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Fluchtversuche aus der Burnout Falle

Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben einen Job, der nur aus Überstunden besteht, wo Sie sich vorkommen, wie ein Marathonläufer, der einen Marathon nach dem anderen laufen muss, ohne je eine echte Pause zum Regenerieren zu bekommen. Und diese endlosen Marathonläufe reichen nicht, sondern Sie müssen auch noch 100 m Sprints hinlegen, zwischendurch und natürlich alles in Bestzeit.

Bei den Betriebsversammlungen erzählt Ihr Chef dann noch etwas von Rennpferden und lahmen Gäulen, wobei er darauf anspielt, dass aus seinen lahmen Gäulen doch endlich echte Rennpferde werden sollten, weil die Firma doch endlich mehr Aufträge und mehr Gewinne machen müsse. Kurzum, Sie arbeiten sich tot und werden noch als lahmer Gaul bezeichnet.

Dabei wissen alle außer dem Chef, dass ganz einfach mehr Mitarbeiter eingestellt werden müssen, um die alten zu entlasten und insgesamt für eine bessere Performance zu sorgen. Denn nur mehr Mitarbeiter können mehr Projekte in einer angemessenen Zeit und einer guten Qualität schaffen.

Doch der Chef ist „sparsam“ und versteht diese Zusammenhänge nicht. Er will immer mehr Leistung aus seinen Mitarbeitern herauspressen, damit er sparen und seine Gewinne weiter maximieren kann.

Als Lichtgestalt schwebt der Chef über allen Dingen und die Bedürfnisse oder Vorschläge seiner Mitarbeiter ignoriert er beharrlich. Er ist ja schon genug damit beschäftigt, sich um die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu kümmern, – seine teuren Hobbies, seine Yacht und seinen Weinberg. Seine Angestellten sollen eben nicht so viel jammern, sondern lieber dranklotzen, wofür bezahlt er sie schließlich?!

Als guter Mitarbeiter haben Sie ja Verständnis für die Situation vom Chef und verstehen sein Gejammer über die angeblich ständig sinkenden Unternehmensgewinne und die ständig steigenden Kosten.

Aber irgendwie sind Sie auch nicht mehr der Jüngste und die täglichen Überstunden und das Chaos im Betrieb machen Ihnen schwer zu schaffen.

Was ist ein Leben, was nur aus Arbeit besteht? Wie lebt man ohne Freizeit? Wie lebt man ohne Ausgleich? Wie soll man sich ein Leben, eine Partnerschaft, eine Familie aufbauen, wenn man keine Zeit hat? Wenn das Wochenende nur der reinen Erholung dient, aber für etwas anderes keine Energie übrig bleibt? Wie viele Wochen, Monate, Jahre, Jahrzehnte kann das noch so weitergehen? Welche Alternativen gibt es? Wie soll man damit fertig werden? Was bleibt einem noch vom Leben?

Vielleicht haben Sie den Willen weiterhin Höchstleistungen in Ihrem Job zu bringen. Aber wie lange können Sie es noch? Vielleicht spüren Sie schon lange diese Gefühle von Erschöpfung, Frust, vielleicht von Aggressionen, von Aussichtslosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Und wie gehen Sie damit um?

Tatsächlich suchen viele Menschen verzweifelt nach „Heilmitteln“, nach Auswegen, nach Betäubung, nach Möglichkeiten der Entspannung, irgendwie Freude und Spaß zu haben. Oder sie denken an einen Langzeiturlaub aus dem sie nicht mehr zurückkommen. Und manche träumen auch vom ewigen Frieden, einfach diese Welt hinter sich zu lassen.

So ist es kein Wunder, wenn Menschen kurz vorm Burnout anfangen Alkohol zu trinken, vielleicht Drogen zu nehmen oder sich spezielle Medikamente verschreiben zu lassen, so dass sie den alltäglichen Stress irgendwie bewältigen können.

Manche träumen auch vom erlösenden Herzinfarkt oder versuchen bewusst sich eine Grippe einzuhandeln, um wenigstens ein paar Tage mit Krankenschein dem Wahnsinn entkommen zu können.

