Beiträge getaggt mit Motivation

Mein Haus, mein Boot, mein Auto, – worüber definieren Sie sich?

Kennen Sie noch die Werbung, wo sich zwei alte Freunde treffen und einer der beiden zückt seine Fotos „Mein Haus, mein Auto, mein Boot…“ und der andere guckt nur verdattert aus der Wäsche?

Viele Menschen wollen im Leben etwas erreichen. Sie setzen sich Ziele und arbeiten auf sie hin. Sie identifizieren sich mit ihren Wünschen, ihren Zielen. „Wenn ich XY erreicht habe, dann bin ich glücklich, dann verdiene ich mir Anerkennung, dann bekomme ich Respekt, dann bin ich jemand…“

Nun gibt es materielle Ziele, finanzielle und auch immaterielle. Es liegt an uns selbst, an was wir glauben, was wir uns wünschen, was wir erreichen wollen. Während der eine sein Ideal darin sieht, möglichst schnell reich zu werden, um sich dann all seine Wünsche erfüllen zu können, sieht ein anderer sein höchstes Glück darin vielleicht ein exzellenter Tänzer zu werden oder eine Familie zu gründen, Kinder zu haben.

Im Prinzip ist es so, dass man relativ früh anfängt seinen Einsatz zu verteilen oder zu bündeln, wie im Casino auf dieses oder jenes zu setzen, ohne wirklich zu wissen, was da kommen mag, ob sich alles so entwickelt, wie man es sich vorgestellt hat, ob man mit seiner Strategie wirklich gewinnt. In der Regel ist man erst hinterher schlauer. Dann stellt man z. B. fest, dass man als Firmenchef zwar viel Geld verdient, aber keine Zeit mehr hat, es zu genießen. Oder, dass man jetzt stolzer Besitzer eines eigenen Boots ist, aber kaum Gelegenheit hat, es auch wirklich zu benutzen.

Gerade heutzutage ist er sehr verlockend sich materielle und finanzielle Ziele zu setzen und zu sagen „Wenn ich das erreicht habe, dann geht es mir gut, dann bin ich glücklich!“ Ja und wenn der Tag gekommen ist, dann kann es sein, dass da kein Glücksgefühl aufkommt, dass da eher eine Leere ist, eine Enttäuschung. „Ist das alles? Soll es das gewesen sein? Und dafür hab ich all die Jahre hart gearbeitet?“

Oft hat man diesen Effekt schon bei den relativ kleinen Dingen. Da lechzt man nach dem neusten Handy oder der neusten Handtasche und hat man die Sachen dann für viel Geld gekauft, fehlt das Gefühl der Befriedigung, das Glücksgefühl und schon ist man wieder auf der Suche nach der nächsten „tollen“ Sache, die man unbedingt haben will, unbedingt braucht, die lebenswichtig ist. Ja und da wartet schon die nächste Enttäuschung.

So schön oder toll gewisse materielle Dinge erscheinen mögen – sie geben uns in der Regel nichts, keine echte Befriedigung. Sie machen uns nicht glücklich. Und so begeben wir uns weiter auf die Suche. Und suchen und suchen und kaufen und kaufen….

Und irgendwann geht uns vielleicht ein Licht auf, dass wir die ganze Zeit in der äußeren Welt etwas suchen, was man nur in sich selbst oder in anderen Menschen finden kann – immaterielle Dinge wie Liebe, Geborgenheit, Freundschaft, Freude, aber auch Sinnhaftigkeit, Werte, höhere Ziele. Wenn wir dies erkannt haben, dann können wir unser Leben damit bereichern, können unserem Leben einen tieferen Sinn geben, bewusst etwas Nachhaltiges schaffen. Und dann fühlen wir uns gut, dann sind wir motiviert, dann sind wir stark und überwinden Barrieren und Hindernisse, dann freuen wir uns und fühlen uns lebendig. Dann brauchen wir auch nicht unbedingt die neusten Schuhe, das neuste Handy. Dann müssen wir nicht mehr verzweifelt in der äußeren Welt Erfüllung suchen, dann haben wir das, was wichtig ist, in uns selbst entdeckt.

Wenn man die immateriellen Werte erkannt hat, dann kann man sie mit materiellen Zielen verbinden und sich so ein erfülltes, glückliches Leben in Balance gestalten. Denn nur, wenn wir gleichermaßen „innen wie außen“ respektieren, können wir das Beste aus unserem Leben machen.

Überlegen Sie einmal, was für Sie Sinn macht, welche Werte für Sie wichtig sind, welche Erfahrungen und Gefühle Sie erleben möchten. Und dann denken Sie einmal darüber nach, wie Sie Ihre materielle Welt gestalten wollen, was Ihnen hier wichtig ist. Sie werden bestimmt für sich die richtige Mischung finden. Und dann können Sie auf Ihre Ziele hinarbeiten, – das Beste aus Ihrem Leben machen!

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Wenn der Leidensdruck fehlt…

dann geht in der Regel gar nichts!

Die Sache mit dem Leidensdruck ist ein Phänomen, was wir sicherlich alle kennen. Oft verhalten wir uns dabei für Außenstehende recht seltsam.

