Beiträge getaggt mit Hölle

Fanatismus aus Sicht der Rückführungstherapie

Wenn wir Berichte im Fernsehen über fanatische Gläubige sehen, dann wundern wir uns, wie so etwas möglich ist. Wie kann ein Mensch so einen religiösen Fanatismus entwickeln, dass er bereitwillig Menschen Gewalt antut, sie verfolgt, tötet und auch bereit ist, sich selbst zu opfern – für Gott? Es scheint vollkommen gegen die menschliche Natur zu sein, gegen die Vernunft, den gesunden Menschenverstand und doch gibt es recht viele Fanatiker, die großes Leid über ihre Mitmenschen bringen und keinerlei Einsicht haben, kein Mitgefühl, kein Mitleid. Die eigene fanatische Einstellung steht über allem.

Für gewöhnlich wird Fanatismus damit erklärt, dass die Menschen unter schweren Lebensbedingungen leiden, traumatische Erfahrungen gemacht haben, durch Gehirnwäsche soweit gekommen sind und keine echte Ausbildung bekommen haben. Und irgendwie scheint es eine Form von Wahnsinn zu sein, eine psychische Störung, etc.

Viele Punkte mögen sicherlich beim Fanatismus eine Rolle spielen, aber eigentlich müssten dann doch viel mehr Menschen sich fanatisch verhalten.

Eine ganz andere Sicht der Dinge bekommt man, wenn man mit der Rückführungstherapie arbeitet. Wenn sich hier die Gelegenheit bietet, einen Menschen mit sehr ausgeprägter religiöser Einstellung und einem Hang zum Fanatismus in Hypnose zu versetzen, dann können sich erstaunlich Ergebnisse zeigen.

In den Fällen, wo diese Möglichkeit bestand, hat sich immer das gleiche Bild gezeigt.

In der Sitzung wurde nach dem Ursprung der fanatisch-religiösen Haltung geforscht. „Wir gehen jetzt zurück in die Zeit, in die Situation, die Deine besonders intensive, religiöse Haltung hervorgerufen hat. Wo bist Du jetzt?…“ Der Klient sieht sich dann in einer früheren Inkarnation, in der er großes Leid erfährt, weil er beispielsweise gegen religiöse Gesetze verstoßen hat und den Ärger seiner Glaubensbrüder auf sich zieht. Er weiß, dass er zu dieser Zeit wenig gläubig war und sich nicht wirklich um religiöse Pflichten und Gesetze gekümmert hat. Nun ist er in der Bredouille und muss für sein sündhaftes Leben büßen, die Strafe empfangen, vielleicht sogar den Tod. Dieses traumatische Erlebnis führt ihn zu der Erkenntnis, dass ein gottloses oder sündhaftes Leben das schlimmste ist, was man machen kann und das dies mit furchtbaren Strafen endet. Niemals wieder will er sich gegen Religion und Gott versündigen. Von nun ab will er absolut gottergeben leben und seinen religiösen Pflichten peinlichst genau nachkommen. Für ihn gibt es jetzt nur noch schwarz oder weiß, ein Ungläubiger oder ein wahrer Gläubiger zu sein. Die Ungläubigen sind des Teufels und gehen zwangsläufig in die Hölle, während die Gläubigen auf das Beste hoffen dürfen.

Diese Gedanken zusammen mit dem traumatischen Erlebnis führen dann in der nächsten Inkarnation zu einer absoluten, fanatischen religiösen Einstellung, die extremes und gewalttätiges Verhalten rechtfertigt. Der Fanatiker ist der Gute und alle anderen sind des Teufels. So haben dann natürlich auch nur die wahrhaft Gläubigen Rechte und Wert, während alle anderen Menschen wertloser Abschaum sind.

Die Rückführungstherapie und ihre Forschungsergebnisse erklären sehr viele Phänomene, die sonst nicht wirklich erklärbar sind.

Solche Erscheinungen von Fanatismus können auch in einem Leben sich manifestieren. Es ist die Wandlung vom Saulus zum Paulus durch schwere, traumatische Einwirkungen.

In ähnlicher aber positiver Weise gibt es das Phänomen, dass Schwerkriminelle, Mörder, etc. durch die traumatischen Haftbedingungen zu einer religiösen Einstellung finden und anderen ein tugendhaftes, positives Vorbild geben. Sie lehren dann oft Mitgefühl, Vergebung und Nächstenliebe. Von Gewalt haben sie dann für alle Zeiten abgeschworen. Und gemäß den Forschungen sind sie es, die in einer nächsten Inkarnation dann Priester oder Heilige werden.

Es ist eben immer die Frage, in welche Richtung der Mensch sich entwickelt, – zum Guten oder zum Bösen.

Die Fanatiker machen schließlich irgendwann die Entdeckung, dass ihr Verhalten vielleicht religiös korrekt war, aber nicht wirklich spirituell und positiv. Im Gegenteil haben Sie viel Leid gebracht, über sich und andere und dies wird wiederum neue Veränderungen im Glauben und im Verhalten mit sich bringen.