Das Unterbewusstsein startet regelrecht eine Suche nach Fluchtmöglichkeiten und alle möglichen Gedanken werden durchgespielt, ohne dass es einem wirklich bewusst ist. Vielleicht äußerst sich der unerträgliche Stress auch schon in körperlichen Symptomen, in Bauchschmerzen, Migräneanfällen, Schlaflosigkeit, körperlichen Schmerzen, etc. Und dann kommt die Wahrnehmung ganz automatisch „Da melden sich gerade wieder meine Magengeschwüre, die platzen bestimmt bald und dann ist es zu Ende.“ Oder: „Ich habe wieder diese Herzschmerzen, bestimmt krieg ich gleich einen Herzinfarkt.“ Oder: „Meine Migräne blockiert heute wieder alles – ich kann nichts tun.“

Es ist die unterbewusste Hoffnung auf Erlösung aus der unerträglichen Situation. Endlich zusammenbrechen dürfen und offiziell eine „Entschuldigung“ bekommen – „Es war sein Herz! Er muss sich nun schonen….“

Viele unserer Krankheitsfälle kommen so zustande. Sie zeigen sich als Fluchtversuche, gesteuert vom Unterbewusstsein, in scheinbar ausweglosen Situationen.

Ein schlimmer Punkt dabei ist, dass sich solche Rettungsversuche steigern können, sich zwangsläufig steigern, bis das Ziel einer Pause erreicht ist. Wenn es z. B. mit einer Grippe nicht geklappt hat, dann kann es sein, dass der Betroffene auf einer anderen Art und Weise im Krankenhaus landet, so dass er ein paar Wochen Ruhe findet, vielleicht durch einen Unfall oder irgendetwas, was das Unterbewusstsein herbeigeführt hat, um die Pause zu erzwingen, inklusive offizieller „Entschuldigung“.

Bevor es soweit kommt, werden Sie sich bitte über diese unbewussten Prozesse vollkommen bewusst. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch und wechseln Sie lieber den Job als sich unterbewusst etwas anzutun. Gestehen Sie sich ein, wenn Sie nicht mehr können, wenn alles zu viel ist und konsultieren Sie Ihren Arzt, Heilpraktiker und natürlich einen Spezialisten für Erschöpfung, für Burnout. Holen Sie sich von allen Seiten all die Unterstützung, die Sie brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen.

Das Leben geht weiter – auch wenn Sie kein überlastetes Hochleistungs-Rennpferd im Stall Ihrer Firma mehr sind.

Denken Sie einmal darüber nach und denken Sie auch darüber nach, ob Ausnutzung ein Zeichen von Respekt und Wertschätzung ist oder ob man seine Mitarbeiter vielleicht auch anders, besser behandeln kann.

Ein guter Chef wird seine Mitarbeiter nie ausnutzen, sondern dafür sorgen, dass sie ein möglichst ausgewogenes Leben führen, denn nur dann können sie auch die Leistung bringen, die eine Firma wirklich erfolgreich macht.

Nur ein zufriedener, glücklicher Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter. Darüber sollten insbesondere die Chefs mal nachdenken. Ich empfehle auch allen Führungskräften dringend Weiterbildung im Management, Projektmanagement und in der psychologisch richtigen Mitarbeiterführung. Die sogenannte „Praxiserfahrung“ und ein bißchen NLP helfen hier nicht. Was als Praxiserfahrung bezeichnet wird, ist nur das gelernte Chaos von den Vorgängern, die auch nicht Management studiert haben. So wird die Unfähigkeit von Generation zu Generation weitergegeben und echte Weiterbildung bewusst vermieden, weil sie ja nur Geld kostet und nur „theoretisch“ ist und eh nichts bringt.

Kein Wunder, dass wir solche Zustände überall haben und die Leute mehr und mehr unter dem Wahnsinn leiden müssen.

Wer wundert sich da noch über, die vielen gesundheitlichen Probleme, die vielen psychischen Störungen und die hohen Krankenkassenbeiträge.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Holen Sie sich Hilfe und Unterstützung – frühzeitig!

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Überlastet, ausgebrannt und ver…scht!

