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Die tägliche Portion Hypnose

Viele Menschen denken, dass Hypnose etwas seltsames, vielleicht sogar unheimliches ist. Manche haben auch Angst vor Hypnose. Dabei erlebt jeder Mensch täglich hypnotische Zustände und weiß es gar nicht. Erstaunlich oder? Deshalb möchte ich Ihnen heute einmal ein paar ganz alltägliche Situationen vorstellen, wo Sie sich in einem hypnotischen Zustand befinden.

Das fängt schon morgens direkt beim Aufstehen an. Viele sind nicht wirklich wach, wenn der Wecker klingelt und bewegen sich „im Tran“ durch das Schlafzimmer, Badezimmer und zum Frühstückstisch bis der erste Kaffee sie halbwegs wachmacht. Der Verstand ist morgens oft noch nicht angeschaltet und Aufstehen, Waschen, Anziehen, Frühstück machen laufen voll automatisch-unterbewusst ab. Ihr Unterbewusstsein erledigt all diese Routineaufgaben für Sie. Ein aktives, fleißiges Unterbewusstsein ist auch in der Hypnose beim Coach oder Hypnotherapeuten anzutreffen, während der sogenannte Verstand sich gerade etwas entspannt.

Beim Frühstück geht es dann direkt weiter. Oft lesen Menschen beim Essen eine Zeitung. Die gesamte Aufmerksamkeit ist der Zeitung gewidmet und man bekommt gar nicht mit, was man isst, wie es schmeckt, wieviel man schon gegessen hat usw. Je interessanter die Themen in der Zeitung sind, desto weniger kriegt man vom Frühstück mit. Diese stark fokusierte Aufmerksamkeit ist auch ein typisches Zeichen von Hypnose. Beim Coaching in der Hypnosesitzung ist auch das Bewusstsein des Klienten stark fokusiert auf das Thema, was gerade behandelt wird. Hypnose bedeutet also auch hohe Konzentration und nicht Bewusstlosigkeit, wie viele Menschen glauben.

Der gleiche Effekt wie hier beim Frühstück tritt auch beim Fernsehen und im Kino auf. Da wird dann abends vor dem Fernseher gegessen, vielleicht auch Süßigkeiten genascht. Die Aufmerksamkeit ist auf den Bildschirm gebannt und es wird nicht wahrgenommen, was und wieviel gerade gegessen wird. Das fällt erst auf, wenn die Chipstüte leer ist. Dann wundert man sich viel schnell alles weg war und warum man auf wundersamer weise immer dicker wird. Noch besser funktioniert das gleiche im Kino. Im Kino sind die Besucher schon darauf konditioniert, Popcorn und Cola zu kaufen. Interessanterweise wird da nicht eine normale Cola gekauft, mit einem normalen Päckchen Popcorn. Ganz im Gegenteil, – da kaufen recht normal gebaute, schlanke Menschen Popcorn Eimer mit 2-5 Liter Inhalt und noch eine Cola mit bis zu 1,5 Liter. In einer normalen Situation würde wahrscheinlich kein Mensch diese Mengen zu sich nehmen. Im Kino geht das, ist sogar ein „Muss“. Der Hintergrund ist wieder der gleiche. Wenn Sie im Film sitzen und gebannt die Geschichte verfolgen, dann merken Sie nicht, wieviel Sie an Popcorn und Cola zu sich nehmen. Es wird einfach voll automatisch von Ihrem Unterbewusstsein zum Mund geführt und aufgefuttert. Und wenn ein Film 90 Minuten dauert, dann müssen Sie auch viel zu futtern haben. Sie essen ja nicht aus Hunger oder weil die Sachen so toll schmecken. Es ist eher eine Beschäftigungstherapie für Ihre Kaumuskeln und Ihre Hände. So lässt sich der spannende Film besser ertragen.

Wir Menschen essen auch gerne aus purer Langeweile oder um uns von etwas abzulenken, auch um eine emotionale Situation besser zu verkraften. Wenn Sie zu den Popcornkonsumenten im Kino gehören, dann machen Sie doch mal einen Test. Versuchen Sie sich einmal einen Film komplett ohne Knabbereien und Cola anzuschauen. Beobachten Sie sich dabei selbst. Fehlt Ihnen etwas? Haben Sie dann vielleicht Probleme sich voll und ganz auf den Film zu konzentrieren?

Zurück zum Frühstück. Dank dem Koffeineinschuss fängt Ihr Verstand wieder an so langsam auf Touren zu kommen und Sie denken über die Neuigkeiten aus der Zeitung nach. Kurze Zeit später sitzen Sie im Auto und fahren routinemäßig zu Ihrer Arbeitsstelle. Ihr Unterbewusstsein kennt den Weg und weiß auch wie das Auto bedient werden muss. Da kann der Verstand mal wieder eine Pause einlegen bzw. sich um andere Dinge kümmern wie Freizeit oder die Frage, was am Wochenende so passiert. Und ehe Sie sich versehen sind Sie plötzlich an Ihrem Arbeitsplatz angekommen. Die Autofahrt haben Sie gar nicht wirklich mitbekommen. Ihr Unterbewusstsein ist ja schließlich gefahren. Während einer Hypnosesitzung arbeitet auch Ihr Unterbewusstsein und der Verstand wundert sich dann hinterher, dass alles schon vorbei ist und Sie schon am Ziel angelangt sind.

