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Das Kind im Hamsterrad – Stress, Burnout, Depressionen

Der Hamster im Käfig geht ab und zu ins Hamsterrad, weil er Bewegung braucht, die er in seiner Gefangenschaft nicht bekommt. Im Gegensatz zum Hamster bewegen wir uns freiwillig und pausenlos im Hamsterrad, weil es uns als Lebenssinn vermittelt wird und weil wir es auch schon gar nicht mehr anders kennen.

Und so rennen wir im Hamsterrad und kommen doch nicht von der Stelle. Je schneller wir rennen, desto schneller dreht es sich und es gibt kein Entkommen.

Die ganze Welt dreht sich immer schneller. Wir rennen nicht nur im Job und erledigen immer mehr. Wir rennen auch privat und hetzen von einer Sache zur nächsten. Zwischendurch checken wir die neusten Nachrichten auf Facebook und WhatsApp, spielen CandyCrush, simsen und so weiter.

Irgendwie spielt sich das ganze Leben ohne uns ab, weil wir vor lauter Beschäftigung, Reizüberflutung und Rennerei gar nichts mehr vom Leben mitbekommen.

Ab und an wundern wir uns wie schnell die Zeit vergeht, dass eine Freundin gerade ihr Kind bekommt, obwohl sie doch gefühlt erst gestern von ihrer Schwangerschaft berichtet hat oder gerade hatten wir doch Weihnachten und jetzt ist schon wieder Ostern?! Und als Rentner stellen wir uns vielleicht die Frage „Habe ich wirklich gelebt oder war alles nur ein Alptraum aus Arbeit, Stress und WhatsApp News?“ Aber zum Glück gibt es ja Facebook, da kann man dann die eigene Chronik betrachten und sich an wichtige oder unwichtige Ereignisse im Leben erinnern.

Die Rennerei im Hamsterrad hat natürlich Folgen. Nicht nur, dass wir vom eigentlichen Leben kaum noch etwas wahrnehmen, wir leiden auch unter Dauerstress, Erschöpfung, gesundheitlichen Problemen, vielleicht sogar Depressionen und Ängsten.

Wenn man nie auftankt, dann geht einem irgendwann der Sprit aus und dann geht gar nichts mehr. Diagnose Erschöpfungssyndrom, Burnout, Depression. Dann heißt es „Lassen Sie sich mal in die Tagesklink einweisen und nach einem halben Jahr der reinen Erholung und Freizeitgestaltung unter ärztlicher Aufsicht können Sie wieder nach Hause gehen.“

Was für Erwachsene mittlerweile schon normal ist – heutzutage kennt jeder jemanden, der schon einen Nervenzusammenbruch oder Depressionen hatte oder kurz vorm Selbstmord war – wird auch immer mehr zur Normalität für unsere Kinder, für Schüler und Studenten.

Für das „Kind sein“ fehlt einfach die Zeit, denn schon die Kleinsten müssen in die Ganztagesbetreuung, damit Mama und Papa weiter in ihren Hamsterrädern laufen können. Aber so gewöhnen sich die Kleinkinder schon mal an das, was für sie die nächsten 50-60 Jahre Alltag sein wird.

Kinder haben schon längst ihren Full-Time-Job, den früher nur Erwachsene hatten. Früh morgens aufstehen, oft eine längere Anfahrt zur Schule, bis Mittag dann der Unterricht, lecker Kantinenessen und nachmittags noch Schulsport, Leistungskurse, betreute Hausaufgaben bis die Kinder dann am späten Nachmittag oder frühen Abend nach Hause fahren. Damit den Kindern jetzt nicht langweilig wird, müssen sie Klavier lernen, im Verein Fußball spielen, etc. so dass sie mindestens dreimal die Woche noch zusätzlich über mehrere Stunden beschäftigt sind. Ganz nach dem Motto „Bloß keine Ruhe aufkommen lassen, wer weiß, was dann passieren könnte!“

Ansonsten gibt es ja noch Internet, Glotze, Smartphone und die Spielekonsolen. So sind die Kinder beschäftigt, müssen noch nicht einmal groß mit dem Rest der Familie sprechen oder interagieren und alles ist gut.

In der Schule selbst stehen die Kinder unter Zeit- und Leistungsdruck. Sie müssen immer mehr Stoff lernen, können ihn aber direkt nach der Prüfung vergessen, weil er in der Regel auch nicht mehr gebraucht wird.

