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Herr der Ringe und der Hobbit – warum begeistern uns diese Filme so?

Warum ist die Geschichte um Frodo, Bilbo und all die anderen Gestalten so faszinierend? Warum gehen Massen von Menschen in diese Filme?

Lassen Sie uns einmal bewusst darüber nachdenken.

Im Prinzip kann man es auf einen ganz einfachen Nenner bringen: Die Filme zeigen uns eine Welt, die so unendlich viel reicher, lebendiger und interessanter ist als unsere eigene. In der Tat sind wir im Vergleich nur noch leblose, langweilige Schatten unserer selbst. Tag ein Tag aus folgen wir immer derselben Routine und wundern uns, dass wir irgendwann alt geworden sind und das Leben schon fast vorbei ist. Dann fragen wir uns – wo ist das Leben geblieben und wo waren wir? Haben wir wirklich gelebt? Und wenn ja, für was haben wir gelebt? Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wofür Sie überhaupt leben? Geboren für das Hamsterrad? Wo ist das Abenteuer? Wo sind die Herausforderungen, die es gilt zu meistern? Und wo ist der Lohn für unsere Mühen? Der Schatz? Und wo sind die Ideale für die man kämpft?

Im Prinzip braucht man nur die ersten Minuten der Filme sehen und einem fällt direkt auf, was wir hier schwer vermissen. Da kommt der gute Gandalf einen Feldweg entlang. Die Landschaft ist phantastisch, – der Reichtum und die Schönheit der Natur fallen direkt ins Auge und ein tiefer Seufzer entfleucht dem einen oder anderen Kinobesucher. Wo haben Sie das letzte Mal eine derart schöne, gesunde Natur gesehen? Frei von Umweltgiften, frei von Zerstörung und menschlicher „Kultivierung“? Die Luft ist frisch und gesund und man kann bedenkenlos aus jedem Bach frisches, klares Wasser trinken. Es ist der reinste Kurort! Und nicht nur das fällt auf, nein, die begleitende Musik und der entspannte Gesichtsausdruck von Gandalf und den Hobbits zeigen, dass das Wort Stress in dieser Welt nicht existiert. Die Menschen, Hobbits und Elben leben ihr Leben. Sie folgen dem Rhythmus der Natur und leben in vollkommener Harmonie mit sich selbst und allem anderen. Das Burnout-Syndrom hat sie noch nicht erfasst. Auch von Psychopharmaka, Antidepressiva und Beruhigungspillen haben sie noch nie gehört. Alles ist in Ordnung, alles ist in Harmonie und alle erfreuen sich des Lebens. Da ist einfach kein Platz für Depressionen, für ein ausgiebiges Erschöpfungssyndrom oder ähnliches. Die Hobbits essen, trinken und feiern lieber und trotzdem schaffen sie ihre Arbeit. Leben und leben lassen. Im Film da geht das, da funktioniert es. Wir haben dafür die Leistungsgesellschaft oder besser Hochleistungsgesellschaft erfunden. Und unser höchstes Glück und Streben dient dem bestmöglichen Platz im Hamsterrad zu bekommen. Denn Konsum ist alles! Geld ist alles! Oder etwa doch nicht? Wie wäre es denn, wenn wir einfach in einer Gesellschaft leben würden, ohne „Leistung-„? Vielleicht in einer humanen Gesellschaft? In einer werteorientierten Gesellschaft? Da wären wir recht nah am Film. Stellen Sie sich das einmal vor – Sie könnten einfach Mensch sein! Unglaublich, nicht wahr? Vielleicht sogar beängstigend, denn wer weiß, was dann passieren könnte, wenn das Hamsterrad mal nicht auf Hochtouren läuft. Weltuntergang? Frieden? Ein erstes Durchatmen? Sich selber wieder fühlen? Leben? Ja, vielleicht würden wir dann wie die Hobbits erstmal ein schönes Fest feiern, essen, trinken, singen, tanzen und uns des Lebens erfreuen. Vielleicht würden wir dann diese tiefe Einheit mit allem, mit der Natur wieder fühlen, – das wieder gewinnen, was uns vor langer Zeit abhanden gekommen ist. Wieder in Ordnung sein,-  wie vor dem Fall. Ein Teil der Natur und nicht ihr Widersacher. Das wäre doch überlegenswert.