Vielleicht kennen Sie das beispielsweise von (Ihren) Kindern: Im Kinderzimmer herrscht das reinste Chaos, aber das Kind will nicht aufräumen. Der Boden liegt voll mit irgendwelchen Spielsachen. Ständig muss man aufpassen, dass man nirgendswo drauftritt, ausrutscht oder von etwas erschlagen wird. Selbst Schreibtisch und Bett sind voll von Gerümpel. Doch dem Kind ist es egal. Es schnallt sich sogar schon Kissen unter die Füße, damit es sich nicht beim Laufen im Zimmer verletzt. Es nimmt auch in Kauf, dass vor lauter Spielsachen kaum noch Platz zum Schlafen ist. Die Eltern stehen schon kurz vor dem Nervenzusammenbruch und haben schon fast alles versucht, um ihr Kind zum Aufräumen zu bewegen. Aber auch das ist dem Kind egal. Das Kind hat weder eine positive Motivation aufzuräumen, noch empfindet es einen Leidensdruck, der es dazu bewegt Ordnung zu schaffen. Wo keine eigene oder fremd induzierte Motivation vorhanden ist, da tut sich rein gar nichts und alles bleibt so wie es ist. Nun können die Eltern mit einer „Strafe“ drohen „Wenn Du Dein Zimmer nicht aufräumst, dann fällt der Kinobesuch für Dich aus!“ – was einen solchen Leidensdruck  erzeugt, dass das Kind aufräumt oder die Eltern können mit einer Belohnung die Motivation steigern endlich aufzuräumen „Wenn Du regelmäßig Dein Zimmer aufräumst, bekommst Du 10 Euro mehr Taschengeld pro Monat.“ Beides funktioniert in einem gewissen Rahmen, auch gekoppelt.

Nun bei Kindern mag das noch relativ einfach sein, – bei Erwachsenen wird es da deutlich schwieriger bis nahezu aussichtslos. „Drohungen“, „Strafen“ und „Belohnungen“ sind hier fast gar nicht umsetzbar und der Verstand weiß wohl, dass eine gewisse Verhaltensweise schlecht ist oder nicht funktioniert, aber das wird aus welchen Gründen auch immer in Kauf genommen. Ich spreche hier von Problemen, problematischem Verhalten und von Krankheiten, die nur deshalb bestehen, weil der Betroffene keine positive Motivation hat wirklich etwas zu ändern und auch keinen Leidensdruck fühlt, der ihn förmlich dazu zwingt etwas im Verhalten, im Denken zu verändern.

Rauchen, zuviel Alkohol, Übergewicht, zuviel Süßigkeiten, zuwenig Bewegung, Aufschieberitis, Unzuverlässigkeit, immer die gleichen Fehler machen, immer herumtrödeln, Bedürfnisse/Wünsche der Mitmenschen ignorieren, egozentrisches Verhalten, usw. Es sind die eigenen Laster, die eigenen schlechten Angewohnheiten, die einem selbst das Leben schwer machen und auch den Menschen, mit denen man lebt und arbeitet. Da wird dann alles erduldet, ertragen und vermieden – Hauptsache man kann sein Laster beibehalten. Auch wenn Liebe oder Freundschaft auf dem Spiel stehen oder der Job „Ich bleib so wie ich bin, alles andere ist mir egal!“ Man könnte das auch als „uneinsichtiges Verhalten“ oder „dysfunktionale Denkmuster“ bezeichnen. Die Krönung ist dann, wenn man sich eine „Symptombehandlung“ ausdenkt und meint so sein Problem noch besser ignorieren zu können. Dabei gibt es auch gleich eine entsprechende Wahrnehmungsverschiebung der Realität. Beispielsweise ein starker Raucher klagt über Schmerzen im Brustkorb, kauft sich Schmerztabletten und meint „Die Schmerzen und die Probleme beim Atmen kommen bestimmt vom schlechten Wetter!“ Oder die Händer zittern nicht vom Alkoholentzug, sondern wegen Magnesiummangel. Nett ausgedrückt handelt es sich hier um reinen Selbstbetrug, der eine Heilung oder Besserung der Situation unmöglich macht. „Ich seh zwar aus wie der Tod persönlich, mir fehlt aber nix und alles ist gut!“ Ja dann kann auch keiner helfen und jede angebotene Hilfe zeigt keine Wirkung. Es fehlt schlichtweg die Einsicht in das Fehlverhalten, in die gestörte Selbstwahrnehmung.

Für Coaches und Therapeuten bedeutet dies, dass Patienten/Klienten, die nur auf einen gewissen äußeren Druck von Familie/Partner zur Sitzung kommen, nicht behandelbar sind. Wo die Einsicht in die Notwendigkeit, in den Sinn einer Veränderung fehlt, wo keine eigene Motivation vorhanden ist, wo der Leidensdruck für Veränderungen fehlt, da kann selbst der beste Therapeut oder Coach nichts machen, auch nicht mit Hypnose.

Ich persönlich finde das schrecklich, weil ich immer für positive Veränderungen bin und anderen gerne dabei helfe, aber ich habe eingesehen, dass es eben gewisse Grenzen gibt und man sie akzeptieren muss.

Manchmal kommt eine Einsicht erst, wenn alles zu spät ist. Dann gibt es keinen Leidensdruck mehr, sondern nur noch Leiden und das im großen Maß. Manchmal dauert es auch eine gefühlte Ewigkeit bis Menschen verstehen, wo das Problem liegt, – nämlich nur bei ihnen selbst und dann ist die Energie da für positive Veränderungen. Im Prinzip ist alles eine Frage der Zeit und der Leidensfähigkeit der Betroffenen und ihrer Mitmenschen. Und manchmal, da wo alle positiven, gutgemeinten Reden nicht helfen, da kommt es dann zum emotionalen Gewitter, wo kein Stein mehr auf dem anderen bleibt und alles von Wert zerstört wird, um dann aus der Asche neu erschaffen zu werden.

