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Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum immer alles so kompliziert sein muss? Warum es nicht einfacher geht?

Die Gründe dafür sind relativ einfach, teilweise banal, aber durchaus interessant. Zusammengefasst kann man sagen: „Wir wollen es so!“ Es ist schlichtweg eines der vielen Paradoxien im Leben, wo wir uns zwischen zwei Polen hin- und hergerissen fühlen. Einerseits sehnen wir uns nach Einfachheit und andererseits befriedigt die Komplexität viele Bedürfnisse und Interessen.

Nun, warum ist denn alles so komplex? So kompliziert?

Ein Randaspekt ist die natürliche Vielfalt. Alles in der Natur existiert in einer unendlichen Vielfalt, in unzähligen Variationen. Es gibt nicht nur eine Pflanze, ein Tier, einen Menschen. Das Leben selbst ist komplex und damit durchaus anspruchsvoll. Andererseits sorgt die Natur dafür, dass alle Lebewesen bestens klarkommen. Wir haben eigentlich alles an Anlagen und Fähigkeiten, um sämtliche Herausforderungen des Lebens zu meistern.

Prinzipiell macht sich der Mensch das Leben selbst schwer. Das hat zwei Gründe.

 

Der erste Grund:

Der Mensch hat ein ganz großes Sicherheitsbedürfnis gekoppelt mit einer ausgeprägten „Denk-Faulheit“. Dabei nutzt er unbewusst eine gewisse kindliche Logik, die in der Realität nicht wirklich funktioniert. Das bedeutet, dass der Mensch versucht alle Aspekte des Lebens schriftlich in Form von Normen, Verordnungen, Leitlinien und Gesetzen zu fixieren. Dieses Abbild des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens mit all seinen Prozessen soll dem Menschen Sicherheit geben. Gemäß der kindlichen Logik braucht man ja dann nur nachlesen, wie man sich wann wo verhalten soll. Das heißt auch, dass man als Mensch von Eigenveranwortung und dem „selber denken müssen“ entbunden wird.

„Irgendein Experte hat es dahin geschrieben, der wird schon wissen warum, da brauch ich nicht noch selber nachdenken und verkehrt machen kann ich auch nichts!“ Dieser Gedankengang hat dazu geführt, dass selbst der Krümmungsgrad einer Banane penibel genau formuliert wurde und als Richtlinie, als Gesetz besteht. Tatsächlich haben wir mittlerweile so viele Normen, Richtlinien und Gesetze, dass kein normaler Mensch und selbst oft die Fachleute Verständnis und Überblick verloren haben. Das System führt sich selbst ad absurdum. Der Mensch ist überfordert durch seinen Versuch das Leben komplett in Form von Vorschriften abzubilden. Die Bürokratie treibt dabei jedes Jahr immer neue Blüten, was zu noch mehr Problemen und Verwirrung führt. Vieles ist mittlerweile so absurd geworden, dass die Menschen nur noch den Kopf schütteln oder an Schildbürgerstreiche denken. Daneben ist es noch bemerkenswert, dass sehr komplexe Dinge wie die Berechnung von Steuern prinzipiell überschlagsartig auf eine einfache Prozentrechnung reduziert werden können. Da kann man beispielsweise sagen, dass die 12 unterschiedlichen Steueraspekte in der Regel 4% von der Gesamtsumme ausmachen, andere vielleicht 8% und so weiter. D. h., man könnte die Berechnung massiv vereinfachen und hätte die gleichen Ergebnisse. Aber hier siegt u. a. die Liebe zu Statistiken, das Sammeln von Daten, – für welchen Zweck auch immer.

Also – wir Menschen drücken uns gerne vor selbständigem Denken und Eigenverantwortung, wollen eigene Entscheidungen gerne vermeiden oder delegieren und stützen uns sehr gerne auf vermeintliche Experten. Wir möchten auch gar nicht wirklich die Gründe erfahren, warum denn etwas so und so ist und nicht anders. Und wir glauben, dass wir so der Willkür entkommen, dass dann alles richtig und gut ist.

