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Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum immer alles so kompliziert sein muss? Warum es nicht einfacher geht?

Die Gründe dafür sind relativ einfach, teilweise banal, aber durchaus interessant. Zusammengefasst kann man sagen: „Wir wollen es so!“ Es ist schlichtweg eines der vielen Paradoxien im Leben, wo wir uns zwischen zwei Polen hin- und hergerissen fühlen. Einerseits sehnen wir uns nach Einfachheit und andererseits befriedigt die Komplexität viele Bedürfnisse und Interessen.

Nun, warum ist denn alles so komplex? So kompliziert?

Ein Randaspekt ist die natürliche Vielfalt. Alles in der Natur existiert in einer unendlichen Vielfalt, in unzähligen Variationen. Es gibt nicht nur eine Pflanze, ein Tier, einen Menschen. Das Leben selbst ist komplex und damit durchaus anspruchsvoll. Andererseits sorgt die Natur dafür, dass alle Lebewesen bestens klarkommen. Wir haben eigentlich alles an Anlagen und Fähigkeiten, um sämtliche Herausforderungen des Lebens zu meistern.

Prinzipiell macht sich der Mensch das Leben selbst schwer. Das hat zwei Gründe.

 

Der erste Grund:

Der Mensch hat ein ganz großes Sicherheitsbedürfnis gekoppelt mit einer ausgeprägten „Denk-Faulheit“. Dabei nutzt er unbewusst eine gewisse kindliche Logik, die in der Realität nicht wirklich funktioniert. Das bedeutet, dass der Mensch versucht alle Aspekte des Lebens schriftlich in Form von Normen, Verordnungen, Leitlinien und Gesetzen zu fixieren. Dieses Abbild des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens mit all seinen Prozessen soll dem Menschen Sicherheit geben. Gemäß der kindlichen Logik braucht man ja dann nur nachlesen, wie man sich wann wo verhalten soll. Das heißt auch, dass man als Mensch von Eigenveranwortung und dem „selber denken müssen“ entbunden wird.

„Irgendein Experte hat es dahin geschrieben, der wird schon wissen warum, da brauch ich nicht noch selber nachdenken und verkehrt machen kann ich auch nichts!“ Dieser Gedankengang hat dazu geführt, dass selbst der Krümmungsgrad einer Banane penibel genau formuliert wurde und als Richtlinie, als Gesetz besteht. Tatsächlich haben wir mittlerweile so viele Normen, Richtlinien und Gesetze, dass kein normaler Mensch und selbst oft die Fachleute Verständnis und Überblick verloren haben. Das System führt sich selbst ad absurdum. Der Mensch ist überfordert durch seinen Versuch das Leben komplett in Form von Vorschriften abzubilden. Die Bürokratie treibt dabei jedes Jahr immer neue Blüten, was zu noch mehr Problemen und Verwirrung führt. Vieles ist mittlerweile so absurd geworden, dass die Menschen nur noch den Kopf schütteln oder an Schildbürgerstreiche denken. Daneben ist es noch bemerkenswert, dass sehr komplexe Dinge wie die Berechnung von Steuern prinzipiell überschlagsartig auf eine einfache Prozentrechnung reduziert werden können. Da kann man beispielsweise sagen, dass die 12 unterschiedlichen Steueraspekte in der Regel 4% von der Gesamtsumme ausmachen, andere vielleicht 8% und so weiter. D. h., man könnte die Berechnung massiv vereinfachen und hätte die gleichen Ergebnisse. Aber hier siegt u. a. die Liebe zu Statistiken, das Sammeln von Daten, – für welchen Zweck auch immer.

Also – wir Menschen drücken uns gerne vor selbständigem Denken und Eigenverantwortung, wollen eigene Entscheidungen gerne vermeiden oder delegieren und stützen uns sehr gerne auf vermeintliche Experten. Wir möchten auch gar nicht wirklich die Gründe erfahren, warum denn etwas so und so ist und nicht anders. Und wir glauben, dass wir so der Willkür entkommen, dass dann alles richtig und gut ist.

