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Verein zur Förderung positiver Werte in der Gesellschaft

In den letzten hundert Jahren hat die Menschheit große Veränderungen erlebt. Der technische Fortschritt hat zu großen Umwälzungen in allen Aspekten des Lebens geführt. Früher war z. B. alles Bio, Öko, frisch und handgemacht. Heute ist alles industriell gefertigt, kommt von weit her und Bio/Öko sind die Ausnahme.

Früher war die Religion wegweisend für die Gestaltung des Lebens und kulturelle Ereignisse haben die Gesellschaft geformt. Traditionen haben Identität und Sicherheit geboten. Alles war in gewisser Weise einfach und klar.

Mit dem technischen Fortschritt ging viel verloren, wurde vieles unbedeutend oder in sein Gegenteil verkehrt. Wer braucht Gott, wenn er die scheinbar alles erklärende Wissenschaft hat? Wer braucht Religion oder Moral, wenn die Technik einem alle Freiheiten schenkt? Wer braucht Tradition oder Kultur, wenn sie scheinbar doch nur einschränkt?

So ist der Mensch heutzutage scheinbar frei geworden, frei von allem. Leider fehlt ihm die Unterscheidungskraft, die Weisheit und so hat er sich auch von allem, was gut war, losgesagt.

Die Verlockungen der heutigen Zeit sind übergroß. Alle Bedürfnisse, alle Wünsche lassen sich befriedigen. Das menschliche Ego ist entfesselt, ist frei sich zu holen, was es begehrt. Echte Grenzen gibt es nicht mehr. Geld macht alles möglich. Der Stärkere gewinnt. Der Sozialdarwinismus blüht. Verlierer gehören dazu. Und Gewinner sind nur wenige.

Entsprechend haben wir auch mit einer Unzahl von gesellschaftlichen und ökonomischen Problemen zu kämpfen. Wenn an erster Stelle immer das „Ich“ steht, dann bedeutet dies den Kampf gegeneinander. Wenn aber das „Wir“ an erster Stelle steht, dann bedeutet das die Arbeit füreinander.

In vielerlei Hinsicht haben wir mittlerweile den Tiefpunkt menschlicher Entwicklung erreicht und so wird es Zeit für eine Kehrtwende hin zu einem verantwortungsvollen Miteinander auf Basis positiver Werte und menschlicher Tugenden, die die Gesetze der Natur respektieren, anstatt sie ständig zu vergewaltigen. Begriffe wie Weisheit, Nächstenliebe, Verständnis, Respekt, etc., die mittlerweile fast schon aus unserem Wortschatz verschwunden sind, müssen wieder kultiviert werden, müssen wieder Einzug halten in das Leben, in die Gesellschaft, in die Arbeitswelt. Positive Werte müssen wieder Orientierung schenken können. Sie wollen wieder gelebt und erfahren werden. Positive Werte schenken uns all das, was wir zum Leben brauchen, – Glück, Harmonie, Zufriedenheit, Vitalität, Gesundheit, Anerkennung, Wertschätzung, etc. Sie erlauben uns einen positiven Umgang miteinander. Sie sind die Basis von Kultur und wahrer Zivilisation, von wahrer Menschlichkeit.

Es liegt an uns positive Werte wieder zu kultivieren, – für ein besseres Miteinander statt ein leidvolles Gegeneinander. Wir müssen nicht ständig für und gegen alles kämpfen, wie die Ideologen uns vorbeten. Ganz im Gegenteil können wir zusammen mehr schaffen, was jedem Einzelnen dann auch zu Gute kommt.

Der Einzelne arbeitet für die Gemeinschaft und die Gemeinschaft arbeitet für den Einzelnen. Dieses Prinzip war zu allen Zeiten in allen Kulturen und Religionen bekannt und es wurde in vielen unterschiedlichen Geschichten dem Volk gelehrt. Der Egoist wird immer auf der Strecke bleiben und nur in der Gemeinschaft, im Miteinander kann der Einzelne langfristig sein Glück und seine Zufriedenheit finden.

