Beiträge getaggt mit Geborgenheit

Mein Haus, mein Boot, mein Auto, – worüber definieren Sie sich?

Kennen Sie noch die Werbung, wo sich zwei alte Freunde treffen und einer der beiden zückt seine Fotos „Mein Haus, mein Auto, mein Boot…“ und der andere guckt nur verdattert aus der Wäsche?

Viele Menschen wollen im Leben etwas erreichen. Sie setzen sich Ziele und arbeiten auf sie hin. Sie identifizieren sich mit ihren Wünschen, ihren Zielen. „Wenn ich XY erreicht habe, dann bin ich glücklich, dann verdiene ich mir Anerkennung, dann bekomme ich Respekt, dann bin ich jemand…“

Nun gibt es materielle Ziele, finanzielle und auch immaterielle. Es liegt an uns selbst, an was wir glauben, was wir uns wünschen, was wir erreichen wollen. Während der eine sein Ideal darin sieht, möglichst schnell reich zu werden, um sich dann all seine Wünsche erfüllen zu können, sieht ein anderer sein höchstes Glück darin vielleicht ein exzellenter Tänzer zu werden oder eine Familie zu gründen, Kinder zu haben.

Im Prinzip ist es so, dass man relativ früh anfängt seinen Einsatz zu verteilen oder zu bündeln, wie im Casino auf dieses oder jenes zu setzen, ohne wirklich zu wissen, was da kommen mag, ob sich alles so entwickelt, wie man es sich vorgestellt hat, ob man mit seiner Strategie wirklich gewinnt. In der Regel ist man erst hinterher schlauer. Dann stellt man z. B. fest, dass man als Firmenchef zwar viel Geld verdient, aber keine Zeit mehr hat, es zu genießen. Oder, dass man jetzt stolzer Besitzer eines eigenen Boots ist, aber kaum Gelegenheit hat, es auch wirklich zu benutzen.

Gerade heutzutage ist er sehr verlockend sich materielle und finanzielle Ziele zu setzen und zu sagen „Wenn ich das erreicht habe, dann geht es mir gut, dann bin ich glücklich!“ Ja und wenn der Tag gekommen ist, dann kann es sein, dass da kein Glücksgefühl aufkommt, dass da eher eine Leere ist, eine Enttäuschung. „Ist das alles? Soll es das gewesen sein? Und dafür hab ich all die Jahre hart gearbeitet?“

Oft hat man diesen Effekt schon bei den relativ kleinen Dingen. Da lechzt man nach dem neusten Handy oder der neusten Handtasche und hat man die Sachen dann für viel Geld gekauft, fehlt das Gefühl der Befriedigung, das Glücksgefühl und schon ist man wieder auf der Suche nach der nächsten „tollen“ Sache, die man unbedingt haben will, unbedingt braucht, die lebenswichtig ist. Ja und da wartet schon die nächste Enttäuschung.

So schön oder toll gewisse materielle Dinge erscheinen mögen – sie geben uns in der Regel nichts, keine echte Befriedigung. Sie machen uns nicht glücklich. Und so begeben wir uns weiter auf die Suche. Und suchen und suchen und kaufen und kaufen….

Und irgendwann geht uns vielleicht ein Licht auf, dass wir die ganze Zeit in der äußeren Welt etwas suchen, was man nur in sich selbst oder in anderen Menschen finden kann – immaterielle Dinge wie Liebe, Geborgenheit, Freundschaft, Freude, aber auch Sinnhaftigkeit, Werte, höhere Ziele. Wenn wir dies erkannt haben, dann können wir unser Leben damit bereichern, können unserem Leben einen tieferen Sinn geben, bewusst etwas Nachhaltiges schaffen. Und dann fühlen wir uns gut, dann sind wir motiviert, dann sind wir stark und überwinden Barrieren und Hindernisse, dann freuen wir uns und fühlen uns lebendig. Dann brauchen wir auch nicht unbedingt die neusten Schuhe, das neuste Handy. Dann müssen wir nicht mehr verzweifelt in der äußeren Welt Erfüllung suchen, dann haben wir das, was wichtig ist, in uns selbst entdeckt.

Wenn man die immateriellen Werte erkannt hat, dann kann man sie mit materiellen Zielen verbinden und sich so ein erfülltes, glückliches Leben in Balance gestalten. Denn nur, wenn wir gleichermaßen „innen wie außen“ respektieren, können wir das Beste aus unserem Leben machen.

Überlegen Sie einmal, was für Sie Sinn macht, welche Werte für Sie wichtig sind, welche Erfahrungen und Gefühle Sie erleben möchten. Und dann denken Sie einmal darüber nach, wie Sie Ihre materielle Welt gestalten wollen, was Ihnen hier wichtig ist. Sie werden bestimmt für sich die richtige Mischung finden. Und dann können Sie auf Ihre Ziele hinarbeiten, – das Beste aus Ihrem Leben machen!

