ohne Sonderaufträge und ohne übermäßigen Zeit- und Leistungsdruck. Dieses normale Niveau lässt sich gut über viele Jahre kontinuierlich halten und im Ausnahmefall können so auch Leistungsspitzen bewältigt werden. Parallel schöpft er neue Kraft durch genügend Pausen, durch Freizeit, durch seine Familie und Freunde, und im besten Fall noch durch gesunde Ernährung und Ausdauertraining. So schliesst sich der Energiekreislauf und so wird das Leistungsniveau gehalten.

Anders sieht es bei dem Burn-Out-Syndrom aus. Der Betroffene verbrennt all seine Energiereserven, ohne genügend Energie nachzutanken, bis er dann schließlich nach einigen Wochen oder Monaten völlig ausgebrannt ist. Die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit ist nicht mehr da, ganz im Gegenteil, – er baut so weit ab, dass er nur noch unterdurchschnittliche Leistung bringt und am Ende gar keine mehr. Das zieht natürlich erhebliche Folgen nach sich. Die Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen werden immer größer. Oft versuchen die Betroffenen durch ungesunde Copingstrategien die Situation zu bewältigen, – mit übermäßigen Genuss von Kaffee, Alkohol, Zigaretten, vielleicht auch mit Missbrauch von Medikamenten. Der Missbrauch von leistungsstärkenden und stimmungshebenden Substanzen verlängert die Leistungsfähigkeit einige Zeit, führt aber zu einem noch intensiveren Abbau der psychischen und körperlichen Gesundheit. Am Ende geht gar nichts mehr und der Betroffene fühlt sich vollkommen ausgebrannt, leer, wahrscheinlich schwer depressiv mit Suizidgedanken, sozial zurückgezogen, isoliert, weil er alles seinem Job geopfert hat. Da hilft dann nur noch die stationäre Aufnahme und Betreuung mit entsprechender Therapie.

Woher kommt nun diese Idee, man müsse überdurchschnittliche Leistung bringen, sich total verausgaben und sein normales Leben dem Job opfern?

Diese Idee ist nicht normal. Sie spiegelt einen übermäßigen Ehrgeiz, Leistungswillen, einen überhöhten Antrieb. Sie hat auch eine Tendenz zu Größenwahn bzw. zur Manie, zur Selbstüberschätzung: „Ich kann alles. Ich schaffe alles. Ich brauche keine Pausen. Ich bin Superman!“ Es ist eine verzerrte Selbstwahrnehmung der eigenen Leistungsfähigkeit, gekoppelt mit dem oft ebenso verzerrten, überhöhten Leistungsanspruch von Vorgesetzten.

So ist das Burn-Out-Phänomen ein Resultat unserer Leistungsgesellschaft, die einen sehr einseitigen Schwerpunkt auf „Leistung“ legt und andere, wichtige Aspekte des Lebens schlichtweg ignoriert und nicht würdigt. Wir sind heutzutage Opfer unseres eigenen Fortschritts, einem technischen Fortschritt, der uns suggeriert, dass wirklich alles möglich ist, – in immer kürzerer Zeit und immer besserer Qualität und höherer Quantität. Der Einzelne schafft heutzutage so viel, wie vielleicht 20 oder 50 Leute vor ein paar Jahrzehnten. Neben diesem unbewältigten technischen Fortschritt leiden die Menschen unter dem atheistisch-materialistischen Weltbild, dass sein Ideal der Gewinnmaximierung über alles stellt, – alles andere dafür opfert. Über Jahrtausende haben Kultur, Tradition und Religion für ein „menschliches“, ausgeglichenes Leben gesorgt, wo es ganz selbstverständlich war, Ruhephasen einzuhalten und die freie Zeit kulturell zu nutzen. Auch Familie und soziale Zusammengehörigkeit hatten einen hohen Stellenwert. Die Arbeit war gut organisiert und die Freizeit ebenso. Der Ausgleich war vorhanden und der Energiekreislauf hat funtioniert.

Heutzutage ist nichts mehr davon übrig geblieben. Der kulturelle, traditionelle und religiöse Reichtum ist verschwunden. Wir haben heute eine „Industriekultur“, die mit echter Kultur nichts mehr gemeinsam hat, im Gegenteil eher eine Verhöhnung darstellt. Das bißchen an qualitativ fragwürdiger Kultur wird heutzutage mehr und mehr zusammengestrichen. Freizeitanlagen, Freibäder, Hallenbäder, Veranstaltungen – sie kosten ja nur und werfen keinen Gewinn ab und die Städte sind ja alle pleite. Auf der anderen Seite wundern sich die Verantwortlichen, warum immer mehr Menschen krank sind.

Es gibt nur einen Ausweg – mehr Balance im Leben, mehr echte Werte, mehr Kontrolle über sogenannten Fortschritt und mehr Menschlichkeit.

Heutzutage sind wir reich an technischem Spielzeug, aber völlig verarmt als Menschen. Denken Sie einmal darüber nach.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben – verzichten Sie auf die Burn-Out-Erfahrung! Bereichern Sie Ihr Leben mit allem, was wirklichen Wert besitzt!

 

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Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum immer alles so kompliziert sein muss? Warum es nicht einfacher geht?

Die Gründe dafür sind relativ einfach, teilweise banal, aber durchaus interessant. Zusammengefasst kann man sagen: „Wir wollen es so!“ Es ist schlichtweg eines der vielen Paradoxien im Leben, wo wir uns zwischen zwei Polen hin- und hergerissen fühlen. Einerseits sehnen wir uns nach Einfachheit und andererseits befriedigt die Komplexität viele Bedürfnisse und Interessen.

Nun, warum ist denn alles so komplex? So kompliziert?