Ursprüngliche hatten Gesetze, etc. eine stützende Funktion. Sie waren vom Umfang her sehr begrenzt und für alle verständlich. Der Mensch nahm sie als Orientierungshilfe, hat selbst Verantwortung für sich und sein Leben übernommen und auch selbst gedacht. Mittlerweile ist aus der Stütze eine Art Korsett geworden, was den Menschen in eine Form presst und hält. Das Leben hat gewissermaßen an Lebendigkeit verloren und ist in Normen erstarrt. Der Mensch muss nicht mehr selbst denken und eigenverantwortlich handeln.

Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag. Überall begegnen wir dem genormten Einheitsbrei, – egal wo. Es sind die genormten Häuser, die genormten Gurken, die genormten Nachrichten, die genormten Menschen – alles ist genormt, alles ist recht langweilig. Die Vielfalt ist abhanden gekommen. Sie trifft man fast nur noch im Ausland und dann freut man sich über das bunte Leben, wo es überall etwas zu entdecken gibt, wo die Menschen sich recht frei entfalten können.

 

Kommen wir zum zweiten Grund:

Hier geht es in erster Linie um ökonomische Interessen. Es ist der Kampf der Lobbyisten um Vorteile und die Marktposition. Jeder will seine Interessen durchdrücken – oft auf Kosten der anderen und auf Kosten der Einfachheit. Abgesehen von Lobbyisten geht es darum, möglichst viel überall mitzuverdienen, – in der Wirtschaft und beim Staat. Je komplizierter hier die Abläufe sind und je mehr Leute eingesetzt werden, desto mehr kann verdient werden (auch an Steuern). Deshalb haben wir kein schlankes Management, was mit einem Bruchteil an Mitarbeitern die Verwaltung in Deutschland organisiert, sondern eine Bürokratie, die stätig wächst, wo jeder etwas verdienen kann, jeder einen Posten bekommt.

Die Eigenverantwortung der Menschen wird dabei immer mehr Richtung Staat verschoben, so dass der Bürger immer abhängiger von der staatlichen Fürsorge wird. Der Staat entwickelt sich immer mehr zu einer Übermutter, die ihr längst erwachsenes Kind immer weiter verhätschelt und die weitere Entwicklung verhindert. Das Kind erstickt dabei an der mütterlichen „Liebe“.

Tatsächlich wollen wir uns alle mit unseren Bedürfnissen in unserer heutigen Ellbogengesellschaft durchsetzen. Wir proklamieren für uns die Extrawürste, in der Regel rücksichtslos. Es ist diese Idee, dass wir für und gegen alles kämpfen müssen. So wird das Leben komplizierter als es sein müsste.

 

Stellen Sie sich einmal vor, unsere Gesellschaft würde wie eine große Familie funktionieren, – mit gegenseitigem Respekt, mit Verständis, mit Liebe, mit dem Wunsch für alle das Beste als Gemeinschaft zu erreichen, auch mit der Fähigkeit auf unwichtige Extrawünsche zu verzichten und sich auf das Wesentliche zu besinnen, auf die wahren Werte im Leben.

Stellen Sie sich einmal vor, jeder Mensch für eigenverantwortlich denken und handeln, für sich die richtigen Entscheidungen treffen, sich an allgemein anerkannten Werten orientieren.

Und stellen Sie sich einmal vor, wir hätten ein schlankes Management anstelle der Bürokratie, anstelle der Herrschaft über das Volk, – wir hätten Dienstleister, die uns verpflichtet sind, was meinen Sie wieviel Geld wir jedes Jahr sparen würden?

In diesem Sinn – je mehr Eigenverantwortung Sie für sich selbst übernehmen, desto freier und wohler werden Sie sich fühlen! Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Sie haben es in der Hand! Sie sind der Regisseur!

Wie einst die Psychologin Vera Birkenbihl sagte: „Werden Sie vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer!“ Befreien Sie sich aus der Norm! Gestalten Sie Ihr Leben einfach und schön!

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Permanente Überlastung und dann?