Der „Verein zur Förderung positiver Werte in der Gesellschaft“ ist die deutsche Abteilung der „INTERNATIONAL ASSOCIATION FOR THE SUPPORT OF POSITIVE VALUES“. Die Zielsetzung ist einfach und liegt, wie der Name schon sagt, in der Förderung und Kultivierung positiver Werte im Leben allgemein, sowie in der Gesellschaft und in der Wirtschaft im Besonderen. Positive Werte können aber nur der eigenen, positiven, geistig-seelischen Haltung entspringen. So beginnt die Kultivierung positiver Werte in der eigenen Persönlichkeit in Form von positiven Charaktereigenschaften, auch Tugenden genannt und der Orientierung an Idealen.

Schrittweise können Werte, Tugenden und Ideale wieder ins Bewusstsein geholt werden, indem man sich über ihren Sinn Gedanken macht, sich mit ihren Erscheinungsformen beschäftigt und die Auswirkungen auf sich selbst, die Mitmenschen und die Gesellschaft ergründet. So können dann in weiteren Schritten positive Gedanken und Gefühle in neuen Verhaltensweisen verknüpft und erlebt werden. Wie fühlt es sich z. B. an Mitgefühl oder Respekt gegenüber Mitmenschen zu zeigen? Wie sieht es mit Wertschätzung aus? Was bedeutet Mäßigung im Alltag? Wie verhält man sich weise, etc.?

Die Kultivierung positiver Charaktereigenschaften und Werte schließt aber auch die notwendige Auseinandersetzung mit der negativen Seite mit ein. Warum reagiert ein Mensch egoistisch, rücksichtslos oder demütigend? Was sind die Ursachen? Was sind die Folgen für die Betroffenen? Und was sind die Folgen für die Gesellschaft?

Eine schrittweise Veränderung der eigenen Verhaltensweisen und damit des Charakters, gekoppelt mit der Orientierung an höheren Werten und Idealen, führt allgemein zu mehr Lebensqualität, mehr seelischer Ausgeglichenheit, mehr Lebensfreude und damit auch zu besseren, gesünderen Lebensumständen. Je mehr Menschen sich vor Ort aber auch überregional zusammenfinden, desto mehr kann jeder einzelne im besten Sinne profitieren. Positiv eingestellte Menschen finden in Gleichgesinnten Freunde, Partner und auch Kooperationspartner und das nicht nur national, sondern international, was zu einem interessanten, lebendigen, interkulturellen Austausch führt. Das ist dann eine positive Form von Globalisierung, wo jeder nur gewinnen kann.

Je mehr Menschen sich positiv neuorientieren, desto mehr positiver Einfluss auf Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Religion kann automatisch entstehen und aktiv gefördert werden. So fangen positive Veränderungen im Kleinen an und wachsen dann zu großen heran. Für mehr Lebensqualität für uns alle.

 

Satzung des Vereins (Übersetzung aus dem Englischen):

1 . Die aktuelle Situation

Viele Veränderungen haben in den letzten hundert Jahren im Leben, in Gesellschaft, Tradition, Religion, Wirtschaft und der persönlichen Einstellung zu Mensch und Natur statt gefunden. Diese Veränderungen haben technischen Fortschritt bedeutet, aber kamen auch mit großen Problemen in allen Bereichen des Lebens einher. Ursprüngliche, hohe Werte, die früher das Leben bestimmt haben, sind größtenteils in diesem Prozess, der viel Leid verursacht hat, verloren gegangen. Die Menschen haben ihre positive Orientierung im Leben verloren, – Werte, Tugenden und positiven Prinzipien für eine vitale, gesunde und glückliche Lebensführung. Sie wurden weitestgehend durch unmäßiges Gewinnstreben, materiellen Konsum und ungezügelten Egoismus ersetzt.

 

2 . Ziele

Der Verein hat das Ziel, positive Werte und Tugenden in das Leben zu integrieren und sich an den natürlichen Gesetzmäßigkeiten der Schöpfung und des menschlichen Lebens (die bereits in den positiven Werten reflektiert werden) zu orientieren.