Neben dem Unterrichtsstoff müssen die Kinder noch mit den bekannten Problemen wie Mobbing und der Pubertät kämpfen. Und wenn dann die Noten nicht stimmen, gibt es noch Stress mit den Eltern.

Da ist es kein Wunder, dass schon unsere Kinder unter Dauerstress leiden, ständig erschöpft sind, Depressionen bekommen, ausgebrannt sind und teilweise schon Selbstmordgedanken haben, weil sie keinen Ausweg aus ihrer Situation sehen. Außer dem Hamsterrad kennen sie nichts vom Leben.

Hinzu kommt noch das konditionierte Problembewusstsein in der Schule. Die Welt ist schlecht und sie wird noch schlechter und keiner kann etwas dagegen tun. In der Schule beschäftigt man sich nur mit Problemen, aber nicht mit den schönen und guten Seiten des Lebens. Problembewusstsein ist alles. Der Mensch ist schuld am Untergang der Welt und es wird vermittelt, dass es eigentlich gar keinen Sinn macht auf eine gute, lebenswerte Zukunft hinzuarbeiten – vor lauter Klimawandel, Krieg, Terrorismus, Umweltzerstörung, usw.

Was machen die Kinder? Sie erkranken an Hoffnungslosigkeit und stürzen sich in Alkohol, in Zigaretten, sie fangen an zu kiffen, Koma Saufen ist toll, Sex mit 12 ist normal, etc. Das ist eine Reaktion auf das, was ihnen vermittelt wird. Wenn schon das ganze Leben sinnlos sein soll, dann will man sich entweder betäuben oder noch einmal richtig Spaß haben, bevor es zu spät ist. Dies war schon vor 20 Jahren so, aber damals ging es um Kernkraftwerke, Waldsterben und Atombomben.

Ich finde dies alles sehr traurig. Anstatt unsere Kinder aufzubauen, ihnen Werte zu vermitteln, ihnen auch die Zeit zu geben sich zu entwickeln, Kind zu sein, werden sie direkt in die Mühle, ins Hamsterrad gesteckt. Und nachher wundern wir uns, warum unsere Gesellschaft so kaputt ist, warum Menschen Depressionen haben, an Burnout leiden oder sich vor lauter Verzweiflung direkt umbringen.

Der Mensch befindet sich nicht mehr im Gleichgewicht, weder mit sich selbst, noch mit der Gesellschaft und der Natur. Je früher er das erkennt, desto besser und schneller kann er notwendige Änderungen herbeiführen.

Das Leben muss wieder lebenswert werden. Es kann nicht nur aus Leistung und „Entertainment“ bestehen.

Auch wenn man als Erwachsener oder Kind im Hamsterrad rotiert, so kann man doch seine Situation verbessern und mehr Lebensqualität erreichen.

Als Heilpraktiker für Psychotherapie und Experte für Stressmanagement und Burnout helfe ich Ihnen gerne Ihr Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Rufen Sie mich an und lassen Sie uns einen Beratungstermin vereinbaren: Tel: 06152 859 3395

Oder senden Sie mir eine E-Mail an: info@hypnotherapie-falco-wisskirchen.de und ich melde mich umgehend bei Ihnen.

Denken Sie daran, Sie tun weder sich selbst, Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Familie einen Gefallen, wenn Sie seelisch und körperlich ausbrennen.

Je früher Sie sich professionell helfen lassen, desto einfacher, schneller und besser kommen Sie wieder in den grünen Bereich.

Ich bin für Sie da!

Herzlichst, Ihr

Falco Wisskirchen

Heilpraktiker für Psychotherapie

Stressmanagement & Burnoutprävention

 

Praxis für Hypnotherapie Falco Wisskirchen Adolf-Göbel-Straße 24 64521 Groß-Gerau

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Überlastet, ausgebrannt und ver…scht!

Wahrscheinlich haben Sie auch schon etwas über den Stressreport 2012 gelesen oder gehört. 43% der Berufstätigen klagen über stetig wachsenden Stress. Und – oh Wunder – wir in Deutschland sind Spitzenreiter bei Termin- und Leistungsdruck in den 27 EU-Ländern. Jeder zweite fühlt sich durch Telefonate und Emails in seiner Arbeit (Konzentration) gestört. 60% vertragen Multitasking nicht. 26% machen keine Pausen mehr, wofür auch, wenn man die Zeit effektiver nutzen kann. Viele machen auch Überstunden, selbst am Wochenende und an Feiertagen. Chefs sind auch sehr belastet und haben dann Probleme mit einer guten Personalführung.