In unserer Hochleistungsgesellschaft leben sehr viele Menschen in einem Zustand permanenter Überlastung. Überlastung ist zur Norm geworden, zur Normalität. Das fängt schon in der Kita an, geht in der Schule weiter, dann im Studium, danach im Kampf um einen Job und schließlich im Job selbst. Auch privat sind viele überlastet. Partnerschaft, Familie, Freunde, Hobbys – alles soll unter einen Hut.

Die Überlastung mit Leistungsdruck, Zeitdruck, Work-Life-Imbalance, etc. geht so lange weiter bis irgendwann das Ende eintritt. Vielleicht hat man noch ein wenig Zeit, um über den Sinn des Ganzen nachzudenken. Vielleicht auch nicht.

Totale Überlastung – totale menschliche Überforderung – ist das Thema unserer Zeit. Selbst bei den Vorreitern der „Ultrahochleistungsgesellschaft“ in China gibt es schon Menschen, die wahrgenommen haben, dass dieses System eine Sackgasse ist und langfristig nicht zu dem erhofften Erfolg führt. In Japan hat die Überforderung zu dem Phänomen des Karoshi geführt – Tod durch Überarbeitung – entweder als Selbstmord oder durch Organversagen. Die massive Überarbeitung wird hier in der Regel durch regelmäßigen, schweren Alkoholmissbrauch kompensiert. „Mein Leben für die Firma!“ ist wohl das Motto.

Die Mechanismen der Überlastung sind sehr interessant und deshalb möchte ich mit Ihnen heute einmal darüber nachdenken, – auch als Anregung über Ihre eigene Situation zu reflektieren und vielleicht frühzeitig in die Bremsen zu gehen und einen Gang runterzuschalten.

Stellen wir uns einmal eine ganz normale Situation vor, wo noch alles soweit in Ordnung ist. Sie fühlen sich gesund, sind fit, alles ist wirklich in Ordnung. Sie haben eine glückliche Partnerschaft, Kinder sind vielleicht auch schon da. In Ihrer Freizeit sind Sie aktiv, treiben Sport, unternehmen viel mit Ihren Lieben, treffen sich mit Ihren Freunden, usw. Auch Ihr Job läuft ganz geregelt. Sie haben einen ganz normalen 8 Stunden Tag. Die Arbeit besteht aus Routine und anregenden Aufgaben. Sie verstehen sich gut mit Ihrem Chef und Ihren Kollegen. Alles ist bestens.

Das Leben könnte so weiter gehen, wenn wir in einer normalen Zeit leben würden. Nun kommt Ihr Chef eines Tages rein und erzählt Ihnen, dass die Firma eine neue Software gekauft hat, mit der sich viele Geschäftsprozesse bündeln lassen. Gemäß dem Ideal der Gewinnmaximierung bedeutet das, dass dadurch viele Mitarbeiter eingespart werden können. Was früher 4 Angestellte bearbeitet haben, macht nun nur noch einer. Dafür muss man sich natürlich in die neue Software einarbeiten. Der Chef erwähnt am Rande noch, dass natürlich nur die besten Mitarbeiter bleiben und in einem Monat eine entsprechende Beurteilung stattfindet. Da die Auftragslage hoch ist, kann für die Einarbeitung in die Software keine Arbeitszeit geopfert werden, sondern es wird erwartet, dass die guten Mitarbeiter dafür nach der Arbeit und am Wochenende Kurse belegen.

Die Folge dieser Mitteilung ist, dass die ganze Stimmung in der Firma schlagartig in den Keller geht. Alle bangen jetzt um ihre Jobs. Angst, Frustation, Hilflosigkeit, Ärger und Aggressionen kommen auf. Es ist allen klar, dass von 5 Leuten nur einer seinen Job behalten wird. Ein harter Konkurrenzkampf bricht aus. Jeder will zu den besten gehören. Jeder will seinen Job behalten. Jeder muss seinen Job behalten, weil er Haus, Auto, etc. abbezahlen muss, weil er seine Familie ernähren muss, weil es um seine Existenz geht. So werden aus guten Kollegen Konkurrenten, die mit allen Mitteln um ihre Vorteile kämpfen. Die Folgen sind Mobbing, Verleumdungen, Beleidigungen, Androhungen von Gewalt, Sabotage, etc. Das belastet unheimlich die Arbeit. Keiner fühlt sich mehr wohl. Alle sind schwer gestresst. Das erste Opfer ist ein Kollege, der gesundheitlich schon vorbelastet ist. Er bekommt einen Herzinfarkt und ist erstmal raus aus dem Rennen. Eine Kollegin, die schon immer etwas unsicher war, reagiert sehr emotional. Sie bekommt Heulanfälle, lässt sich kaum beruhigen.

