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Kleines Glück oder lieber großes Glück?

Wir sind ständig auf der Suche nach dem Glück oder besser gesagt, nach dem glücklich sein, nach der Zufriedenheit, dem Wohlbefinden, der Sättigung.

Nun gehen wir in der Regel immer den Weg des geringsten Widerstandes und greifen hier auch immer nach dem nächstgelegen Glück, was am einfachsten und schnellsten erreichbar ist.

Alles andere kostet Überwindung, Energie, Mühe.

Und deshalb ist das Sofa mit dem Fernsehen und den Süßigkeiten auf dem Tisch so verlockend. Es übt geradezu eine magische Anziehungskraft aus, weil es uns soviel Zufriedenheit schenkt. Auf dem Sofa sitzen wir bequem. Das Fernsehen unterhält uns. Die Süßigkeiten schmecken so gut. Wir müssen nichts tun und sind einfach nur zufrieden mit der Welt. Es ist das kleine Glück, was wir so genießen. Und wenn wir so zufrieden auf der Couch sitzen, glotzen und Süßigkeiten in uns hineinstopfen, dann fällt es unheimlich schwer an andere Dinge zu denken, die Energie kosten, die aber gut wären, wie Sport treiben, etwas lesen oder lernen, ein Projekt fertigstellen oder etwas zu leisten, was langfristig gut für uns wäre.

Wenn wir also im kleinen Glück baden, dann hat das große Glück, was Energie und Einsatz erfordert, kaum eine Chance. Denn dann müssten wir ja unser kleines Glück opfern, den sogenannten Schweinehund überwinden.

Und genau dieser Sachverhalt ist das große Problem für viele von uns. Es ist immer leichter uns mit kleinen Dinge satt zu machen, eine Zustand von Zufriedenheit hervorzurufen, vor der Glotze zu sitzen, Süßigkeiten zu futtern, ein Bierchen zu trinken, eine Zigarette zu rauchen, aber diese Zufriedenheit blockiert uns in vielen wichtigen Dingen auf unserem Weg zu langfristigem und nachhaltigem Glück, zu wahrem Erfolg, zu wahrer Erfüllung.

Wer kennt das nicht:

„Ja eigentlich müsste/wollte ich joggen gehen, damit ich mich vitaler fühle und abnehme, aber bei dem Wetter sitze ich doch lieber auf der Couch…“

„Eigentlich wollte ich ja noch lernen, damit ich die Prüfung bestehe, aber ich gehe doch lieber in den Biergarten….“

Dafür gibt es unendlich viele Beispiele. Auch wenn es um bessere Arbeitsbedingungen, einen besseren Job, ein besseres Einkommen, Selbständigkeit, etc. geht. In der Regel scheitern wir nämlich an uns selbst, an dem kleinen Glück, was dem großen im Wege steht.

Nur wenn man das erkannt hat und bereit ist das kleine temporäre Glück für höhere Ziele, für wahren Erfolg, für das große Glück zu opfern, nur dann kann man wirklich etwas bewegen, verändern und echte Fortschritte machen. Dann kann man Projekte vom Anfang bis zum Ende durchziehen und seine Ziele umsetzen.

So ist es eine Kunst hungrig zu bleiben, nicht in das Delirium der Sättigung zu verfallen und kontinuierlich seinen Zielen zu folgen.

Wie schon Nike treffend formuliert hat: „Just do it!“

Nur wenn wir uns bewegen können wir auch unsere Ziele erreichen. Wir müssen „es einfach tun!“

Viele Menschen beschäftigen sich gedanklich und emotional mit ihren Zielen über lange Zeit und sind Weltmeister im formulieren von Eventualitäten, Ängsten, Zweifeln, aber machen nie den ersten Schritt zu Umsetzung. Sie fangen nie an. Sie starten nie ihre Reise.

Und viele, die die Reise angetreten haben, machen nur ein paar Schritte und geben dann auf – weil doch mehr Schritte über einen längeren Zeitraum notwendig sind, um am Ziel anzukommen als erwartet.

Nur wenn wir uns bewegen, bewegen wir uns auch von der Stelle, erweitern unseren Horizont und wachsen über uns hinaus.

Und bis jetzt haben es alle Menschen überlebt.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben, – opfern Sie das kleine Pseudo-Glück für das große, wahre Glück, für echten Erfolg und echte Erfüllung!

Machen Sie sich auf Ihre Reise!

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Ethik, Respekt, Wertschätzung, positive Haltung – Erfolgsfaktoren im Job (und im Leben)

Wenn ich mir das Verhalten so einiger Mitmenschen anschaue, dann sträuben sich mir die Haare, dann frage ich mich, in was für einer Welt wir eigentlich leben, ob das so sein muss und wie das enden soll.

Wir leiden ganz massiv nicht nur unter einem Werteverlust, sondern sogar unter einer Werteumkehr. Das, was einmal richtig, gut und allgemein anerkannt war – als Basis für ein funktionierendes Miteinander – ist heutzutage entweder in Vergessenheit geraten oder das genaue Gegenteil wird zelebriert und idealisiert.

Anstatt dass wir uns weiterentwickeln und immer vollkommener werden, uns immer mehr kultivieren und alles zum Aufblühen bringen, entwickeln wir uns offensichtlich immer mehr zurück. Scheinbar sind wir auf dem Weg einer allgemeinen Verrohung und auch Verblödung. Von Hochkultur oder kulturellen Leistungen oder von kultivierten Verhaltensweisen oder Umgangsformen kann schon lange nicht mehr die Rede sein. Ganz im Gegenteil werden offensichtlich eher die niederen menschlichen Verhaltensweisen gefördert wie egoistisches, dissoziales Benehmen.