Wie heißt es „Wer nicht hören will, der muss fühlen!“ Das ist in gewisser Hinsicht ein Naturgesetz.

Für uns Coaches und Therapeuten bedeutet das alles, dass wir in solchen Fällen erst gar nicht eine Therapie/Behandlung versuchen brauchen, da sie reine Zeitverschwendung ist.

„Wer nicht will, der hat schon bzw. braucht nichts!“

Für Sie, lieber Leser, bedeutet es, falls Sie irgendein Problem haben, wo Sie alles tun, um es zu behalten, es zu schützen, zu rechtfertigen, wo Sie jegliche positive Veränderung vermeiden, ignorieren, abwehren – machen Sie sich bewusst, dass das nie eine Lösung sein kann und alles zwangsläufig in einer Art von Katastrophe enden muss. Je eher Sie an Ihren Problemen arbeiten, desto schneller können Sie ein glücklicheres, erfolgreicheres Leben führen. Heutzutage gibt es sehr viele gute Möglichkeiten, um Probleme gut zu bewältigen. Keiner muss mehr leidern als er will.

Machen Sie lieber und stets das Beste aus Ihrem Leben! Warten Sie nicht länger und schon gar nicht auf einen wachsenden Leidensdruck oder die große Katastrophe!

Ich wünsche Ihnen – wie immer – das Beste!

Ihr Hypno-Coach

Falco Wisskirchen

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Warum ein „Tschakka“ nicht wirklich hilft

Können Sie sich noch an den holländischen Motivationstrainer erinnern und an seinen Schlachtruf „Tschakka, Du schaffst es!“?

Es gab damals eine richtige Welle von Motivationstrainern und Seminaren. Ingolf Lück hat daraus eine hervorragende Comedyshow gemacht, wo er gezeigt hat, dass mit einem „Tschakka“ alles möglich ist.

Es geht heute in diesem Blog um das Thema Motivation und seine Mythen. Vor vielleicht 20 oder 30 Jahren hat das Thema niemanden wirklich interessiert. Die Leute haben ihre Arbeit gemacht und fertig. Gute Leute haben mehr Geld und mehr Status bekommen. Schlechte wurden rausgeschmissen (heute „freigesetzt“).

Wahrscheinlich haben dann irgendwann Psychologen im Auftrag von Arbeitgebern Untersuchungen gestartet, wie und womit man seine Arbeitnehmer zu noch mehr Leistung bringen könnte. Da wurde dann fleißig wissenschaftlich untersucht und festgestellt, dass man durch mehr Geld, besseren Firmenwagen, bessere Arbeitsbedingungen und sogar durch kostenlose Anerkennung und Wertschätzung Angestellte „motiveren“ kann.

Ja und irgendwann kamen schlaue Menschen auf die Idee Techniken aus der Psychotherapie mit entsprechendem psychologischen Know-How zur gezielten „psychischen Motivation“ einzusetzen. Das waren die ersten Motivationstrainer.

Die Arbeitgeber haben damals Unsummen für Motivationskurse ausgegeben und irgendwann mußten sie feststellen, dass es nichts gebracht hat. Deswegen gibt es heute auch keine Motivationstrainer mehr.

Überlegen Sie einmal wie pervers überhaupt die Idee ist, seine Mitarbeiter zu noch mehr Leistung motivieren zu wollen. Früher hatte man dafür die sogenannten Sklaventreiber, die für Motivation mit einer Peitsche gesorgt haben. Denken Sie einmal darüber nach.

Da sind Menschen, – Arbeitnehmer, die tagaus, tagein ihren Job machen und die sollen gefälligst noch mehr Leistung bringen, weil ihr Chef noch mehr seine Gewinne maximieren will. Überlegen Sie einmal, was das für ein Menschenbild ist.

Das reicht ja noch nicht, sondern der Motivationstrainer ist ja dafür da, dort Leistungsreserven herauszuholen, wo eigentlich nichts mehr da ist. Das ist so als würde man einen Marathonläufer nach seinem Wettkampf noch zu einem 100 Meter Sprint „motivieren“ wollen. Es ist schlichtweg pervers und unnatürlich. Anstatt für Erholungspausen zu sorgen, soll noch Energie für noch mehr Leistung herbeigezaubert werden. Letztendlich funktioniert so etwas natürlich nicht oder nur sehr kurzfristig.

Entsprechend „lustig“ waren auch die Seminare. Die Teilnehmer haben eine echte Gehirnwäsche erhalten, wo sie dann für ein paar Stunden tatsächlich geglaubt haben, sie könnten Bäume ausreißen und Superleistungen auf der Arbeit erbringen. Abends war es dann schon wieder vorbei mit der Euphorie.

Auch heute noch wird verzweifelt versucht Menschen einzutrichten, dass sie sich nur genügend motivieren müßten, um dann alles zu schaffen, um Unmögliches möglich zu machen. Und weil Schmerz, Leid auch immer eine Gegenreaktion hervorruft – Euphorie, leiden viele Menschen gerne, machen Überstunden, Nachtschichten, nur um dann total kaputt ein paar Glückshormone im Körper zirkulieren zu fühlen. Das gilt für jede Form von Überanstrengung und Schmerz – auch für Marathonläufe und andere Exzesse. Die Glückshormone gleichen Schmerz und Überanstrengung aus und das macht süchtig.