Alle anderen arbeiten unter Hochdruck. Manche kommen früher und scheinen auch abends gar nicht mehr nach Hause zu gehen. Auch Sie sind voll dabei. Die Pausen haben Sie für sich schon abgeschafft. Ein belegtes Brötchen zwischendurch muss reichen. Dafür trinken Sie jetzt viel mehr Kaffee als früher. Eine Tasse jagt die nächste. Wahrscheinlich haben Sie schon mehr Kaffee im Körper als Blut, aber das ist Ihnen mittlerweile egal. Es geht eben nicht anders. Aus Ihrem 8 Stunden Tag ist ein 10 Stunden Tag geworden. Am Wochenende sind Sie auf den Seminaren, um die Software zu lernen. Ihren Partner und Ihre Kinder sehen Sie nur noch selten – sie sind eben auch schwer beschäftigt, im Stress. Mittlerweile macht Ihnen auch der hohe Kaffeekonsum zu schaffen. Ihre Hände zittern und ohne Kaffee geht gar nichts mehr. Schlafen können Sie auch nur noch ganz schlecht. Morgens fühlen Sie sich wie gerädert, – als hätten Sie gar nicht geschlafen. Sport treiben Sie auch nicht mehr. Sie haben einfach keine Zeit dafür. Sie wissen auch nicht mehr, wann Sie das letzte Mal richtig und gut gegessen haben. Immer mehr bauen Sie ab. Dann kommen auch noch Kopfschmerzen hinzu und Augenprobleme – alles Überlastung.

Der Chef kommt rein und gratuliert Ihnen. Sie haben es geschafft. Während viele auf der Strecke geblieben sind – seelisch oder körperlich – können Sie sich freuen, dass Sie Ihren Arbeitsplatz behalten dürfen. Nun dürfen Sie die Arbeit von 5 Leuten machen. Leider hat sich die neue Software als problematisch entpuppt. Sie ist noch nicht ausgereift und es funktioniert nicht alles so, wie es soll. So verbringen Sie jeden Tag viel Zeit damit nach Fehlern zu suchen und Probleme zu lösen. Das ist Stress pur und schlägt Ihnen auf den Magen. In letzter Zeit haben Sie sowieso schon Verdauungsprobleme.

Zum Glück ist die Stimmung mittlerweile etwas besser. Die verbliebenen Kollegen sprechen wieder miteinander. Dafür sind sie alle total gestresst. Die Nerven liegen blank, weil sich die Arbeit verfünfacht hat und die Software nicht so funktioniert, wie sie soll. In den kurzen Gesprächen über die Situation in der Firma kommt heraus, dass ein Kollege schon unter Depressionen leidet und beim Arzt war. Er meint, er würde am Erschöpfungssyndrom leiden und hat ihm dringend eine Auszeit empfohlen. Auch die Suizidgedanken und das alles nur noch negativ gesehen würde, wären schlechte Zeichen. Ein anderer Kollege hat von leistungsfördernden Medikamenten gehört und versorgt sich illegal damit. Er meint, ohne das Zeug würde gar nichts mehr gehen. Morgens nimmt er Tabletten zum aufputschen, – da fühlt er sich wie ein Rennpferd, zwischendurch noch Stimmungsaufheller und abends dann zum runterkommen nimmt er Schlafmittel. Ihm geht es auch schon ganz dreckig von dem ganzen Zeug und er müsste wohl eine Therapie machen, um wieder davon loszukommen. Er hat sich schon mit seiner Frau deswegen verkracht.