Je mehr diese Ausrichtung auf höhere Werte umgesetzt wird, desto mehr Frieden, Glück, Gesundheit, Harmonie, etc. können sich im Leben zum Wohle aller entfalten.

In einem ersten Schritt kann jeder positive Werte in seiner eigenen Persönlichkeit, im Verhalten und eigenen Leben integrieren.

In einem zweiten Schritt können positive Werte zusammen realisiert werden, mit anderen gemeinsam, in den Familien, Gemeinschaften, – überall, wo sich Menschen treffen und zusammenarbeiten oder zusammenleben.

In einem dritten Schritt können Gleichgesinnte positiven Einfluss auf alle Aspekte der Gesellschaft nehmen, wie der Wirtschaft, der Tradition, Kultur, Religion, usw. Positive Veränderungen zum Wohle aller können realisiert werden.

 

3 . Weitere Ziele

Da es eine internationale Bewegung ist, können sich in jedem Land und jeder Stadt Gleichgesinnte zusammenfinden, – für gemeinsame Aktivitäten, für den Austausch von Erfahrungen und der Zusammenarbeit an Projekten. So findet das Zusammentreffen auf lokaler Ebene, nationaler Ebene und auf internationaler Ebene statt. Dank des World Wide Web können wir uns alle verbinden und gemeinsam positive Werte kultivieren. Auf diese Weise findet ein wertvoller Austausch von Wissen, Kultur und allem Guten statt, so dass weltweit Freundschaften entstehen und die Idee der Menschheit als eine große Familie Schritt für Schritt sich entfalten kann.

Liebe und Verständnis sind das, was wir brauchen, um Brücken zwischen den verschiedenen Völkern zu bauen, um uns weltweit auf die wirklichen Werte im Leben zu konzentrieren. Nur gemeinsam können wir positive Veränderungen realisieren. Und es gibt so viel, was wir voneinander lernen können.

 

4 . Voraussetzungen für die Mitgliedschaft

Es gibt keine wirklichen Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft. Jeder ist herzlich Willkommen, wenn es sein Wunsch ist, sich aktiv an positiven, hohen Werte zu orientieren und sie in sein Leben zu integrieren, – zu seinem Nutzen und zum Nutzen seiner Mitmenschen und der Schöpfung.

Perfektion in der Umsetzung der positiven Werte kann nicht erwartet werden, aber eine ehrliche Orientierung und die persönliche Anstrengung , um sie in die eigene Persönlichkeit und das Verhalten so gut wie möglich zu integrieren. Dies ist sicherlich ein mehr oder weniger langer Prozess.

Erwartet wird auch die Bereitschaft zum Treffen von Gleichgesinnten, für den Austausch von Erfahrungen, für Freundschaft, für die freie Teilnahme an Aktivitäten und Veranstaltungen, sowie für internationalen Austausch, etc.

Ein kleiner Mitgliedsbeitrag (je nach persönlicher Lebenslage) wird benötigt, um die Organisation, die Treffen und Aktivitäten zu finanzieren. Mitglieder mit geringem Einkommen erhalten die Mitgliedschaft kostenlos.

Die Mitgliedschaft endet gemäß der freien Entscheidung eines Mitglieds oder wenn ein Mitglied nicht positiven Werten folgt oder wenn es den Verein durch negatives Verhalten schädigt.

 

5 . Organisation

Regionale Gemeinschaften können von jedem nach den Vorstellungen des Vereins aufgebaut werden. Diese Gemeinschaften müssen sich bei der internationalen Dachorganisation registrieren, so dass sie Zugang zu der Internet-Community bekommen. Eine zweite Möglichkeit ist die direkte Anmeldung bei der Internet-Community, in der sich später Mitglieder von einem Ort sammeln können, um lokale Treffen zu organisieren.

Die Organisation ist auf drei Ebenen strukturiert, – regional, national und international. Auf allen Ebenen werden verantwortliche Organisatoren benötigt. Die Verantwortlichen können von den Mitgliedern demokratisch gewählt werden. Die gesamte Organisationsstruktur ist transparent und für jedes Mitglied zugänglich.