Nach dem Mittagessen fallen Sie vielleicht in das sogenannte Suppenkoma – Zeit zum Entspannen und um vor sich hinzuträumen. Ihr Bewusstsein driftet weg, weg vom Büro in andere Welten, vielleicht in Ihren geplanten Urlaub und Sie sehen sich schon in der Hängematte am Strand einen Cocktail schlürfen. Was für ein angenehmes Gefühl, die Wärme, der leichte Winde, die Sonne auf der Haut. Wunderbar! Irgendwann kehren Sie wieder zurück und die Arbeit geht weiter. Ja, und wieder haben Sie einen typischen Hypnosezustand erlebt! Ihre Wahrnehmung, Ihr ganzes Denken hat sich von der äußeren Welt abgezogen und sich zu einem inneren Erleben hingewendet. Und was war das für eine Wohltat! So etwas erleben Sie auch in den Hypnosesitzungen. Sie können sogar ganz explizit einen Hypnose-Urlaub buchen, – egal wo es hingehen soll, Sie können es direkt mit allen Sinnen erleben, ganz ohne Flugzeug, Hotel und hohe Kosten.

Auch nach Feierabend, wenn wir voll und ganz in einer Situation oder Tätigkeit aufgehen und alles andere um uns herum vergessen, befinden wir uns in einer Art Trance, Hypnose. Oft wundern wir uns anschließend, wo die Zeit geblieben ist oder wir haben gar nicht gemerkt, dass die Sonne mittlerweile untergegangen is, dass es Zeit ist zu gehen, etc. Manchmal stellt sich ein richtiges Hochgefühl ein, das sogenannte Flow-Gefühl, wo alles perfekt ist, alles eins ist und wir uns höchstgradig lebendig fühlen.

Wir Menschen kennen so viele Bewusstseinszustände und sind uns darüber gar nicht bewusst. Wir merken gar nicht, wann der Verstand abschaltet oder sich wieder einschaltet, wann das Unterbewusstsein hoch aktiv ist oder nicht. Es ist das Wunder des Lebens. Irgendwie funktioniert alles und wir wissen gar nicht wirklich wie oder warum.

Übrigens – haben Sie sich schon mal gefragt, warum im Supermarkt Musik läuft? Ganz einfach, – um Sie zu hypnotisieren, um Sie einzulullen, damit Sie ganz entspannt mit einer gewissen Leichtigkeit in den Regalen stöbern und einfach das mitnehmen, was Ihr Unterwusstsein so mag. Ihr Verstand entspannt sich gerade, ist mehr oder weniger komplett heruntergefahren und ihr Unterbewusstsein weiß ganz genau, was alles lecker ist, was Sie alles gerne haben möchten, was schön ist, was Ihnen Befriedigung und Freude verschafft. Ihrem Unterbewusstsein ist es auch egal, ob gewisse Sachen zu teuer sind oder ungesund oder ob Sie schon zuviel davon haben. Ihr Unterbewusstsein kauft gerne ein und stört sich nicht an solchen verstandesmäßigen Spaßverderbern. Ist das nicht wundervoll?

Der Supermarkt ist übrigens voll von psychologisch-suggestiven Spielereien, die alle nur ein Ziel haben, – Sie einzulullen, Ihren Verstand herunterzufahren oder zu täuschen und an Ihr Unterbewusstsein zu appellieren, – damit Sie natürlich möglichst viel einkaufen, egal ob Sie es brauchen oder nicht. Mehr zur Supermarkthypnose demnächst in einem weiteren Blog.

Die ganze Welt arbeitet mit Psychologie, Suggestionen und auf dem Ebene des Unterbewusstseins. Die meisten merken es aber nicht. Es ist so alltäglich.

Passen Sie bitte auf sich auf und hinterfragen Sie die Dinge, die Ihnen so selbstverständlich jeden Tag begegnen.

Machen Sie stets das Beste aus Ihrem Leben!

(Auch das war eine Suggestion, aber eine positive!)

Wie Sie sehen, ist Hypnose ein ganz natürlich, normaler Zustand, den wir alle kennen und ständig erleben. Er kann hervorragend für die Lösung von Problemen genutzt werden. Und Sie brauchen wirklich keine Angst zu haben. Im Gegenteil, es gibt keinen entspannteren Zustand, wo man sich wohler fühlen könnte.