Der Chef lädt Sie und Ihre Kollegen zum Gespräch. Heute hat er mal wieder seinen cholerischen Anfall, wird ganz rot im Gesicht und droht schon umzukippen. Er regt sich furchtbar auf, dass die Software nicht läuft und Sie und Ihre Kollegen nichts auf die Reihe kriegen. Sie sollten sich doch alle mehr Mühe geben, mehr Einsatz zeigen, etwas für ihr Geld tun und nicht wie lahme Klappergäule vor sich hin schneckeln. Er erwartet Rennpferde in seinem Stall, insbesondere jetzt, wo noch mehr Aufträge auf ihre Bearbeitung warten. Alles muss schneller gehen. Mehr Effizienz!

Nach der Besprechung unterhalten Sie sich noch mit Ihren Kollegen und fragen sich, wo das noch enden soll. Sie sind jetzt schon alle am Limit, schon darüber und dann sollen sie noch mehr arbeiten, noch effizienter. Welche Möglichkeiten haben Sie jetzt? Geschlossen zum Chef gehen und ihm sagen, dass das so nicht laufen kann oder direkt nach einem neuen Job suchen? Oder auf den körperlich-seelischen Zusammenbruch warten?

Was ich mit diesem Beispiel sagen wollte ist, dass Überlastung, Überforderung immer einen destruktiven Charakter hat. Entweder führt Überlastung durch die Krise gleich zu einer Art von Depression, im schlimmsten Fall mit Suizid oder durch die Krise kommt es erst zu wahnhaften Vorstellungen, dass die Leistung beliebig gesteigert werden könnte, dass alles machbar ist mit den entsprechenden Mitteln und danach geht es dann in den Untergang.

Überlastung und Überforderung haben gerade im Bereich der Arbeit viel mit Ausbeutung zu tun. Auf Kosten der Angestellten wird der Gewinn übermäßig maximiert, was dann dem Management zu gute kommt. Der Raubbau egal ob an der Natur oder am Menschen ist immer ungesund und fordert in der Konsequenz hohe Kosten und hohen Aufwand für die Beseitigung der Schäden. Für diesen Raubbau bezahlen alle die entsprechenden Krankenkassengebühren.

Das schlimmste aus meiner Sicht ist, dass wir Menschen uns an ungesunde, negative Lebens- und Arbeitsumstände gewöhnen. Wir gewöhnen uns an die tägliche Überstunden. Wir gewöhnen uns an das Essen im Vorbeigehen. Wir gewöhnen uns daran, kaum noch Zeit mit der Familie zu verbringen. Wir gewöhnen uns daran, auch am Wochenende zu arbeiten. Und wir gewöhnen uns auch daran, uns alles von unseren Vorgesetzten gefallen zu lassen, jede Beleidigung, jede Manipulation und Erpressung. Wir hinterfragen nichts mehr, sondern akzeptieren alles. Viele haben einfach resigniert.

Dabei kann auch alles ganz anders laufen. Man braucht nur Menschen mit Weitblick und guter Ausbildung im Management. Dann kann auch eine hohe Leistungsfähigkeit mit und durch Work-Life-Balance gesichert werden.

Ich hoffe wirklich, dass in den kommenden Jahren durchgreifende Veränderungen geschehen. Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, dass es so weitergeht.

Stellen Sie für sich eine Bilanz auf. Schauen Sie, wie es Ihnen geht, wo es hakt, was Sie ändern können und wo Sie professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen sollten. Es gibt mehr Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten als Sie denken.

Lassen Sie sich nicht kaputt machen. Machen Sie lieber das Beste aus Ihrem Leben!

Denn es ist Ihr Leben und es ist wertvoll!

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Der Faktor X im Leben

Wir Menschen haben ein ganz natürliches Bedürfnis nach Sicherheit. Wir wollen sicher sein, dass wir das Richtige tun, dass wir uns richtig entscheiden. Sicherheit gibt uns immer ein gutes Gefühl. Versicherungen sichern uns gegen alle möglichen Risiken und Unglücksfälle ab. Wir brauchen Sicherheit. Wir wollen Sicherheit. Und wir tun alles menschenmögliche für unsere Sicherheit.