Ray del Sole ist der Gründer des Vereins auf internationaler Ebene. Er ist verantwortlich für das internationale Management und die inhaltliche Gestaltung. Falco Wisskirchen ist der verantwortliche Organisator für den deutschsprachigen Raum.

Aktivitäten, Veranstaltungen und Treffen werden in einer transparenten Art und Weise diskutiert, so dass Lösungen und Entscheidungen verfolgt und von allen Mitgliedern nachvollzogen werden können. Alle Aktivitäten hängen von den freien Entscheidungen der Mitglieder ab. Generell müssen sich alle Aktivitäten an positiven Werten und Idealen orientieren.

Bis eigenen Websites erstellt werden, werden alle Interessenten gebeten sich in den entsprechenden Facebook-Gruppen zu sammeln. Bitte kontaktieren Sie Falco Wisskirchen auf Facebook für den deutschsprachigen Raum oder Ray del Sole für die internationale Ebene.

 

6 . Aktivitäten

Regelmäßige Treffen sind nützlich, um Werte, Tugenden, die Gesetze der Natur und Probleme und Lösungen für die Umsetzung von Werten in das Leben zu diskutieren und über die eigenen Erfahrungen, Fortschritte, Fehler, Techniken usw. zu sprechen. Regionale Treffen dienen der Inspiration, helfen neue Freundschaften zu bilden, sind gut für die Zusammenarbeit, für alle positiven sozialen Interaktionen und natürlich lassen sich alle Themen der Organisation und der Planung der weiteren Aktivitäten wie Veranstaltungen, etc. besprechen.

Alle Aktivitäten richten sich nach den eigenen Bedürfnissen und Wünschen der Gemeinschaften vor Ort oder folgen  höheren Zwecken wie nationalen oder internationalen Tagungen und Veranstaltungen.

 

Weitere Informationen und Gleichgesinnte finden Sie vorerst in den entsprechenden Facebook-Gruppen.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr Falco Wisskirchen

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Die lange Reise durch alle Schubladen

Irgendwie stecken wir alle in Schubladen. Oft in mehreren gleichzeitig. Die Schubladen geben uns Identität. Sie geben uns Halt, Sicherheit, auch Komfort und Orientierung.

Der eine ist z. B. Italiener, ein anderer Amerikaner, der nächste Inder, Afrikaner, Chinese, etc. Das sind Schubladen, die mit gewissen Vorstellungen, Eigenschaften und oft mit Klischees einhergehen. Letztendlich sind wir in erster Linie Menschen und erst nachgelagert geprägt durch Kultur, Tradition und Religion, durch Sprache und Klima, durch die Gesellschaft.

Dann gibt es noch die Schubladen von Mann und Frau, von Jung und Alt, Single oder verheiratet, und so weiter.

Sehr prägende Schubladen finden sich im Weltbild und in der Religion. Hier ist oft eine starke Abgrenzung gegenüber „Andersgläubigen“ zu finden, die natürlich viele Probleme mit sich bringt. Wie oft hört man, dass eine Glaubensrichtung die „allein glückseligmachende“ ist und alle anderen irgendwie etwas mit einer finsteren Gestalt zu tun haben. Andere sind Ungläubige, irgendwie böse oder unwissend.

Nun letztendlich kann jeder Mensch glauben was er will und auch jede Schublade benutzen, die er möchte. Das ist sein natürliches Recht (auch wenn manche Ideologen das so nicht sehen wollen).

Vielleicht ist Ihnen das auch schon aufgefallen. Irgendwie ist die Welt ein großer Kindergarten, wo sich eben die meisten wie Kinder aufführen und teilweise sich mit Klötzchen bewerfen, streiten, sich gegenseitig beschimpfen, etc. Wenn es mehr Erwachsene gäbe, dann könnte man ja mal vernünftig miteinander sprechen und so konstruktiv Probleme aus der Welt schaffen. Nun die Basis all dieser Probleme, dieser Streitereien ist dieses Schubladen-Denken „Ich bin besser als Du! Du bist blöd! Meine Schublade ist schöner! Deine stinkt!“ – eben Kindergarten.