Wahrscheinlich haben Sie auch schon etwas über den Stressreport 2012 gelesen oder gehört. 43% der Berufstätigen klagen über stetig wachsenden Stress. Und – oh Wunder – wir in Deutschland sind Spitzenreiter bei Termin- und Leistungsdruck in den 27 EU-Ländern. Jeder zweite fühlt sich durch Telefonate und Emails in seiner Arbeit (Konzentration) gestört. 60% vertragen Multitasking nicht. 26% machen keine Pausen mehr, wofür auch, wenn man die Zeit effektiver nutzen kann. Viele machen auch Überstunden, selbst am Wochenende und an Feiertagen. Chefs sind auch sehr belastet und haben dann Probleme mit einer guten Personalführung.

Das sind alles ganz erstaunliche Erkenntnisse. Und wen wundert es dann, dass immer mehr Menschen krank werden, dass psychische Erkrankungen ständig zunehmen. Auch dazu noch ein paar Zahlen: In den letzen 15 Jahren ist die Zahl der Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen um 80% gestiegen. Das waren fast 60 Millionen Krankheitstage allein 2011.

Was meinen Sie? Sollte man sich da Gedanken machen? Könnte da irgendwo irgend etwas vielleicht nicht stimmen?

Was machen nun viele, überlastete Berufstätige? Sie entwickeln ungesunde Copingstrategien – viel Kaffee, viel Nikotin, viel Alkohol, viel Essen, viele Süßigkeiten und vielleicht auch Schmerztabletten, Schlaftabletten, Beruhigungstabletten und in den besseren Kreisen Kokain, etc. Ja, irgendwie muss man sich zu mehr Leistung pushen, muss man den Druck kompensieren, muss man wieder runterkommen. Das geht dann so lange, bis man zusammenbricht.

Und was sind die Symptome?

  • Konzentrationsprobleme
  • Unruhe, ständige Anspannung
  • Schlafstörungen
  • innere Leere
  • das Leben erscheint sinnlos
  • die Lebensfreude fehlt
  • man funktioniert nur noch (wie eine Maschine)
  • man kann sich selbst über positve Dinge nicht mehr freuen
  • Ängste zu versagen
  • selbst nachts denkt man noch an seine Arbeit
  • Entspannung ist nicht mehr möglich
  • Körperliche Probleme (Rücken, Durchblutung, etc.)
  • Weinkrämpfe
  • Nervenzusammenbrüche
  • sozialer Rückzug
  • gestörtes Essverhalten
  • kaputte Partnerschaft, Verlust von Freunden
  • Suizidgedanken
  • totale Erschöpfung

Das sind doch keine ernsten Probleme oder? Was meinen Sie? Alles halb so schlimm! Zumindest von offizieller Seite. Es ist ja nur ganz normaler Stress, mit dem jeder prinzipiell gut umgehen kann. Entsprechend sind auch die Empfehlungen: Einfach mal abschalten, Pause machen. Auf Nikotin, Alkohol und Tabletten verzichten. Sich lieber gesund ernähren und Sport treiben, mal wieder mit Freunden ausgehen. Und ganz wichtig – einfach mal lernen sich gut zu organisieren, auch mal mit den Kollegen sprechen. Geht doch oder?

Da kann ich nur sagen: Danke! Danke für diese wunderbaren Empfehlungen! Im Namen aller Berufstätigen danke ich den Krankenkassen und allen anderen Vertretern des öffentlichen Lebens für diese aufmunternden und erleuchtenden Empfehlungen. Mittlerweile 15 Jahre quälen sich die Berufstätigen mit Stress und Überlastung und dabei ist die Lösung doch so einfach! Nochmals danke!

Mich wundert es ehrlich gesagt, dass kein Human Resources Verwalter von offizieller Seite vorschlägt einfach die Leistungsfähigkeit an die Notwendigkeiten der heutigen Zeit anzupassen. Es wäre doch so einfach an alle Berufstätigen hilfreiche Psychopharmaka zu verteilen, Amphetamine zur Leistungssteigerung morgens, Benzodiazepine zur Entspannung am Abend und Antidepressiva gegen schlechte Stimmung. Wäre dies nicht der Idealzustand? Auch für unsere Kinder, für Schüler und Studenten? So könnten wir selbst weiter aufsteigen – zur Ultra-Hochleistungsgesellschaft! Ein wunderbarer Gedanke!

Betrachten wir die Situation einmal realistisch. Eine Verharmlosung oder „Verniedlichung“ von unhaltbaren Zuständen von offzieller Seite, stellt eigentlich schon eine Beleidigung der Betroffenen dar. Außerdem werden weder Symptome durch die phantastischen Empfehlungen gelindert, noch Probleme ursächlich gelöst.