Ursprüngliche hatten Gesetze, etc. eine stützende Funktion. Sie waren vom Umfang her sehr begrenzt und für alle verständlich. Der Mensch nahm sie als Orientierungshilfe, hat selbst Verantwortung für sich und sein Leben übernommen und auch selbst gedacht. Mittlerweile ist aus der Stütze eine Art Korsett geworden, was den Menschen in eine Form presst und hält. Das Leben hat gewissermaßen an Lebendigkeit verloren und ist in Normen erstarrt. Der Mensch muss nicht mehr selbst denken und eigenverantwortlich handeln.

Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag. Überall begegnen wir dem genormten Einheitsbrei, – egal wo. Es sind die genormten Häuser, die genormten Gurken, die genormten Nachrichten, die genormten Menschen – alles ist genormt, alles ist recht langweilig. Die Vielfalt ist abhanden gekommen. Sie trifft man fast nur noch im Ausland und dann freut man sich über das bunte Leben, wo es überall etwas zu entdecken gibt, wo die Menschen sich recht frei entfalten können.

 

Kommen wir zum zweiten Grund:

Hier geht es in erster Linie um ökonomische Interessen. Es ist der Kampf der Lobbyisten um Vorteile und die Marktposition. Jeder will seine Interessen durchdrücken – oft auf Kosten der anderen und auf Kosten der Einfachheit. Abgesehen von Lobbyisten geht es darum, möglichst viel überall mitzuverdienen, – in der Wirtschaft und beim Staat. Je komplizierter hier die Abläufe sind und je mehr Leute eingesetzt werden, desto mehr kann verdient werden (auch an Steuern). Deshalb haben wir kein schlankes Management, was mit einem Bruchteil an Mitarbeitern die Verwaltung in Deutschland organisiert, sondern eine Bürokratie, die stätig wächst, wo jeder etwas verdienen kann, jeder einen Posten bekommt.

Die Eigenverantwortung der Menschen wird dabei immer mehr Richtung Staat verschoben, so dass der Bürger immer abhängiger von der staatlichen Fürsorge wird. Der Staat entwickelt sich immer mehr zu einer Übermutter, die ihr längst erwachsenes Kind immer weiter verhätschelt und die weitere Entwicklung verhindert. Das Kind erstickt dabei an der mütterlichen „Liebe“.

Tatsächlich wollen wir uns alle mit unseren Bedürfnissen in unserer heutigen Ellbogengesellschaft durchsetzen. Wir proklamieren für uns die Extrawürste, in der Regel rücksichtslos. Es ist diese Idee, dass wir für und gegen alles kämpfen müssen. So wird das Leben komplizierter als es sein müsste.

 

Stellen Sie sich einmal vor, unsere Gesellschaft würde wie eine große Familie funktionieren, – mit gegenseitigem Respekt, mit Verständis, mit Liebe, mit dem Wunsch für alle das Beste als Gemeinschaft zu erreichen, auch mit der Fähigkeit auf unwichtige Extrawünsche zu verzichten und sich auf das Wesentliche zu besinnen, auf die wahren Werte im Leben.

Stellen Sie sich einmal vor, jeder Mensch für eigenverantwortlich denken und handeln, für sich die richtigen Entscheidungen treffen, sich an allgemein anerkannten Werten orientieren.

Und stellen Sie sich einmal vor, wir hätten ein schlankes Management anstelle der Bürokratie, anstelle der Herrschaft über das Volk, – wir hätten Dienstleister, die uns verpflichtet sind, was meinen Sie wieviel Geld wir jedes Jahr sparen würden?

In diesem Sinn – je mehr Eigenverantwortung Sie für sich selbst übernehmen, desto freier und wohler werden Sie sich fühlen! Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Sie haben es in der Hand! Sie sind der Regisseur!

Wie einst die Psychologin Vera Birkenbihl sagte: „Werden Sie vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer!“ Befreien Sie sich aus der Norm! Gestalten Sie Ihr Leben einfach und schön!

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Ist Ihr Leben auch genormt?

In Deutschland ist bekanntlich alles genormt und reguliert. Auch unsere Vorstellungen vom Leben sind genormt.