Nun, auch wenn es so ist, so haben die alten, ewigen Werte der menschlichen Gesellschaft ihre Gültigkeit nicht verloren. Sie warten eher darauf wieder gelebt zu werden.

Die Inder haben dafür ein sehr schönes Bild: Aus dem dunklen Schlamm erhebt sich der reine Lotus und erblüht in vollkommener Schönheit.

Und so wird es auch wieder in der Gesellschaft geschehen. Es ist ein periodisches Auf und Ab wie die Geschichte uns weltweit zeigt.

Auch heute gibt es noch Verfechter von Kultur und Werten, von Respekt, Fairness und Ethik. Sie leben vor, wie es bestmöglich funktionieren kann und sie bereiten den Weg in eine bessere Zukunft. Einer von ihnen ist Kevin Hogan. Er ist Psychologe und Hypnotherapeut und äußerst erfolgreich. Andere wiederum haben das alte Wissen in neue Kleider gesteckt und bilden angehende Führungskräfte im sogenannten spirituellen Management an Universitäten aus.

Letztendlich hat es jeder selbst in der Hand, wie er seine Arbeit und sein Leben gestalten will. Jeder kann Vorbild sein. Jeder kann das richtige tun. Es ist einfach eine Frage der persönlichen Haltung.

Lassen Sie uns einmal zwei Beispiele betrachten, – ein negatives und ein positives Beispiel:

Nehmen wir einmal an, Sie sind ziemlich egoistisch veranlagt und leiden unter negativen Eigenschaften wie Gier, Geiz, Unzuverlässigkeit, Respektlosigkeit, Undankbarkeit, Einbildung, etc. Sie sind immer darauf aus, Gewinn zu machen, Dinge zu Ihrem Vorteil zu nutzen, Ihre Interessen zu befriedigen und dafür üben Sie auch gerne Druck auf andere aus, betrügen sie, manipulieren sie, – ganz einfach, weil Ihnen andere Menschen so ziemlich am A… vorbeigehen. Sie sehen andere nur als Mittel zum Zweck, – zu dem einzigen Zweck, wie Sie persönlich noch mehr profitieren können.

Nun, was ist das Resultat von so einer Haltung?

Sie werden sicherlich nicht geliebt, sondern eher verachtet und keiner macht freiwillig mit Ihnen Geschäfte, sondern nur aus der Not heraus oder weil sie Sie noch nicht kennen. Im besten Fall bilden Sie ein Netzwerk aus Menschen, die Ihre negative Einstellung teilen und wo man ständig versucht sich gegenseitig über das Ohr zu hauen. Echte Freunde gibt es nicht und langfristige Kundenbeziehungen auch nicht. Der geschäftliche Erfolg geht von Tag zu Tag und was morgen ist, weiß keiner. Tatsächlich könnte das Leben schöner sein, aber Sie stehen sich mit Ihrer negativen Haltung selbst im Weg.

Nehmen wir jetzt einmal an, dass Sie ein Mensch mit vielen positiven Eigenschaften sind und sich an höheren Werten orientieren, ganz nach dem Motto „was ich für mich selbst nicht wünsche, füge ich auch keinem anderen zu“ oder positiv ausgedrückt „was für mich selbst wichtig und wünschenswert ist, dass schenke ich auch anderen“. Christus hat schon vor langer Zeit den Satz geprägt „Liebe Deinen Nächsten so wie Dich selbst“ und vor ihm haben schon Buddha andere weise Männer in allen Kulturen ähnliches gelehrt. Denn alles, was auf Liebe, Respekt, Wahrheit, Wertschätzung und einem gesunden Miteinander beruht, ist positiv und kann auch nur positive Wirkungen entfalten. Wenn wir uns alle gegenseitig in bester Art und Weise behandeln, dann können wir alle auch noch profitieren.

Sie haben das verstanden und nach diesen Erkenntnissen handeln Sie auch. So gestalten Sie alle Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen absolut positiv, mit viel Verständnis für die individuellen Bedürfnisse und Wünsche jedes Einzelnen, stets im Bewusstsein für alle das Beste zu erreichen. Und so werden Sie auch wahrgenommen – als großherzig, als Mensch mit Charakter, zuverlässig, engagiert, respektvoll, hilfsbereit, sympathisch, freundlich, etc. Die Menschen vertrauen Ihnen und wissen einfach, dass sie bei Ihnen bestens aufgehoben sind, dass sie immer gut beraten werden. Sie sind ein echter Freund, ein Vorbild und ein toller Geschäftspartner. Und auf dieser Basis entwickeln sich großartige Beziehungen und Freundschaften, privat wie auch geschäftlich. Ihr Freundeskreis wächst beständig. Die Menschen achten Sie, empfehlen Sie immer weiter, über Generationen hinweg. So erfahren Sie ein Leben der Fülle, der Freude und des guten Miteinanders, wo einer dem anderen hilft, wo auch in schlechten Zeiten eine starke Gemeinschaft ist, die für einen sorgt und den Rücken stärkt.

Ja, und was will man mehr als ein erfülltes Leben? Was kann man mehr machen als das Beste aus seinem Leben? Aus seinem Beruf? Was kann man besseres sein als ein positives Vorbild, was anderen als Orientierung dient? Was schenkt einem mehr Glück als so ein positives, erfülltes Leben? Was kann mehr Sinn geben als das Beste zu tun?

Das ist wahrer Erfolg!

In diesem Sinne arbeite ich auch und ich tue mein Bestes, um eine positive Grundhaltung ganz allgemein zu fördern, Werte wieder in das Zentrum des Lebens und Wirkens zu rücken und ein gutes Miteinander in meinem Netzwerk zu erhalten.

In der Zukunft werde ich zwei Vereine ins Leben rufen, – einen Verein zur Förderung positiver Werte in der Gesellschaft und das Network of Excellence, in dem auf höchstem Niveau beruflich und privat kooperiert wird. Beide Projekte sind schon vorbereitet. Sie existieren momentan als Facebook Gruppen.