Mit diesem Streben nach größtmöglicher Sicherheit sind viele Ängste verbunden. Die Angst vorm Scheitern, die Angst Risiken einzugehen, die Angst vor eigenverantwortlichem Handeln, die Angst etwas zu verlieren, die Angst vor Veränderungen. Es gibt unzählige Ängste, die mehr oder weniger gut begründet sind. Ängste sind oft übersteigert und entsprechen nicht der Realität. Mit Ängsten wird sehr viel Geld verdient. Und die vermeintliche Sicherheit ist oft gar nicht  gegeben. Doch für uns zählt häufig in erster Linie das Gefühl in Sicherheit zu sein.

Wir wollen immer alles richtig machen. Wir haben Angst vor dem Abenteuer Leben. Wir lieben es, wenn das Leben ganz geordnete, genormte Bahnen geht. Mit Unsicherheiten können wir nur schlecht umgehen und Abenteuer, – das Verlassen des Weges oder der Blick über den eigenen Tellerrand, sind voller Gefahren und unkalkulierbarer Risiken. Was ist, wenn doch nicht alles so gut ist, wie man denkt? Wenn gewisse Wahrheiten sich als Lügen entpuppen? Wenn es mehr gibt als man sich vorstellen kann? Was dann? Vielleicht fängt man dann an, aus der Routine des Alltags auszubrechen, die bekannten Wege zu verlassen, seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Vielleicht nimmt man dann sein Leben in die eigenen Hände. Wer weiß, wohin der Weg führt, wenn man ihn nicht geht?

Das Leben ist nur scheinbar voller Sicherheiten. Wir wünschen es uns so und das verändert unsere Wahrnehmung. Es läßt uns die Dinge so sehen, wie wir sie uns vorstellen. Wir suchen nach Bestätigung für unsere Ansichten, unser Weltbild. Das schenkt uns Sicherheit, Zufriedenheit und Selbstbestätigung. Und wenn etwas passiert, was nicht in unserer Wahrnehmung der Dinge entspricht, dann bricht unsere Welt zusammen. Dann herrscht das Chaos. Dann verstehen wir die Welt nicht mehr und fallen aus allen Wolken. Im besten Fall erholen wir uns von dem Schock und lernen dazu. Im schlechtesten Fall blenden wir das Ereignis aus und unterdrücken unsere Empfindungen.

Das Leben ist tatsächlich voll unbekannter Faktoren, voller Unwägbarkeiten und Risiken. Tatsächlich wissen wir nahezu gar nichts über unsere Zukunft, über das, was am nächsten Tag oder in der nächsten Stunde passieren wird. Wir denken dies und das, halten dies und das für möglich oder wahrscheinlich oder für wünschenswert. Wir hegen Hoffnungen, wir haben unsere Träume, unsere Visionen. Aber wie die Realität nachher aussieht – wer weiß das schon.

Vielleicht kennen Sie das: „Ja, mein Kind soll aufs Gymnasium. Nach dem Abi studiert es dann Jura. Mein Mann will das so. Ja und ich wünsche mir das mein Kind dann auch bald heiratet und mir mindestens 2 Enkelkinder schenkt. Und dann machen wir alle zusammen Urlaub auf Gran Canaria. Da freu ich mich jetzt schon drauf!“ Eltern wissen oft erstaunlich genau über alle Lebensphasen ihrer Kinder Bescheid.