So lernen wir alle durch unsere Erfahrungen von einer Inkarnation zur nächsten.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und hinterfragen Sie früh genug Ihr Weltbild, um ungesunde Einstellungen auch früh genug zu korrigieren – für mehr Lebensqualität und Lebensfreude.

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Guter Egoismus?

Die meisten von uns haben gelernt, dass Egoismus böse ist. Einige haben genau das Gegenteil gelernt, dass nur Egoismus gut ist. Tasächlich krankt die Welt am Egoismus, insbesondere an dem der Mächtigen und der Ungebildeten.

Wenn man einmal lange über den Begriff Egoismus nachdenkt, so stellt sich heraus, dass er auch seine zwei Seiten hat, wie alles andere in der Welt. Man kann also sagen, dass es so etwas gibt, wie den gesunden, natürlichen, positiven Egoismus, – das Sorgen um die eigenen Bedürfnisse und Wünsche, und eine negative Form, wie sie allgemein im Gespräch ist. Da geht es auch um die eigene Bedürfnisbefriedigung, aber auf einer ungesunden, rücksichtslosen Art und Weise.

Was gut und gesund ist, und was nicht, zeigt sich also hier erst im Kontext mit der Gesellschaft, im Zusammenhang mit anderen Menschen und im Weiteren mit der Natur.

Es ist klar, dass jedes Lebewesen und auch jeder Mensch für sich sorgen muss. Wir müssen uns ernähren, wir brauchen ein zu Hause, wir haben persönliche und zwischenmenschliche, soziale Bedürfnisse, wir haben Wünsche, – wir sind tatsächlich ständig dabei uns um unsere Bedürfnisse zu kümmern. Die ganze Welt dreht sich um unsere Bedürfnisbefriedigung und die Erfüllung unserer Wünsche. Das ist normal, natürlich. So funktionieren wir.

Nun haben wir die Wahl, wie wir unsere Bedürfnisse befriedigen wollen – destruktiv, durch die Ausbeutung, Ausnutzung von anderen und der Umwelt oder konstruktiv, durch ein Miteinander, durch Zusammenarbeit, durch einen Austausch von Leistungen, ein Geben und Nehmen.

Der destruktive Weg scheint der einfachere zu sein. Man nimmt sich einfach, was man braucht oder haben will. Allerdings sind die Konsequenzen auch negativ. Klassische Egoisten sind nicht sehr beliebt. Manchmal kommen sie sogar in den Knast.

Für den konstruktiven Weg braucht man tatsächlich etwas mehr Energie, etwas mehr Empathie, Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der anderen. Hier liegt der Schlüssel zum Glück in der gegenseitigen Hilfe Wünschen und Bedürfnissen nachzukommen. Man dient sich mit seinen Leistungen gegenseitig. Eine Hand wäscht die andere. Das ist gesunder, positiver, sozialer Egoismus.

In einer höheren Form zeigt sich das dann auch in der Gesellschaft. Der Einzelne dient der Gesellschaft und die Gesellschaft dient dem Einzelnen. Das entspricht den positiven Kreisläufen in der Natur.

Wenn die Menschen erkennen, dass sie am meisten profitieren, wenn sie sich gegenseitig dienen, dann herrscht der sprichwörtliche Himmel auf Erden. Aber bis jetzt leiden wir eher unter dem parasitären Verhalten von so einigen Menschen, die auf Kosten vieler leben. Diese negative, klassische Form von Egoismus bringt sehr viel Leid.

Aus China stammt auch eine sehr schöne Geschichte zu dem Thema. Da wird ein Meister gefragt, worin denn der Unterschied zwischen Himmel und Hölle bestehen würde. Der Meister antwortet, dass es im Prinzip im Himmel wie in der Hölle gleich aussieht, nur in der Hölle leiden die Menschen. An beiden Orten steht ein großer Tisch, voll von Köstlichkeiten. Das Problem ist, dass das Besteck sehr lang ist. In der Hölle versuchen die Menschen vergeblich sich selbst mit dem langen Besteck das Essen in den Mund zu führen und so hungern sie. Im Himmel dagegen füttern sie sich gegenseitig und sind so alle glücklich.

Nur gemeinsam ist man stark, stark und erfolgreich. Wenn man sich gegenseitig hilft, dann kommt man weiter. Nur der indirekte Egoismus führt zum Ziel.

Mal schauen, wie lange die Menschheit braucht, um diese Lektionen gelernt zu haben. Nicht das Kämpfen macht glücklich, sondern das Miteinander zum Wohl aller.

Unser Leben wurde schon viel zu lange von Egoismus, Kämpfen, Konkurrenzdenken und Ausbeutung bestimmt. So langsam wird es Zeit für positive Veränderungen, – meinen Sie nicht?

In diesem Sinn – lassen Sie uns für uns alle das Beste aus unserem Leben machen.

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