Beiträge getaggt mit Choleriker

Der geprüfte Chef

Für einfach alles gibt es heutzutage Prüfsiegel, Normen, Vorschriften, Qualitätsbestimmungen, Zulassungsvoraussetzungen und so weiter. Nur für zwei Dinge gibt es gar nichts. Das sind einmal die Politiker und zum anderen die Chefs oder Unternehmer.

Jeder Mensch – vollkommen unabhängig von seiner Ausbildung, seiner Persönlichkeit und seinem Menschenbild kann Politiker oder Chef werden. Qualifikationen spielen keine Rolle, Verantwortungsbewusstsein, Ethik, Menschenkenntnis, Werte, Professionalität, gesellschaftliche Verpflichtung, Führungsqualitäten, – all das ist absolut unwichtig. Es gibt keinerlei Voraussetzungen!

Selbst der am schlechtesten bezahlte Job verlangt mehr Qualifikationen.

Man kann sich fragen, warum das so ist. Politiker kann jeder werden, weil dies dem Demokratieverständnis entspringt. Es ist ein höchst sonderbares Demokratieverständnis, dass Beliebtheit, öffentliches Auftreten und Image echten Qualifikationen vorzieht. Entsprechend phantastisch läuft auch die Politik. Mich persönlich wundert es, warum man nicht schon längst Schauspieler oder Prominente zu Ministern bzw. insKanzleramt berufen hat.

Chefs brauchen keine Qualifikationen. Sie brauchen nur Geld, eine Marktlücke und Fachleute, die für sie arbeiten. Oft sind Chefs Menschen, die durch ein besonders großes Gewinnstreben gekennzeichnet sind, – oft auf Kosten anderer, rücksichtslos, egoistisch. Geiz, manipulatives Verhalten, Mangel an Mitgefühl und Verständnis, Skrupellosigkeit, etc. sind oft typische Eigenschaften, die sich bei manchen mit einem gewissen Charme verbinden, was dann zum Erfolg führt. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass viele Chefs bei ihren Arbeitnehmern nicht gerade besonders gut angesehen sind. Chefs sind auch oft Choleriker und kriegen ihre Wutanfälle, wenn die Dinge nicht so laufen wie sie nach ihrer Meinung sollten. Dann sind natürlich die unfähigen Mitarbeiter schuld und nicht die utopischen Zielsetzungen oder Wünsche des Chefs.

Leider können Mitarbeiter nicht alle Defizite ihrer Chefs ausgleichen, sondern stehen eher hilflos in der Zwickmühle. Oft wissen sie, dass ein Vorhaben nicht funktionieren kann. Es muss aber, weil der Chef das so will. Manchmal helfen unendlich viele Überstunden zu Lasten der Gesundheit. Manchmal wird auch viel getrickst und Ergebnisse verschönert. Und oft gehen Projekte einfach in die Hose – zum Schaden der Firma. Dann kriegen die Mitarbeiter ihre Abreibung und der gleiche Wahnsinn geht mit dem nächsten Projekt weiter. In der Zwischenzeit gibt es Reklamationen, Probleme, Verzögerungen, Kostenexplosionen, Engpässe, etc., ganz einfach weil kein Projekt wirklich professionell durchgearbeitet wurde – aus Zeitmangel, Mangel an Mitarbeitern, wegen überarbeiteten Mitarbeitern, wegen überhöhten Ansprüchen, Mangel an finanziellen Mitteln und so weiter. Das Betriebsklima ist auch entsprechend bombig. Jeder hat Angst der nächste zu sein, der rausfliegt. Mobbing ist an der Tagesordnung. Pausen werden eh schon lange nicht mehr eingehalten.

Ein Chef, der nie Chef gelernt und studiert hat, ist das größt Übel für eine Firma, ihre Mitarbeiter und ihre Kunden.

Ein guter Chef muss zwangsläufig Management studiert haben. Er muss sehr gut in Kommunikation sein. Er muss persönliche Führungsqualitäten entwickelt haben. Er muss seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der Kunden und der Mitarbeiter kennen. Er muss ein positives Menschen- und Weltbild haben. Und natürlich muss er gut in der Betriebswirtschaftslehre sein.

Ein guter Chef ist ein menschliches Vorbild in jeder Beziehung. Er ist ein Mensch, zu dem man aufsehen kann, den man respektiert.

Glücklicherweise werden schon die ersten Führungskräfte entsprechend ausgebildet, – für eine Generation verantwortungsvoller, werteorientierter Manager.