Ein Randaspekt ist die natürliche Vielfalt. Alles in der Natur existiert in einer unendlichen Vielfalt, in unzähligen Variationen. Es gibt nicht nur eine Pflanze, ein Tier, einen Menschen. Das Leben selbst ist komplex und damit durchaus anspruchsvoll. Andererseits sorgt die Natur dafür, dass alle Lebewesen bestens klarkommen. Wir haben eigentlich alles an Anlagen und Fähigkeiten, um sämtliche Herausforderungen des Lebens zu meistern.

Prinzipiell macht sich der Mensch das Leben selbst schwer. Das hat zwei Gründe.

 

Der erste Grund:

Der Mensch hat ein ganz großes Sicherheitsbedürfnis gekoppelt mit einer ausgeprägten „Denk-Faulheit“. Dabei nutzt er unbewusst eine gewisse kindliche Logik, die in der Realität nicht wirklich funktioniert. Das bedeutet, dass der Mensch versucht alle Aspekte des Lebens schriftlich in Form von Normen, Verordnungen, Leitlinien und Gesetzen zu fixieren. Dieses Abbild des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens mit all seinen Prozessen soll dem Menschen Sicherheit geben. Gemäß der kindlichen Logik braucht man ja dann nur nachlesen, wie man sich wann wo verhalten soll. Das heißt auch, dass man als Mensch von Eigenveranwortung und dem „selber denken müssen“ entbunden wird.

„Irgendein Experte hat es dahin geschrieben, der wird schon wissen warum, da brauch ich nicht noch selber nachdenken und verkehrt machen kann ich auch nichts!“ Dieser Gedankengang hat dazu geführt, dass selbst der Krümmungsgrad einer Banane penibel genau formuliert wurde und als Richtlinie, als Gesetz besteht. Tatsächlich haben wir mittlerweile so viele Normen, Richtlinien und Gesetze, dass kein normaler Mensch und selbst oft die Fachleute Verständnis und Überblick verloren haben. Das System führt sich selbst ad absurdum. Der Mensch ist überfordert durch seinen Versuch das Leben komplett in Form von Vorschriften abzubilden. Die Bürokratie treibt dabei jedes Jahr immer neue Blüten, was zu noch mehr Problemen und Verwirrung führt. Vieles ist mittlerweile so absurd geworden, dass die Menschen nur noch den Kopf schütteln oder an Schildbürgerstreiche denken. Daneben ist es noch bemerkenswert, dass sehr komplexe Dinge wie die Berechnung von Steuern prinzipiell überschlagsartig auf eine einfache Prozentrechnung reduziert werden können. Da kann man beispielsweise sagen, dass die 12 unterschiedlichen Steueraspekte in der Regel 4% von der Gesamtsumme ausmachen, andere vielleicht 8% und so weiter. D. h., man könnte die Berechnung massiv vereinfachen und hätte die gleichen Ergebnisse. Aber hier siegt u. a. die Liebe zu Statistiken, das Sammeln von Daten, – für welchen Zweck auch immer.

Also – wir Menschen drücken uns gerne vor selbständigem Denken und Eigenverantwortung, wollen eigene Entscheidungen gerne vermeiden oder delegieren und stützen uns sehr gerne auf vermeintliche Experten. Wir möchten auch gar nicht wirklich die Gründe erfahren, warum denn etwas so und so ist und nicht anders. Und wir glauben, dass wir so der Willkür entkommen, dass dann alles richtig und gut ist.

Ursprüngliche hatten Gesetze, etc. eine stützende Funktion. Sie waren vom Umfang her sehr begrenzt und für alle verständlich. Der Mensch nahm sie als Orientierungshilfe, hat selbst Verantwortung für sich und sein Leben übernommen und auch selbst gedacht. Mittlerweile ist aus der Stütze eine Art Korsett geworden, was den Menschen in eine Form presst und hält. Das Leben hat gewissermaßen an Lebendigkeit verloren und ist in Normen erstarrt. Der Mensch muss nicht mehr selbst denken und eigenverantwortlich handeln.

Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag. Überall begegnen wir dem genormten Einheitsbrei, – egal wo. Es sind die genormten Häuser, die genormten Gurken, die genormten Nachrichten, die genormten Menschen – alles ist genormt, alles ist recht langweilig. Die Vielfalt ist abhanden gekommen. Sie trifft man fast nur noch im Ausland und dann freut man sich über das bunte Leben, wo es überall etwas zu entdecken gibt, wo die Menschen sich recht frei entfalten können.

 

Kommen wir zum zweiten Grund:

Hier geht es in erster Linie um ökonomische Interessen. Es ist der Kampf der Lobbyisten um Vorteile und die Marktposition. Jeder will seine Interessen durchdrücken – oft auf Kosten der anderen und auf Kosten der Einfachheit. Abgesehen von Lobbyisten geht es darum, möglichst viel überall mitzuverdienen, – in der Wirtschaft und beim Staat. Je komplizierter hier die Abläufe sind und je mehr Leute eingesetzt werden, desto mehr kann verdient werden (auch an Steuern). Deshalb haben wir kein schlankes Management, was mit einem Bruchteil an Mitarbeitern die Verwaltung in Deutschland organisiert, sondern eine Bürokratie, die stätig wächst, wo jeder etwas verdienen kann, jeder einen Posten bekommt.

Die Eigenverantwortung der Menschen wird dabei immer mehr Richtung Staat verschoben, so dass der Bürger immer abhängiger von der staatlichen Fürsorge wird. Der Staat entwickelt sich immer mehr zu einer Übermutter, die ihr längst erwachsenes Kind immer weiter verhätschelt und die weitere Entwicklung verhindert. Das Kind erstickt dabei an der mütterlichen „Liebe“.