Das Problem ist nämlich nicht der Berufstätige, der einfach mal seine Leistung „optimieren“ oder „steigern“ soll, sondern es sind die Arbeitsbedingungen heutzutage. Der Wahn der bedingungslosen Gewinnmaximierung hat dazu geführt, dass immer mehr Arbeit von immer weniger Leuten in immer weniger Zeit geschafft werden muss. Es ist mangelhafte Einsatz an genügend Arbeitskräften, der hauptsächlich zu der ganzen Problematik führt. Wenn es nur noch um eine blinde Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die vielen anderen Faktoren geht, ja dann kann man auch nichts anderes als Überlastung und den alltäglichen Wahnsinn im Job erwarten.

Die Gesellschaft ist wirklich schon vom Wahn befallen, – die Gier nach mehr und noch mehr, nach noch schneller, noch besser bei gleichzeitigem Einsparen von Arbeitskraft, von Investitionen, ist zwangsläufig destruktiv mit weitläufigen Konsequenzen. Vom Wahnsinn geplagt, schaufeln wir unser eigenes Grab.

Wir erfahren heutzutage eine schlimme Verkehrung, Perversion von Werten. Das, was durch alle Zeiten den Wert des Lebens ausgemacht hat, ist heutzutage in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Dafür haben wir jetzt Ideale, vor denen uns weise Menschen schon immer gewarnt hatten. Die Gier ist schließlich keine neue Erfindung, sondern ein Übel, was schon immer existiert hat. Gier gepaart mit Rücksichtslosigkeit, mit Egoismus führt zur Ausbeutung, zu Elend. Das war schon immer so und hat schon immer zu einem gewissen Untergang von Gesellschaft und Kultur geführt.

Ich kann nur sagen: Nehmen Sie die Symptome von Überlastung ernst! Je früher, desto besser! Behandeln Sie sich nicht selbst mit Nikotin, Alkohol oder Medikamenten. Suchen Sie frühzeitig Spezialisten auf, die Ihnen professionell helfen. Stören Sie sich nicht an Begriffen wie „psychische Störung, psychische Erkrankung, Psychotherapie, Psychiater oder Psychopharmaka“. Es geht um Ihre Gesundheit und keiner hält sie für umgangssprachlich „bekloppt“, wenn Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, im Gegenteil, es ist das intelligenteste, was Sie machen können. Psychopharmaka haben ihre Berechtigung, machen auch nicht alle gleich abhängig, sondern ganz im Gegenteil, Psychopharmaka helfen die Störung oder Erkrankung zeitlich zu verkürzen und sie verbessern ganz erheblich die Behandlungserfolge. Stören Sie sich also nicht an den Gespenstergeschichten, an den Halbwahrheiten oder Vorurteilen, sondern lassen Sie sich beraten, informieren Sie sich und lassen Sie sich professionell helfen.

Nur so können Sie das Beste aus Ihrem Leben machen!

Und vielleicht erleben wir auch noch die Zeit, wo die Gesellschaft wieder zu den wahren Werten im Leben zurück kehrt, wo der Wahnsinn ein Ende findet. Es liegt an uns allen positive Veränderungen herbeizuführen.

 

 

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Guter Egoismus?

Die meisten von uns haben gelernt, dass Egoismus böse ist. Einige haben genau das Gegenteil gelernt, dass nur Egoismus gut ist. Tasächlich krankt die Welt am Egoismus, insbesondere an dem der Mächtigen und der Ungebildeten.

Wenn man einmal lange über den Begriff Egoismus nachdenkt, so stellt sich heraus, dass er auch seine zwei Seiten hat, wie alles andere in der Welt. Man kann also sagen, dass es so etwas gibt, wie den gesunden, natürlichen, positiven Egoismus, – das Sorgen um die eigenen Bedürfnisse und Wünsche, und eine negative Form, wie sie allgemein im Gespräch ist. Da geht es auch um die eigene Bedürfnisbefriedigung, aber auf einer ungesunden, rücksichtslosen Art und Weise.

