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Achtung! Emotionale Ansteckungsgefahr!

Nicht nur Viren sind ansteckend! Auch die Stimmung kann sehr ansteckend sein, im positiven Sinn wie auch im negativen. Das erleben wir nahezu täglich, – zu Hause, im Büro, in der Freizeit, mit Familie, Freunden, Kollegen, aber auch mit fremden Leuten, denen wir in der Öffentlichkeit begegnen.

Stimmungsviren werden auch gerne weitergereicht – wie früher der schwarze Peter im Kartenspiel. Das ist durchaus interessant zu beobachten. Zum Beispiel läuft auf der Arbeit ein Projekt nicht rund. Der Chef ist eh schon genervt und dann platzt ihm der Kragen. Er lässt seinen Frust und Ärger am nächstbesten Mitarbeiter aus. Der Mitarbeiter kann nichts dafür, bekommt aber die volle Salve ab. Abends kommt er dann nach Hause. Die schlechte Stimmung hat er als Gepäck dabei und reicht sie direkt weiter an seine Frau. Seine Frau bekommt den Ärger vom Chef weitergereicht durch ihren Ehemann. Der Ehemann entlädt sich, lädt die emotionale Last bei seiner Frau ab. Nun hat die Frau den Ärger. Da kommt der Sohn rein, hat nichts verbrochen, kriegt aber nun den Ärger von seiner Mutter. Diesen Ärger gibt der Sohn an seine Schwester weiter. Und die Schwester entlädt den Ärger mit einem Tritt gegen ihr Spielzeug.

Ich finde es sehr interessant, wie so emotionale Ladungen weitergereicht werden, bis sie schließlich durch eine körperliche Reaktion verschwinden. In der Regel sind das vollkommen unterbewusste Aktionen und Reaktionen. Es ist so als hat einer ein faules Ei in der Hand und versucht es dem nächstbesten in die Hand zu drücken, um sich davon zu befreien. Genauso funktioniert dies oft mit all unseren negativen Emotionen. Wir suchen einfach nach der nächstbesten Person, um so schnell wie möglich unser faules Ei loszuwerden. So werden gerne Ärger und Frust weitergereicht. Aber auch depressive Gefühle, Traurigkeit, miese Laune, etc. will man schnell loswerden und weitergeben. Da kommt man froh gelaunt zu Besuch. Die Freundin ist schlecht drauf. Man wehrt sich noch, aber schwupps hat die schlechte Stimmung schon auf einen übergegriffen. Während die Freundin sich durch das Gespräch sichtlich erholt, hat man dann selbst die schlechte Stimmung an der Backe. Oder Sie gehen nichts ahnend zum Becker morgens, wollen nur Ihre Brötchen holen. Da werden Sie von der Seite angesprochen und müssen sich aus heiterem Himmel die furchtbare Lebensgeschichte einer Person anhören, die Sie noch nie in Ihrem Leben getroffen haben.

Teilweise spricht man auch vom seelischen Mülleimer. Menschen laden ihren seelischen Müll bei anderen ab, um sich besser zu fühlen. Dann gibt es noch spezielle Menschen, die besonders anziehend für so eine Entladung wirken. Sie werden häufig bei Problemen auch von fremden Menschen angesprochen.

In der Familie kann man die Tätigkeit von Stimmungsviren besonders gut beobachten. Da reicht, wenn einer schlechte Laune hat und ganz schnell haben sich alle anderen Familienmitglieder angesteckt. Die schlechte Laune hat übergegriffen und alle infiziert.

Zum Glück funktioniert das Prinzip auch in positiven Sinn. Ein gut gelaunter, fröhlicher Mensch steckt andere mit seiner Stimmung an. In kurzer Zeit verbreitet sich die gute Laune. Das kann man auf Feiern im Familien- oder Freundeskreis gut beobachten. In der Regel warten dann schon alle auf den Stimmungsmacher.