Denken Sie stets daran:

Wir sind es, die es in der Hand haben, ob wir unser Leben positiv oder negativ gestalten.

Und wir sind es, die die entsprechenden Früchte ernten.

Denn wir können nur das ernten, was wir säen.

In diesem Sinn, – machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

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Positives Denken und die Serotonin Falle

Das Positive Denken war dank Dr. Murphy vor einigen Jahren der große Megatrend und unzählige Bücher wurden veröffentlicht, wie man durch Positives Denken alles erreichen kann, was man sich so wünscht. Nach Dr. Murphy kamen viele weitere Autoren, die das Positive Denken noch in andere Formen gekleidet haben, wie z. B. Bestellungen beim Universum, etc.

Nun hat das Positive Denken offensichtlich nicht so wirklich funktioniert, außer dass es ein paar Autoren richtig reich gemacht hat.

Was ist da schief gelaufen?

Die Idee des Positiven Denkens ist tatsächlich nur die Spitze des Eisberges eines komplexen Sachverhalts von Wissen und Technik. Wenn man sich einen Faktor aus einer Gleichung herauspickt und alle anderen ignoriert, dann kann auch nicht das erhoffte Ergebnis herauskommen.

Schauen wir uns einmal zwei Beispiele an, die zeigen wie es nicht funktioniert:

Beispiel I: Nehmen wir an, Sie haben in 2 Wochen eine wichtige Prüfung und müssen sich noch darauf vorbereiten. Nun wenden Sie das Positive Denken an und stellen sich intensiv vor, wie Sie die Prüfung ganz entspannt ablegen und eine sehr gute Benotung dafür bekommen. Das tut natürlich richtig gut und Sie fühlen sich super damit. Mit dieser positiven Einstellung und Ihrem Glauben an die Macht des Positiven Denkens verbringen Sie die Zeit bis zur Prüfung ganz entspannt, da Sie ja wissen, dass Sie eine Eins in der Prüfung bekommen werden. Alles ist ganz easy. Was passiert? Sie rasseln durch und bekommen eine 5 anstelle der 1.

Beispiel II: Nehmen wir an, Sie sind gerade arbeitslos und das Geld geht langsam zur Neige. Nun wenden Sie das Positive Denken an und stellen sich vor, dass Sie einen tollen Job haben und viel Geld verdienen. Das fühlt sich auch super an. In Ihrem positiven Bewusstsein und dem Wissen, dass Sie den Job haben, geben Sie Ihr Geld auch schon in vollen Zügen aus. Nach 2 Wochen stellen Sie fest, dass Sie kein Geld mehr haben, sich sogar noch weiter verschulden mussten und der Job nicht da ist.

Komisch! Warum hat es denn nicht geklappt?

Im ersten Beispiel, genauso wie im zweiten, haben Sie schlichtweg einfach nicht die nötigen Schritte unternommen, um Ihre Vorstellung zu realisieren. Für eine Prüfung muss man normalerweise lernen und für eine Job muss man recherchieren und sich bewerben. Von nichts kommt nichts. Und von ein wenig Arbeit kann man auch nur minimale Ergebnisse erwarten. Klingt eigentlich logisch, war und ist für viele Anhänger des Positiven Denkens aber nicht wirklich so.

Gehen wir noch einmal etwas tiefer. Was passiert, wenn Sie sich Ihren Wunsch in schönster Form vorstellen?

Sie machen die Erfahrung in Ihrer Vorstellung, dass sich Ihr Wunsch vollständig realisiert hat. Es ist das innere Erleben des Erfolges. Und dieser Vorgang wird von Ihrem Unterbewusstsein so aufgefasst als hätte sich der Erfolg in der realen Welt schon manifestiert. Das Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen Imagination und äußerer Realität. Und mit allen diesen schönen Gedanken und Gefühlen des Erfolges setzt biochemisch in Ihrem Gehirn eine Serotoninflut ein und damit ein Gefühl der Sättigung, des Glücks, der Zufriedenheit. Sie haben Ihr Ziel erreicht und nun können Sie sich ausruhen und Ihren Erfolg genießen.

Das nenne ich hier die Serotoninfalle. Warum? Ganz einfach, weil Sie nur in Ihrer Vorstellung Ihr Ziel schon erreicht haben und in der Realität noch nicht mal angefangen haben, dafür zu arbeiten. D. h., die Sättigung setzt viel zu früh ein. Biochemisch bedeutet das, dass das Serotonin das Dopamin ausbremst, das eigentlich genau jetzt richtig wäre, um Ihre Leistungsfähigkeit anzuregen. Denn nur mit viel Dopamin erreichen Sie auch Ihr Ziel und dann kann Serotonin Sie glücklich machen. Das sind einfach Prozesse im Gehirnstoffwechsel auf Ebene der Neurotransmitter.

Und das ist eben auch das ganz große Problem bei der falschen Anwendung des Positiven Denkens, dass durch den viel zu früh einsetzenden Serotoninausstoß der ganze Antrieb verloren geht. Und ohne diese innere Antriebskraft, diese Leistungsbereitschaft, kann in der Regel ein Ziel nicht erreicht werden.

Deswegen unterscheidet man im professionellen Bereich auch zwischen Zielimagination und Prozessimagination. Und natürlich finden auch alle andere Faktoren ihre sinnvolle Anwendung.

Auf einer professionellen Basis arbeitet man dann mit Mentaltraining, Hypnose, Selbsthypnose, aber auch mit Techniken aus dem Projektmanagement.

Es gibt leider nicht die magische Pille, die man nur schlucken muss und alles ist toll. Aber es gibt professionelle Techniken mit denen man sehr viel erreichen kann, wenn man bereit ist, auch Arbeit und Zeit zu investieren.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und holen Sie sich professionelle Unterstützung! Dann können auch vermeintliche Wunder passieren.

