Beiträge getaggt mit Panik

Dauerstress, Burnout, Depressionen und dann?

Gerade habe ich die Schlagzeile gelesen: „Dänischer Sternekoch (32) stirbt an Stress“

Er galt als „funkelnder Stern in der Welt der Gastronomie, als echter Könner und Workaholic.“ *

Nur leider hat sein Herz den Dauerstress nicht mitgemacht und weder er noch seine Bewunderer haben nun etwas von seinem Talent.

Dies ist sehr traurig, wenn man schon mit 32 Jahren stirbt, – und nicht etwa aufgrund einer schweren Krankheit oder einem schweren Schicksalsschlag sondern wegen zu viel Stress!

Und man muss dafür noch nicht einmal hochbegabt und berühmt sein, sondern es kann jeden treffen, der sich zu viel zumutet!

Nur die meisten sind sich gar nicht bewusst wie schnell so etwas gehen kann.

Beantworten Sie sich einmal selbst folgende Fragen:

  • Machen Sie regelmäßig Überstunden?
  • Fühlen Sie sich ständig gestresst und unter Zeitdruck?
  • Fühlen Sie sich überlastet?
  • Haben Sie Probleme Ruhe zu finden und sich zu erholen?
  • Können Sie gar nicht mehr abschalten?
  • Leiden Sie unter Schlafstörungen?
  • Fühlen Sie sich innerlich leer, ausgesaugt, energielos?
  • Besteht Ihr Leben nur noch aus Arbeit und Verpflichtungen?
  • Leiden Sie schon unter Ängsten, vielleicht sogar Panikattacken?

Wenn Sie einige dieser Fragen mit Ja beantworten können, dann sind das ernstzunehmende Hinweise auf ein ungesundes Ungleichgewicht in Ihrem Leben bzw. Anzeichen für das Erschöpfungssyndrom, für Burnout und mögliche Folgen wie Depressionen, psychosomatische Erkrankungen, etc.

Nun haben Sie zwei Möglichkeiten:

Sie ignorieren diese Zeichen, dass etwas nicht stimmt und machen einfach weiter wie bisher oder steigern sogar noch Ihre Leistung. Das führt dann unweigerlich zu einer Verstärkung der Problematik. Symptome wie Schlaflosigkeit, dauernde Erschöpfung, gedrückte, depressive Stimmung, körperliche Symptome wie Herzbeschwerden, Gereiztheit, usw. nehmen zu. In absehbarer Zeit kommt dann der Zusammenbruch. Im besten Fall werden Sie gezwungen eine lange Auszeit zu nehmen, um sich vollkommen zu regenerieren und nötige Veränderungen in Ihrem Leben einzuleiten. Im schlimmsten Fall ist es zu spät.

Die zweite Möglichkeit möchte ich Ihnen ans Herz legen. Nehmen Sie frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch, damit es erst gar nicht so weit kommt. Denken Sie hier auch an Ihre Familie und selbst Ihr Arbeitgeber freut sich mehr über einen gesunden, leistungsfähigen Mitarbeiter als über jemanden, der sich für die Firma buchstäblich aufopfert.

Schenken Sie Ihrem Leben wieder einen tieferen Sinn und machen Sie Ihr Leben wieder wirklich lebenswert! Arbeit ist nicht alles, sondern nur ein Mittel zum Zweck!

Als Heilpraktiker für Psychotherapie und Experte für Stressmanagement und Burnout helfe ich Ihnen gerne Ihr Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Rufen Sie mich an und lassen Sie uns einen Beratungstermin vereinbaren: Tel: 06152 859 3395

Oder senden Sie mir eine E-Mail an: info@hypnotherapie-falco-wisskirchen.de und ich melde mich umgehend bei Ihnen.

Denken Sie daran, Sie tun weder sich selbst, Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Familie einen Gefallen, wenn Sie seelisch und körperlich ausbrennen.

Je früher Sie sich professionell helfen lassen, desto einfacher, schneller und besser kommen Sie wieder in den grünen Bereich.

Ich bin für Sie da!