Bei ansteckenden Krankheiten folgt man gewissen Hygienevorschriften, damit sie sich nicht verbreiten können. Ähnlich ist es bei emotionaler Ansteckung, bei Stimmungsviren. Es ist in der Regel nicht gut, sich einfach das nächstbeste Opfer zu suchen, um sich von seinen schlechten Gefühlen zu befreien, sie einfach bei einem anderen zu entladen. Schlechte Emotionen können auch anders entladen werden, ohne schädliche Wirkungen.

Nehmen wir einmal an, Sie sind so richtig sauer, weil irgendetwas nicht so gelaufen ist, wie es sollte. Sie sind voll Ärger, verspüren Aggressionen. Diese Gefühle können Sie entladen, indem Sie körperlich aktiv werden, die Treppe rauf und runter rennen, einen Punching Ball schlagen oder auf dem Klo Ihren Frust herausschreien. Danach geht es Ihnen besser. Sie müssen einfach für sich einen passenden Weg finden, um Ihre schlechten Emotionen, Ihre aufgestauten Gefühle loszuwerden. Ein Boxsack oder Punching Ball leistet großartige Dienste. Sie können aber auch eine Runde joggen gehen, Liegestütze machen oder sonst etwas. Nur lassen Sie es raus, befreien Sie sich und dann können Sie auch ganz normal mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie umgehen, ohne den Ärger weitergeben zu müssen.

Ich persönlich würde jeder Firma und auch jeder Familie die Installation eines Boxsacks bzw. Punching Balls empfehlen. So kann sich jeder schnell abreagieren, bevor echter, zwischenmenschlicher Schaden entsteht.

Das Problem heutzutage ist, dass wir kein echte, natürliche Möglichkeit haben, unsere Gefühle, unsere Anspannungen abzubauen. Wir können weder flüchten, noch kämpfen. Wir müssen immer einen freundlichen, professionellen Eindruck machen. Wo sollen wir dann hin mit unserer emotionalen Energie?

Deshalb – suchen Sie für sich und Ihre Lieben eine adäquate Möglichkeit „Dampf abzulassen“, ohne Schäden zu verursachen, aber auch ohne Ärger herunterzuschlucken, was auch sehr ungesund ist. Achten Sie auf Ihre Psychische Hygiene, vermeiden Sie psychische Umweltverschmutzung.

Und lassen Sie sich von der guten Laune Ihrer Mitmenschen anstecken!

So machen Sie das Beste aus dem Alltag.

 

PS: Wussten Sie, dass aggressive Jugendliche Boxtraining verordnet bekommen, sich dabei abreagieren und dann keine Lust mehr auf Schlägereien verspüren? Wir brauchen einfach die Möglichkeit uns abzureagieren, überschüssige, ungesunde Energie loszuwerden – ohne jemanden zu verletzen.

 

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Total Quality (Miss-)Management

Management gibt es schon so lange wie es Menschen gibt, die etwas zu organisieren haben. Alles im Leben wird irgendwie gemanaget, – mal mehr professionell, mal weniger. Wir managen uns selbst, wir managen unser Leben, unsere Beziehungen und unsere Arbeit. Das war tatsächlich schon immer so.

Nun leben wir bekanntlich im Land der Normen, der Bürokratie und der Vorschriften. Psychologisch gesehen ist dies ein Ausdruck von einem erhöhten Bedürfnis nach Sicherheit. Dieser vermeintlichen Sicherheit wird Flexibilität, Eigenverantwortung und Intelligenz geopfert. Wer muss denn noch selber nachdenken, wenn schon alles schwarz auf weiß formuliert ist. Nur leider sind die Normen so wenig perfekt wie die Menschen, die sie anwenden sollen. Tatsächlich sind viele Normen eine Frage der Interpretation von Experten und nur unter Beachtung einer Reihe von rechtlichen Hinweisen anwendbar. Dazu kommen die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Mittlerweile könnte man meinen, dass wir alle zu den Schildbürgern gehören. Da wird beispielsweise auf mehr als einer DinA4 Seite Architekten erklärt, wie sie ein Treppe zu bauen haben oder wie die Schnur eines Schnullers beschaffen sein muss.

