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Die leise Rückkehr der Werte

In den letzten Jahrzehnten ist so einiges nahezu spurlos verschwunden, was wir über Jahrtausende kultiviert hatten. Früher gab es gesellschaftliche Werte wie Respekt, Ordnung, Fleiß, Großzügigkeit, Ehre, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit usw. Dann gab es moralische Werte, vermittelt durch Kirche und Religion. Das Streben nach Vervollkommnung, edlem Charakter und persönlicher Größe war hoch angesehen. Menschen, die sich besonders tugendhaft oder selbstlos für höhere Zwecke eingesetzt haben, wurden verehrt und als Vorbild genommen. Und andererseits, Menschen, die sich nicht an gesellschaftliche Werte gehalten haben, sich schlecht benahmen, wurden verachtet, geächtet. So hat dann die Gesellschaft auch funktioniert, – gut funktioniert. Heute könnte man das als werteorientiertes Management der Gesellschaft bezeichnen, – ein System, was klar zwischen „Gut und Böse“ unterschieden hat und wo die Guten belohnt wurden und die Schlechten ihre Strafe erhalten haben. Ein durchaus sinnvolles System. Damals war die Welt noch wortwörtlich in Ordnung, in einer klar verständlichen Ordnung.

Heutzutage haben wir diese Ordnung nicht mehr. Die Werte, an denen man sich früher orientiert hat, – in allen Aspekten des Lebens – sind verschwunden. Kirche, Religion, natürliche Spiritualität haben ihren Status verloren. Der technisch-materialistische Fortschritt hat sie scheinbar überflüssig gemacht. Wir haben nur noch einen Wert – die Gewinnmaximierung. Sie ist das Ideal, an dem sich alle orientieren. Gewinnmaximierung bedeutet mit dem geringstmöglichen Aufwand das Maximum an Ertrag zu erzielen. Ethik, Werte und Verantwortungsbewusstsein sind in der wirtschaftlichen Definition nicht enthalten. Die Resultate erlebt jeder überall auf der Erde. Wir leben nur noch, um Geld zu verdienen und um mit diesem Geld am Konsum teilnehmen zu können. Konsum ist alles heutzutage. Denn ohne massiven Konsum können wir kein Geld verdienen und auch keine Gewinne maximieren. Dabei heiligt die Gewinnmaximierung die Mittel. Wir erleben das Phänomen der Ausbeutung in allen Facetten. Wir beuten uns gegenseitig aus, alle, die sich nicht wehren können, die Natur und wir lassen uns ausbeuten für die Gewinnmaximierung einiger weniger. Wir laufen permanent im Hamsterrad und merken es noch nicht einmal. Vielleicht, weil wir einfach zu beschäftigt sind, zuwenig Zeit haben, mal über alles nachzudenken. Und wahrscheinlich fehlt auch einfach die Energie und eine Eingebung, wie man alles zum Besseren ändern könnte. Nicht zuletzt fehlen uns auch die eigenen Lobbyisten in der Politik, die sich um unser Wohlergehen kümmern könnten.

Materialismus, Nihilismus, Kapitalismus, Atheismus, etc. stinken mittlerweile zum Himmel und die Menschen haben immer mehr genug von diesen Ideologien, die nur das Elend der Menschen fördern und den Untergang der Menschheit beschleunigen. Haben wir in den letzten 100 Jahren wirklich etwas geleistet, worauf wir stolz sein können? Wofür unsere Kinder uns dankbar sind? Kulturelle Glanzleistungen? Höhepunkte der menschlichen Entwicklung? Ich denke, nicht wirklich.

Immer mehr Menschen sehnen sich nach den verloren gegangenen Anteilen unserer menschlichen Natur, nach menschlichen Werten, gesellschaftlichen Werten, nach der natürlichen Spiritualität. Und so schleichen sich diese Werte, diese menschlichen Bedürfnisse quasi durch die Hintertür wieder ins Leben ein. Immer mehr Menschen gehen auf die spirituelle Suche, fragen sich, wer sie eigentlich wirklich sind und ob es noch einen höheren Sinn gibt, als das Hamsterrad. Es gibt auch sehr viele Menschen, die sich mit Ratgebern zu einem erfüllteren Leben beschäftigen. Viele suchen auch die Wurzeln ihrer traditionellen Religionen. In der Tat gibt es ein Aufleben der alten Spiritualität in Europa und anderen Orten. Manche Menschen lieben es auch an Rollenspielen teilzunehmen, die im Mittelalter bzw. zur Zeit der Ritter stattfinden. In der Rolle eines edlen Ritters oder einer holden Maid können sie so wieder Werte leben, sich edel, tugendhaft verhalten, das Schöne und Gute im Menschen zeigen und empfinden.

