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Warum die Entwicklung des Urvertrauens so wichtig ist

Den Begriff „Vertrauen“ kennt jeder, hoffentlich aus eigener Erfahrung. Vertrauen ist existentiell. Es ist die Grundlage jeder funktionierenden, erfolgreichen Beziehung. Es ist die Grundlage der menschlichen Gesellschaft.

Dann gibt es noch den Begriff „Urvertrauen“. Urvertrauen entsteht in der frühsten Kindheit durch die bedingungslose Liebe und Fürsorge der Eltern. Urvertrauen bedeutet die Erfahrung von existentieller Sicherheit, von Geborgenheit. Es ist die innere Erfahrung unter der Obhut der Eltern und ihrer Liebe leben und wachsen zu können. Alles ist da, alles wird gegeben, damit sich das Kind entfalten kann, damit es wachsen und gedeihen kann. Für das Kind ist die Welt vollkommen in Ordnung. Es lebt in einem Zustand der Fülle. Alle Bedürfnisse werden erfüllt, die körperlichen wie die seelischen. Die Liebe und Zuwendung der Eltern lässt das Kind sich seelisch gesund entwickeln. Die Erfahrung der emotionalen Fülle, der Geborgenheit, schenkt dem Kind ein tiefes Gefühl von innerer Sicherheit, von Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, eine innere Stärke und Zuversicht allen Herausforderungen des Lebens erfolgreich begegnen zu können. Dieses wunderbare Urvertrauen ermöglicht dem Kind später selbst vertrauensvolle, tiefe Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen, Liebe, Verständnis und Mitgefühl zu empfinden und zu geben.

Kinder, die mit Urvertrauen aufwachsen, entwickeln sich zu stabilen, selbstsicheren Persönlichkeiten, die dem Leben positiv-konstruktiv begegnen und erfüllende Beziehungen eingehen. Die bedingungslose Liebe der Eltern ist tatsächlich das wichtigste Nahrungsmittel der Seele mit lebenslangen Auswirkungen.

Leider gibt es sehr viele Kinder, die dieses Urvertrauen nur bedingt oder nie kennengelernt haben. Diesen Kinder fehlt die Nahrung für das gesunde Wachstum, die gesunde Reifung der Seele und der eigenen Persönlichkeit. Die Folgen sind oft katastrophal. Es kann vielerlei Probleme geben, – ein Mangel an Selbstsicherheit, an Wertschätzung, Selbstvertrauen, an Beziehungsfähigkeit, an der Fähigkeit seine Gefühle auszudrücken oder generell mit Gefühlen umzugehen, Probleme Liebe und Mitgefühl zu entwickeln und vielfach treten auch allerlei Ängste auf bis hin zu Aggressionen, Depressionen, sozialem Rückzug, allgemeinem Misstrauen. Nicht selten entwickeln die Betroffenen psychische Störungen bzw. regelrechte Krankheiten.

Heutzutage hat in vielen Ländern die Idee der bedingten, leistungsabhängigen „Liebe“ die ursprüngliche, unbedingte, natürliche Form der Liebe verdrängt. Schon früh müssen kleine Kinder um die Liebe ihrer Eltern kämpfen und Leistungen erbringen, um ein paar Zärtlichkeiten oder Streicheleinheiten zu bekommen. So werden Generationen herangezüchtet, die schon auf sehr viel Leid und psychische Probleme vorprogrammiert werden. Was werden sie für Eltern sein, die die selbst keine bedingungslose Liebe erfahren haben, die statt dessen konditioniert wurden? Liebe, Zuwendung als Belohnung für eine erfolgreiche Leistungserbringung?

Dinge zu erschaffen, etwas zu erarbeiten, Leistung zu bringen – das gehört zur menschlichen Natur. Hier motiviert der Sinn für den wir arbeiten. Wir müssen nicht extra gequält werden, um unserer Natur zu folgen, kreativ, schöpferisch tätig zu werden, etwas zu leisten. Es ist das falsche Verständnis von Leistung, von Leistungsgesellschaft.

Es ist so unendlich wichtig unseren Kinder all das zu geben, was sie brauchen, um sich gesund und harmonisch zu entwickeln. Machen Sie als Eltern das Beste aus dem Leben Ihrer Kinder! Schenken Sie ihnen ganz viel Liebe, Sicherheit, Geborgenheit und helfen Sie ihnen ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Dann werden Ihre Kinder zu „Selbstläufern“, die sich ganz von alleine prächtig entwickeln.

 

PS: Das Urvertrauen steht auch noch in einem höheren Kontext. Es ist das spirituelle Gefühl der Einheit mit der Natur, mit allen Lebewesen, mit der ganzen Schöpfung. Es ist die Erfahrung der Urharmonie, der Urfülle. Viele Naturvölker kennen noch dieses Gefühl. Die Natur gibt ihnen alles, was sie brauchen und sie fühlen sich in der Natur zu Hause. Dieses Gefühl der Einheit lässt keine Gedanken an Krieg oder Ausbeutung aufkommen. Es steht für vollkommene Harmonie, für Frieden, für das gesunde, natürliche Miteinander. „Leben und leben lassen.“ Eine interessante Alternative zu den Idealen unserer Zeit.

 

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