Weil Normen scheinbar Spaß machen und das eigene Gehirn möglichst geschont werden soll, erblicken ständig immer neue Normen das Licht der Welt und ersetzen oft alte, die gerade mal ein Jahr alt sind. Die Experten orientieren sich dann aber nicht an den aktuellen, sondern versuchen schon die in der Entstehung begriffenen Normen der Zukunft in ihre Planung mit einzubeziehen – das schafft Sicherheit.

Heutzutage ist schlichtweg alles genormt und für alles gibt es Vorschriften, die zu interpretieren sind und die uns angeblich das Leben und die Arbeit erleichtern. So wurde vor einigen Jahren auch das Quality Management genormt und vorgeschrieben. Jede Firma, die etwas auf sich hält bzw. gegenüber ihren Kunden positiv in Erscheinung treten will, muss sich dem Qualitätsmanagement unterwerfen und sich regelmäßig zertifizieren lassen. Der Gedanke an sich ist durchaus positiv, – die Realität sieht leider ganz anders aus.

Menschen sind (leider) nicht normbar und sie verhalten sich nicht wie Maschinen oder Computer. Auch Geschäftsprozesse entziehen sich gerne Normen. So versagt dann auch zwangsläufig das starre Qualitätsmanagement. Ursprünglich sollte es Qualität und Kontrolle gewährleisten. Tatsächlich setzt es aber die Unternehmen unter Druck Geschäftsprozesse zu beschönigen, Dinge zu bereinigen, Probleme zu vertuschen, – sonst gibt es schließlich nicht die gewünschte Zertifizierung und das ist schlecht für das Image. So führt das Quality Management zu Selbstbetrug, Augenwischerei und verbessert keinesfalls das Management und die firmeninternen Abläufe. Quality Management bedeutet so in erster Linie nur noch mehr Stress, noch mehr Druck und oft noch mehr schlechte Stimmung im Betrieb, weil alles nicht so rund läuft, wie die Vorschriften es verlangen.

Wie kann man nun das ursprüngliche Ziel der Qualitätsverbessung in den Geschäftsprozessen und im Management erreichen?

Die Basis des Betriebes wird immer von Menschen gebildet und Menschen sind für alle Abläufe verantwortlich. Wenn man eine Optimierung erreichen will, so muss bereit sein in die Menschen zu investieren. Das bedeutet einmal in ihre Weiterbildung, in echte Qualifikation zu investieren und zum anderen bedeutet es auch an ihrer Persönlichkeit zu arbeiten. Die Persönlichkeit ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche interne und externe Kommunikation, für die ganze Unternehmenskultur und das soziale Miteinander. Menschen sollten respektvoll, freundlich und positiv miteinander umgehen. Das ist aber heutzutage oft nicht gegeben. Wenn nun die Basis stimmt, dann kann die Organisation selbst optimiert werden und zwar gemäß den zukunftsweisenden Managementlehren, die ein ganzheitlich-sinnvermittelndes Verständnis des Menschen zeigen. Es ist das sogenannte spirituelle Management, was derzeit an Elite Universitäten in der Schweiz und im weiteren Ausland gelehrt wird.

Für alle Bedürfnisse gibt es mittlerweile sehr gute Angebote und so kann jede Firma Spezialisten engagieren, um ihre Qualität zu managen.

Hypno-Coaching ist eine sehr effiziente Art den Mitarbeitern zu helfen Stress aktiv abzubauen, positiver zu kommunizieren, Blockaden zu lösen und insgesamt leistungsfähiger zu werden.

Vorschriften mögen scheinbar das Gehirn entlasten, aber ich halte es lieber mit der bekannten Psychologin Vera Birkenbihl und schließe mich ich Ihrem Ausruf an: „Werden Sie vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer!“

Das Leben erwartet Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein und kreative Intelligenz. Das Leben besteht nicht aus Papier mit aufgedruckten Normen.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und Ihrer Firma!

 

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