Ja und dann gibt es noch Menschen, die sich von Herr der Ringe inspieren lassen, wo Schönheit, Edelmut, Charakter, Stärke, Gemeinschaft, etc. sehr schön zum Ausdruck kommen. Auch die Star Wars Filme haben junge Menschen inspiriert höheren Werte zu folgen, wie die Jedi Ritter, die ihre Wurzeln tatsächlich in der Samuraitradition des alten Japan haben.

Lassen auch Sie sich inspieren! Entfalten Sie Ihre innere und äußere Schönheit! Und machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

All die Ideologien der Neuzeit werden so verschwinden, wie sie gekommen sind und der Mensch wird wieder zu sich selbst zurückfinden!

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Paradoxe Spareffekte

Eines der Lieblingsworte heutzutage ist „Sparen“. Wir „müssen“ überall und ständig „sparen“. Die Politiker belehren uns tagtäglich: „Spart Wasser! Spart Energie! Spart Co2! Spart Strom! Spart Geld fürs Alter! usw….!“

Auch die Supermärkte, die Discounter sprechen ständig vom Sparen. Und zu guter Letzt sparen die Firmen an Mitarbeitern, die Produkte an Qualität und wir an Zeit.

Wir sind mittlerweile die „Supersparer“. Wir sparen einfach alles! Schon Kohl sagte „Wir müssen den Gürtel enger schnallen!“ Meinte dabei aber offensichtlich nicht sich selbst oder die anderen Politiker, sondern sprach eher vom Volk. Wir sind so eifrige Sparer geworden, dass wir uns schon selbst einsparen, dass wir unsere Lebensqualität sparen, weil die ja nicht existenziell notwendig ist.

Haben Sie schon mal in der Natur beobachtet, dass ein Lebewesen irgend etwas spart? Dass es gierig oder geizig ist? Ich nicht. Tiere und Pflanzen nehmen soviel auf, wie sie zum Leben brauchen, – nicht mehr und nicht weniger. Sie leben in Harmonie mit sich selbst, mit ihrer sozialen Gruppe und ihrer Umwelt, der Natur. Alles ist in Balance. Alles ist in Ordnung.

Diese Harmonie und Ordnung haben uns die Tiere und Pflanzen voraus. Bei uns Menschen funkt das hochentwickelte Ego dazwischen und so werden die Reichen und Mächtigen immer reicher und mächtiger, während die Armen und Schwachen immer ärmer und schwächer werden. Die Mittelschicht kämpft dabei ums Überleben und gegen den Abstieg. Die Prinzipien der Ausbeutung sind phantastisch, auch hochentwickelt und teilweise sehr subtil. Aber wen störts?

Aber zurück zum Sparwahn, der ja nur das Volk betrifft und nicht die Elite. Die Einsparung von Strom ist ja derzeit ein großes Thema. Der Verbraucher soll Strom sparen, – weil Strom ist ja teuer und wird noch teurer. Warum? Weil der Staat nicht in der Lage ist eine adäquate Stromversorgung sicherzustellen. Warum? Wegen schwerem Mißmanagement und schwerer Inkompetenz. Aber auch aus monetären Gründen, – das Geld muss fließen, sowohl für Energieanbieter wie auch in Form von Steuern für den Staat. So, nun soll der Verbraucher halt sparen. Da kommt dann ein Stromsparexperte nach Hause und belehrt den Verbraucher, dass er viel zu viel Strom verschwendet (schlechtes Gewissen) und dass er durch Anschaffung neuer Geräte langfristig Strom sparen kann. Dann geht der Experte wieder und der Verbraucher kalkuliert dann die Neuanschaffungen, – neue Waschmaschine, neuer Trockner, neuer Kühlschrank, neue Leuchtmittel, etc….. Entweder der Verbraucher hat im Lotto gewonnen und kann sich alles kaufen oder er hat nicht das Glück und muss weiterhin seine hohen Stromrechnungen bezahlen.