Probieren Sie es einfach einmal aus. Entdecken Sie die positiven Seiten der Hypnose für sich.

 

 

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Was macht denn Ihr Unterbewusstsein so?

Das wissen Sie nicht? Wahrscheinlich liegt es daran, dass es Ihnen nicht bewusst ist. Deshalb heißt es ja auch Unterbewusstsein. Logisch oder? Aber was macht denn überhaupt das Unterbewusstsein? Lassen Sie uns einmal gemeinsam darüber nachdenken. Was machen Sie alles, ohne zu wissen, dass Sie es machen? Automatisch, programmartig, ohne nachzudenken, intuitiv, instinktiv?

Stellen wir uns einmal vor, es ist früher Morgen und Ihr Wecker schellt. Sie gähnen herzhaft, drehen sich zum Wecker und schalten ihn aus. Dann springen Sie aus dem Bett, gehen auf Toilette, hüpfen unter die Dusche, putzen sich die Zähne usw. Was meinen Sie, haben Sie für diese Aktionen Ihren Verstand eingesetzt? Wahrscheinlich nicht. Alles ging voll automatisch. Ihrem Unterbewusstsein und seinen programmierten Bewegungsabläufen sei Dank! Stellen Sie sich einmal vor, Sie müßten jeden Morgen erstmal darüber nachdenken, was da klingelt und warum und wie man das Ding ausschaltet. Dann würde es weiter gehen: Soll ich mich anziehen, soll ich mich waschen, wenn ja wie und wofür? Unser Verstand wäre total überfordert. Aber zum Glück gibt es ja das Unterbewusstsein, dass zielstrebig und verlässlich all das erledigt, worüber wir uns gar keine Gedanken machen wollen.

Nun stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen im Auto und fahren gerade auf der Autobahn. Die Sonne scheint und der Verkehr hält sich in Grenzen. Sie sind ganz entspannt. Was meinen Sie, wer fährt da gerade Auto? Ihr Verstand, Ihr Oberbewusstsein? Es ist Ihr Unterbewusstsein, was sich ganz dem Autofahren widmet, was ganz von alleine Gas gibt, die Kupplung betätigt, bremst, den Verkehr beobachtet usw. So können Sie, – Ihr Oberbewusstsein, sich mit anderen Dingen beschäftigen, die mit der Autofahrt gar nichts zu tun haben. Vielleicht träumen Sie so vor sich hin oder überlegen, ob Sie doch noch in´s Kino gehen, auch wenn der Film keine bombige Kritik bekommen hat, aber Ihre Freundin will ihn unbedingt sehen, etc. etc. etc.

Wie Sie sehen machen wir oft zwei völlig unterschiedliche Dinge gleichzeitig. Während unser Unterbewusstsein für uns „banale“ Tätigkeiten erledigt, sind wir mit unseren Gedanken ganz woanders. Das kann dann soweit gehen, dass wir gar nicht mehr wissen, was wir da gerade überhaupt tun. Kennen Sie die Situation? Sie stehen unter der Dusche und denken gerade über brilliante Einfälle für Ihr Projekt nach und dann fällt Ihnen auf, dass Sie doch schon wohl eine ganze Weile unter der Dusche stehen und gar nicht wissen, ob Sie sich überhaupt schon die Haare gewaschen haben. Dann ist Detektivarbeit gefragt: Woran erkenne ich, ob ich meine Haare schon gewaschen habe oder nicht? Das kann im wahrsten Sinne des Wortes eine haarige Angelegenheit werden. Oder: Hab ich die Blumen schon gegossen oder nicht? Hab ich die Tür zugemacht oder ist sie noch offen? Das sind bekannte Fragen, die das Unterbewusstsein trotz Zuständigkeit leider nicht beantwortet. Da ist dann der Verstand gefragt.

Erinnern Sie sich noch, wie Sie Autofahren gelernt haben, wie Sie auf tausend Sachen gleichzeitig achten mußten, hoch konzentriert gefahren sind und trotzdem den Motor abgewürgt haben oder eine Ampel übersahen? Und wie einfach Autofahren jetzt ist? Hier kann man sehr gut die Unterschiede zwischen Verstand bzw. Oberbewusstsein und Unterbewusstsein sehen. Es ist schon erstaunlich, was das Unterbewusstsein so alles kann und wie leicht es selbst anspruchsvolle Situationen meistert. Oder stellen Sie sich einmal vor, was Artisten in der Manege alles leisten oder Meister der Kampfkünste. Dies ist alles nur möglich, weil das Unterbewusstsein ein unheimlich großes Potential hat selbst komplizierteste Bewegungsabläufe perfekt zu lernen und just in time abzurufen.

Ja, was wären wir Menschen ohne unser Unterbewusstsein? In diesem Sinne, – achten Sie einmal darauf, welche Kunststücke Ihr Unterbewusstsein so tagtäglich vollbringt und wieviel Arbeit es Ihnen abnimmt.

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