Stellen Sie sich einmal folgendes vor: Sie sind ein gläubiger Protestant mit schwedischen Wurzeln und leben zurzeit in Deutschland. Sie sprechen Englisch, Schwedisch und Deutsch. Sie sind groß, blond, haben blaue Augen, einen Bart und sind ein Mann. Bisher waren Sie nur in Schweden, England und Deutschland.

Nun kommen Sie in die Praxis eines Hypnotherapeuten wegen einer Schlangenphobie. Nach der Anamnese machen Sie Ihre erste Sitzung und der Therapeut schickt Sie zurück in die Situation, die die Phobie ausgelöst hat. Tatsächlich wissen Sie momentan selbst nicht, warum Sie gerade Angst vor Schlangen haben, da es ja in Schweden kaum welche gibt. Unter Hypnose sieht dies aber ganz anders aus. Plötzlich finden Sie sich in Afrika wieder. Der Therapeut fragt, wie Sie aussehen, wie alt Sie sind, welches Geschlecht Sie haben, etc. Erstaunt stellen Sie fest, dass Sie ein kleiner, afrikanischer Junge sind, der gerade mit den anderen Kindern des Dorfes auf „Jagd“ ist. Die Jungen spielen Jäger und pirschen durch den Busch mit ihren Speeren, um Tiere zu erlegen. Soweit macht alles noch Spaß, bis Sie als kleiner Junge eine große Kobra aufschrecken. Die Kobra baut sich vor Ihnen auf, bedroht Sie. Sie haben unheimliche Angst, sind starr vor Schreck und dann beißt sie zu. Das Gift ist tödlich. Der Medizinmann kann Ihnen nicht mehr helfen.

Der Therapeut hilft Ihnen diese Erfahrung zu verarbeiten und durch die Bewusstwerdung über die Ursache Ihrer Angst vor Schlangen geht es Ihnen schon direkt besser. Sie verstehen, dass die Angst ein Teil Ihrer Vergangenheit ist, aber nichts mehr mit der Gegenwart zu tun hat.

Sie sind unglaublich fasziniert von Ihrer Erfahrung als kleiner afrikanischer Junge im Busch und möchten mehr darüber erfahren. So entschließen Sie sich weitere Rückführungen zu machen. Sie erleben sich in der Vergangenheit als Italiener, Römer, als Grieche, als Christ während der Anfänge des Christentums in der heutigen Türkei, Sie sehen sich als Muslim, wie Sie täglich in die Moschee gehen, als Schotte, als indischer Buddhist, als Mutter mit 5 Kindern, als Bauer, Soldat, Händler und so weiter. Und immer fühlen Sie genau, dass diese Erlebnisse Teile Ihrer Vergangenheit sind, dass Sie all das wirklich erlebt haben. Und Sie erkennen auch alte Weggefährten, Freunde, Partner, Kinder in Ihrem heutigen Leben wieder. Es scheint, dass Sie alle irgendwie von einem Leben zum nächsten schreiten, durch alle Kulturen, alle Zeiten, alle Religionen.

Und so stellen Sie fest, wie relativ und unwichtig eigentlich all diese Schubladen sind. Sie wissen jetzt, dass wir Menschen viel mehr sind als diese Schubladen, dass die Welt viel größer und wundersamer ist, als wir so denken.

Ihr Horizont, Ihr Bewusstsein ist nun stark erweitert und Sie sehen jetzt mehr die Gemeinsamkeiten als die Gegensätze. Sie sehen die große Schublade „Mensch“, die all die kleinen Schubladen beherbergt.

Vielleicht möchten auch Sie Ihr Bewusstsein, Ihr Weltbild erweitern. Oder Sie finden es in Ihrer Schublade gerade angenehm und kuschelig. Wie auch immer – machen Sie einfach das Beste aus Ihrem Leben!

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Der Ursprung des Burn-Out-Phänomens

Das Burn-Out-Phänomen ist so „neu“, dass es noch nicht als offizielle Störung psychopathologisch in der ICD-10, der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ erfasst wurde. Wahrscheinlich wird dies aber noch zeitnah geschehen. Bis dahin kann deshalb auch keine offizielle Diagnose „Burn-Out“ gestellt werden.