Betrachten wir die Situation einmal: Glauben Sie, dass es heutzutage noch einen Menschen gibt, der nicht schon längst auf seine Stromkosten achtet? Jeder achtet zwangsläufig auf seinen Stromverbrauch, weil es anders gar nicht geht. Nun wird suggeriert, dass der Verbraucher ja böse ist, ein Verschwender und dass er unheimlich viel Potential an Einsparmöglichkeiten hätte, wenn er denn nur wollte. Also es ist alles ein Erziehungsfrage. Nun sagt der gute Experte nicht, wie ein normaler Mensch mal eben seine ganzen Haushaltsgeräte durch neue, stromsparende Geräte ersetzen soll. „Gerechnet“ rentiert oder amortisiert sich das ganze nach ein paar Jahren. Ist doch toll oder? Nun sagt der Experte auch nichts über die tollen Eigenschaften der Energiesparlampen, wie Quecksilberbelastung, elektromagnetische Störfelder und den Gestank, wenn der erhitzte Kleber verdampft. Ganz zu schweigen von dem schlechten Licht und den hohen Kosten.

Aber nehmen wir einmal an, der Verbraucher hat im Lotto gewonnen und stattet sein Haus mit den neusten Geräten und Leuchtstoffmitteln aus. Was glauben Sie, spart er Energie? Theoretisch müßte er ja, aber praktisch ist dies nicht der Fall! Warum? Ganz einfach: Wenn meine Geräte ja nahezu nichts verbrauchen, dann kann ich sie auch ständig anlassen und intensiver nutzen! Das ist einfach eine psychologische, mehr oder weniger unbewusste Angelegenheit. Dieser Effekt ist in der Psychologie auch schon lange bekannt, nur in der Politik ist er noch nicht angekommen.

Abgesehen von dem Nutzerverhalten, was sich entsprechend ändert, wird auch gar nicht der Energieverbrauch für die Produktion der neuen Geräte und die Entsorgung der alten Geräte miteinkalkuliert. Da kann es dann schon sein, dass am Ende mehr Energie gespart wird, wenn der Verbraucher nichts neues kauft und eventuell nur ein paar kleinere Nutzertipps beherzigt.

Nun was hilft denn überhaupt?

Es muss zuerst einmal erkannt werden, dass generell der Stromverbrauch steigt, – ganz einfach schon deswegen, weil wir immer mehr stromverbrauchende Geräte benutzen. Allein das Internet braucht schon etliche Atomkraftwerke für den Betrieb. Fragen Sie mal Google, wieviel Strom es verbraucht, nur um die Suchmaschinenfunktion aufrecht zu erhalten.

D. h., die Verantwortlichen müssen einfach dafür sorgen, dass die wachsende Nachfrage an Energie auch adäquat gesichert wird. Und das schafft man nur durch vorausschauendes Projektmanagement und nicht durch infantile Bewältigungsstrategien wie man sie von Politikern her kennt. Da hilft auch kein „Experte“ im TV, der armen unschuldigen Verbrauchern ein schlechtes Gewissen einredet und Energiesparlampen als die Lösung aller Energieprobleme propagiert.

Letztendlich würde es uns nicht schaden, wenn wir uns ein wenig mehr an der Natur orientieren würden, an den Gesetzen der Harmonie, der Ordnung, der natürlichen Mäßigkeit in allem. Mehr Balance täte uns allen gut. Mehr Respekt uns selbst gegenüber, unseren Mitmenschen und der Natur.

Vor gefühlten 100 Jahren habe ich einmal im Biologieunterricht gelernt, dass in der Natur alles in Kreisläufen funktioniert und so immer für alle genügend da ist. Da gibt es keinen Mangel, keinen Verbrauch, keine Sparzwang. Das Leben muss fließen. Die Energie muss fließen. Alles andere ist vegetieren, dahinsiechen.

Und natürlich macht es Sinn für besondere Zeiten oder eventuell schlechte Zeiten, etwas zur Seite zu legen. Das war mal der ursprüngliche Sinn vom Sparen. Man sparte etwas für den Winter oder den Lebensabend oder die Hochzeit.

Ja, man könnte sagen „Die Welt ist verrückt!“ Sie ist aus der Ordnung geraten. An uns liegt es wieder eine sinnvolle, gute Ordnung zu schaffen. Für ein lebenswertes Leben – für uns alle!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

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