Beiträge getaggt mit Quecksilberbelastung

Paradoxe Spareffekte

Eines der Lieblingsworte heutzutage ist „Sparen“. Wir „müssen“ überall und ständig „sparen“. Die Politiker belehren uns tagtäglich: „Spart Wasser! Spart Energie! Spart Co2! Spart Strom! Spart Geld fürs Alter! usw….!“

Auch die Supermärkte, die Discounter sprechen ständig vom Sparen. Und zu guter Letzt sparen die Firmen an Mitarbeitern, die Produkte an Qualität und wir an Zeit.

Wir sind mittlerweile die „Supersparer“. Wir sparen einfach alles! Schon Kohl sagte „Wir müssen den Gürtel enger schnallen!“ Meinte dabei aber offensichtlich nicht sich selbst oder die anderen Politiker, sondern sprach eher vom Volk. Wir sind so eifrige Sparer geworden, dass wir uns schon selbst einsparen, dass wir unsere Lebensqualität sparen, weil die ja nicht existenziell notwendig ist.

Haben Sie schon mal in der Natur beobachtet, dass ein Lebewesen irgend etwas spart? Dass es gierig oder geizig ist? Ich nicht. Tiere und Pflanzen nehmen soviel auf, wie sie zum Leben brauchen, – nicht mehr und nicht weniger. Sie leben in Harmonie mit sich selbst, mit ihrer sozialen Gruppe und ihrer Umwelt, der Natur. Alles ist in Balance. Alles ist in Ordnung.

Diese Harmonie und Ordnung haben uns die Tiere und Pflanzen voraus. Bei uns Menschen funkt das hochentwickelte Ego dazwischen und so werden die Reichen und Mächtigen immer reicher und mächtiger, während die Armen und Schwachen immer ärmer und schwächer werden. Die Mittelschicht kämpft dabei ums Überleben und gegen den Abstieg. Die Prinzipien der Ausbeutung sind phantastisch, auch hochentwickelt und teilweise sehr subtil. Aber wen störts?

Aber zurück zum Sparwahn, der ja nur das Volk betrifft und nicht die Elite. Die Einsparung von Strom ist ja derzeit ein großes Thema. Der Verbraucher soll Strom sparen, – weil Strom ist ja teuer und wird noch teurer. Warum? Weil der Staat nicht in der Lage ist eine adäquate Stromversorgung sicherzustellen. Warum? Wegen schwerem Mißmanagement und schwerer Inkompetenz. Aber auch aus monetären Gründen, – das Geld muss fließen, sowohl für Energieanbieter wie auch in Form von Steuern für den Staat. So, nun soll der Verbraucher halt sparen. Da kommt dann ein Stromsparexperte nach Hause und belehrt den Verbraucher, dass er viel zu viel Strom verschwendet (schlechtes Gewissen) und dass er durch Anschaffung neuer Geräte langfristig Strom sparen kann. Dann geht der Experte wieder und der Verbraucher kalkuliert dann die Neuanschaffungen, – neue Waschmaschine, neuer Trockner, neuer Kühlschrank, neue Leuchtmittel, etc….. Entweder der Verbraucher hat im Lotto gewonnen und kann sich alles kaufen oder er hat nicht das Glück und muss weiterhin seine hohen Stromrechnungen bezahlen.

Betrachten wir die Situation einmal: Glauben Sie, dass es heutzutage noch einen Menschen gibt, der nicht schon längst auf seine Stromkosten achtet? Jeder achtet zwangsläufig auf seinen Stromverbrauch, weil es anders gar nicht geht. Nun wird suggeriert, dass der Verbraucher ja böse ist, ein Verschwender und dass er unheimlich viel Potential an Einsparmöglichkeiten hätte, wenn er denn nur wollte. Also es ist alles ein Erziehungsfrage. Nun sagt der gute Experte nicht, wie ein normaler Mensch mal eben seine ganzen Haushaltsgeräte durch neue, stromsparende Geräte ersetzen soll. „Gerechnet“ rentiert oder amortisiert sich das ganze nach ein paar Jahren. Ist doch toll oder? Nun sagt der Experte auch nichts über die tollen Eigenschaften der Energiesparlampen, wie Quecksilberbelastung, elektromagnetische Störfelder und den Gestank, wenn der erhitzte Kleber verdampft. Ganz zu schweigen von dem schlechten Licht und den hohen Kosten.

Aber nehmen wir einmal an, der Verbraucher hat im Lotto gewonnen und stattet sein Haus mit den neusten Geräten und Leuchtstoffmitteln aus. Was glauben Sie, spart er Energie? Theoretisch müßte er ja, aber praktisch ist dies nicht der Fall! Warum? Ganz einfach: Wenn meine Geräte ja nahezu nichts verbrauchen, dann kann ich sie auch ständig anlassen und intensiver nutzen! Das ist einfach eine psychologische, mehr oder weniger unbewusste Angelegenheit. Dieser Effekt ist in der Psychologie auch schon lange bekannt, nur in der Politik ist er noch nicht angekommen.

Abgesehen von dem Nutzerverhalten, was sich entsprechend ändert, wird auch gar nicht der Energieverbrauch für die Produktion der neuen Geräte und die Entsorgung der alten Geräte miteinkalkuliert. Da kann es dann schon sein, dass am Ende mehr Energie gespart wird, wenn der Verbraucher nichts neues kauft und eventuell nur ein paar kleinere Nutzertipps beherzigt.

Nun was hilft denn überhaupt?

Es muss zuerst einmal erkannt werden, dass generell der Stromverbrauch steigt, – ganz einfach schon deswegen, weil wir immer mehr stromverbrauchende Geräte benutzen. Allein das Internet braucht schon etliche Atomkraftwerke für den Betrieb. Fragen Sie mal Google, wieviel Strom es verbraucht, nur um die Suchmaschinenfunktion aufrecht zu erhalten.

D. h., die Verantwortlichen müssen einfach dafür sorgen, dass die wachsende Nachfrage an Energie auch adäquat gesichert wird. Und das schafft man nur durch vorausschauendes Projektmanagement und nicht durch infantile Bewältigungsstrategien wie man sie von Politikern her kennt. Da hilft auch kein „Experte“ im TV, der armen unschuldigen Verbrauchern ein schlechtes Gewissen einredet und Energiesparlampen als die Lösung aller Energieprobleme propagiert.

Letztendlich würde es uns nicht schaden, wenn wir uns ein wenig mehr an der Natur orientieren würden, an den Gesetzen der Harmonie, der Ordnung, der natürlichen Mäßigkeit in allem. Mehr Balance täte uns allen gut. Mehr Respekt uns selbst gegenüber, unseren Mitmenschen und der Natur.

Vor gefühlten 100 Jahren habe ich einmal im Biologieunterricht gelernt, dass in der Natur alles in Kreisläufen funktioniert und so immer für alle genügend da ist. Da gibt es keinen Mangel, keinen Verbrauch, keine Sparzwang. Das Leben muss fließen. Die Energie muss fließen. Alles andere ist vegetieren, dahinsiechen.

Und natürlich macht es Sinn für besondere Zeiten oder eventuell schlechte Zeiten, etwas zur Seite zu legen. Das war mal der ursprüngliche Sinn vom Sparen. Man sparte etwas für den Winter oder den Lebensabend oder die Hochzeit.

Ja, man könnte sagen „Die Welt ist verrückt!“ Sie ist aus der Ordnung geraten. An uns liegt es wieder eine sinnvolle, gute Ordnung zu schaffen. Für ein lebenswertes Leben – für uns alle!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

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