Was gut und gesund ist, und was nicht, zeigt sich also hier erst im Kontext mit der Gesellschaft, im Zusammenhang mit anderen Menschen und im Weiteren mit der Natur.

Es ist klar, dass jedes Lebewesen und auch jeder Mensch für sich sorgen muss. Wir müssen uns ernähren, wir brauchen ein zu Hause, wir haben persönliche und zwischenmenschliche, soziale Bedürfnisse, wir haben Wünsche, – wir sind tatsächlich ständig dabei uns um unsere Bedürfnisse zu kümmern. Die ganze Welt dreht sich um unsere Bedürfnisbefriedigung und die Erfüllung unserer Wünsche. Das ist normal, natürlich. So funktionieren wir.

Nun haben wir die Wahl, wie wir unsere Bedürfnisse befriedigen wollen – destruktiv, durch die Ausbeutung, Ausnutzung von anderen und der Umwelt oder konstruktiv, durch ein Miteinander, durch Zusammenarbeit, durch einen Austausch von Leistungen, ein Geben und Nehmen.

Der destruktive Weg scheint der einfachere zu sein. Man nimmt sich einfach, was man braucht oder haben will. Allerdings sind die Konsequenzen auch negativ. Klassische Egoisten sind nicht sehr beliebt. Manchmal kommen sie sogar in den Knast.

Für den konstruktiven Weg braucht man tatsächlich etwas mehr Energie, etwas mehr Empathie, Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der anderen. Hier liegt der Schlüssel zum Glück in der gegenseitigen Hilfe Wünschen und Bedürfnissen nachzukommen. Man dient sich mit seinen Leistungen gegenseitig. Eine Hand wäscht die andere. Das ist gesunder, positiver, sozialer Egoismus.

In einer höheren Form zeigt sich das dann auch in der Gesellschaft. Der Einzelne dient der Gesellschaft und die Gesellschaft dient dem Einzelnen. Das entspricht den positiven Kreisläufen in der Natur.

Wenn die Menschen erkennen, dass sie am meisten profitieren, wenn sie sich gegenseitig dienen, dann herrscht der sprichwörtliche Himmel auf Erden. Aber bis jetzt leiden wir eher unter dem parasitären Verhalten von so einigen Menschen, die auf Kosten vieler leben. Diese negative, klassische Form von Egoismus bringt sehr viel Leid.

Aus China stammt auch eine sehr schöne Geschichte zu dem Thema. Da wird ein Meister gefragt, worin denn der Unterschied zwischen Himmel und Hölle bestehen würde. Der Meister antwortet, dass es im Prinzip im Himmel wie in der Hölle gleich aussieht, nur in der Hölle leiden die Menschen. An beiden Orten steht ein großer Tisch, voll von Köstlichkeiten. Das Problem ist, dass das Besteck sehr lang ist. In der Hölle versuchen die Menschen vergeblich sich selbst mit dem langen Besteck das Essen in den Mund zu führen und so hungern sie. Im Himmel dagegen füttern sie sich gegenseitig und sind so alle glücklich.

Nur gemeinsam ist man stark, stark und erfolgreich. Wenn man sich gegenseitig hilft, dann kommt man weiter. Nur der indirekte Egoismus führt zum Ziel.

Mal schauen, wie lange die Menschheit braucht, um diese Lektionen gelernt zu haben. Nicht das Kämpfen macht glücklich, sondern das Miteinander zum Wohl aller.

Unser Leben wurde schon viel zu lange von Egoismus, Kämpfen, Konkurrenzdenken und Ausbeutung bestimmt. So langsam wird es Zeit für positive Veränderungen, – meinen Sie nicht?

In diesem Sinn – lassen Sie uns für uns alle das Beste aus unserem Leben machen.

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Die Zeit des Umbruchs

Unsere Welt ist im Wandel. Über Jahrtausende hat sich nichts „Besonderes“ getan. Kulturen sind aufgeblüht und wieder verschwunden. Religionen wurden neu gegründet, andere aufgegeben. Große Reiche kamen und gingen. Und dann fing plötzlich eine neue Zeit an. Technischer Fortschritt, Wissenschaft und Materialismus ersetzten nach und nach die alten Weltbilder. Politik, Gesellschaft und Wirtschaft veränderten sich. Die Religion verlor ihre Macht. Die Welt wurde globalisiert, vernetzt. Nationale Interessen wichen internationalen Interessen. Grenzen wurden gesprengt. Was früher gültig und richtig war, verlor urplötzlich seinen Wert. Eine neue Freiheit brach ihren Weg. Gegensätze verschwanden und Gleichheit machte sich breit.