Tatsächlich wollen wir uns alle mit unseren Bedürfnissen in unserer heutigen Ellbogengesellschaft durchsetzen. Wir proklamieren für uns die Extrawürste, in der Regel rücksichtslos. Es ist diese Idee, dass wir für und gegen alles kämpfen müssen. So wird das Leben komplizierter als es sein müsste.

 

Stellen Sie sich einmal vor, unsere Gesellschaft würde wie eine große Familie funktionieren, – mit gegenseitigem Respekt, mit Verständis, mit Liebe, mit dem Wunsch für alle das Beste als Gemeinschaft zu erreichen, auch mit der Fähigkeit auf unwichtige Extrawünsche zu verzichten und sich auf das Wesentliche zu besinnen, auf die wahren Werte im Leben.

Stellen Sie sich einmal vor, jeder Mensch für eigenverantwortlich denken und handeln, für sich die richtigen Entscheidungen treffen, sich an allgemein anerkannten Werten orientieren.

Und stellen Sie sich einmal vor, wir hätten ein schlankes Management anstelle der Bürokratie, anstelle der Herrschaft über das Volk, – wir hätten Dienstleister, die uns verpflichtet sind, was meinen Sie wieviel Geld wir jedes Jahr sparen würden?

In diesem Sinn – je mehr Eigenverantwortung Sie für sich selbst übernehmen, desto freier und wohler werden Sie sich fühlen! Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Sie haben es in der Hand! Sie sind der Regisseur!

Wie einst die Psychologin Vera Birkenbihl sagte: „Werden Sie vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer!“ Befreien Sie sich aus der Norm! Gestalten Sie Ihr Leben einfach und schön!

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Permanente Überlastung und dann?

In unserer Hochleistungsgesellschaft leben sehr viele Menschen in einem Zustand permanenter Überlastung. Überlastung ist zur Norm geworden, zur Normalität. Das fängt schon in der Kita an, geht in der Schule weiter, dann im Studium, danach im Kampf um einen Job und schließlich im Job selbst. Auch privat sind viele überlastet. Partnerschaft, Familie, Freunde, Hobbys – alles soll unter einen Hut.

Die Überlastung mit Leistungsdruck, Zeitdruck, Work-Life-Imbalance, etc. geht so lange weiter bis irgendwann das Ende eintritt. Vielleicht hat man noch ein wenig Zeit, um über den Sinn des Ganzen nachzudenken. Vielleicht auch nicht.

Totale Überlastung – totale menschliche Überforderung – ist das Thema unserer Zeit. Selbst bei den Vorreitern der „Ultrahochleistungsgesellschaft“ in China gibt es schon Menschen, die wahrgenommen haben, dass dieses System eine Sackgasse ist und langfristig nicht zu dem erhofften Erfolg führt. In Japan hat die Überforderung zu dem Phänomen des Karoshi geführt – Tod durch Überarbeitung – entweder als Selbstmord oder durch Organversagen. Die massive Überarbeitung wird hier in der Regel durch regelmäßigen, schweren Alkoholmissbrauch kompensiert. „Mein Leben für die Firma!“ ist wohl das Motto.

Die Mechanismen der Überlastung sind sehr interessant und deshalb möchte ich mit Ihnen heute einmal darüber nachdenken, – auch als Anregung über Ihre eigene Situation zu reflektieren und vielleicht frühzeitig in die Bremsen zu gehen und einen Gang runterzuschalten.

Stellen wir uns einmal eine ganz normale Situation vor, wo noch alles soweit in Ordnung ist. Sie fühlen sich gesund, sind fit, alles ist wirklich in Ordnung. Sie haben eine glückliche Partnerschaft, Kinder sind vielleicht auch schon da. In Ihrer Freizeit sind Sie aktiv, treiben Sport, unternehmen viel mit Ihren Lieben, treffen sich mit Ihren Freunden, usw. Auch Ihr Job läuft ganz geregelt. Sie haben einen ganz normalen 8 Stunden Tag. Die Arbeit besteht aus Routine und anregenden Aufgaben. Sie verstehen sich gut mit Ihrem Chef und Ihren Kollegen. Alles ist bestens.

Das Leben könnte so weiter gehen, wenn wir in einer normalen Zeit leben würden. Nun kommt Ihr Chef eines Tages rein und erzählt Ihnen, dass die Firma eine neue Software gekauft hat, mit der sich viele Geschäftsprozesse bündeln lassen. Gemäß dem Ideal der Gewinnmaximierung bedeutet das, dass dadurch viele Mitarbeiter eingespart werden können. Was früher 4 Angestellte bearbeitet haben, macht nun nur noch einer. Dafür muss man sich natürlich in die neue Software einarbeiten. Der Chef erwähnt am Rande noch, dass natürlich nur die besten Mitarbeiter bleiben und in einem Monat eine entsprechende Beurteilung stattfindet. Da die Auftragslage hoch ist, kann für die Einarbeitung in die Software keine Arbeitszeit geopfert werden, sondern es wird erwartet, dass die guten Mitarbeiter dafür nach der Arbeit und am Wochenende Kurse belegen.

Die Folge dieser Mitteilung ist, dass die ganze Stimmung in der Firma schlagartig in den Keller geht. Alle bangen jetzt um ihre Jobs. Angst, Frustation, Hilflosigkeit, Ärger und Aggressionen kommen auf. Es ist allen klar, dass von 5 Leuten nur einer seinen Job behalten wird. Ein harter Konkurrenzkampf bricht aus. Jeder will zu den besten gehören. Jeder will seinen Job behalten. Jeder muss seinen Job behalten, weil er Haus, Auto, etc. abbezahlen muss, weil er seine Familie ernähren muss, weil es um seine Existenz geht. So werden aus guten Kollegen Konkurrenten, die mit allen Mitteln um ihre Vorteile kämpfen. Die Folgen sind Mobbing, Verleumdungen, Beleidigungen, Androhungen von Gewalt, Sabotage, etc. Das belastet unheimlich die Arbeit. Keiner fühlt sich mehr wohl. Alle sind schwer gestresst. Das erste Opfer ist ein Kollege, der gesundheitlich schon vorbelastet ist. Er bekommt einen Herzinfarkt und ist erstmal raus aus dem Rennen. Eine Kollegin, die schon immer etwas unsicher war, reagiert sehr emotional. Sie bekommt Heulanfälle, lässt sich kaum beruhigen.