Bekannt ist das Erschöpfungssyndrom, dass im rein psychischen Bereich ein Ausdruck von länger andauernder Überlastung bzw. Überforderung darstellt und mit einer depressiven Symptomatik einhergeht. „Burn-Out“ ist aber nicht das gleiche. Beim Burn-Out-Syndrom steht am Anfang ein übermäßiger Leistungswille und Arbeitseinsatz, in der Regel im beruflichen Kontext. Auf Deutsch heisst das, der Betroffene „brennt“ richtig für seinen Job, ist hoch engagiert, macht Überstunden, ist immer bereit auch die schwierigsten Aufträge zu übernehmen und zeigt sich so gegenüber Vorgesetzten als idealer Mitarbeiter. Der Betroffene zeigt also ein überdurchschnittlich hohes Leistungsniveau. Viel Leistung bedeutet auch einen hohen Verbrauch an Energie und damit die Notwendigkeit einer hohen Energiezufuhr. Nun sind die menschlichen Energiereserven relativ beschränkt und man muss ständig „nachtanken“. Und normalerweise tankt man auf durch Pausen, Freizeitausgleich, Partnerschaft, Familie, Sport und Hobbys.

Im Normalfall hält der Mensch ein angemessenes, normales Leistungsniveau in seinem Job, – ohne ständige Überstunden, ohne Sonderaufträge und ohne übermäßigen Zeit- und Leistungsdruck. Dieses normale Niveau lässt sich gut über viele Jahre kontinuierlich halten und im Ausnahmefall können so auch Leistungsspitzen bewältigt werden. Parallel schöpft er neue Kraft durch genügend Pausen, durch Freizeit, durch seine Familie und Freunde, und im besten Fall noch durch gesunde Ernährung und Ausdauertraining. So schliesst sich der Energiekreislauf und so wird das Leistungsniveau gehalten.

Anders sieht es bei dem Burn-Out-Syndrom aus. Der Betroffene verbrennt all seine Energiereserven, ohne genügend Energie nachzutanken, bis er dann schließlich nach einigen Wochen oder Monaten völlig ausgebrannt ist. Die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit ist nicht mehr da, ganz im Gegenteil, – er baut so weit ab, dass er nur noch unterdurchschnittliche Leistung bringt und am Ende gar keine mehr. Das zieht natürlich erhebliche Folgen nach sich. Die Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen werden immer größer. Oft versuchen die Betroffenen durch ungesunde Copingstrategien die Situation zu bewältigen, – mit übermäßigen Genuss von Kaffee, Alkohol, Zigaretten, vielleicht auch mit Missbrauch von Medikamenten. Der Missbrauch von leistungsstärkenden und stimmungshebenden Substanzen verlängert die Leistungsfähigkeit einige Zeit, führt aber zu einem noch intensiveren Abbau der psychischen und körperlichen Gesundheit. Am Ende geht gar nichts mehr und der Betroffene fühlt sich vollkommen ausgebrannt, leer, wahrscheinlich schwer depressiv mit Suizidgedanken, sozial zurückgezogen, isoliert, weil er alles seinem Job geopfert hat. Da hilft dann nur noch die stationäre Aufnahme und Betreuung mit entsprechender Therapie.

Woher kommt nun diese Idee, man müsse überdurchschnittliche Leistung bringen, sich total verausgaben und sein normales Leben dem Job opfern?

Diese Idee ist nicht normal. Sie spiegelt einen übermäßigen Ehrgeiz, Leistungswillen, einen überhöhten Antrieb. Sie hat auch eine Tendenz zu Größenwahn bzw. zur Manie, zur Selbstüberschätzung: „Ich kann alles. Ich schaffe alles. Ich brauche keine Pausen. Ich bin Superman!“ Es ist eine verzerrte Selbstwahrnehmung der eigenen Leistungsfähigkeit, gekoppelt mit dem oft ebenso verzerrten, überhöhten Leistungsanspruch von Vorgesetzten.