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Ein Kommentar

Das Wörtchen „trotzdem“ und seine besondere Bedeutung

Das Wort „trotzdem“ ist eigentlich recht banal. Trotzdem hat es etwas in sich, was für unser Leben eine besondere Bedeutung entfalten kann. Man kann es in so einigen Sprüchen verwenden, die einen nachdenken lassen, vielleicht zu ganz neuen Erkenntnisse führen oder eigene Erfahrungen bestätigen.

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“

„Erfolg ist, wenn man es trotzdem schafft.“

„Glück, ist wenn man sich trotzdem freut.“

Und so weiter…..

In der Regel ist das Leben nicht so einfach, wie wir es uns wünschen würden. Im Gegenteil begegnen wir ständig kleineren und größeren Hindernissen, Problemen oder Herausforderungen, die wir meistern müssen, bevor wir unser Ziel erreichen, unser Glück finden oder unseren Erfolg genießen können.

So kann man dann darüber nachdenken, was denn nun wahres Glück ist, echter Erfolg, wahrhaftige Liebe, etc. Wenn wir uns nicht anstrengen müssen, um etwas zu erreichen, ja, welchen Wert hat es dann? Z. B. ist es leicht einen gesunden, schönen Menschen zu lieben, aber wie ist es, wenn ein Mensch krank oder alt ist? Wenn man trotzdem liebt, dann hat diese Liebe eine besondere Qualität und Stärke.

Oder wenn man sich ein Ziel gesetzt hat und buchstäblich auf einer Sänfte hingetragen wird, – welchen Wert hat dann dieser Erfolg? Wie ist es denn im Vergleich, wenn man den beschwerlichen Weg zum Ziel zu Fuß geht, mehrfach hinfällt und sich unter großen Anstrengungen wieder aufraffen muss, um weiterzugehen? Dann hat der Erfolg einen ganz anderen Stellenwert.

Letztendlich sind dies die Herausforderungen im Leben, -seine Grenzen zu erweitern, über sich selbst hinauszuwachsen und trotz aller Hindernisse seinen eigenen Weg zu gehen. Nur dann erfährt man wahren Erfolg und echtes Glück, – wenn man es trotzdem schafft.

Dieses schrittweise Erweitern der eigenen Grenzen und der Leistungsfähigkeit hat auch noch einen verblüffenden Effekt. Das, was vorher undenkbar war, fühlt sich jetzt normal an. Die Vorstellung „Das schaffst Du nie!“ verwandelt sich in die Erfahrung „Das habe ich gut geschafft!“ und „Ich kann das!“ und auch „Ich kann noch mehr!“. Grenzen haben einen gewissen illusionären Charakter bzw. können meistens besser erweitert werden als man annimmt. Auch die sogenannte „Komfortzone“ kann gut erweitert werden. Es kostet natürlich Zeit und Energie, aber dadurch gewinnt man mehr Freiheit, einen größeren Aktionsradius, mehr Flexibilität, mehr Wissen und mehr Erfahrungen. Man gewinnt an Selbsterkenntnis. Und das ist Gold wert.

Ein Beispiel: Da ich gerne viel und weit spazieren gehe, ist es für mich normal z. B. eine Stunde durch den Wald zu laufen, was so ungefähr 4-5 km entspricht. Nun gibt es viele Menschen, die nicht spazieren gehen und denen 20 Minuten schon zu viel sind. Wenn man nun bei der Bundeswehr Märsche macht, dann kommen die meisten schon an ihre Grenzen beim 6 km Marsch. Nach dem 6 km Marsch kommt der 10 km Marsch und dann auch bald der 20 km Marsch. Über 6 km lacht dann nur noch jeder. Und für Menschen die Marathon laufen, sind 20 km auch nicht viel. Dann gibt es noch Extremsportler, die 100 km laufen oder auch einen Marathon den Berg hinauf. Leistungsgrenzen und die Grenzen der eigenen Vorstellungskraft sind somit recht flexibel, relativ und dehnbar. Was für den einen der Weltuntergang ist, – z. B. eine Stunde laufen, ist für den anderen noch nicht einmal ein Grund auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, geschweige denn Ängste oder Stress zu empfinden. Nun muss man nicht gleich ins Extrem gehen, aber es ist gut sich die Natur der eigenen Komfortzone, der eigenen Grenzen klarzumachen, um sie angemessen für das eigene Glück, die eigenen Ziele und Erfolge zu erweitern.

Noch ein zweites Beispiel: Heutzutage leiden nahezu alle Menschen unter Stress und Zeitdruck. Da hört die Geduld oft schon nach 2 Minuten Wartezeit auf und die bekannten Stresssymptome fangen an. Ärger macht sich breit, Flucht- oder Kampfgedanken kommen auf, vielleicht sogar Panik, weil kostbare Zeit verrinnt und der nächste Termin schon wartet. Nun gibt es Situationen, wo man lernt zu warten und die Geduld sich scheinbar ins Unendliche automatisch  steigert; wo auch keine Möglichkeiten existieren, um sich abzulenken. Zum Beispiel im Flur einer Behörde. Es gibt keine Fluchtmöglichkeit. Es gibt keine Auskunft, wann man dran ist. Es gibt keine andere Aufgabe als zu warten. Es gibt keine Magazine, die man lesen könnte. Man steht im leeren Flur und wartet einfach. Eine Viertelstunde vergeht, eine halbe Stunde, eine Stunde, die Zeit verschiebt die Schlagschatten im Flur, mehr Zeit vergeht und noch mehr. Und am Ende hat man tatsächlich fast vier Stunden gewartet. Zeit ist durch diese Erfahrung relativ geworden und Geduld ein sehr dehnbarer Begriff. Die scheinbare Notwendigkeit sich ungeduldig und gestresst zu fühlen ist verschwunden. Ja, und wenn man dann mal von der Hochleistungsgesellschaft in andere Länder schaut, wo noch die Natur den Rhythmus des Lebens vorgibt, dann kann man feststellen, dass Zeit oft gar keine oder eine nur sehr untergeordnete Rolle spielt. Da macht es den Menschen nichts aus stundenlang oder tagelang auf etwas zu warten. Es ist einfach egal. Ihre Geduld ist scheinbar unbegrenzt.