Man nennt es spirituelles Management. Es wird weltweit an Universitäten gelehrt.

Es wird die Zeit kommen, wo es „geprüfte“ Politiker und Chefs gibt – zum Segen für alle!

Für können uns ungelernte Führungskräfte einfach nicht mehr leisten.

 

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PS: Falls Sie selber Unternehmer sind oder werden wollen, dann investieren Sie in Ihre Weiterbildung! Sie werden sich Stress, Nerven, Probleme und Mißerfolge sparen. Und sie werden von Ihren Mitarbeitern und Kunden Respekt und Wertschätzung erfahren. Machen Sie so das Beste aus Ihrem eigenen Leben und dem Ihrer Angestellten.

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Rumpelstilzchen und der Tanz um´s Feuer

Kennen Sie noch Rumpelstilzchen? Das war der kleine, bösartige Wicht, der wie besessen um´s Feuer tanzt und ständig ruft „Wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ Besonders schön wird die Szene in den Märchenfilmen dargestellt oder in der Persiflage „Otto und die 7 Zwerge“. Der kleine Choleriker scheint keine größere Freude daran zu haben als die ganze Zeit über um´s Feuer zu tanzen und immer wieder dasselbe zu wiederholen. Stellen Sie sich das einmal vor – pausenlos immer im Kreis tanzen und die ganze Zeit das Gleiche wiederholen – wie ein Geisteskranker. „Ein Fall für die Psychatrie“ – würden Sie vielleicht sagen.

Das Rumpelstilzchenphänomen ist aber tatsächlich etwas, was wir aus dem Alltag kennen und zwar in zweierlei Hinsicht. Einmal sind es die Choleriker, die ihren Veitstanz aufführen, wenn sie gerade mal wieder einen Grund gefunden haben sich aufzuregen. Sie benehmen sich dann auch wie ein Rumpelstilzchen, zetern, schreien, brüllen, stampfen, benehmen sich so als wäre Satanas persönlich in sie gefahren, so dass man schon geneigt ist den Exorzisten zu holen. Und zum anderen kennen wir diese Gedankenkarusselle, wo ein Gedanke ununterbrochen wiederholt wird oder wo ständig über das gleiche Thema gesprochen wird als wäre die Schallplatte kaputt. Die Gedanken drehen sich im Kreis und der Betroffene kann weder abschalten noch umschalten auf andere Gedanken.

Kinder verhalten sich auch oft wie Rumpelstilzchen, wenn sie nicht bekommen, was sie haben wollen oder wenn ihnen etwas nicht passt. Sie fangen an zu schreien, heulen, kriegen einen Wutausbruch, werfen sich auf den Boden, schlagen um sich und sind scheinbar kaum noch zu beruhigen. Eventuell gibt Mama oder Papa dann nach, das Kind bekommt, was es will und schlagartig herrscht wieder Frieden und die Sonne scheint.

Offensichtlich handelt es sich teilweise um infantile (kindliche) Erfolgsstrategien im Umgang mit Problemen, die auch Erwachsene manchmal gerne noch anwenden, um sich durchzusetzen. Bei dem Gedankenkarussell bewegt sich der Betroffene in einer Art Teufelskreis aus Gedanken und Gefühlen, die seine Überforderung bzw. Ohnmacht widerspiegeln, die Situation zu bewältigen. Beides ist ungesund und für das Umfeld schwer zu ertragen.

Manchmal hilft es, den Betroffenen bewusst zu machen, was sie da gerade tun oder wie sie sich gerade verhalten, da es in der Regel unbewusste Verhaltensmuster sind und sie sich reflexartig, automatisch abspielen. Durch Hypnose und insbesondere Hypno-Coaching kann man eine positive Veränderung des Verhaltens herbeiführen. Kein Mensch muss unter einem scheinbar ewig andauernden Gedankenkarussell leiden und kein Mensch ist dazu verdammt das Opfer seiner cholerischen Anfälle zu bleiben. Veränderungen zum Guten sind immer möglich. Man muss es nur wissen und den ersten Schritt tun. Hypnotherapie und Hypno-Coaching sind sehr effektiv, um seine unterbewussten Verhaltensmuster zu erkennen und positiv zu verändern. Dann verbessern sich automatisch auch die zwischenmenschlichen Beziehungen. Das gilt für Rumpelstilzchen, Hans Guck-in-die-Luft und Mauerblümchen. Es gilt für alle.

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