Sinnvoll ist viel eher, seine Leistungsziele zu überdenken und an die Realität anzupassen. Wir sind keine Maschinen und auch keine Wegwerfartikel. Wir sind tatsächlich Menschen.

Eine realistische Zielsetzung mit genügend Ressourcen an Zeit, Arbeitskraft und Finanzen hilft nicht nur echten Erfolg herbeizuführen, sondern sie schenkt auch Work-Life-Balance. Das gilt nicht nur für Ziele im Job, sondern auch für Ziele im Leben und in der Ausbildung. Ziele sollten immer realistisch sein. Mit allem anderen tun Sie sich keinen Gefallen. Und denken Sie auch daran Reserven, Puffer einzuplanen. Das gibt die nötige Sicherheit und die beste Garantie für vollen Erfolg.

Leider gibt es gerade in Firmen sehr viele Chaoten, die von „realistisch“ noch nie etwas gehört haben und so den Mitarbeitern das Leben schwer machen. Gesetzte Ziele werden so oft nicht erreicht und das gibt dann neuen Stress und weitere Probleme.

Irgendwann hat nun ein Psychologe erkannt, dass man andere Menschen nicht wirklich oder nur sehr eingeschränkt zu etwas motivieren kann. Nur der Esel folgt der Möhre. Menschen sind doch komplizierter gestrickt. D. h. im Prinzip kan sich ein Mensch nur selber motivieren. Anders gesagt, entweder ist man motiviert oder nicht. Und die Motivation hängt ganz einfach mit den eigenen Zielsetzungen zusammen. Wenn ich ein Ziel habe, was mir wichtig ist, dann bin ich auch bereit – motiviert – dafür zu arbeiten, Opfer zu bringen, Geld und Zeit zu investieren. Motivation ist also mit Sinn verbunden. Eine Sache muss sinnvoll sein, sonst fehlt jede echte Motivation.

Welchen Sinn sehen Sie in Ihrem Leben? Für welche Ziele sind Sie bereit zu arbeiten und eventuell Opfer zu bringen? Was ist Ihr Motiv? Ihre Motivation?

Wenn Sie das genau wissen, dann wissen Sie auch wofür Sie arbeiten!

Und nur dann können Sie das Beste aus Ihrem Leben machen!

Ich wünsche Ihnen ein sinn-erfülltes Leben!

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Peter Parker oder der Sinn des Lebens

Im Gegensatz zum Punisher, dem selbsternannten Beschützer der Witwen und Waisen, kämpft Peter Parker alias Spiderman gegen eine Vielzahl Mutanten aus Laboren geldgieriger Konzerne. Während er in seinem neusten Abenteuer gegen einen Reptilienmenschen antritt und den Mörder seines Onkels sucht, ist er trotz Spinnenmutation und Genmischung ein ganz normaler Teenager geblieben.

Schauen wir uns das doch mal aus psychologischer Sicht an:

Der Punisher war früher ganz nett, doch ganz böse Menschen haben seine Familie umgebracht. Dieses schwere, traumatische Erlebnis hat ihn zum Rächer gemacht, der die Bösen für ihre Taten bestraft. Aus dem erfahrenen Leid ist die Motivation erwachsen, Leid anderer Menschen zu verhindern und das Böse in die Schranken zu weisen. Er selbst erfährt dadurch keine Heilung, findet aber einen echten Sinn im Leben, eine Lebensaufgabe, der er sich voll und ganz widmet. Er ist tatsächlich hochmotiviert „alle Witwen und Waisen“ zu beschützen und die Gesetzlosen zu bestrafen.

Wenn Sie jetzt einmal an sich selber denken oder an Menschen, die Sie kennen, wird Ihnen auffallen, dass es vielen Menschen ähnlich geht wie dem Punisher. Warum wird ein Mensch z. B. Arzt oder Heilpraktiker? Sehr oft, weil er vorher Menschen hat leiden sehen und ihnen nicht helfen konnte. Warum wird ein Mensch Psychotherapeut? Oft weil er selbst Probleme hatte, ihm vielleicht niemand helfen konnte und er nun anderen helfen will, um ihr Leid zu heilen. Wir machen Dinge, weil wir selbst in gewisser Weise gelitten haben oder weil wir selbst betroffen waren, weil wir erlebt haben wie wichtig etwas ist. Solche wegweisenden Erlebnisse führen uns zu Tätigkeiten, die für uns Berufung sind, denen wir hochmotiviert folgen, die uns Erfüllung und Zufriedenheit schenken, die uns Sinn geben, eine Aufgabe für´s Leben.

Nun muss nicht alles tragisch oder negativ sein, um uns den Weg in ein erfülltes Leben zu zeigen. Oft erkennen wir auch unsere Aufgabe durch positive Erlebnisse, durch Faszination, Begeisterung. Wenn wir z. B. Talente entdecken und positives Feedback dafür bekommen, dann kann ein Hobby schnell zum Beruf werden.