Alle anderen arbeiten unter Hochdruck. Manche kommen früher und scheinen auch abends gar nicht mehr nach Hause zu gehen. Auch Sie sind voll dabei. Die Pausen haben Sie für sich schon abgeschafft. Ein belegtes Brötchen zwischendurch muss reichen. Dafür trinken Sie jetzt viel mehr Kaffee als früher. Eine Tasse jagt die nächste. Wahrscheinlich haben Sie schon mehr Kaffee im Körper als Blut, aber das ist Ihnen mittlerweile egal. Es geht eben nicht anders. Aus Ihrem 8 Stunden Tag ist ein 10 Stunden Tag geworden. Am Wochenende sind Sie auf den Seminaren, um die Software zu lernen. Ihren Partner und Ihre Kinder sehen Sie nur noch selten – sie sind eben auch schwer beschäftigt, im Stress. Mittlerweile macht Ihnen auch der hohe Kaffeekonsum zu schaffen. Ihre Hände zittern und ohne Kaffee geht gar nichts mehr. Schlafen können Sie auch nur noch ganz schlecht. Morgens fühlen Sie sich wie gerädert, – als hätten Sie gar nicht geschlafen. Sport treiben Sie auch nicht mehr. Sie haben einfach keine Zeit dafür. Sie wissen auch nicht mehr, wann Sie das letzte Mal richtig und gut gegessen haben. Immer mehr bauen Sie ab. Dann kommen auch noch Kopfschmerzen hinzu und Augenprobleme – alles Überlastung.

Der Chef kommt rein und gratuliert Ihnen. Sie haben es geschafft. Während viele auf der Strecke geblieben sind – seelisch oder körperlich – können Sie sich freuen, dass Sie Ihren Arbeitsplatz behalten dürfen. Nun dürfen Sie die Arbeit von 5 Leuten machen. Leider hat sich die neue Software als problematisch entpuppt. Sie ist noch nicht ausgereift und es funktioniert nicht alles so, wie es soll. So verbringen Sie jeden Tag viel Zeit damit nach Fehlern zu suchen und Probleme zu lösen. Das ist Stress pur und schlägt Ihnen auf den Magen. In letzter Zeit haben Sie sowieso schon Verdauungsprobleme.

Zum Glück ist die Stimmung mittlerweile etwas besser. Die verbliebenen Kollegen sprechen wieder miteinander. Dafür sind sie alle total gestresst. Die Nerven liegen blank, weil sich die Arbeit verfünfacht hat und die Software nicht so funktioniert, wie sie soll. In den kurzen Gesprächen über die Situation in der Firma kommt heraus, dass ein Kollege schon unter Depressionen leidet und beim Arzt war. Er meint, er würde am Erschöpfungssyndrom leiden und hat ihm dringend eine Auszeit empfohlen. Auch die Suizidgedanken und das alles nur noch negativ gesehen würde, wären schlechte Zeichen. Ein anderer Kollege hat von leistungsfördernden Medikamenten gehört und versorgt sich illegal damit. Er meint, ohne das Zeug würde gar nichts mehr gehen. Morgens nimmt er Tabletten zum aufputschen, – da fühlt er sich wie ein Rennpferd, zwischendurch noch Stimmungsaufheller und abends dann zum runterkommen nimmt er Schlafmittel. Ihm geht es auch schon ganz dreckig von dem ganzen Zeug und er müsste wohl eine Therapie machen, um wieder davon loszukommen. Er hat sich schon mit seiner Frau deswegen verkracht.

Der Chef lädt Sie und Ihre Kollegen zum Gespräch. Heute hat er mal wieder seinen cholerischen Anfall, wird ganz rot im Gesicht und droht schon umzukippen. Er regt sich furchtbar auf, dass die Software nicht läuft und Sie und Ihre Kollegen nichts auf die Reihe kriegen. Sie sollten sich doch alle mehr Mühe geben, mehr Einsatz zeigen, etwas für ihr Geld tun und nicht wie lahme Klappergäule vor sich hin schneckeln. Er erwartet Rennpferde in seinem Stall, insbesondere jetzt, wo noch mehr Aufträge auf ihre Bearbeitung warten. Alles muss schneller gehen. Mehr Effizienz!

Nach der Besprechung unterhalten Sie sich noch mit Ihren Kollegen und fragen sich, wo das noch enden soll. Sie sind jetzt schon alle am Limit, schon darüber und dann sollen sie noch mehr arbeiten, noch effizienter. Welche Möglichkeiten haben Sie jetzt? Geschlossen zum Chef gehen und ihm sagen, dass das so nicht laufen kann oder direkt nach einem neuen Job suchen? Oder auf den körperlich-seelischen Zusammenbruch warten?

Was ich mit diesem Beispiel sagen wollte ist, dass Überlastung, Überforderung immer einen destruktiven Charakter hat. Entweder führt Überlastung durch die Krise gleich zu einer Art von Depression, im schlimmsten Fall mit Suizid oder durch die Krise kommt es erst zu wahnhaften Vorstellungen, dass die Leistung beliebig gesteigert werden könnte, dass alles machbar ist mit den entsprechenden Mitteln und danach geht es dann in den Untergang.