Ein mustergültiges Leben sieht folgendermaßen aus: Nach den Vorgaben der Kinderärzte fängt das Kleinkind an zu krabbeln, zu sprechen und zu laufen. Es kommt nach Norm zur Tagesmutter, in die Kinderkrippe, in die Kindertagesstätte und in den Kindergarten. Nach der Grundschule besucht das Kind das Gymnasium und macht ein gutes Abi. Danach wird direkt zügig studiert. Mit einem guten Masterabschuß geht es weiter in die Wirtschaft. Mit 30 wird dann geheiratet, zwei Wunschkinder kommen im Anschluß. Die junge Familie zieht ins eigene Häuschen. Mann und Frau machen Karriere; die Kinder entwicklen sich nach Norm prächtig. Das Leben schenkt der Familie alles, – Urlaub, Auto, Freundeskreis, persönliches Glück, Hobbys, etc. Dann kommt die Rente, – der goldene Herbst. Nach einem gesunden und glücklichen Leben segnen die Eltern das Zeitliche, während die Kinder den gleichen Weg gehen wie sie. Happy End.

So stellen sich viele Menschen das Leben vor. Von so einem Leben für ihre Kinder träumen die Eltern „Mein Sohn, Du machst erstmal Abi, dann studierst Du Jura, dann heiratest Du und schenkst uns tolle Enkelkinder…“. Und von so einem Leben träumt man vielleicht selbst, wenn man jung ist. Es sind die Meilensteine, die Ziele, die man für sich aufstellt und erreichen will. Wer wünscht sich nicht ein erfolgreiches, erfülltes Leben?

Tatsächlich entsprechen solche Vorstellungen so gut wie nie der Realität und doch hoffen so viele Menschen darauf, dass sie wahr werden – wenn schon nicht für einen selber aber dann wenigstens für die Kinder.

Das Leben ist (zum Glück) nicht genormt, sonst wäre es extrem langweilig. Tatsächlich ist das Leben eine Art Abenteuer mit vielen unvorhergesehenen Wendungen, mit Herausforderungen, mit Gefahren, Risiken aber auch mit Momenten großen Glücks, der Freude und der Liebe. Das Leben ist so facettenreich, dass es in keine Schublade passt und erst am Ende unseres Lebens sind wir schlauer.

Nun ist es sehr hilfreich das Leben realistisch wahrzunehmen und nicht einem genormten „Lebenstraum“ hinterherzulaufen und später hinterherzutrauern, weil er nicht in Erfüllung gegangen ist. Realistisch heißt, sich auf das Abenteuer Leben einzustellen mit all seinen guten aber auch mit all seinen schlechten Seiten, – mit seinen Höhepunkten aber auch mit seinen Tiefpunkten.

Nur dann kann man sich auf eventuelle Gefahren gut vorbereiten, seine Ziele realistisch – machbar – setzen und auch aus einem Tal wieder rauskommen, – weil man weiß, dass nach dem Regen auch die Sonne wieder scheinen wird.

Es ist ja das Geheimnis des Erfolges immer wieder aufzustehen, wenn man hinfällt, an seine Ziele zu glauben, an sich selbst zu glauben, Hindernisse zu überwinden und stets das Beste aus seiner Situation zu machen.

Jeder Mensch macht Fehler, fällt hin, begeht „Dummheiten“. Es ist nur die Frage wie man damit umgeht. Ob man aus seinen Fehlern lernt und weitermacht oder ob man aufgibt und resigniert. Es ist eine Haltungsfrage.

Ein sehr weiser Mensch hat einmal gesagt „Das Leben ist eine Schule. Am Guten sollst Du Dich erfreuen und aus Deinen schlechten Erfahrungen sollst Du lernen. Aber nie darfst Du den Kopf hängen lassen!“

Es tut so unendlich gut loszulassen, – das Idealbild vom Leben, das genormte Leben als Vorstellung loszulassen und ganz einfach authentisch und frei seinen ganz individuellen Weg zu gehen!

Die Menschen um uns herum wissen immer alles besser. Die Gesellschaft und die Medien wissen immer alles besser und versuchen uns zu belehren. Tatsächlich können nur wir selbst wissen, was für uns richtig und gut ist – niemand sonst, auch nicht unsere Eltern, unsere Freunde, Arbeitgeber oder Lehrer, Professoren, etc. Wenn wir das einmal erkannt haben, dann sind wir frei, – frei die richtigen Entscheidungen zu treffen, frei für ein glückliches, erfolgreiches und erfülltes Leben.

Und dann haben wir unser Ziel erreicht!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

Seien Sie realistisch und bleiben Sie authentisch!

Folgen Sie Ihrem individuellen Lebensplan!

 

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