Wichtig ist zu verstehen, dass nur Jobs langfristig glücklich machen, die nich nur Beruf, sondern echte Berufung sind. Nur dann sind wir hochmotiviert und nur dann können wir diese Motivation, diese Energie über viele Jahre und auch eventuell nicht so gute Zeiten hochhalten. Deswegen – suchen Sie sich bitte keinen Beruf, sondern eine Berufung und Sie haben den wichtigsten Baustein für ein erfülltes und glückliches Leben gesetzt!

Gehen wir noch einmal zu Peter Parker. Peter, ehemals Loser, jetzt unschlagbarer Held, hat seine Lebensaufgabe durch seine besonderen Talente erkannt. Nur er mit seinen Superkräften ist in der Lage, den Menschen zu helfen und Bösewichte dingfest zu machen. Und so kann er auch andere vor leidvollen Erfahrungen schützen. Andererseits ist er nicht so traumatisiert wie der Punisher und erfreut sich so allgemeiner Lebensfreude. Neben Berufung ist eben auch die Lebensfreude enorm wichtig und zwar die unbedingte Lebensfreude wie Kinder und Jugendliche und einige wenige Erwachsene sie kennen. Buddhisten sind wahre Meister in der Kultivierung von Lebensfreude. Man braucht sich nur den Dalai Lama anschauen und dann weiß man, was den meisten Erwachsenen fehlt.

Der aktuelle Spidermanfilm hat aber noch einen anderen wichtigen und interessanten Aspekt. Es gibt am Ende eine Szene, wo er die große Katastrophe verhindern und seine Freundin retten muss. Die Zeit ist knapp und sein Ziel, der Wolkenkratzer liegt am anderen Ende der Stadt. Zu allem Überfluss hat er noch eine Schussverletzung am Bein. Alleine würde er es nie rechtzeitig schaffen doch dann passiert das, was niemand erwartet hat. Ein Kranführer erkennt die Lage und macht all seine Kollegen flott, so dass Spiderman sich von einem Kran zum anderen hangeln kann, um doch noch rechtzeitig seine Herausforderung zu meistern.

So, was ist das Besondere an der Situation? Die Kranführer sind sicher nicht Kranführer aus Leidenschaft oder Berufung, sondern sie machen den Job, weil sie Geld verdienen müssen. Entsprechend arbeiten sie auch nur so lange wie es unbedingt nötig ist. Ihre Motivation is auf einem sehr normalen Level. Und nun passiert etwas, was sie aus ihrer Lethargie herausreißt. Wenn sie jetzt nicht alles geben und den Helden unterstützen, dann passiert eine schreckliche Katastrophe. Und nur deswegen steigt der Motivationspegel in wenigen Sekunden auf 150% an und alles läuft auf Hochtouren. Die Kranführer fühlen sich zum ersten Mal richtig lebendig, sind total im flow und erleben auch zum ersten Mal einen höheren Sinn im Leben, etwas was wichtiger ist als pünktlich Feierabend zu machen. Der altruistische Gedanken gemeinsam die Stadt vor einer Katastrophe zu retten und dem Helden zum Sieg über das Böse zu verhelfen bringt sie in eine unbeschreibliche Hochstimmung. Es ist das Beste, was sie je im Leben getan haben. Sie würden sich sogar voller Freude opfern, um die anderen Menschen, die Gesellschaft zu retten, – wie der Polizeichef, der sich todesmutig dem Reptilienmann entgegenwirft und so Spiderman ermöglicht die Katastrophe abzuwenden. Echte Helden opfern sich für die Gemeinschaft.

Natürlich und Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, wo man sich opfern muss, um andere zu retten. Was heute möglich ist und worauf ich hinaus will, dass ist das Engagement für einen guten Zweck, eine höhere Sache. Es ist der Dienst an der Gemeinschaft. Er schafft Sinn. Er lässt einen sich lebendig fühlen. Er schenkt einem das Flow-Gefühl, die Hochstimmung, den 150% Energiepegel.

Das Leben kann einen heutzutage umbringen, – durch Unterforderung, Langeweile und Sinnlosigkeit. Aber wenn Sie für sich gemeinsam mit anderen einen höheren, edlen Sinn entdecken und dafür arbeiten, dann machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und nur dann leben Sie wirklich, fühlen sich wirklich lebendig.

Engagieren Sie sich für die Gesellschaft, bewegen Sie etwas, kämpfen Sie gegen die allgemeine Lethargie und Sinnlosigkeit an, schaffen Sie etwas! Wir werden alle gebraucht und es gibt viel zu tun! Lassen Sie uns gemeinsam an einer besseren Zukunft für alle arbeiten!

Sie werden sehen, wie Ihr Leben anfängt aufzublühen!

Jeder Mensch ist insgeheim ein Superheld,- auch ohne Spinnenbiss. Wir müssen uns nur daran erinnern und ihn entfalten.

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Fußball-EM mit Blockaden

Die Fußball-Europameisterschaft 2012 ist für Deutschland vorbei. Die Italiener haben 2:1 gewonnen. Das Spiel war voller Chancen für die Deutsche Mannschaft, aber nichts hat funktioniert. Gar nichts!

Nun kann man natürlich sagen „Ja, das Wetter war schuld. Die Sterne standen schlecht. Wir hatten einfach kein Glück. Der Jogi hat die falschen Spieler auf´s Feld geschickt. Das Krakenorakel hat versagt.“ und so weiter.

Lassen Sie uns gemeinsam nach den wahren Gründen suchen. Was ist da passiert?