Überlastung und Überforderung haben gerade im Bereich der Arbeit viel mit Ausbeutung zu tun. Auf Kosten der Angestellten wird der Gewinn übermäßig maximiert, was dann dem Management zu gute kommt. Der Raubbau egal ob an der Natur oder am Menschen ist immer ungesund und fordert in der Konsequenz hohe Kosten und hohen Aufwand für die Beseitigung der Schäden. Für diesen Raubbau bezahlen alle die entsprechenden Krankenkassengebühren.

Das schlimmste aus meiner Sicht ist, dass wir Menschen uns an ungesunde, negative Lebens- und Arbeitsumstände gewöhnen. Wir gewöhnen uns an die tägliche Überstunden. Wir gewöhnen uns an das Essen im Vorbeigehen. Wir gewöhnen uns daran, kaum noch Zeit mit der Familie zu verbringen. Wir gewöhnen uns daran, auch am Wochenende zu arbeiten. Und wir gewöhnen uns auch daran, uns alles von unseren Vorgesetzten gefallen zu lassen, jede Beleidigung, jede Manipulation und Erpressung. Wir hinterfragen nichts mehr, sondern akzeptieren alles. Viele haben einfach resigniert.

Dabei kann auch alles ganz anders laufen. Man braucht nur Menschen mit Weitblick und guter Ausbildung im Management. Dann kann auch eine hohe Leistungsfähigkeit mit und durch Work-Life-Balance gesichert werden.

Ich hoffe wirklich, dass in den kommenden Jahren durchgreifende Veränderungen geschehen. Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, dass es so weitergeht.

Stellen Sie für sich eine Bilanz auf. Schauen Sie, wie es Ihnen geht, wo es hakt, was Sie ändern können und wo Sie professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen sollten. Es gibt mehr Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten als Sie denken.

Lassen Sie sich nicht kaputt machen. Machen Sie lieber das Beste aus Ihrem Leben!

Denn es ist Ihr Leben und es ist wertvoll!

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Infantile Bewältigungsstrategien Teil II – Positiv Denken

Liebe Positiv-Denker, – bevor Sie mir böse Emails schreiben – lesen Sie bitte meinen Blog komplett. Hier geht es ja darum Dinge zu hinterfragen, Dinge richtig zu stellen und wie immer das Beste aus seinem Leben zu machen. So hat das positive Denken durchaus seine Berechtigung, leidet aber unter schwerem Mißbrauch.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie fahren gerade Ski und eine Schneelawine löst sich. Was machen Sie? Suchen Sie Deckung und bringen sich in Sicherheit? Oder fangen Sie an positiv zu denken „Mir passiert schon nichts, die Sonne scheint und alles wird gut!“?

Oder Sie sind gerade arbeitslos. Was machen Sie? Verprassen Sie Ihre letzten Geldreserven, weil Sie positiv denken und sowieso morgen schon einen neuen Job bekommen oder im Lotto gewinnen werden? Oder gehen Sie sparsam mit Ihren Reserven um, denn Sie wissen ja nicht, wie lange Sie auf einen neuen Job warten müssen?

Oder – Sie stehen gerade vor einer wichtigen Prüfung, haben aber nichts gelernt. Was meinen Sie, hilft Ihnen da positives Denken? Werden Sie die Prüfung dank Ihrer positiven Haltung gut bestehen?

Letzte Frage – Sie fahren auf der Autobahn und wundern sich, warum Ihnen so viele Falschfahrer entgegen kommen. Was machen Sie? Einfach ignorieren und positiv gestimmt weiterfahren? Oder doch lieber die negativen Zeichen wahrnehmen und den Irrweg verlassen?

Es ist diese faszinierende, wunderbare „Alles ist gut“- oder „Alles wird gut“-Mentalität, die heutzutage weit verbreitet ist. Die schlechten Zeichen, die Warnungen werden bewusst ignoriert, ausgeblendet und das Mantra „Alles ist gut“ ständig wiederholt. Sogar eine Moderatorin im Fernsehen hat am Ende ihrer Sendung immer gesagt „Alles wird gut!“.

Haben Sie einmal bewusst wahrgenommen, wann diese Mantren heruntergebetet werden? Niemals in guten Situationen oder in Situationen, wo nur ein leichtes Problem vorhanden ist. In der Regel wird es Menschen gesagt, wo nichts mehr zu retten ist, Menschen, die alles verloren haben und im Sterben liegen. Wahrscheinlich sagt man das, weil einem schlichtweg nichts besseres einfällt. Es gibt nichts Positives zu sagen. Es ist vorbei. Ende. Und keiner glaubt, dass irgendetwas gut wird. Trotzdem wird es gesagt.

Dieses Mantra wird auch gerne bei Menschen eingesetzt, die man nicht für voll nimmt, – bei Kindern, bei alten Menschen, bei Kranken. Es ist so viel leichter zu sagen „Alles wird gut!“ als irgend etwas wirklich zu erklären, als sich selbst und die Betroffenen mit der Realität zu konfrontieren. Fragen zu stellen, Lösungen zu suchen, den Tod ins Auge zu fassen, sich mit seiner Krankheit zu beschäftigen. Alles ist gut!

Vor einigen Jahren hatten wir die Welle des positiven Denkens aufgrund vieler Bücher wie The Secret, Bestellungen beim Universum, etc. Ein Kollege aus den USA hat darauf hingewiesen, dass diese Mentalität zu viel Elend und Selbstmorden geführt hat, – ganz einfach, weil die Menschen die Augen vor der Realität verschlossen haben und ihr Glaube sie nicht vor dem Ruin gerettet hat. Es geht hier um die riesige Immobilienblase, die geplatzt ist und viele Menschen auf einen Schlag obdachlos gemacht hat. Diese Menschen haben mit unzähligen Kreditkarten Häuser „pseudo“-finanziert, waren positiv eingestellt, dass das schon irgenwie klappt und dann kam die Realität und sie standen plötzlich vor dem Nichts. Viele haben sich darauf hin das Leben genommen. Das ist eine reale Schattenseite des positiven Denkens.