Vieles ist relativ im Leben. Grenzen sind relativ. Die Komfortzone ist relativ. Und wirklich gewinnen kann man nur, wenn man wächst, wenn man seine Grenzen sinnvoll erweitert, etwas wagt, wenn man es trotzdem tut, wenn man seinen ängstlichen Vorstellungen trotzt, wenn man Hindernisse überwindet, wieder aufsteht, wenn man gefallen ist, ja, dann kann man nur gewinnen und als Persönlichkeit wachsen. Freiheit, Glück und Erfolg warten dann auf einen, – trotzdem!

In diesem Sinn – machen Sie wie immer das Beste aus Ihrem Leben, lassen Sie sich nicht durch Vorstellungen blockieren. Entdecken Sie das wahre Leben und stellen Sie fest, dass Sie im Prinzip alles können, dass es keine echten Grenzen für Sie gibt, dass Sie Ihr Leben meistern können, – egal wie hoch die Hürden auch erscheinen mögen! Sie haben es in der Hand!

Ich wünsche Ihnen von Herzen Erfolg und Glück in Ihrem Leben!

Machen Sie das Beste daraus!

Ihr Falco Wisskirchen

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Ein verblüffendes Erfolgsgeheimnis

Fast alle Menschen wollen erfolgreich sein. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben. Dem entsprechend wurde auch schon immer nach den Geheimnissen des Erfolges geforscht. Viele kluge Menschen haben sich ihre Gedanken gemacht und u. a. die Biographien von erfolgreichen Leuten untersucht.

So gibt es mittlerweile unzählige Klassiker und Neuerscheinungen zum Thema Erfolg in allen Aspekten des Lebens. Beruflicher Erfolg ist wichtig, aber persönlicher, menschliches Erfolg ist ebenso und vielleicht noch wichtiger.

Heutzutage gibt es zu dieser Thematik auch Seminarangebote, Workshops. Trainer, Coachs, etc. Jeder kann die Mechanismen des Erfolges studieren und sie auch praktisch anwenden lernen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht eines der längst bekannten und endlos durchgekauten Erfolgsgeheimnisse präsentieren, sondern auf etwas verblüffendes hinweisen, was schlauen Menschen schon in früheren Zeiten bekannt war und gerade heutzutage einen unheimlich hohen Stellenwert einnimmt.

Wir leben in einer hochtechnisierten, durchgenormten, standardisierten Zeit. Alles ist bis in kleinste geregelt. Für alle Fragen gibt es Literatur oder Verträge, wo man nachlesen kann, wie man sich zu verhalten hat und was, wann, wie zu tun ist, – auch welche Strafen einen erwarten, wenn man nicht nach Anweisung handelt.

Die Beschreibung und Festlegung sämtlicher Abläufe entspringt dem Bedürfnis nach Sicherheit und sie entbindet den Menschen scheinbar von der Qual selbständig denken zu müssen und die Verantwortung für eigene Entscheidungen zu übernehmen.

Geopfert wird dafür die Flexibilität, Eigenverantwortung, auch die Lebendigkeit, die Dynamik, – der Mensch wird von seinen eigenen Normen in Ketten gelegt.

Das Ergebnis ist, dass heutzutage vieles automatisch und mechanisch abläuft, – rationell und auf Effizienz getrimmt. Dabei bleibt das Leben auf der Strecke, ebenso Realität und Menschlichkeit. Dummerweise sind wir keine Maschine und wir existieren auch nicht virtuell im Computer, auch wenn viele Führungskräfte in Unternehmen und Politik das gerne hätten.

Die Industrialisierung hat sich auf die Menschen ausgedehnt, – der Mensch als rationalisierte Arbeitskraft (human resources), die effizient eingesetzt werden muss und auch effizient behandelt wird, – egal ob in der Wirtschaft oder im Dienstleistungsbereich.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie arbeiten in einer Fabrik. Ihr Vorarbeiter sagt Ihnen genau wie viel Minuten Sie für eine spezifische Tätigkeit zur Verfügung haben. Z. B. Schrauben anziehen in max. 1,5 Minuten, Deckel andrücken in max. 10 Sekunden. So schaffen Sie 1 Handy in 25 Minuten. Schneller arbeiten können Sie nicht und wenn Sie langsamer arbeiten, dann bekommen Sie eine Abmahnung. Sie stören schließlich den Arbeitsprozess.

Anderes Beispiel: Sie sind Dienstleister im Kundenbereich. Ihr Chef macht Ihnen die Vorgabe ein Kundengespräch immer in max. 15 Minuten abzuwickeln, – unabhängig von dem Thema, der Person, der Situation, etc.

Bis auf die Führungskräfte finden wahrscheinlich alle Menschen diese Form von Rationalisierung oder menschlicher Industrialisierung erschreckend.

Nun, was fehlt?

Es ist ganz einfach – es fehlt die Menschlichkeit, die realistische Wahrnehmung von uns als Menschen und dem entsprechend eine menschliche Gestaltung von Arbeit, Leben und zwischenmenschlichen Beziehungen.

Nun überlegen Sie mal – was finden Sie besser? Wenn jemand Sie zwar freundlich aber wie ein Objekt behandelt oder wenn Sie jemand wie einen Menschen behandelt, Sie als Menschen wahrnimmt?