Überlegen wir einmal: Zur EM sind nur die besten Deutschen Spieler angetreten, – alles echte Vollzeit-Profis, top trainiert, mit vielen Jahren Erfahrung, Menschen, denen Fußball über alles geht, die hoch talentiert sind, hoch motiviert sind und stets ihr Bestes geben. Sie haben auch einen Top Trainer, eine Top Betreuung, einen Sternekoch für´s perfekte Essen, Top Unterkünfte, wenn sie auf Reisen sind, usw. Es ist alles top. Es ist alles Premium. Da die Spieler auch noch Multimillionäre sind, haben sie sehr wahrscheinlich keinerlei materiellen Sorgen. Sie genießen im Vergleich zu normalen Menschen eine nahezu unbegrenzte Freiheit und können all ihre Wünsche und Bedürfnisse befriedigen. Diese außergewöhnlichen Lebensbedingungen ermöglichen es, dass sich die Spieler voll und ganz auf den Fußball konzentrieren können.

Und trotzdem passieren Dinge wie gestern im Spiel gegen Italien. Ein Haufen guter Chancen wird vertan. Tore werden nicht erzielt.

Man könnte jetzt überlegen, ob es an der Motivation lag und wie man die Spieler besser motivieren könnte. Wie wäre es z. B. mit 10 Millionen Euro pro Spieler, wenn das Spiel gewonnen wird? Ich sag Ihnen eins: Selbst mit 100 Millionen Prämie hätten unsere Spieler nicht besser gespielt. Geld ist tatsächlich eine überschätzte Motivationshilfe. Und hier in unserem Fall geht es auch gar nicht um Motivation. Für die Spieler ist alles da, – es fehlt an nichts. Sie sind die besten, es ist eine Ehre bei der EM mitzuspielen und viel Geld bekommen sie so oder so.

Tatsächlich liegen die Gründe ganz woanders. Körperlich waren die Spieler hervorragend in Form, – nur die geistig-seelische Verfassung war nicht top. Und wenn mentale Blockaden da sind, Ängste, mangelndes Selbstvertrauen, Mangel an Spiellaune, dann kann alles andere noch so toll und perfekt sein, – das Spiel geht in die Hose. Und hier sehen Sie, welche Macht geistige Blockaden haben!

Können Sie sich noch an die WM erinnern, wo die Griechen Weltmeister geworden sind? Hier haben wir das perfekte Gegenstück. Die Griechen waren vollkommene Außenseiter. Keiner hat mit ihnen gerechnet und keiner hätte gedacht, dass sie Weltmeister werden würden. Aber den Griechen war es egal, was die anderen über sie gedacht haben. Sie hatten auch keinen guten Ruf oder sonst etwas zu verlieren. So waren sie geistig frei einfach aus Freude am Fußball zu spielen, ohne jeglichen Erfolgsdruck, ohne Erwartungsdruck, – vollkommen frei von Blockaden und dadurch voll von Spielfreude. Diese Spielfreude hat sie dann an die Spitze geführt – leicht, glücklich und natürlich haben sie den Titel errungen. Ohne Druck, ohne Zwänge, ohne Ängste, ohne Zweifel!

Was für die Fußballprofis gilt, gilt auch für jeden normalen Menschen. Sobald wir frei, ohne Ängste, Zweifel, etc. und voller Selbstvertrauen und Lebensfreude das Spiel des Lebens angehen, dann können wir nur gewinnen! Und andererseits können uns mentale und seelische Blockaden alles kaputt machen, obwohl alle andere Faktoren erfolgsversprechend sind.

Hätte Jogi Löw mich frühzeitig angerufen, dann hätte ich bei der ganzen Mannschaft zuerst sämtliche Blockaden gelöst und sie dann in einen mentalen Top-Zustand versetzt – Selbstvertrauen, Konzentration, gutes Zusammenspiel, Top-Performance und Spielfreude. Dann hätte das Spiel sicher anders ausgesehen. Vielleicht wird Hypnose auch einmal im Profi-Fußball eingesetzt. In vielen anderen Sportarten haben die Spitzensportler bereits einen Hypno-Coach.

Wenn Sie eine Top-Performance bringen wollen oder einfach nur etwas leichter, glücklicher und erfolgreicher durch´s Leben gehen möchten, dann kann ich Ihnen auch nur einen Besuch beim Hypno-Coach empfehlen.

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Was war Ihr Motiv?

Solche Fragen kennen wir aus Krimis, wenn sich der Kommissar und sein Team Gedanken machen, warum der Täter das Verbrechen begangen haben könnte. Wenn wir uns Krimis im Fernsehen anschauen, dann denken wir uns nicht viel dabei. Ist ja klar, dass Inspecteur Barnaby, Wallander, Horatio Caine und Co nach Tatmotiven suchen, – was sollen sie auch sonst machen?

Betrachten wir einmal die Frage tiefergehend: Da gibt es etwas – ein „Motiv“ – warum ein Mensch eine Tat begeht, also etwas tut. Es gibt somit Gründe für unsere Taten, – Motive, eine Motivation etwas zu tun. In den Krimis, neudeutsch „Crime“ sind es natürlich in der Regel eher kranke oder böse Motive, die die Täter zu ihren Verbrechen und Morden verleiten. Interessanterweise sind wir uns unserer Motive oft nicht bewusst. Wir verhalten uns so und so oder handeln einfach, weil es sich für uns richtig anfühlt. Manchmal denken wir auch, dass wir gar nicht anders handeln können. Da sich entspechend viele Verhaltensmuster auf der Ebene des Unterbewusstseins abspielen und fast vollautomatisch ablaufen, kommen wir eher selten auf die Idee sie zu hinterfragen. Das machen wir nur, wenn etwas nicht so läuft wie wir das erwartet haben.