Es ist gerade die Tragik einfach zu glauben, man müsse nur positiv denken und alles ergibt sich von ganz alleine. Das Universum macht das schon irgendwie, ohne das ich selber groß was tun muss. Irgendwie klappt das schon. Ja, oder auch nicht! Das ist erstmal soweit naiv-kindlicher Glaube, fern ab von der Realität. Wir können jeden Tag beobachten, dass wir für die Befriedigung unserer Bedürfnisse und Wünsche etwas tun müssen. Wir leben nicht im Schlaraffenland, nicht im Paradies und die wenigsten von uns gehören zu einer Königsfamilie oder sind Millionäre. Wir können auch täglich wahrnehmen, dass nicht alles gut ist, auch nicht alles gut wird, sondern, dass in der Tat sehr viel schlecht ist, nicht reibungslos funktioniert, dass Dinge scheitern, dass nahezu alles zwei Seiten hat und hinter nahezu jedem Erfolg viel Arbeit, Fleiß und Sachkenntnis stecken.

Psychologisch kann man das positive Denken als Flucht aus der unangenehmen Realität bezeichnen, – Fluchtverhalten. Kinder flüchten gerne in bessere Welten, wenn es ihnen gerade nicht gefällt oder wenn sie leiden. Es ist eine Art Selbstschutz, eine Lebenserhaltungsmaßnahme. Für Kinder mag das noch funktionieren, doch für Erwachsene führt das zum Untergang.

Momentan scheint es ein wahrer Trend zu sein, – auch in der Politik. Da werden alle bösen Zeichen standhaft ignoriert und die Politiker erzählen ständig, man müsse einfach alles nur positiv sehen. Denn mit einem gelben Farbfilter scheint immer nur die Sonne, auch wenn es gerade schneit und alles ist gut! Egal, ob es der Euro ist, die hohe Staatsverschuldung, die Energiewende oder sonstige Herausforderungen – sehen Sie einfach alles positiv und dann wirds schon!

Lassen Sie uns nun einmal zu den Hintergründen kommen. So wie positives Denken aktuell praktiziert wird, ist es eher die euphorische Stimmung vor dem Untergang, die das Erleben der Katastrophe seelisch erleichtert. Das positive Denken ist dann der letzte Anker der Hoffnung. Die Realität wird ausgeblendet, weichgezeichnet oder aufgehübscht. Diktatoren haben das positive Denken schon immer gerne für ihre Propaganda genutzt – alles ist offiziell gut und nur inoffiziell eine Katastrophe. Das heißt insgesamt, dass diese positivierende Haltung immer etwas mit der Bewältigung von großen Krisen zu tun hat. Sie ist eine Flucht in eine bessere Welt.

Nun, woher kommt denn diese Idee des positiven Denkens überhaupt? Sie stammt heutzutage aus der Mainstream-Esoterik, wo Erkenntnisse und Techniken aus alten spirituellen Traditionen regelrecht verwurstet werden. Altes Wissen wird dem Kontext entrissen, nicht verstanden, pervertiert, neu verpackt und zu Geld gemacht. Hinterher wundern sich die Leute, dass vieles nicht so funktioniert, wie es eigentlich angepriesen wurde. Das sogenannte positive Denken gehört auch dazu und sein eigentlicher Inhalt wurde banalisiert, verfremdet und untauglich gemacht. Dafür haben viele Bücher zu dem Thema den Menschen das gegeben, was sie sich sehnlichst erhofft haben – den schnellen, leichten Weg zum Erfolg, zu einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. „Du willst einen Ferrari? Dann wünsche ihn Dir einfach!“ D. h., das was als positives Denken bezeichnet wird, ist nur unter vielen Einschränkungen im Urkontext richtig, brauchbar und generell zu verstehen. Positives Denken hat bis jetzt nur die Autoren reich gemacht, aber offensichtlich keinen Leser.

Ein anderer Aspekt des positiven Denkens ist die banale Wahrheit, dass man immer mit einer positiv-konstruktiven Grundhaltung an Probleme und Projekte gehen sollte. Ohne die Idee, etwas schaffen zu können, braucht man schließlich gar nicht anfangen. Der zweite Schritt ist aber schon sich Gedanken über die Machbarkeit und die Konsequenzen zu machen. Best Case, Worst Case Szenarien, Zeitrahmen, Ressourcen, Rahmenbedingungen, etc. klären. Und nur wenn man den Worst Case überlebt, dann kann man auch guten Gewissens ans Werk gehen. Das ist vernünftiges, professionelles Vorgehen, was Sicherheit gewährt und zum Erfolg führt. Das gilt in der Wirtschaft, in der Politik und für alle Aspekte des normalen Lebens. Wenn Sie Ihre Ziele erreichen wollen, dann müssen Sie zwangsläufig realistisch planen – mit einer positiv-konstruktiven Grundhaltung. Probleme haben sich leider noch nie in Luft aufgelöst, nur weil man sie beharrlich ignoriert oder mit Blumen zugedeckt hat.

Ein anderer Aspekt des positiven Denkens ist die Gleichmacherei: „Alles ist gut – das Schlechte wie auch das Gute – alles ist gleich“ Ist es eben nicht! Lernen Sie zu unterscheiden, was gut und was schlecht ist. Die Inder nennen es Viveka, die Unterscheidungskraft, – ein Aspekt der Weisheit. Denn nur wer unterscheiden kann, wird das Richtige tun – für sich selbst und andere. Wenn man etwas Schlechtes mit etwas Gutem vermischt, dann verdirbt man das Gute. Denken Sie einmal über die Gleichmacherei heutzutage nach.