Ich denke, dass jeder als Mensch gesehen und behandelt werden möchte, – vollkommen unabhängig von Ideologien, Rationalisierung, Profitoptimierung, etc.

Es gibt sehr viele Menschen, die andere Menschen nur als Beute sehen, als Möglichkeit sich selbst zu bereichern, selbst zu gewinnen auf Kosten der anderen. Man könnte das als egoistisch, dissozial, herzlos und kurzsichtig bezeichnen. Wenn der Mensch nicht mehr als eine ersetzbare Arbeitskraft ist oder ein Klient/Kunde, der Geld bringt, dann ist das schon traurig, aber heute leider bittere Realität in vielen Bereichen.

Und was passiert, wenn Sie sich als Menschen präsentieren und andere Menschen wie Menschen behandeln, auf Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen Rücksicht nehmen, ihnen Respekt entgegen bringen?

Dann passiert das große Wunder. Das Leben befreit sich aus dem Korsett der Normen, der Erstarrung, fängt an zu pulsieren und alles wird irgendwie leichter, menschlicher, netter, auch humorvoller und selbst für schwierige Probleme lassen sich dann leichter Lösungen gemeinsam finden. Und so wird Menschlichkeit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor. Mit Menschlichkeit gehen so viele positive Dinge einher wie gute Kommunikation, Vertrauen, Zusammenarbeit, positive Beziehungen, Flexibilität, Lebensfreude, etc.

Bereits Cosimo de` Medici wusste um dieses „Geheimnis“. Er war in vielfacher Hinsicht eine Größe, – politisch, wirtschaftlich wie auch als Förderer der Kunst und der Architektur. Er hat viel für die Renaissance getan. Unter seiner Herrschaft ist Florenz aufgeblüht. Seine Biographie ist faszinierend. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse war eben nicht nur das Kosten-Nutzen-Verhältnis in allem zu sehen, sondern auch der menschlichen Seite Respekt zu zollen und auf die Bedürfnisse, Wünsche und besonderen Eigenschaften beispielsweise seiner Künstler einzugehen. So gab es zwar Verträge, aber die menschliche Seite wurde ebenso beachtet und gewürdigt. Nur so war es ihm möglich auch mit schwierigen Menschen erfolgreich zusammenzuarbeiten und stets das Beste für beide Seiten zu gewinnen.

Wir müssen nicht wie perfekte Maschinen funktionieren, – Sie nicht und Ihre Mitmenschen, Kollegen oder Partner auch nicht. Wir sind Menschen. Wir müssen uns nur daran ab und zu erinnern und uns auch menschlich verhalten, uns als Menschen begegnen.

Mensch sein führt zur Lösung von Stress, führt zu Entspannung. Probieren Sie es einfach mal. Seien Sie menschlicher zu sich selbst und zu anderen. Sehen Sie in anderen den Menschen. Gehen Sie auf ihn ein. Arbeiten Sie zusammen an der Befriedigung ihrer Bedürfnisse und Wünsche. Dann entstehen echte Win-Win-Situationen, langfristige, positive Beziehungen und auch geschäftlicher oder privater Erfolg. Als Menschen brauchen wir eine gute Partnerschaft, gute Freunde, gute Kollegen, gute Klienten. Wir brauchen gute Beziehungen, um uns wohl zu fühlen.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und integrieren Sie die Menschlichkeit in Ihr Denken, Fühlen und Handeln.

Es tut gut!

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Erfolgsgeschichten selbst gemacht!

Wenn überhaupt, dann liest man für gewöhnlich nur die Erfolgsgeschichten von anderen, von sogenannten Promis und Selfmade-Millionären. Aber selbst eine Erfolgsgeschichte schreiben? Geht das denn überhaupt? Und wenn ja, wie macht man das denn?

Ich möchte Ihnen hier ein Beispiel einer selbstgemachten Erfolgsgeschichte zeigen, an der ich aktiv mitgewirkt habe.

Vor ungefähr 8 Jahren habe ich im Internet, in meinem Netzwerk Tardif kennengelernt. Tardif ist Afrikaner und stammt aus Kamerun. Zu der Zeit damals war er in China und hat dort mehrere Jahre eine Ausbildung in traditioneller chinesischer Medizin gemacht, mit Schwerpunkt Akupunktur und Kräuterlehre. Für mich hat das schon an ein mittleres Wunder gegrenzt, da es wohl nur selten vorkommt, dass ein Afrikaner in China TCM lernt. Warum? Weil man einmal wissen muss, dass es so etwas überhaupt gibt. Dann braucht man den Mut einige Jahre ins Ausland zu gehen, in eine völlig fremde Kultur. Und natürlich braucht man auch viel Geld. Wer Afrika ein bisschen kennt, der weiß, dass eine stabile Internetverbindung für ein paar Minuten toll ist, dass kaum Computer, Internet, Bücher, etc. vorhanden sind, dass alles zehnmal schwieriger ist als in Europa oder in den USA und dass es unheimlich schwierig ist so viel Geld zu beschaffen, um damit den Flug, Aufenthalt etc. bezahlen zu können. Kurzum Tardif hat enorme Hindernisse und Herausforderungen gemeistert, um seine Ausbildung dort machen zu können. Und natürlich gab es während der Ausbildung auch Schwierigkeiten und Probleme, die enorme Kraft gekostet haben.

Nun nach vielen Studien hat er seinen Abschluss in TCM gemacht und ist nach Kamerun zurückgekehrt. TCM Kliniken gibt es in Kamerun nicht und so hat er auch keine Anstellung als TCM Praktiker bekommen. Er hat seinen ursprünglichen Beruf als Lehrer wieder aufgenommen. Jahr für Jahr ist vergangen und seine Fähigkeiten hat er in seiner Freizeit genutzt, um kostenfrei seine Mitmenschen vor Ort zu behandeln. Immer wieder hat er wehmütig an seinen Traum von einer eigenen TCM Praxis gedacht, aber offensichtlich war es vollkommen unmöglich eine eigene Praxis aufzubauen, weil schlichtweg das Geld gefehlt hat.