Schauen wir uns einmal an, wie es im Film weitergeht. Der gute Gandalf kommt ins Dorf der Hobbits und sorgt für Aufregung, – etwas ist passiert und das große Abenteuer kann beginnen. Wann haben Sie Ihr letztes Abenteuer erlebt? Noch nie? Schon lange her? Abenteuer sind die Würze des Lebens. Es ist das Unbekannte, was auf uns wartet. Wir müssen uns unseren Ängsten stellen, über uns selbst hinaus wachsen, für höhere Ziele Opfer bringen, mutig sein und kämpfen, Fallen vermeiden, Hindernisse überwinden, um am Ende erschöpft, aber glücklich und siegreich dazustehen. Auf dieser Reise ins Unbekannte begegnen wir uns selbst, bekommen den Spiegel vorgehalten, lernen ganz neue Seiten an uns kennen und entwickeln uns weiter. Wo bleiben diese Herausforderungen in unserer langweiligen, genormten Welt? Wo haben wir die Chance uns selbst zu entdecken und über uns hinauszuwachsen? Wo lohnt es sich Mühen und Opfer auf sich zu nehmen? Wo finden wir den Sinn unseres Lebens? Was können wir unseren Kinder erzählen?

Und wem begegnet Frodo nicht alles! Er trifft auf interessante, schöne, abscheuliche, starke, schwache Wesen jeder Art. Er begegnet den mystischen Elben mit ihrer großen Weisheit und Anmut, den Zwergen, den bösen und häßlichen Orks, den mächtigen Zauberern, wundersamen Naturwesen, etc. Und alle haben ihre Eigenheiten, sind ganz speziell, einzigartig, interessant. So viel Unbekanntes gibt es zu entdecken, zu lernen. Und wem begegnen wir in unserer Welt? Niemandem! Wir haben weitestgehend Flora und Fauna ausgerottet und freuen uns schon über einen Spatzen, der sich verirrt hat. Spatzen sind ja auch schon eine bedrohte Tierart. Mit etwas Glück sieht man mal einen interessanten Menschen oder etwas Schönes im Fernsehen. Sowohl das Schöne wie auch das Häßliche sind aus unserem Leben verschwunden. Wir leben nur noch im trendig-modischen Einheitsbrei und unsere Erzieher erzählen uns, dass wir alle gleich sind und überhaupt alles gut und gleich ist. Die Unterschiede sind verschwunden. Gut und Böse gibt es nicht mehr. Alles ist gut. Und was denkt der Kinobesucher? „Sch… aufs Hamsterrad! Sch… auf Auto, Handy, Karriere und TV! Sch.. auf den ganzen technischen Fortschritt! Ich will lieber in so einer Welt leben, – als Krieger, edle Dame, Zauberer, etc. und ein echtes, bedeutungsvolles Leben führen.“ Hier geht es nähmlich um Gefühle, um echte Erlebnisse, um Werte und Ideale. Da wird gekämpft – für die gute Sache, da wird gelitten, da wird geliebt und getrauert, da wird gefeiert und wirklich gelebt. Da gibt es noch Gefühle und keine Affektverflachung wie bei uns. Da ist man noch ganz Mensch. Da kann Mann noch Mann sein und Frau noch Frau. Und selbst die Kinder sind da noch Kinder. In unserer Welt weiß man das alles nicht mehr so genau, denn wir sind ja alle gleich. Selbst die Kinder sind ja heutzutage schon kleine Erwachsene im Hamsterrad. Männlich sein oder weiblich sein oder Kind sein, – das alles ist heutzutage nicht mehr gewünscht. Es passt nicht in unsere Norm.

Und so folgen wir unseren Totengräbern und ihrer Lehre.