Erleichtern Sie Ihr Leben, sehen Sie es realistisch und meistern Sie es mit einer positiv-konstruktiven Grundhaltung! Dann haben Sie die besten Aussichten auf Erfolg!

Nur so machen Sie das Beste aus Ihrem Leben.

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Der geprüfte Chef

Für einfach alles gibt es heutzutage Prüfsiegel, Normen, Vorschriften, Qualitätsbestimmungen, Zulassungsvoraussetzungen und so weiter. Nur für zwei Dinge gibt es gar nichts. Das sind einmal die Politiker und zum anderen die Chefs oder Unternehmer.

Jeder Mensch – vollkommen unabhängig von seiner Ausbildung, seiner Persönlichkeit und seinem Menschenbild kann Politiker oder Chef werden. Qualifikationen spielen keine Rolle, Verantwortungsbewusstsein, Ethik, Menschenkenntnis, Werte, Professionalität, gesellschaftliche Verpflichtung, Führungsqualitäten, – all das ist absolut unwichtig. Es gibt keinerlei Voraussetzungen!

Selbst der am schlechtesten bezahlte Job verlangt mehr Qualifikationen.

Man kann sich fragen, warum das so ist. Politiker kann jeder werden, weil dies dem Demokratieverständnis entspringt. Es ist ein höchst sonderbares Demokratieverständnis, dass Beliebtheit, öffentliches Auftreten und Image echten Qualifikationen vorzieht. Entsprechend phantastisch läuft auch die Politik. Mich persönlich wundert es, warum man nicht schon längst Schauspieler oder Prominente zu Ministern bzw. insKanzleramt berufen hat.

Chefs brauchen keine Qualifikationen. Sie brauchen nur Geld, eine Marktlücke und Fachleute, die für sie arbeiten. Oft sind Chefs Menschen, die durch ein besonders großes Gewinnstreben gekennzeichnet sind, – oft auf Kosten anderer, rücksichtslos, egoistisch. Geiz, manipulatives Verhalten, Mangel an Mitgefühl und Verständnis, Skrupellosigkeit, etc. sind oft typische Eigenschaften, die sich bei manchen mit einem gewissen Charme verbinden, was dann zum Erfolg führt. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass viele Chefs bei ihren Arbeitnehmern nicht gerade besonders gut angesehen sind. Chefs sind auch oft Choleriker und kriegen ihre Wutanfälle, wenn die Dinge nicht so laufen wie sie nach ihrer Meinung sollten. Dann sind natürlich die unfähigen Mitarbeiter schuld und nicht die utopischen Zielsetzungen oder Wünsche des Chefs.

Leider können Mitarbeiter nicht alle Defizite ihrer Chefs ausgleichen, sondern stehen eher hilflos in der Zwickmühle. Oft wissen sie, dass ein Vorhaben nicht funktionieren kann. Es muss aber, weil der Chef das so will. Manchmal helfen unendlich viele Überstunden zu Lasten der Gesundheit. Manchmal wird auch viel getrickst und Ergebnisse verschönert. Und oft gehen Projekte einfach in die Hose – zum Schaden der Firma. Dann kriegen die Mitarbeiter ihre Abreibung und der gleiche Wahnsinn geht mit dem nächsten Projekt weiter. In der Zwischenzeit gibt es Reklamationen, Probleme, Verzögerungen, Kostenexplosionen, Engpässe, etc., ganz einfach weil kein Projekt wirklich professionell durchgearbeitet wurde – aus Zeitmangel, Mangel an Mitarbeitern, wegen überarbeiteten Mitarbeitern, wegen überhöhten Ansprüchen, Mangel an finanziellen Mitteln und so weiter. Das Betriebsklima ist auch entsprechend bombig. Jeder hat Angst der nächste zu sein, der rausfliegt. Mobbing ist an der Tagesordnung. Pausen werden eh schon lange nicht mehr eingehalten.

Ein Chef, der nie Chef gelernt und studiert hat, ist das größt Übel für eine Firma, ihre Mitarbeiter und ihre Kunden.

Ein guter Chef muss zwangsläufig Management studiert haben. Er muss sehr gut in Kommunikation sein. Er muss persönliche Führungsqualitäten entwickelt haben. Er muss seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der Kunden und der Mitarbeiter kennen. Er muss ein positives Menschen- und Weltbild haben. Und natürlich muss er gut in der Betriebswirtschaftslehre sein.

Ein guter Chef ist ein menschliches Vorbild in jeder Beziehung. Er ist ein Mensch, zu dem man aufsehen kann, den man respektiert.

Glücklicherweise werden schon die ersten Führungskräfte entsprechend ausgebildet, – für eine Generation verantwortungsvoller, werteorientierter Manager.

Man nennt es spirituelles Management. Es wird weltweit an Universitäten gelehrt.

Es wird die Zeit kommen, wo es „geprüfte“ Politiker und Chefs gibt – zum Segen für alle!

Für können uns ungelernte Führungskräfte einfach nicht mehr leisten.

 

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PS: Falls Sie selber Unternehmer sind oder werden wollen, dann investieren Sie in Ihre Weiterbildung! Sie werden sich Stress, Nerven, Probleme und Mißerfolge sparen. Und sie werden von Ihren Mitarbeitern und Kunden Respekt und Wertschätzung erfahren. Machen Sie so das Beste aus Ihrem eigenen Leben und dem Ihrer Angestellten.