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie sich ein neues Auto kaufen müssen, weil das alte nicht mehr über den TÜV kommt. Nun hat jeder seine ganz eigene, individuelle Art ein passendes Auto auszuwählen und zu kaufen. Dieser Prozess verläuft immer nach ähnlichen Kriterien, – Motiven, die unbewusst sind und erst im Nachhinein vom Verstand „logisch“, argumentativ hinterfütert werden. Man benutzt dabei tatsächlich seinen Verstand, um irrationale Entscheidungen nachträglich plausibel zu machen.

Nehmen wir einmal ein einfaches Beispiel: Ich persönlich würde mir einen netten kleinen Toyota kaufen. Warum? Nicht wegen irgendwelcher Autotests, Auszeichnungen oder ähnlich rationalen Gründen, sondern ganz irrational. In erster Linie, weil Toyota eine japanische Firma ist und ich mit Japan Perfektion und viele andere positive Werte verbinde. Gefühles Motto „Was aus Japan kommt, muss perfekt sein!“. Der zweite Grund: Ich mag das Logo von Toyota. Für mich sieht es aus wie ein Heiligenschein und das passt perfekt zu meiner spirituellen Ausrichtung. Dritter, vierter und fünfter Grund: Ein kleines Auto verbraucht wenig Benzin, somit entstehen geringe Kosten pro Monat und geringe Versicherungsgebühren. Das Design von Toyota gefällt mir auch. Fertig. Kaufen!

Analysieren wir jetzt mein Kaufverhalten: Da gibt es also mehrere Gründe, Motive, warum ich eine Autofirma bevorzuge, – rationale und irrationale. Die rationalen sind gut nachvollziehbar, weil wir heutzutage alle überall „sparen müssen“. Die anderen Gründe sagen viel über meine unbewussten, tief versteckten Motive aus. Wie Sie gesehen haben, taucht in meiner Beschreibung das Wort „perfekt“ oder „Perfektion“ recht häufig auf. Mein Wert oder Motiv ist also Perfektion. ich liebe Dinge, die perfekt sind und als spiritueller Mensch strebe ich nach Vollkommenheit, – Perfektion. Damit haben wir schon zwei wichtige Werte von mir – „Perfektion“ und „spirituelle Haltung“. Der nächste Wert ist „Kultur“, Wertschätzung von hoher Kultur, wie man sie u. a. in Japan findet. Dann habe ich noch eine Vorliebe für gutes Design und ich denke wirtschaftlich.

Wie Sie sehen, lassen sich aus den wenigen Sätzen so viele Motive und Grundwerte über mich in Erfahrung bringen. Da ich psychologisch und spirituell geschult bin, kenne ich mich auch selbst recht gut und weiß, warum ich welche Entscheidungen treffe. Für die meisten Menschen trifft dies aber nicht zu. Das wäre auch an sich kein echtes Problem, wenn nicht Medien, Werbung und Verkäufer psychologisch alle Tricks kennen, um ihnen Produkte schmackhaft zu machen, die sie vielleicht normalweise gar nicht kaufen würden.

Nehmen wir einmal an, Sie gehen in ein Autohaus, um sich ein passendes Auto auszusuchen. Der geschulte Autoverkäufer wird sehr schnell im Gespräch herausfinden, welche Motive und Werte für Sie wichtig sind. Wenn er seriös ist, wird er ihnen auch das passende Auto ganz nach Ihren Wünschen präsentieren. Falls er nicht seriös ist, dann wird das Auto für Sie passend gemacht. Es erhält dann alle Eigenschaften, die für Sie wichtig sind, auch wenn es objektiv nicht der Fall ist. Das unseriöse Verhalten kennt man vielleicht von Gebrauchtwagenhändlern, die einem sozusagen alles verkaufen und dann noch als Schnäppchen.

Unter Experten wird die Thematik auch als „Covert Hypnosis“ oder unterbewusste Kommunikation bezeichnet. Es ist eine Wissenschaft und gleichzeitig Kunst für sich, in der man seine Kommunikationsfähigkeiten vervollkommnen kann. Gute Kommunikation ist im Leben und im Beruf unheimlich wichtig.

Ich empfehle Ihnen auch einmal über Ihre Motive nachzudenken, was Ihnen wirklich wichtig ist und warum Sie Ihre Entscheidungen im Leben treffen. Machen Sie sich Ihre Werte bewusst und gestalten Sie so Ihr Leben erfolgreicher und schützen Sie sich auch so vor unseriösen Werbeversprechen und Verkaufsangeboten.

Wenn Sie mehr über Covert Hypnosis, unterbewusste Kommunikation und Werte erfahren möchten, dann besuchen Sie doch meinen Workshop zu dem Thema.

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Werte? Haben wir nicht mehr,- sind ausgegangen!