Zum Glück gibt es ab und an Filme, die uns an das Leben erinnern, an das, was es wirklich ausmacht.

Ich wünsche uns allen, dass wir zum Leben zurückfinden, dass wir die Ketten des immer schneller rotierenden Hamsterrads sprengen und wahrnehmen, wer wir wirklich sind.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Und lassen Sie sich von diesen wunderbaren Filmen inspirieren!

 

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Paradoxe Spareffekte

Eines der Lieblingsworte heutzutage ist „Sparen“. Wir „müssen“ überall und ständig „sparen“. Die Politiker belehren uns tagtäglich: „Spart Wasser! Spart Energie! Spart Co2! Spart Strom! Spart Geld fürs Alter! usw….!“

Auch die Supermärkte, die Discounter sprechen ständig vom Sparen. Und zu guter Letzt sparen die Firmen an Mitarbeitern, die Produkte an Qualität und wir an Zeit.

Wir sind mittlerweile die „Supersparer“. Wir sparen einfach alles! Schon Kohl sagte „Wir müssen den Gürtel enger schnallen!“ Meinte dabei aber offensichtlich nicht sich selbst oder die anderen Politiker, sondern sprach eher vom Volk. Wir sind so eifrige Sparer geworden, dass wir uns schon selbst einsparen, dass wir unsere Lebensqualität sparen, weil die ja nicht existenziell notwendig ist.

Haben Sie schon mal in der Natur beobachtet, dass ein Lebewesen irgend etwas spart? Dass es gierig oder geizig ist? Ich nicht. Tiere und Pflanzen nehmen soviel auf, wie sie zum Leben brauchen, – nicht mehr und nicht weniger. Sie leben in Harmonie mit sich selbst, mit ihrer sozialen Gruppe und ihrer Umwelt, der Natur. Alles ist in Balance. Alles ist in Ordnung.

Diese Harmonie und Ordnung haben uns die Tiere und Pflanzen voraus. Bei uns Menschen funkt das hochentwickelte Ego dazwischen und so werden die Reichen und Mächtigen immer reicher und mächtiger, während die Armen und Schwachen immer ärmer und schwächer werden. Die Mittelschicht kämpft dabei ums Überleben und gegen den Abstieg. Die Prinzipien der Ausbeutung sind phantastisch, auch hochentwickelt und teilweise sehr subtil. Aber wen störts?

Aber zurück zum Sparwahn, der ja nur das Volk betrifft und nicht die Elite. Die Einsparung von Strom ist ja derzeit ein großes Thema. Der Verbraucher soll Strom sparen, – weil Strom ist ja teuer und wird noch teurer. Warum? Weil der Staat nicht in der Lage ist eine adäquate Stromversorgung sicherzustellen. Warum? Wegen schwerem Mißmanagement und schwerer Inkompetenz. Aber auch aus monetären Gründen, – das Geld muss fließen, sowohl für Energieanbieter wie auch in Form von Steuern für den Staat. So, nun soll der Verbraucher halt sparen. Da kommt dann ein Stromsparexperte nach Hause und belehrt den Verbraucher, dass er viel zu viel Strom verschwendet (schlechtes Gewissen) und dass er durch Anschaffung neuer Geräte langfristig Strom sparen kann. Dann geht der Experte wieder und der Verbraucher kalkuliert dann die Neuanschaffungen, – neue Waschmaschine, neuer Trockner, neuer Kühlschrank, neue Leuchtmittel, etc….. Entweder der Verbraucher hat im Lotto gewonnen und kann sich alles kaufen oder er hat nicht das Glück und muss weiterhin seine hohen Stromrechnungen bezahlen.