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Die moderne Streitkultur

Die Begriffe „modern“ und „Streitkultur“ klingen doch recht gut. Es gibt so einige Menschen in unserer Gesellschaft, die hinter diesen Begriffen stehen, dafür plädieren und aktiv prägen. Man findet sie insbesondere bei politischen Themen und öffentlichen Debatten. Da muss dann gekämpft werden, weil das ja modern ist und zur Kultur gehört. So kämpfen wichtige Menschen für ihre Meinungen und gegen die Meinungen anderer wichtiger Menschen, während viele unwichtige Menschen zuschauen und mehr oder weniger begeistert für den einen oder den anderen applaudieren. Und alle sind ganz stolz darauf, dass wir so zivilisiert sind, so demokratisch sind und so kulturell reich, dass wir uns „um die Wurst“ streiten.

Was in der Politik an der Tagesordnung ist und täglich in der Öffentlichkeit zelebriert wird, ist auch eine kulturelle Erungenschaft im Privatleben und auf der Arbeit, – die wunderbare Streitkultur.

Lassen Sie uns einmal einen Blick hinter die Fassade werfen.

Der Begriff „Streiten“ hat etwas mit Kämpfen und Krieg zu tun, auch mit Gewalt und Aggression. Es geht darum einen Kampf oder Krieg zu gewinnen, Gegner zu vernichten. Man will nicht der Verlierer sein. Die Idee zu kämpfen oder kämpfen zu müssen, ist uralt und sicher nichts Neues. Von Kultur kann auch keine Rede sein. Kampf und Krieg haben nichts mit Kultur oder kultureller Blüte zu tun. Streit, Streitereien, Kämpfe, Kriege – sie appellieren an die niedrigsten Instinkte des Menschen, sie lassen Menschen zu Tieren werden, sie sind destruktiv. Schon in einem kleinen Streit können in der Hitze des Gefechts Worte fallen, die so zerstörerisch sind, dass eine langjährige Beziehung zerbricht. Und trotz all der zerstörerischen Kriege weltweit leben wir heute noch eine „Streitkultur“ und sind auch noch stolz darauf. Wir sind stolz darauf, ständig für unsere Interessen zu kämpfen. Wir kämpfen auch gegen viele Feinde. Wir kämpfen gegen Kohlendioxd, gegen das Ozonloch, gegen Grippe, gegen die Klimaerwärmung – kurzum, wir sind ein kriegerisches Volk. Angela Merkel betont besonders gerne, dass wir alle ständig kämpfen müssen.

Ja, manchmal frage ich mich, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Angela Merkel würde jetzt sagen „Ja, Herr Wisskirchen, das ist alternativlos! Wir müssen kämpfen.“

Frau Merkel hat natürlich immer recht. Sie ist ja schließlich unsere Kanzlerin. Nicht wahr?

Lassen Sie uns mal über eine Alternative zu der Streitkultur nachdenken. Wie wäre es denn beispielsweise mit einer Kultur der werteorientierten Kommunikation? Stellen Sie sich einmal vor, man würde miteinander sprechen, man würde sich gegenseitig respektieren, Verständnis füreinander zeigen, sich über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche austauschen, gemeinsam nach Lösungen suchen, seine Energie in konstruktive Zusammenarbeit stecken, etc. Was denken Sie? Wäre das nicht vielleicht sinnvoller und besser für alle? So ganz ohne Streit, ohne Egoismus, ohne Aggessionen?

Stellen Sie sich so eine nette, positive Kultur einmal auf der normalen zwischenmenschlichen Ebene vor. Wenn es z. B. in der Familie ein Problem gibt und alle setzen sich an den Tisch, reden über ihre Wahrnehmung der Situation, ihre Bedürfnisse, Wünsche, denken gemeinsam über mögliche Lösungen nach, finden eine, die für alle gut ist und setzen sie gemeinsam um – wie wäre das?

Und nun denken Sie einmal an unsere Politiker. Wenn die sich einfach zusammensetzen, ohne Selbstdarstellung, Selbstbeweihräucherung, ohne Beleidigungen und Schauspielerei. Wenn sie einfach nur gemeinsam an einer bestmöglichen Lösung für alle arbeiten – unvorstellbar nicht wahr? Das wäre unglaublich. Eine neue Ära würde anbrechen. Das goldene Zeitalter wäre eingeläutet. Konstruktive Zusammenarbeit statt Streitkultur und Egoismus! Vielleicht erlebe ich es noch in den nächsten 40 Jahren.

Wieviel Energie, Zeit und Aufwand würde man durch so eine kommunikative, verständnisvolle und konstruktive Kultur sparen? Und was könnte man alles mit dieser eingesparten Energie machen?

Stellen Sie sich einmal vor, die Menschen würden weltweit miteinander arbeiten, statt gegeneinander. Die Welt wäre in kürzester Zeit ein besserer Ort.

Doch leider hält die Menschen der kurzsichtige Egoismus davon ab. So verpassen sie die Chancen für ein besseres Leben für alle, weil sie Angst haben selbst zu kurz zu kommen.

Nur wenn man sich gegenseitig hilft, hilft man sich selbst am meisten! Denken Sie einmal darüber nach. Es lohnt sich.

Wenn Ihnen auch etwas an Ihrem Glück liegt, an der Menschheit und unserer Umwelt, wenn Sie auch denken, dass wir nur gemeinsam unsere Welt glücklicher, friedvoller und schöner gestalten können, dann kultivieren Sie doch ganz bewusst eine werteorientierete, konstruktive Kultur des miteinander Sprechens, der Zusammenarbeit. Leben Sie das Gute. Seien Sie ein Vorbild für andere, für Ihre Kinder und Ihre Mitmenschen.

Kommunikation ist alles!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Gemeinsam mit anderen!

 

 

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