 

Herzlichst, Ihr

Falco Wisskirchen

Heilpraktiker für Psychotherapie

Stressmanagement & Burnoutprävention

 

Praxis für Hypnotherapie

Falco Wisskirchen

Adolf-Göbel-Straße 24

64521 Groß-Gerau

 

*Quelle: Bildzeitung, Ingrid Raagaard, 02.03.2015

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Kinder ohne Kindheit

Sie haben bestimmt schon von Kinderarbeit gehört oder entsprechende Bilder gesehen. Z. B. sitzt da ein kleines halbnacktes Mädchen in einem Steinbruch in Indien mit seinem kleinen Bruder und beide hauen mit einem Hammer Steine klein, damit sie später als Schotter dienen. Wenn man solche Bilder sieht, dann wird einem ganz anders. Kinder, die noch zu klein für den Kindergarten sind, arbeiten jeden Tag im Steinbruch. Sie haben keine echte Kindheit. Stattdessen sind sie kleine Schwerarbeiter, die schon frühzeitig ihre Gesundheit ruinieren. Wir im Westen können das nicht verstehen. Wir sind entsetzt. In armen Ländern sind die Familien aber oft darauf angewiesen, dass selbst schon die Jüngsten zum Unterhalt etwas beitragen. Da müsste man die Einkommenssituation der Erwachsenen verbessern, damit die armen Kinder nicht mehr arbeiten.

Während wir uns zu Recht über solche Zustände aufregen, übersehen wir, wie es unseren eigenen Kindern mittlerweile geht. Unsere Kinder müssen zwar nicht im Steinbruch schufften und sie müssen auch nichts zum Unterhalt der Familie beitragen, aber sie haben inzwischen auch einen langen Arbeitstag wie Erwachsene, kaum noch Freizeit und auch nicht mehr die Freiheit Kind zu sein, eine unbeschwerte Kindheit zu erleben.

Was ist geschehen? Unsere Kinder sind auch schon in der Maschinerie der Leistungsgesellschaft angekommen. In der Leistungsgesellschaft liegt der Fokus auf der Leistung, nicht auf dem Menschen. Der Mensch wird als „human resource“ gesehen, wie ein Rohstoff, ein Produkt, ein Mittel zum Zweck, ein Mittel zum Geldverdienen, zur Gewinnmaximierung. Ein Mensch definiert heutzutage seinen Wert durch die Leistung, die er bringt. Diese Veränderung der Wahrnehmung, der Sichtweise hat für viele, aus meiner Sicht negative Veränderungen in der Gesellschaft geführt.

Können Sie sich vorstellen, dass vor langer Zeit Kinder als etwas Schönes, Erfreuliches, Wertvolles betrachtet wurden, als ein großer Schatz, als größtes Glück? Heute sind Kinder potentieller Steuerzahler, human resources, die die Rentenkassen auffüllen sollen und ansonsten nur Kosten verursachen, allgemein nur stören und Frauen von der Arbeit abhalten. Kinder sind lästige Übel, die möglichst schnell in die Maschinerie integriert werden müssen, damit sie Nutzen bringen.

Kinder oder die „Produktion“ von Kindern wird heutzutage nicht aus Freude an der Sache gefördert, sonder nur aus dem volkswirtschaftlichen Interesse heraus. Wir brauchen Steuern. Wir brauchen Steuerzahler. Wir brauchen Arbeiter. Wir brauchen Leistung.

Aus dieser Sichtweise wird es klar, dass ein gesundes, normales Familienleben und die Betreuung der Kinder durch die Mutter bzw. der Eltern nicht wünschenswert sein kann. Es ist eine Vergeudung von Geld, Zeit und Arbeitskraft. Stattdessen ist es wünschenswert schon den kleinsten Kindern das korrekte Verhalten in der Leistungsgesellschaft beizubringen, denn nur wer etwas leistet, hat auch einen Wert. So sollen Kinder möglichst früh „gefördert“ werden, möglichst früh schon Fremdsprachen lernen oder im Kindergarten Sachen beherrschen, die sie dann in der Grundschule wiederholen.

Am wichtigsten ist jedoch, dass die Mutter möglichst frühzeitig nach der Geburt wieder in ihren Job zurückkehrt. Das Hamsterrad muss sich schließlich weiterdrehen. Da ist es dann auch egal, ob das eigene Kind mit 30 anderen Kindern um die so wichtige Aufmerksamkeit und „Zuwendung“ durch die Erzieherin kämpfen muss. Zuwendung, Liebe und Verständnis sind zwar ausgesprochen wichtig für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, aber sie müssen eben der Maschinerie und dem Ideal der Leistung untergeordnet werden. Und hinterher wunder man sich dann über Verhaltensauffälligkeiten und andere Störungen in der Schule, aber dafür gibt es ja Psychopharmaka.