Das sind alles ganz erstaunliche Erkenntnisse. Und wen wundert es dann, dass immer mehr Menschen krank werden, dass psychische Erkrankungen ständig zunehmen. Auch dazu noch ein paar Zahlen: In den letzen 15 Jahren ist die Zahl der Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen um 80% gestiegen. Das waren fast 60 Millionen Krankheitstage allein 2011.

Was meinen Sie? Sollte man sich da Gedanken machen? Könnte da irgendwo irgend etwas vielleicht nicht stimmen?

Was machen nun viele, überlastete Berufstätige? Sie entwickeln ungesunde Copingstrategien – viel Kaffee, viel Nikotin, viel Alkohol, viel Essen, viele Süßigkeiten und vielleicht auch Schmerztabletten, Schlaftabletten, Beruhigungstabletten und in den besseren Kreisen Kokain, etc. Ja, irgendwie muss man sich zu mehr Leistung pushen, muss man den Druck kompensieren, muss man wieder runterkommen. Das geht dann so lange, bis man zusammenbricht.

Und was sind die Symptome?

  • Konzentrationsprobleme
  • Unruhe, ständige Anspannung
  • Schlafstörungen
  • innere Leere
  • das Leben erscheint sinnlos
  • die Lebensfreude fehlt
  • man funktioniert nur noch (wie eine Maschine)
  • man kann sich selbst über positve Dinge nicht mehr freuen
  • Ängste zu versagen
  • selbst nachts denkt man noch an seine Arbeit
  • Entspannung ist nicht mehr möglich
  • Körperliche Probleme (Rücken, Durchblutung, etc.)
  • Weinkrämpfe
  • Nervenzusammenbrüche
  • sozialer Rückzug
  • gestörtes Essverhalten
  • kaputte Partnerschaft, Verlust von Freunden
  • Suizidgedanken
  • totale Erschöpfung

Das sind doch keine ernsten Probleme oder? Was meinen Sie? Alles halb so schlimm! Zumindest von offizieller Seite. Es ist ja nur ganz normaler Stress, mit dem jeder prinzipiell gut umgehen kann. Entsprechend sind auch die Empfehlungen: Einfach mal abschalten, Pause machen. Auf Nikotin, Alkohol und Tabletten verzichten. Sich lieber gesund ernähren und Sport treiben, mal wieder mit Freunden ausgehen. Und ganz wichtig – einfach mal lernen sich gut zu organisieren, auch mal mit den Kollegen sprechen. Geht doch oder?

Da kann ich nur sagen: Danke! Danke für diese wunderbaren Empfehlungen! Im Namen aller Berufstätigen danke ich den Krankenkassen und allen anderen Vertretern des öffentlichen Lebens für diese aufmunternden und erleuchtenden Empfehlungen. Mittlerweile 15 Jahre quälen sich die Berufstätigen mit Stress und Überlastung und dabei ist die Lösung doch so einfach! Nochmals danke!

Mich wundert es ehrlich gesagt, dass kein Human Resources Verwalter von offizieller Seite vorschlägt einfach die Leistungsfähigkeit an die Notwendigkeiten der heutigen Zeit anzupassen. Es wäre doch so einfach an alle Berufstätigen hilfreiche Psychopharmaka zu verteilen, Amphetamine zur Leistungssteigerung morgens, Benzodiazepine zur Entspannung am Abend und Antidepressiva gegen schlechte Stimmung. Wäre dies nicht der Idealzustand? Auch für unsere Kinder, für Schüler und Studenten? So könnten wir selbst weiter aufsteigen – zur Ultra-Hochleistungsgesellschaft! Ein wunderbarer Gedanke!

Betrachten wir die Situation einmal realistisch. Eine Verharmlosung oder „Verniedlichung“ von unhaltbaren Zuständen von offzieller Seite, stellt eigentlich schon eine Beleidigung der Betroffenen dar. Außerdem werden weder Symptome durch die phantastischen Empfehlungen gelindert, noch Probleme ursächlich gelöst.

Das Problem ist nämlich nicht der Berufstätige, der einfach mal seine Leistung „optimieren“ oder „steigern“ soll, sondern es sind die Arbeitsbedingungen heutzutage. Der Wahn der bedingungslosen Gewinnmaximierung hat dazu geführt, dass immer mehr Arbeit von immer weniger Leuten in immer weniger Zeit geschafft werden muss. Es ist mangelhafte Einsatz an genügend Arbeitskräften, der hauptsächlich zu der ganzen Problematik führt. Wenn es nur noch um eine blinde Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die vielen anderen Faktoren geht, ja dann kann man auch nichts anderes als Überlastung und den alltäglichen Wahnsinn im Job erwarten.