Betrachten wir die Situation einmal: Glauben Sie, dass es heutzutage noch einen Menschen gibt, der nicht schon längst auf seine Stromkosten achtet? Jeder achtet zwangsläufig auf seinen Stromverbrauch, weil es anders gar nicht geht. Nun wird suggeriert, dass der Verbraucher ja böse ist, ein Verschwender und dass er unheimlich viel Potential an Einsparmöglichkeiten hätte, wenn er denn nur wollte. Also es ist alles ein Erziehungsfrage. Nun sagt der gute Experte nicht, wie ein normaler Mensch mal eben seine ganzen Haushaltsgeräte durch neue, stromsparende Geräte ersetzen soll. „Gerechnet“ rentiert oder amortisiert sich das ganze nach ein paar Jahren. Ist doch toll oder? Nun sagt der Experte auch nichts über die tollen Eigenschaften der Energiesparlampen, wie Quecksilberbelastung, elektromagnetische Störfelder und den Gestank, wenn der erhitzte Kleber verdampft. Ganz zu schweigen von dem schlechten Licht und den hohen Kosten.

Aber nehmen wir einmal an, der Verbraucher hat im Lotto gewonnen und stattet sein Haus mit den neusten Geräten und Leuchtstoffmitteln aus. Was glauben Sie, spart er Energie? Theoretisch müßte er ja, aber praktisch ist dies nicht der Fall! Warum? Ganz einfach: Wenn meine Geräte ja nahezu nichts verbrauchen, dann kann ich sie auch ständig anlassen und intensiver nutzen! Das ist einfach eine psychologische, mehr oder weniger unbewusste Angelegenheit. Dieser Effekt ist in der Psychologie auch schon lange bekannt, nur in der Politik ist er noch nicht angekommen.

Abgesehen von dem Nutzerverhalten, was sich entsprechend ändert, wird auch gar nicht der Energieverbrauch für die Produktion der neuen Geräte und die Entsorgung der alten Geräte miteinkalkuliert. Da kann es dann schon sein, dass am Ende mehr Energie gespart wird, wenn der Verbraucher nichts neues kauft und eventuell nur ein paar kleinere Nutzertipps beherzigt.

Nun was hilft denn überhaupt?

Es muss zuerst einmal erkannt werden, dass generell der Stromverbrauch steigt, – ganz einfach schon deswegen, weil wir immer mehr stromverbrauchende Geräte benutzen. Allein das Internet braucht schon etliche Atomkraftwerke für den Betrieb. Fragen Sie mal Google, wieviel Strom es verbraucht, nur um die Suchmaschinenfunktion aufrecht zu erhalten.

D. h., die Verantwortlichen müssen einfach dafür sorgen, dass die wachsende Nachfrage an Energie auch adäquat gesichert wird. Und das schafft man nur durch vorausschauendes Projektmanagement und nicht durch infantile Bewältigungsstrategien wie man sie von Politikern her kennt. Da hilft auch kein „Experte“ im TV, der armen unschuldigen Verbrauchern ein schlechtes Gewissen einredet und Energiesparlampen als die Lösung aller Energieprobleme propagiert.

Letztendlich würde es uns nicht schaden, wenn wir uns ein wenig mehr an der Natur orientieren würden, an den Gesetzen der Harmonie, der Ordnung, der natürlichen Mäßigkeit in allem. Mehr Balance täte uns allen gut. Mehr Respekt uns selbst gegenüber, unseren Mitmenschen und der Natur.

Vor gefühlten 100 Jahren habe ich einmal im Biologieunterricht gelernt, dass in der Natur alles in Kreisläufen funktioniert und so immer für alle genügend da ist. Da gibt es keinen Mangel, keinen Verbrauch, keine Sparzwang. Das Leben muss fließen. Die Energie muss fließen. Alles andere ist vegetieren, dahinsiechen.

Und natürlich macht es Sinn für besondere Zeiten oder eventuell schlechte Zeiten, etwas zur Seite zu legen. Das war mal der ursprüngliche Sinn vom Sparen. Man sparte etwas für den Winter oder den Lebensabend oder die Hochzeit.

Ja, man könnte sagen „Die Welt ist verrückt!“ Sie ist aus der Ordnung geraten. An uns liegt es wieder eine sinnvolle, gute Ordnung zu schaffen. Für ein lebenswertes Leben – für uns alle!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

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