Wenn man eine Umfrage machen würde, was denn die wichtigste Errungenschaft dieser Veränderungen ist, dann würde man sehr viele unterschiedliche Antworten erhalten. Für die einen ist es das Internet, das iPhone oder die Möglichkeit die ganze Welt bereisen zu können, für andere ist es die Demokratie, die gewonnene menschliche Freiheit, die Loslösung von der Religion. Es gibt viele Antworten.

Aus meiner Sicht ist etwas sehr viel bedeutsamer als all der technische Fortschritt, Konsumgesellschaft und Demokratie. Es ist die Bildung der Menschen. Nahezu jeder Mensch geht heutzutage zur Schule und genießt eine umfangreiche Ausbildung. Auch kann sich jeder Mensch selbständig weiterbilden, sich Informationen beschaffen, Wissen und Verständnis erlangen.

Dies ist der große Unterschied zu den vielen Jahrtausenden, wo nur der Oberschicht Bildung zuteil wurde und das gewöhnliche Volk „dumm“ blieb. Bildung war schon immer ein Machtfaktor. Die Oberschicht setzte ihr Wissen ein, um das Volk zu beherrschen, zu lenken, es für ihre Interessen einzusetzen. „Wissen ist Macht!“ ist auch heute noch ein bekanntes Sprichwort. Und Wissen war immer ein Attribut der herrschenden Klasse, – der herrschenden Klasse, die die restliche Bevölkerung im schlimmsten Fall ausgebeutet und manipuliert hat.

Die auch heute noch herrschende Klasse – trotz Demokratie und Menschenrechten – verliert Stück für Stück ihre Macht über das Volk, weil das Volk mehr und mehr Bildung genießt. Das ist ein ungeheurer, noch nie da gewesener Prozess der Umverteilung von Macht und Einfluss von einigen wenigen hin zu der großen „Masse“. Durch die breite Bildung und die Verfügbarkeit von Wissen in allen Bereichen des Lebens, wachsen einerseits Eigenverantwortung und Selbstbestimmung, sowie der Wunsch nach Freiheit, nach Unabhängigkeit, nach Emanzipation und andererseits werden die Möglichkeiten der Manipulation, der Ausbeutung, der Täuschung immer geringer. Die Menschen beginnen das Verhalten der Mächtigen zu hinterfragen. Sie setzen sich für ihre Rechte und Bedürfnisse ein. Sie wollen teilnehmen an wichtigen Entscheidungen.

All das führt zu ganz wesentlichen und wichtigen Veränderungen in der menschlichen Gesellschaft. Und diesen Umbruch der alten Machtstrukturen erleben wir zur Zeit. Die alten, manipulativen, ausbeuterischen Systeme können sich nicht mehr am Leben erhalten. Sie sterben langsam, aber sicher und machen Platz für eine neue, andere und bessere Gesellschaftsordnung. Es ist eine natürlichere Ordnung, eine Ordnung der Selbstbestimmung, der Eigenverantwortung, wo jeder ganz bewusst die Entscheidungen für sein Leben trifft, wo jeder in der Gesellschaft mitbestimmt, wo Respekt und Miteinander herrschen. Diese neue Ordnung mit allen Umbrüchen in Politik, Gesellschaft und Ökonomie bahnt sich Schritt für Schritt ihren Weg.

Wir sind sozusagen Zeugen der Geburt eines neuen Zeitalters. Auch wenn die Veränderungen am Anfang schmerzhaft sein können, so werden sie doch zu einer nie gekannten Freiheit führen und zu einem Aufblühen der menschlichen Natur.

Als Zeichen dieser besonderen Zeit begann vor einigen Jahrzehnten etwas, was es in der ganzen Menschheitsgeschichte noch nie gab. Die bisher streng geheim gehaltenen spirituellen Traditionen veröffentlichten ihr Wissen für die freie, selbstbestimmte Entwicklung der Menschen. Dieses Wissen wurde bisher bei Todesstrafe den Mächtigen vorbehalten. Sie haben dieses Wissen genutzt, um ihre Persönlichkeit mit allen Stärken und Fähigkeiten voll zu entfalten und ein langes, gesundes Leben zu führen. Nun ist praktisch jeder im Stande sich menschlich voll zu entwickeln. So wird damit auch der Materialismus mit all seinem Elend sein Ende finden.