Es geht aber auch oft um wichtige Entscheidungen. Da wird angenommen, wenn ich X mache, passiert Y und ich erreiche Z. Nur oft sind es eben Annahmen, um eine Entscheidung zu finden. Sie müssen nicht der Realität entsprechen. Hier ist es egal, ob es um die richtige Entscheidung für die berufliche Ausbildung geht oder um die richtige Versicherung, den richtigen Wagen, den richtigen Partner, etc. Wir können nur für den Moment entscheiden und erst hinterher sind wir wirklich schlauer. Oft versuchen wir möglichst viele Argumente für oder gegen eine Entscheidung zu finden. Dabei überlisten wir uns in der Regel selbst und wollen nur noch im Nachhinein unsere unterbewusst getroffene Entscheidung vor uns und anderen rechtfertigen. Unser Verstand ist tatsächlich nämlich eher selten ausschlaggebend. Wir glauben nur, dass es so ist. Oft orientieren wir uns auch ganz einfach an dem, was die anderen für richtig und gut halten. Wir orientieren uns an erfolgreichen Menschen, an unseren Eltern, Freunden, Vorgesetzten, an Prominenten und Schauspielern, an den wichtigen Menschen im Fernsehen und in den Zeitungen. So hoffen wir auch richtig zu liegen und erfolgreich zu sein. Und es spart ungeheuer viel Energie, weil wir nicht selber nachdenken müssen. Wir müssen nur Dinge nachmachen, nachahmen. Wir müssen nur folgen. Und wenn die Menschen falsch liegen, denen wir folgen, dann sind eben die schuld und nicht wir. Das ist menschliche Logik. Das ist Psychologie.

Nun, glücklicherweise hat jeder Mensch eine gewisse Freiheit, wie er sein Leben gestalten will. Wer einsieht, dass das Leben tatsächlich doch eher einem Abenteuer mit vielen Unwägbarkeiten und Risiken gleicht, mit dem Faktor X, dem Unbekannten, der kann sich von vielen Zwängen und Ängsten frei machen, der kann für sich selbst Verantwortung übernehmen, selbst aktiv werden. Er kann lernen mit Risiken umzugehen und sich intelligent abzusichern, Vorsorge zu betreiben, etc. Und was gewinnt er dadurch? Etwas, was viele Menschen noch nie kennengelernt haben, etwas, was unendlich kostbar ist – Freiheit!

Und was macht man mit dem Faktor X, dem Unwägbaren, dem Unbekannten? Man folgt seiner Intuition, seiner umfangreichen Wahrnehmung einer Situation. Die Intuition ist tatsächlich mehr als die Summe aller verfügbaren bewussten und unterbewussten Informationen zu einem bestimmten Sachverhalt. Intuitiv haben wir ein gewisses Gefühl, wenn wir an eine Entscheidung denken, an eine neue Situation. Natürlich müssen wir diese Empfindungen hinterfragen, schauen, woher sie kommen. In der Regel stehen sie aber ganz klar im Zusammenhang mit der Sache. Wenn wir dann unserem Gefühl folgen, liegen wir meistens richtig, auch wenn sich das unter Umständen erst sehr viel später herausstellt. Es gibt sogar entsprechende Studien, die die Überlegenheit der Intuition gegenüber reiner Sachargumentation belegen. Wenn wir unser Unterbewusstsein in die Entscheidungsprozesse miteinbeziehen, dann verfügen wir über weit mehr Informationen als Unterlagen jemals enthalten können.

Arbeiten Sie mit Ihrer Intuition. Erweitern Sie Ihre Wahrnehmung. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

Gönnen Sie sich diese Freiheit!

 

 

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Ist Ihr Leben auch genormt?

In Deutschland ist bekanntlich alles genormt und reguliert. Auch unsere Vorstellungen vom Leben sind genormt.

Ein mustergültiges Leben sieht folgendermaßen aus: Nach den Vorgaben der Kinderärzte fängt das Kleinkind an zu krabbeln, zu sprechen und zu laufen. Es kommt nach Norm zur Tagesmutter, in die Kinderkrippe, in die Kindertagesstätte und in den Kindergarten. Nach der Grundschule besucht das Kind das Gymnasium und macht ein gutes Abi. Danach wird direkt zügig studiert. Mit einem guten Masterabschuß geht es weiter in die Wirtschaft. Mit 30 wird dann geheiratet, zwei Wunschkinder kommen im Anschluß. Die junge Familie zieht ins eigene Häuschen. Mann und Frau machen Karriere; die Kinder entwicklen sich nach Norm prächtig. Das Leben schenkt der Familie alles, – Urlaub, Auto, Freundeskreis, persönliches Glück, Hobbys, etc. Dann kommt die Rente, – der goldene Herbst. Nach einem gesunden und glücklichen Leben segnen die Eltern das Zeitliche, während die Kinder den gleichen Weg gehen wie sie. Happy End.