Zu dem Druck durch die Gesellschaft kommt noch der Leistungswahn vieler Eltern. Was sie selbst nie gemacht hätten, nie geschafft haben, dass sollen dann ihre Kinder für sie verwirklichen. Mit 3 Jahren schon mal Französisch lernen oder noch besser direkt Chinesisch, dann bald darauf mit Klavier spielen, Tennis oder besser Golf anfangen, usw. Je mehr desto besser. So starten schon die Kleinsten in ihren Arbeitstag früh morgens, werden in der Kita bespaßt und im schlimmsten Fall abends irgendwann abgeholt. Leckers Essen gibt es natürlich in der Kita – in der Regel ein sehr kostengünstiges Essen mit zweifelhaften Inhalt. (Während meiner Studienzeit nannten wir so etwas „Mampf mit Soße“, wobei die Soße existenzielle Bedeutung hatte, weil man sonst den Mampf nicht runter bekam. Mampf war die Bezeichnung für das „unbekannte Etwas“ auf dem Teller, dem die Soße erst Geschmack verlieh.) Ja und wenn die Kinder dann abends mal zu Hause angekommen sind, dann müssen sie eben noch für ihre „Hobbys“ üben. So haben schon die Kleinsten ihren 8-10 Stunden Tag – warum auch nicht? Oder?

Nach der Kita kommt der Kindergarten, danach die Grundschule und so weiter. Alles möglichst mit ganztäglicher „Betreuung“. Was bleibt da noch von der Kindheit? Von der Jugendzeit? Nichts!

Anstelle der glücklichen, unbeschwerten Kindheit erleben die Kinder dann all die guten Seiten der Leistungsgesellschaft wie Leistungsdruck, Stress, Mobbing, Aggressionen, Minderwertigkeitskomplexe, Panik, Angst, Erschöpfung, Depressionen und sonstige affektive Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, etc. Ja, so werden sie effektiv auf ihr späteres Leben vorbereitet, inklusive dem Wissen wie oft man welche Tabletten für welche Anwendungsgebiete einnehmen muss. Als Ausgleich gibt es schließlich Internet, Handys, Spielekonsolen und TV Geräte. Was kann ein Kind mehr wollen?

Über die unbeschwerte Kindheit kann man dann vielleicht einmal später ein gutes Buch lesen oder sich einen Film von Astrid Lindgren anschauen, – damals als Kinder tatsächlich (sogar) miteinander (!) gespielt haben und das noch in der Natur (!) – unvorstellbar, nicht wahr?!

Ehrlich gesagt, mich wundert es, dass nicht schon längst Kinder künstlich gezüchtet oder geklont werden, wie unsere Hochleistungs-Milchkühe für maximale Leistung, maximalen Ertrag. Das wäre doch die beste Lösung. Kinder könnten kostengünstig in Fabriken gezüchtet und ideologisch korrekt ausgebildet werden, so dass sie zu bestens funktionierenden Arbeitern und Steuerzahlern werden. Da braucht man keine Eltern mehr. Falls Paare noch ein Bedürfnis verspüren ein eigenes Kind zu haben, da können sie genauso gut entsprechenden Psychopharmaka einnehmen, sich einen neuartigen Robotermenschen kaufen oder halt das bewährte Haustier halten.

Das Leben kann so einfach sein – aus Sicht unserer „Human Resources Verwalter“.

Ich persönlich bin noch in Freiheit groß geworden und wünsche dies auch mal meinen eigenen Kindern. Ich hoffe, Sie gönnen Ihren Kinder auch eine unbeschwerte Kindheit, soweit das heutzutage noch möglich ist.

Vielleicht erleben wir eines Tages eine Gesellschaft, wo der Mensch im Mittelpunkt steht. Dann brechen für uns alle paradiesische Zeiten an.

Bis dahin können, sollten, müssen wir uns für positive Veränderungen einsetzen, zum Wohl unserer Kinder.

Machen Sie wie immer nur das Beste aus Ihrem Leben!

 

PS: Haben Sie sich schon mal gefragt, wie man auf die Idee kommt, dass Kinder täglich stundenlang auf unbequemen Stühlen in der Schule still sitzen müssen und warum es für manche Menschen unvorstellbar ist, dass Kinder einen Bewegungsdrang haben und lieber draußen herumtoben möchten? Aber zum Glück gibt es ja Beruhigungmittel für Kinder.

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