So ist das Burn-Out-Phänomen ein Resultat unserer Leistungsgesellschaft, die einen sehr einseitigen Schwerpunkt auf „Leistung“ legt und andere, wichtige Aspekte des Lebens schlichtweg ignoriert und nicht würdigt. Wir sind heutzutage Opfer unseres eigenen Fortschritts, einem technischen Fortschritt, der uns suggeriert, dass wirklich alles möglich ist, – in immer kürzerer Zeit und immer besserer Qualität und höherer Quantität. Der Einzelne schafft heutzutage so viel, wie vielleicht 20 oder 50 Leute vor ein paar Jahrzehnten. Neben diesem unbewältigten technischen Fortschritt leiden die Menschen unter dem atheistisch-materialistischen Weltbild, dass sein Ideal der Gewinnmaximierung über alles stellt, – alles andere dafür opfert. Über Jahrtausende haben Kultur, Tradition und Religion für ein „menschliches“, ausgeglichenes Leben gesorgt, wo es ganz selbstverständlich war, Ruhephasen einzuhalten und die freie Zeit kulturell zu nutzen. Auch Familie und soziale Zusammengehörigkeit hatten einen hohen Stellenwert. Die Arbeit war gut organisiert und die Freizeit ebenso. Der Ausgleich war vorhanden und der Energiekreislauf hat funtioniert.

Heutzutage ist nichts mehr davon übrig geblieben. Der kulturelle, traditionelle und religiöse Reichtum ist verschwunden. Wir haben heute eine „Industriekultur“, die mit echter Kultur nichts mehr gemeinsam hat, im Gegenteil eher eine Verhöhnung darstellt. Das bißchen an qualitativ fragwürdiger Kultur wird heutzutage mehr und mehr zusammengestrichen. Freizeitanlagen, Freibäder, Hallenbäder, Veranstaltungen – sie kosten ja nur und werfen keinen Gewinn ab und die Städte sind ja alle pleite. Auf der anderen Seite wundern sich die Verantwortlichen, warum immer mehr Menschen krank sind.

Es gibt nur einen Ausweg – mehr Balance im Leben, mehr echte Werte, mehr Kontrolle über sogenannten Fortschritt und mehr Menschlichkeit.

Heutzutage sind wir reich an technischem Spielzeug, aber völlig verarmt als Menschen. Denken Sie einmal darüber nach.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben – verzichten Sie auf die Burn-Out-Erfahrung! Bereichern Sie Ihr Leben mit allem, was wirklichen Wert besitzt!

 

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Die moderne Streitkultur

Die Begriffe „modern“ und „Streitkultur“ klingen doch recht gut. Es gibt so einige Menschen in unserer Gesellschaft, die hinter diesen Begriffen stehen, dafür plädieren und aktiv prägen. Man findet sie insbesondere bei politischen Themen und öffentlichen Debatten. Da muss dann gekämpft werden, weil das ja modern ist und zur Kultur gehört. So kämpfen wichtige Menschen für ihre Meinungen und gegen die Meinungen anderer wichtiger Menschen, während viele unwichtige Menschen zuschauen und mehr oder weniger begeistert für den einen oder den anderen applaudieren. Und alle sind ganz stolz darauf, dass wir so zivilisiert sind, so demokratisch sind und so kulturell reich, dass wir uns „um die Wurst“ streiten.

Was in der Politik an der Tagesordnung ist und täglich in der Öffentlichkeit zelebriert wird, ist auch eine kulturelle Erungenschaft im Privatleben und auf der Arbeit, – die wunderbare Streitkultur.

Lassen Sie uns einmal einen Blick hinter die Fassade werfen.