So stellen sich viele Menschen das Leben vor. Von so einem Leben für ihre Kinder träumen die Eltern „Mein Sohn, Du machst erstmal Abi, dann studierst Du Jura, dann heiratest Du und schenkst uns tolle Enkelkinder…“. Und von so einem Leben träumt man vielleicht selbst, wenn man jung ist. Es sind die Meilensteine, die Ziele, die man für sich aufstellt und erreichen will. Wer wünscht sich nicht ein erfolgreiches, erfülltes Leben?

Tatsächlich entsprechen solche Vorstellungen so gut wie nie der Realität und doch hoffen so viele Menschen darauf, dass sie wahr werden – wenn schon nicht für einen selber aber dann wenigstens für die Kinder.

Das Leben ist (zum Glück) nicht genormt, sonst wäre es extrem langweilig. Tatsächlich ist das Leben eine Art Abenteuer mit vielen unvorhergesehenen Wendungen, mit Herausforderungen, mit Gefahren, Risiken aber auch mit Momenten großen Glücks, der Freude und der Liebe. Das Leben ist so facettenreich, dass es in keine Schublade passt und erst am Ende unseres Lebens sind wir schlauer.

Nun ist es sehr hilfreich das Leben realistisch wahrzunehmen und nicht einem genormten „Lebenstraum“ hinterherzulaufen und später hinterherzutrauern, weil er nicht in Erfüllung gegangen ist. Realistisch heißt, sich auf das Abenteuer Leben einzustellen mit all seinen guten aber auch mit all seinen schlechten Seiten, – mit seinen Höhepunkten aber auch mit seinen Tiefpunkten.

Nur dann kann man sich auf eventuelle Gefahren gut vorbereiten, seine Ziele realistisch – machbar – setzen und auch aus einem Tal wieder rauskommen, – weil man weiß, dass nach dem Regen auch die Sonne wieder scheinen wird.

Es ist ja das Geheimnis des Erfolges immer wieder aufzustehen, wenn man hinfällt, an seine Ziele zu glauben, an sich selbst zu glauben, Hindernisse zu überwinden und stets das Beste aus seiner Situation zu machen.

Jeder Mensch macht Fehler, fällt hin, begeht „Dummheiten“. Es ist nur die Frage wie man damit umgeht. Ob man aus seinen Fehlern lernt und weitermacht oder ob man aufgibt und resigniert. Es ist eine Haltungsfrage.

Ein sehr weiser Mensch hat einmal gesagt „Das Leben ist eine Schule. Am Guten sollst Du Dich erfreuen und aus Deinen schlechten Erfahrungen sollst Du lernen. Aber nie darfst Du den Kopf hängen lassen!“

Es tut so unendlich gut loszulassen, – das Idealbild vom Leben, das genormte Leben als Vorstellung loszulassen und ganz einfach authentisch und frei seinen ganz individuellen Weg zu gehen!

Die Menschen um uns herum wissen immer alles besser. Die Gesellschaft und die Medien wissen immer alles besser und versuchen uns zu belehren. Tatsächlich können nur wir selbst wissen, was für uns richtig und gut ist – niemand sonst, auch nicht unsere Eltern, unsere Freunde, Arbeitgeber oder Lehrer, Professoren, etc. Wenn wir das einmal erkannt haben, dann sind wir frei, – frei die richtigen Entscheidungen zu treffen, frei für ein glückliches, erfolgreiches und erfülltes Leben.

Und dann haben wir unser Ziel erreicht!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

Seien Sie realistisch und bleiben Sie authentisch!

Folgen Sie Ihrem individuellen Lebensplan!

 

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