In dieser Zeit hat er dann geheiratet und eine Tochter bekommen. Das Mädchen war eine Frühgeburt und Frühgeburt bedeutet in Kamerun zu 90% den sicheren Tod. Die Kliniken sind nur sehr schlecht ausgestattet. Personal fehlt auch. Nichts funktioniert wirklich. Dank seiner Ausbildung war er aber fähig seine Tochter am Leben zu erhalten und sie gesund über die gefährliche Phase hinüber zu bringen. Auch das ist ein echtes Wunder.

Mittlerweile hatte er schon alle Träume aufgegeben und wir sprachen darüber. Ich sagte ihm, dass es seine Bestimmung wäre, die Menschen zu behandeln und sie mit TCM zu heilen, da er ja auch aus der idealistischen Gesinnung heraus nach China gegangen war, um den Menschen in seinem Land helfen zu können. Ich muss hier auch erwähnen, dass der Vater von Tardif ein großer und bekannter Heiler war, der ihn in der einheimischen Kräuterheilkunde bereits unterwiesen hatte und so der Weg für Tardif als Heiler schon früh begonnen hatte.

Was nützt großer Idealismus, die Bereitschaft große Opfer zu bringen, echte Abenteuer einzugehen, wenn am Ende alles wie eine Seifenblase zerplatzt?

Da kann man mehr als Depressionen bekommen. So ging es dann auch Tardif und er hatte alle Hoffnung auf eine eigene Praxis aufgegeben. Aber zum Glück haben wir darüber gesprochen und ich habe ihm bewusst gemacht, dass das Leben als Lehrer ganz gegen seine Berufung nicht alles gewesen sein konnte. So fingen wir dann an zu überlegen, wie denn eine eigene Praxis unter den schwierigen Umständen realisierbar wäre. Wir haben überlegt, was er alles brauchen würde, – Räumlichkeiten, einheimische Kräuter, chinesische Kräuter, Akupunkturnadeln und Spezialgeräte zur Säuberung der Nadeln, etwas Büroausstattung, Telefon, Internet, etc. Alles in allem kam dann eine Summe von mindestens 1000 Euro und im besten Fall 3000 Euro zusammen. Kredit in Afrika gab es nicht. Private Kreditgeber auch nicht. Was tun?

Ich habe dann fleißig nach Crowdfunding Möglichkeiten recherchiert und schließlich eine amerikanische Plattform gefunden, die nicht Unmengen an Gebühren verlangt hat und auch nicht das Projekt untergehen ließ, falls die gewünschte Summe in einer bestimmten Zeit nicht erreicht wurde. Dies hieß, dass wir zeitlich und auch vom Spendenbetrag her flexibel waren. Jetzt mussten nur noch Spender gefunden werden – „nur noch“. Wer spendet hier in Deutschland für jemanden, den er nicht kennt? Und wie sollen Beträge zusammenkommen, die mindestens die 1000 Euro Marke erreichen, bestenfalls überschreiten?

Zum Glück habe ich ein großes internationales Netzwerk und einige meiner Freunde und Bekannten waren bereit zu spenden. So erreichten wir über einen Zeitraum von über einem Jahr tatsächlich das nötige Minimum, um die Praxis realisieren zu können.

Nun kam das nächste Problem – wie war es möglich Tardif das Geld zu überweisen? Er hatte kein internationales Bankkonto und auch kein paypal account. Schließlich haben wir eine international tätige Bank gefunden, die auch wieder viel Geld verlangt hat, für die Kontoeröffnung. Dann stellte sich heraus, dass jede Überweisung sehr hohe Gebühren verschlungen hat. Nach den ganzen Abzügen blieb für Tardif von seinen Spendengeldern ein Rest von ca. 60%. Und das ist bitter.

Letztendlich hat es gereicht um nach vielen weiteren Schwierigkeiten die nötigen Schritte für die eigene Praxis einzuleiten. Man kann hier wirklich ohne jegliche Übertreibung von einem sehr steinigen Weg sprechen, der durch viele psychische Täler geführt hat, – ein sehr schmerzvoller Weg voller Entbehrungen und Opfer.

Aber dieses Abenteuer, dieses wahnsinnige Projekt eine TCM Praxis in Kamerun aufzumachen, es hat allen Beteiligten gezeigt, dass so etwas funktionieren kann, – gegen alle Hindernisse!

Warum hat es schließlich funktioniert?

Weil wir alle an die Praxis geglaubt haben. Weil wir an Tardif geglaubt haben. Weil wir alle bis zur Schmerzgrenze alles gegeben haben, damit es funktioniert. Wir haben für eine gute Sache gekämpft und gewonnen. Dank Tardifs Praxis werden viele Menschen in Kamerun Heilung finden, die sie sonst nicht erfahren würden. Akupunktur und Kräuter sind auch für arme Menschen bezahlbar. Und wie Tardif sagt, sterben in Kamerun Menschen schon aus nichtigen Gründen, ganz einfach weil kein Arzt, Heiler, etc. vor Ort ist oder weil sie sich einfach keine Behandlung leisten können.

So ist Tardif mit seiner TCM Praxis ein wunderbares Vorbild in seinem Land für eine bessere Zukunft. Und tatsächlich hat er schon interessierte, junge Menschen gefunden, die gerne bei ihm lernen möchten und auch in seiner Praxis mitarbeiten wollen. So ist gestaltet er den Anfang einer besseren medizinischen Versorgung in Kamerun für seine Mitmenschen.