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Warum die Entwicklung des Urvertrauens so wichtig ist

Den Begriff „Vertrauen“ kennt jeder, hoffentlich aus eigener Erfahrung. Vertrauen ist existentiell. Es ist die Grundlage jeder funktionierenden, erfolgreichen Beziehung. Es ist die Grundlage der menschlichen Gesellschaft.

Dann gibt es noch den Begriff „Urvertrauen“. Urvertrauen entsteht in der frühsten Kindheit durch die bedingungslose Liebe und Fürsorge der Eltern. Urvertrauen bedeutet die Erfahrung von existentieller Sicherheit, von Geborgenheit. Es ist die innere Erfahrung unter der Obhut der Eltern und ihrer Liebe leben und wachsen zu können. Alles ist da, alles wird gegeben, damit sich das Kind entfalten kann, damit es wachsen und gedeihen kann. Für das Kind ist die Welt vollkommen in Ordnung. Es lebt in einem Zustand der Fülle. Alle Bedürfnisse werden erfüllt, die körperlichen wie die seelischen. Die Liebe und Zuwendung der Eltern lässt das Kind sich seelisch gesund entwickeln. Die Erfahrung der emotionalen Fülle, der Geborgenheit, schenkt dem Kind ein tiefes Gefühl von innerer Sicherheit, von Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, eine innere Stärke und Zuversicht allen Herausforderungen des Lebens erfolgreich begegnen zu können. Dieses wunderbare Urvertrauen ermöglicht dem Kind später selbst vertrauensvolle, tiefe Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen, Liebe, Verständnis und Mitgefühl zu empfinden und zu geben.

Kinder, die mit Urvertrauen aufwachsen, entwickeln sich zu stabilen, selbstsicheren Persönlichkeiten, die dem Leben positiv-konstruktiv begegnen und erfüllende Beziehungen eingehen. Die bedingungslose Liebe der Eltern ist tatsächlich das wichtigste Nahrungsmittel der Seele mit lebenslangen Auswirkungen.

Leider gibt es sehr viele Kinder, die dieses Urvertrauen nur bedingt oder nie kennengelernt haben. Diesen Kinder fehlt die Nahrung für das gesunde Wachstum, die gesunde Reifung der Seele und der eigenen Persönlichkeit. Die Folgen sind oft katastrophal. Es kann vielerlei Probleme geben, – ein Mangel an Selbstsicherheit, an Wertschätzung, Selbstvertrauen, an Beziehungsfähigkeit, an der Fähigkeit seine Gefühle auszudrücken oder generell mit Gefühlen umzugehen, Probleme Liebe und Mitgefühl zu entwickeln und vielfach treten auch allerlei Ängste auf bis hin zu Aggressionen, Depressionen, sozialem Rückzug, allgemeinem Misstrauen. Nicht selten entwickeln die Betroffenen psychische Störungen bzw. regelrechte Krankheiten.

Heutzutage hat in vielen Ländern die Idee der bedingten, leistungsabhängigen „Liebe“ die ursprüngliche, unbedingte, natürliche Form der Liebe verdrängt. Schon früh müssen kleine Kinder um die Liebe ihrer Eltern kämpfen und Leistungen erbringen, um ein paar Zärtlichkeiten oder Streicheleinheiten zu bekommen. So werden Generationen herangezüchtet, die schon auf sehr viel Leid und psychische Probleme vorprogrammiert werden. Was werden sie für Eltern sein, die die selbst keine bedingungslose Liebe erfahren haben, die statt dessen konditioniert wurden? Liebe, Zuwendung als Belohnung für eine erfolgreiche Leistungserbringung?

Dinge zu erschaffen, etwas zu erarbeiten, Leistung zu bringen – das gehört zur menschlichen Natur. Hier motiviert der Sinn für den wir arbeiten. Wir müssen nicht extra gequält werden, um unserer Natur zu folgen, kreativ, schöpferisch tätig zu werden, etwas zu leisten. Es ist das falsche Verständnis von Leistung, von Leistungsgesellschaft.

Es ist so unendlich wichtig unseren Kinder all das zu geben, was sie brauchen, um sich gesund und harmonisch zu entwickeln. Machen Sie als Eltern das Beste aus dem Leben Ihrer Kinder! Schenken Sie ihnen ganz viel Liebe, Sicherheit, Geborgenheit und helfen Sie ihnen ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Dann werden Ihre Kinder zu „Selbstläufern“, die sich ganz von alleine prächtig entwickeln.

 

PS: Das Urvertrauen steht auch noch in einem höheren Kontext. Es ist das spirituelle Gefühl der Einheit mit der Natur, mit allen Lebewesen, mit der ganzen Schöpfung. Es ist die Erfahrung der Urharmonie, der Urfülle. Viele Naturvölker kennen noch dieses Gefühl. Die Natur gibt ihnen alles, was sie brauchen und sie fühlen sich in der Natur zu Hause. Dieses Gefühl der Einheit lässt keine Gedanken an Krieg oder Ausbeutung aufkommen. Es steht für vollkommene Harmonie, für Frieden, für das gesunde, natürliche Miteinander. „Leben und leben lassen.“ Eine interessante Alternative zu den Idealen unserer Zeit.

 

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