Es sei noch gesagt, dass es hier nicht um Pseudo-Mainstream-Esoterik geht, sondern allein um die geistig-seelische Evolution des Menschen, seine Veredelung, – die Entfaltung seiner höheren Natur, die Entfaltung von Weisheit, ganzheitlich orientiertem Wissen, von Liebe und Mitgefühl, einer höheren Intuition und einer besonderen Form von Vitalität und Gesundheit. Wer die Gesetze der Natur kennt, kann nach ihnen leben und so das Beste für sich, seine Mitmenschen und die Natur gewinnen. Und nur so können wir wirklich alle gewinnen.

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Paradoxe Spareffekte

Eines der Lieblingsworte heutzutage ist „Sparen“. Wir „müssen“ überall und ständig „sparen“. Die Politiker belehren uns tagtäglich: „Spart Wasser! Spart Energie! Spart Co2! Spart Strom! Spart Geld fürs Alter! usw….!“

Auch die Supermärkte, die Discounter sprechen ständig vom Sparen. Und zu guter Letzt sparen die Firmen an Mitarbeitern, die Produkte an Qualität und wir an Zeit.

Wir sind mittlerweile die „Supersparer“. Wir sparen einfach alles! Schon Kohl sagte „Wir müssen den Gürtel enger schnallen!“ Meinte dabei aber offensichtlich nicht sich selbst oder die anderen Politiker, sondern sprach eher vom Volk. Wir sind so eifrige Sparer geworden, dass wir uns schon selbst einsparen, dass wir unsere Lebensqualität sparen, weil die ja nicht existenziell notwendig ist.

Haben Sie schon mal in der Natur beobachtet, dass ein Lebewesen irgend etwas spart? Dass es gierig oder geizig ist? Ich nicht. Tiere und Pflanzen nehmen soviel auf, wie sie zum Leben brauchen, – nicht mehr und nicht weniger. Sie leben in Harmonie mit sich selbst, mit ihrer sozialen Gruppe und ihrer Umwelt, der Natur. Alles ist in Balance. Alles ist in Ordnung.

Diese Harmonie und Ordnung haben uns die Tiere und Pflanzen voraus. Bei uns Menschen funkt das hochentwickelte Ego dazwischen und so werden die Reichen und Mächtigen immer reicher und mächtiger, während die Armen und Schwachen immer ärmer und schwächer werden. Die Mittelschicht kämpft dabei ums Überleben und gegen den Abstieg. Die Prinzipien der Ausbeutung sind phantastisch, auch hochentwickelt und teilweise sehr subtil. Aber wen störts?

Aber zurück zum Sparwahn, der ja nur das Volk betrifft und nicht die Elite. Die Einsparung von Strom ist ja derzeit ein großes Thema. Der Verbraucher soll Strom sparen, – weil Strom ist ja teuer und wird noch teurer. Warum? Weil der Staat nicht in der Lage ist eine adäquate Stromversorgung sicherzustellen. Warum? Wegen schwerem Mißmanagement und schwerer Inkompetenz. Aber auch aus monetären Gründen, – das Geld muss fließen, sowohl für Energieanbieter wie auch in Form von Steuern für den Staat. So, nun soll der Verbraucher halt sparen. Da kommt dann ein Stromsparexperte nach Hause und belehrt den Verbraucher, dass er viel zu viel Strom verschwendet (schlechtes Gewissen) und dass er durch Anschaffung neuer Geräte langfristig Strom sparen kann. Dann geht der Experte wieder und der Verbraucher kalkuliert dann die Neuanschaffungen, – neue Waschmaschine, neuer Trockner, neuer Kühlschrank, neue Leuchtmittel, etc….. Entweder der Verbraucher hat im Lotto gewonnen und kann sich alles kaufen oder er hat nicht das Glück und muss weiterhin seine hohen Stromrechnungen bezahlen.