Ich zolle Tardif für seinen Mut, für seinen Einsatz und alle seine Opfer großen Respekt. Er hat seinen Traum nach vielen Jahren tatsächlich verwirklicht und kann nun das leben, was er sich immer erhofft und gewünscht hat. Er wird einmal noch berühmter sein als sein Vater, der auch schon ein großer Heiler war.

Wie Sie sehen, kann jeder seinen Traum Wirklichkeit werden lassen, – selbst unter schwierigsten Bedingungen. Wichtig sind nur gute Freunde, wahre Werte, der Glaube an sich selbst und an seinen Traum und dann kann jeder seine eigene Erfolgsgeschichte schreiben.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Leben Sie Ihre Träume! Und auch wenn die erste Zeit hart sein sollte, danach werden Sie sich wunderbar fühlen, denn dann haben Sie Großes geleistet und können sich an den Früchten Ihrer Arbeit erfreuen. Dann ist die Welt in Ordnung.

 

PS: Sie finden Jean Tardif Lonkog auch im Internet, u. a. bei facebook:

http://www.gofundme.com/1e616w

http://www.holistichealingclinic.sura/

http://holistichealingclinic.jimdo.com/holistic-healing-clinic/

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Guter Egoismus?

Die meisten von uns haben gelernt, dass Egoismus böse ist. Einige haben genau das Gegenteil gelernt, dass nur Egoismus gut ist. Tasächlich krankt die Welt am Egoismus, insbesondere an dem der Mächtigen und der Ungebildeten.

Wenn man einmal lange über den Begriff Egoismus nachdenkt, so stellt sich heraus, dass er auch seine zwei Seiten hat, wie alles andere in der Welt. Man kann also sagen, dass es so etwas gibt, wie den gesunden, natürlichen, positiven Egoismus, – das Sorgen um die eigenen Bedürfnisse und Wünsche, und eine negative Form, wie sie allgemein im Gespräch ist. Da geht es auch um die eigene Bedürfnisbefriedigung, aber auf einer ungesunden, rücksichtslosen Art und Weise.

Was gut und gesund ist, und was nicht, zeigt sich also hier erst im Kontext mit der Gesellschaft, im Zusammenhang mit anderen Menschen und im Weiteren mit der Natur.

Es ist klar, dass jedes Lebewesen und auch jeder Mensch für sich sorgen muss. Wir müssen uns ernähren, wir brauchen ein zu Hause, wir haben persönliche und zwischenmenschliche, soziale Bedürfnisse, wir haben Wünsche, – wir sind tatsächlich ständig dabei uns um unsere Bedürfnisse zu kümmern. Die ganze Welt dreht sich um unsere Bedürfnisbefriedigung und die Erfüllung unserer Wünsche. Das ist normal, natürlich. So funktionieren wir.

Nun haben wir die Wahl, wie wir unsere Bedürfnisse befriedigen wollen – destruktiv, durch die Ausbeutung, Ausnutzung von anderen und der Umwelt oder konstruktiv, durch ein Miteinander, durch Zusammenarbeit, durch einen Austausch von Leistungen, ein Geben und Nehmen.

Der destruktive Weg scheint der einfachere zu sein. Man nimmt sich einfach, was man braucht oder haben will. Allerdings sind die Konsequenzen auch negativ. Klassische Egoisten sind nicht sehr beliebt. Manchmal kommen sie sogar in den Knast.

Für den konstruktiven Weg braucht man tatsächlich etwas mehr Energie, etwas mehr Empathie, Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der anderen. Hier liegt der Schlüssel zum Glück in der gegenseitigen Hilfe Wünschen und Bedürfnissen nachzukommen. Man dient sich mit seinen Leistungen gegenseitig. Eine Hand wäscht die andere. Das ist gesunder, positiver, sozialer Egoismus.

In einer höheren Form zeigt sich das dann auch in der Gesellschaft. Der Einzelne dient der Gesellschaft und die Gesellschaft dient dem Einzelnen. Das entspricht den positiven Kreisläufen in der Natur.

Wenn die Menschen erkennen, dass sie am meisten profitieren, wenn sie sich gegenseitig dienen, dann herrscht der sprichwörtliche Himmel auf Erden. Aber bis jetzt leiden wir eher unter dem parasitären Verhalten von so einigen Menschen, die auf Kosten vieler leben. Diese negative, klassische Form von Egoismus bringt sehr viel Leid.

Aus China stammt auch eine sehr schöne Geschichte zu dem Thema. Da wird ein Meister gefragt, worin denn der Unterschied zwischen Himmel und Hölle bestehen würde. Der Meister antwortet, dass es im Prinzip im Himmel wie in der Hölle gleich aussieht, nur in der Hölle leiden die Menschen. An beiden Orten steht ein großer Tisch, voll von Köstlichkeiten. Das Problem ist, dass das Besteck sehr lang ist. In der Hölle versuchen die Menschen vergeblich sich selbst mit dem langen Besteck das Essen in den Mund zu führen und so hungern sie. Im Himmel dagegen füttern sie sich gegenseitig und sind so alle glücklich.

Nur gemeinsam ist man stark, stark und erfolgreich. Wenn man sich gegenseitig hilft, dann kommt man weiter. Nur der indirekte Egoismus führt zum Ziel.

Mal schauen, wie lange die Menschheit braucht, um diese Lektionen gelernt zu haben. Nicht das Kämpfen macht glücklich, sondern das Miteinander zum Wohl aller.

Unser Leben wurde schon viel zu lange von Egoismus, Kämpfen, Konkurrenzdenken und Ausbeutung bestimmt. So langsam wird es Zeit für positive Veränderungen, – meinen Sie nicht?

In diesem Sinn – lassen Sie uns für uns alle das Beste aus unserem Leben machen.

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