Die Gesellschaft ist wirklich schon vom Wahn befallen, – die Gier nach mehr und noch mehr, nach noch schneller, noch besser bei gleichzeitigem Einsparen von Arbeitskraft, von Investitionen, ist zwangsläufig destruktiv mit weitläufigen Konsequenzen. Vom Wahnsinn geplagt, schaufeln wir unser eigenes Grab.

Wir erfahren heutzutage eine schlimme Verkehrung, Perversion von Werten. Das, was durch alle Zeiten den Wert des Lebens ausgemacht hat, ist heutzutage in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Dafür haben wir jetzt Ideale, vor denen uns weise Menschen schon immer gewarnt hatten. Die Gier ist schließlich keine neue Erfindung, sondern ein Übel, was schon immer existiert hat. Gier gepaart mit Rücksichtslosigkeit, mit Egoismus führt zur Ausbeutung, zu Elend. Das war schon immer so und hat schon immer zu einem gewissen Untergang von Gesellschaft und Kultur geführt.

Ich kann nur sagen: Nehmen Sie die Symptome von Überlastung ernst! Je früher, desto besser! Behandeln Sie sich nicht selbst mit Nikotin, Alkohol oder Medikamenten. Suchen Sie frühzeitig Spezialisten auf, die Ihnen professionell helfen. Stören Sie sich nicht an Begriffen wie „psychische Störung, psychische Erkrankung, Psychotherapie, Psychiater oder Psychopharmaka“. Es geht um Ihre Gesundheit und keiner hält sie für umgangssprachlich „bekloppt“, wenn Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, im Gegenteil, es ist das intelligenteste, was Sie machen können. Psychopharmaka haben ihre Berechtigung, machen auch nicht alle gleich abhängig, sondern ganz im Gegenteil, Psychopharmaka helfen die Störung oder Erkrankung zeitlich zu verkürzen und sie verbessern ganz erheblich die Behandlungserfolge. Stören Sie sich also nicht an den Gespenstergeschichten, an den Halbwahrheiten oder Vorurteilen, sondern lassen Sie sich beraten, informieren Sie sich und lassen Sie sich professionell helfen.

Nur so können Sie das Beste aus Ihrem Leben machen!

Und vielleicht erleben wir auch noch die Zeit, wo die Gesellschaft wieder zu den wahren Werten im Leben zurück kehrt, wo der Wahnsinn ein Ende findet. Es liegt an uns allen positive Veränderungen herbeizuführen.

 

 

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Und was treibt Sie zur Weißglut?

Wahrscheinlich gibt es da so ein paar Punkte. Und vielleicht wissen Ihre Familie, Ihre Freunde und Mitarbeiter, was Sie auf die Palme bringt, vielleicht aber auch nicht, weil Sie sich nur im Stillen ärgern. Nun haben wir das Problem, dass wir alle keine Hellseher sind und nur indirekt mitbekommen, wenn sich jemand falsch behandelt, gekränkt oder unwohl fühlt. Da hilft nur Kommunikation.

Stellen Sie sich einmal vor, Ihre Liebste oder Ihr Liebster kocht Ihnen ein 3 Gänge Menü und Ihnen dreht sich schon der Magen um, weil Sie dummerweise keinen Fisch mögen und auch den Käse nicht vertragen. Was machen Sie? Alles essen und runterwürgen, dabei ein strahlendes Lächeln aufsetzen und sagen wie toll es Ihnen schmeckt? Oder mit der Wahrheit herausrücken? Was meinen Sie, hätte es Ihnen geholfen, einfach vorab zu kommunizieren, zu sagen, was Ihnen schmeckt und was nicht?

Anderes Beispiel – Sie sind gerade arbeitsmäßig total überlastet und stehen kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Da kommt Ihr Kollege rein und fragt, ob Sie nicht mal eben noch eine Kleinigkeit erledigen könnten. Wie reagieren Sie? Mit Nervenzusammenbruch? Cholerischem Anfall? Oder holen Sie tief Luft und kommunizieren Sie Ihrem Kollegen, dass Sie vollständig überlastet sind?