Der Begriff „Streiten“ hat etwas mit Kämpfen und Krieg zu tun, auch mit Gewalt und Aggression. Es geht darum einen Kampf oder Krieg zu gewinnen, Gegner zu vernichten. Man will nicht der Verlierer sein. Die Idee zu kämpfen oder kämpfen zu müssen, ist uralt und sicher nichts Neues. Von Kultur kann auch keine Rede sein. Kampf und Krieg haben nichts mit Kultur oder kultureller Blüte zu tun. Streit, Streitereien, Kämpfe, Kriege – sie appellieren an die niedrigsten Instinkte des Menschen, sie lassen Menschen zu Tieren werden, sie sind destruktiv. Schon in einem kleinen Streit können in der Hitze des Gefechts Worte fallen, die so zerstörerisch sind, dass eine langjährige Beziehung zerbricht. Und trotz all der zerstörerischen Kriege weltweit leben wir heute noch eine „Streitkultur“ und sind auch noch stolz darauf. Wir sind stolz darauf, ständig für unsere Interessen zu kämpfen. Wir kämpfen auch gegen viele Feinde. Wir kämpfen gegen Kohlendioxd, gegen das Ozonloch, gegen Grippe, gegen die Klimaerwärmung – kurzum, wir sind ein kriegerisches Volk. Angela Merkel betont besonders gerne, dass wir alle ständig kämpfen müssen.

Ja, manchmal frage ich mich, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Angela Merkel würde jetzt sagen „Ja, Herr Wisskirchen, das ist alternativlos! Wir müssen kämpfen.“

Frau Merkel hat natürlich immer recht. Sie ist ja schließlich unsere Kanzlerin. Nicht wahr?

Lassen Sie uns mal über eine Alternative zu der Streitkultur nachdenken. Wie wäre es denn beispielsweise mit einer Kultur der werteorientierten Kommunikation? Stellen Sie sich einmal vor, man würde miteinander sprechen, man würde sich gegenseitig respektieren, Verständnis füreinander zeigen, sich über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche austauschen, gemeinsam nach Lösungen suchen, seine Energie in konstruktive Zusammenarbeit stecken, etc. Was denken Sie? Wäre das nicht vielleicht sinnvoller und besser für alle? So ganz ohne Streit, ohne Egoismus, ohne Aggessionen?

Stellen Sie sich so eine nette, positive Kultur einmal auf der normalen zwischenmenschlichen Ebene vor. Wenn es z. B. in der Familie ein Problem gibt und alle setzen sich an den Tisch, reden über ihre Wahrnehmung der Situation, ihre Bedürfnisse, Wünsche, denken gemeinsam über mögliche Lösungen nach, finden eine, die für alle gut ist und setzen sie gemeinsam um – wie wäre das?

Und nun denken Sie einmal an unsere Politiker. Wenn die sich einfach zusammensetzen, ohne Selbstdarstellung, Selbstbeweihräucherung, ohne Beleidigungen und Schauspielerei. Wenn sie einfach nur gemeinsam an einer bestmöglichen Lösung für alle arbeiten – unvorstellbar nicht wahr? Das wäre unglaublich. Eine neue Ära würde anbrechen. Das goldene Zeitalter wäre eingeläutet. Konstruktive Zusammenarbeit statt Streitkultur und Egoismus! Vielleicht erlebe ich es noch in den nächsten 40 Jahren.

Wieviel Energie, Zeit und Aufwand würde man durch so eine kommunikative, verständnisvolle und konstruktive Kultur sparen? Und was könnte man alles mit dieser eingesparten Energie machen?

Stellen Sie sich einmal vor, die Menschen würden weltweit miteinander arbeiten, statt gegeneinander. Die Welt wäre in kürzester Zeit ein besserer Ort.

Doch leider hält die Menschen der kurzsichtige Egoismus davon ab. So verpassen sie die Chancen für ein besseres Leben für alle, weil sie Angst haben selbst zu kurz zu kommen.

Nur wenn man sich gegenseitig hilft, hilft man sich selbst am meisten! Denken Sie einmal darüber nach. Es lohnt sich.

Wenn Ihnen auch etwas an Ihrem Glück liegt, an der Menschheit und unserer Umwelt, wenn Sie auch denken, dass wir nur gemeinsam unsere Welt glücklicher, friedvoller und schöner gestalten können, dann kultivieren Sie doch ganz bewusst eine werteorientierete, konstruktive Kultur des miteinander Sprechens, der Zusammenarbeit. Leben Sie das Gute. Seien Sie ein Vorbild für andere, für Ihre Kinder und Ihre Mitmenschen.

Kommunikation ist alles!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Gemeinsam mit anderen!

 

 

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