Betrachten wir die Situation einmal: Glauben Sie, dass es heutzutage noch einen Menschen gibt, der nicht schon längst auf seine Stromkosten achtet? Jeder achtet zwangsläufig auf seinen Stromverbrauch, weil es anders gar nicht geht. Nun wird suggeriert, dass der Verbraucher ja böse ist, ein Verschwender und dass er unheimlich viel Potential an Einsparmöglichkeiten hätte, wenn er denn nur wollte. Also es ist alles ein Erziehungsfrage. Nun sagt der gute Experte nicht, wie ein normaler Mensch mal eben seine ganzen Haushaltsgeräte durch neue, stromsparende Geräte ersetzen soll. „Gerechnet“ rentiert oder amortisiert sich das ganze nach ein paar Jahren. Ist doch toll oder? Nun sagt der Experte auch nichts über die tollen Eigenschaften der Energiesparlampen, wie Quecksilberbelastung, elektromagnetische Störfelder und den Gestank, wenn der erhitzte Kleber verdampft. Ganz zu schweigen von dem schlechten Licht und den hohen Kosten.

Aber nehmen wir einmal an, der Verbraucher hat im Lotto gewonnen und stattet sein Haus mit den neusten Geräten und Leuchtstoffmitteln aus. Was glauben Sie, spart er Energie? Theoretisch müßte er ja, aber praktisch ist dies nicht der Fall! Warum? Ganz einfach: Wenn meine Geräte ja nahezu nichts verbrauchen, dann kann ich sie auch ständig anlassen und intensiver nutzen! Das ist einfach eine psychologische, mehr oder weniger unbewusste Angelegenheit. Dieser Effekt ist in der Psychologie auch schon lange bekannt, nur in der Politik ist er noch nicht angekommen.

Abgesehen von dem Nutzerverhalten, was sich entsprechend ändert, wird auch gar nicht der Energieverbrauch für die Produktion der neuen Geräte und die Entsorgung der alten Geräte miteinkalkuliert. Da kann es dann schon sein, dass am Ende mehr Energie gespart wird, wenn der Verbraucher nichts neues kauft und eventuell nur ein paar kleinere Nutzertipps beherzigt.

Nun was hilft denn überhaupt?

Es muss zuerst einmal erkannt werden, dass generell der Stromverbrauch steigt, – ganz einfach schon deswegen, weil wir immer mehr stromverbrauchende Geräte benutzen. Allein das Internet braucht schon etliche Atomkraftwerke für den Betrieb. Fragen Sie mal Google, wieviel Strom es verbraucht, nur um die Suchmaschinenfunktion aufrecht zu erhalten.

D. h., die Verantwortlichen müssen einfach dafür sorgen, dass die wachsende Nachfrage an Energie auch adäquat gesichert wird. Und das schafft man nur durch vorausschauendes Projektmanagement und nicht durch infantile Bewältigungsstrategien wie man sie von Politikern her kennt. Da hilft auch kein „Experte“ im TV, der armen unschuldigen Verbrauchern ein schlechtes Gewissen einredet und Energiesparlampen als die Lösung aller Energieprobleme propagiert.

Letztendlich würde es uns nicht schaden, wenn wir uns ein wenig mehr an der Natur orientieren würden, an den Gesetzen der Harmonie, der Ordnung, der natürlichen Mäßigkeit in allem. Mehr Balance täte uns allen gut. Mehr Respekt uns selbst gegenüber, unseren Mitmenschen und der Natur.

Vor gefühlten 100 Jahren habe ich einmal im Biologieunterricht gelernt, dass in der Natur alles in Kreisläufen funktioniert und so immer für alle genügend da ist. Da gibt es keinen Mangel, keinen Verbrauch, keine Sparzwang. Das Leben muss fließen. Die Energie muss fließen. Alles andere ist vegetieren, dahinsiechen.

Und natürlich macht es Sinn für besondere Zeiten oder eventuell schlechte Zeiten, etwas zur Seite zu legen. Das war mal der ursprüngliche Sinn vom Sparen. Man sparte etwas für den Winter oder den Lebensabend oder die Hochzeit.

Ja, man könnte sagen „Die Welt ist verrückt!“ Sie ist aus der Ordnung geraten. An uns liegt es wieder eine sinnvolle, gute Ordnung zu schaffen. Für ein lebenswertes Leben – für uns alle!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

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