Und noch ein Beispiel – aus welchen Gründen auch immer brauchen Sie für ein glückliches Frühstück eine gewisse Ordnung auf Ihrem Tisch, – einen schön gedeckten Frühstückstisch. Nun haben Sie einen Partner, der nicht allzuviel Wert darauf legt, sondern eher im Vorbeigehen frühstückt. Er macht sich schnell sein Brötchen, verteilt dabei alles auf dem Tisch und fährt dann ins Büro. Sie sehen sich mit der Unordnung, dem Chaos auf dem Tisch konfrontiert, Ihr Wohlbefinden ist stark gestört, Sie sind sauer und kriegen die Krise. Ihr Partner hat Sie gerade unwissentlich zur Weißglut gebracht. Weltuntergangsstimmung herrscht. Nun, was hätte hier geholfen? Kommunikation, – wie immer! Seine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen dem anderen mitteilen, sich dann arrangieren, aufeinander Rücksicht nehmen, Anschauungen vielleicht relativieren, positive Veränderungen zulassen und mitgestalten. Und so weiter.

Was will ich mit den Beispielen sagen? Einmal, dass Kommunikation die Basis ist für ein erfolgreiches und glückliches Miteinander. Und zum anderen, dass es wichtig ist, seine eigene Wahrnehmung, seine Bedürfnisse, seine Wünsche und alles, was man nicht verträgt, dem anderen mitzuteilen. Das ist sehr wichtig in der Partnerschaft, in der Familie, im Freundeskreis und am Arbeitsplatz. So kann man sich arrangieren, spart Nerven und das Leben wird dadurch einfach lebenswerter.

Eine praktische Übung:

Erstellen Sie eine Negativ-Liste mit all den Sachen, die Sie nicht mögen, die Nerven kosten und Sie zur Weißglut bringen. Dann gewichten Sie Ihre Stichworte auf einer Skala von 1 bis 10. 10 bedeutet absolute Weißglut. 1 ist noch sehr gut tolerierbar. 5 ist schon Zündstoff usw. sie können die Skala auch in Excel in Balkenform machen. So hat man eine bessere Übersicht. Links in einer Spalte die Stichwörter und rechts die Zeile mit den Balken (10 Kästchen).

Dann erstellen Sie nach dem gleichen Schema eine Positiv-Liste mit allen den guten Sachen, über die Sie sich freuen.

Nun fordern Sie Ihren Partner und Ihre Familienangehörigen, Freunde, etc. auf das gleiche zu tun. Dann gehen Sie die Listen durch und besprechen die Ergebnisse. So manch einer wird dann ganz erstaunt sein, was wie wo einen quält, nervt, schmerzt, aber auch, was einen freut, worauf man Wert legt, etc.

In einem nächsten Schritt kann man Dinge hinterfragen, z. B. – ist es wirklich ein mittlerer Weltuntergang, wenn die Tageszeitung auf dem Tisch liegt und nicht auf der Ablage? So kann man seine eigene Wahrnehmung und seine eigenen Verhaltensmuster, Gewohnheiten und Vorstellungen, – Normen bewusst machen, hinterfragen und vielleicht positiv verändern. Manche lassen sich gut ändern, manche halt auch nicht. Aber es ist gut einmal darüber nachgedacht zu haben. Denn vieles läuft absolut unbewusst ab im Alltag und man weiß gar nicht wirklich, warum.

Dann kann man überlegen, wie man sich besser arrangieren kann, wie man unnötigen Stress vermeidet, harmonischer und besser zusammen lebt, sich nicht ständig auf die Füße tritt. Hier geht es in erster Linie um gegenseitigen Respekt und gegenseitiges Verständnis. Wir sind nun mal alle Individuen, – sonst wäre es auch langweilig.

Ich garantiere Ihnen so einige Aha-Effekte, wenn Sie die Übung machen und Ihr Leben kann sich so harmonischer gestalten. Probleme haben nur die eine Aufgabe – sie warten auf ihre Lösung. Wenn jeder weiß, was dem anderen gut tut und was nicht, dann braucht man nahezu nichts mehr unter den Teppich kehren, dann sind die Aussichten auf drohende Explosionen, Streit, etc. sehr gering, dann wird das Leben leichter und angenehmer für alle.

Tun Sie sich und Ihrem Lieben etwas Gutes. Zeigen Sie Respekt, Verständnis und den Willen Dinge positiv zu ändern. Miteinander ist immer leichter und schöner als gegeneinander.

In diesem Sinne – machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

 

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