Kennen Sie den Spruch „Ja früher war alles besser!“? Früher war bestimmt nicht alles besser aber gewisse Dinge waren einfach anders. Heutzutage leben wir konsumorientiert in einer sogenannten Leistungsgesellschaft. Im Prinzip genießen wir nahezu unbegrenzte Freiheiten. Wir können alles machen, alles kaufen und via Internet und Smartphone weltweit kommunizieren. Selbst Menschen mit wenig Einkommen können es sich leisten in den Urlaub zu fliegen und andere Kulturen und Länder kennenzulernen. Nahezu jeder besitzt ein Auto, hat eine Wohnung oder sogar ein Haus. Wir können schön essen gehen, – auch international und das in jeder Kleinstadt. Überall kriegt man alles. Wir müßten eigentlich unendlich zufrieden und glücklich sein in der Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten.

Wie sah es früher aus? Vor 50 Jahren? Vor 100 Jahren? Oder anders ausgedrückt – wie haben wir Menschen bis jetzt eigentlich gelebt? Materiell war das Leben für die meisten Menschen oft sehr eingeschränkt. Es reichte für viele gerade zum Leben. Konsum wie wir ihn heute kennen, gab es in dem Umfang nicht. Lebensmittel und Güter wurden entweder selbst produziert oder eingetauscht. Arbeit war ein ganz natürlicher Bestandteil des Lebens, da es ohne Arbeit auch kein Überleben gab. Kulturelle, traditionelle Dinge und auch die Religion hatten einen höheren Stellenwert, da sie einen großen Teil des Lebens bestimmten. Es gab eben noch kein TV, kein Handy, kein Facebook und auch kein Kino, um seine Freizeit zu gestalten. So haben die Menschen auch mehr das soziale Miteinander, Familie und Freundschaft gepflegt und auch selbst für Unterhaltung gesorgt. Alles war sozusagen tatsächlich „live“ und „real“ wie man heute sagt.

Damit das Leben über Jahrtausende funktionieren konnte, gaben die Religionen moralischen und ethische  Werte vor, an denen man sich orientieren konnte und wo man wusste, was richtig, gut oder falsch und böse war. Neben den geistig-religiösen Werten gab es noch die gesellschaftlichen Werte, die das Zusammenleben garantiert haben und den Menschen Ideale zur Orientierung gaben. Beispielsweise waren fleißige Menschen hoch angesehen, ebenso tugendhafte, gebildete, aufrichtige, vertrauenswürdige und ehrenhafte Menschen. Lebenserfahrung und Weisheit hatten einen hohen Stellenwert. Respekt, Wertschätzung, Fairness waren wichtig. Auch sahen es viele Menschen als große Ehre an Opfer für die Gesellschaft zu bringen und z. B. ehrenamtlich politisch tätig zu werden oder für die Gemeinschaft gegen Feinde zu kämpfen. Großzügigkeit, Nächstenliebe und die Bereitschaft armen Menschen etwas zu spenden waren hoch angesehen. All diese Werte waren über Jahrtausende in alle Kulturen die Basis für das menschliche Überleben, aber auch für das erfolgreiche Funktionieren der Gesellschaft in allen Aspekten. Gleichzeitig waren all diese Werte Ideale, an denen sich bereis die kleinen Kinder orientieren konnten. Sie waren auch der Maßstab, um sich selbst und andere zu beurteilen.

Nur durch die Pflege spiritueller, religiöser, gesellschaftlicher und menschlicher Werte haben es die Menschen geschafft Hochkulturen zu ihrer vollen Blüte zu bringen. Hochkultur bedeutet hier in erster Linie eine Vollkommenheit auf geistig-seelischer Ebene, Vollendung in Philosophie, in den Künsten, in den Wissenschaften, aber auch im Handwerk und in der Lebensgestaltung.

Ja, und wenn wir uns unsere Zeit der unbegrenzten Freiheiten anschauen? Wir können zwar alles machen und alles konsumieren, aber irgendwie haben wir etwas fundamental wichtiges verloren, etwas was den Menschen früher Sinn und Halt im Leben gegeben hat – die Werte. Werte? Haben wir nicht mehr, – sind ausgegangen! Und scheinbar brauchen wir sie ja auch nicht oder doch? Warum leiden wir heutzutage unter all den Problemen? Menschlich, moralisch, wirtschaftlich, politisch, ökologisch? Warum? Weil uns die wirklich wichtigen Werte im Leben verloren gegangen sind.

Die hochgebildeten, tugendhaften und weisen Männer und Frauen der alten Hochkulturen weltweit würden im Grab rotieren, wenn sie unser Elend trotz des materiellen Fortschritts sehen könnten. Sie würden sagen „Habt ihr nicht aus der Geschichte gelernt? Haben wir euch nicht gelehrt, was wirklich wichtig ist im Leben? Was die Basis einer jeden Gesellschaft ist?“ Und tatsächlich hat schon vor mehr als tausend Jahren ein weiser Chinese gesagt „Die Familie ist die Urzelle der Gesellschaft. Wenn die Familie nicht funktioniert bzw. gestört ist, dann ist auch die Gesellschaft am Ende.“ Das mal nur als Beispiel während sich hier unsere Ideologen über Patchworkfamilien, Studien und Kinderkrippen streiten.

Gerade wir brauchen wieder Werte und Ideale im Leben, in der Gesellschaft und in der Wirtschaft. Wir brauchen zuverlässige Maßstäbe für unser Verhalten und unsere Arbeit.

Nur die Orientierung an echten Werten wird die globalisierte Menschheit und die Natur wieder genesen lassen.

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