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Überlastet, ausgebrannt und ver…scht!

Wahrscheinlich haben Sie auch schon etwas über den Stressreport 2012 gelesen oder gehört. 43% der Berufstätigen klagen über stetig wachsenden Stress. Und – oh Wunder – wir in Deutschland sind Spitzenreiter bei Termin- und Leistungsdruck in den 27 EU-Ländern. Jeder zweite fühlt sich durch Telefonate und Emails in seiner Arbeit (Konzentration) gestört. 60% vertragen Multitasking nicht. 26% machen keine Pausen mehr, wofür auch, wenn man die Zeit effektiver nutzen kann. Viele machen auch Überstunden, selbst am Wochenende und an Feiertagen. Chefs sind auch sehr belastet und haben dann Probleme mit einer guten Personalführung.

Das sind alles ganz erstaunliche Erkenntnisse. Und wen wundert es dann, dass immer mehr Menschen krank werden, dass psychische Erkrankungen ständig zunehmen. Auch dazu noch ein paar Zahlen: In den letzen 15 Jahren ist die Zahl der Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen um 80% gestiegen. Das waren fast 60 Millionen Krankheitstage allein 2011.

Was meinen Sie? Sollte man sich da Gedanken machen? Könnte da irgendwo irgend etwas vielleicht nicht stimmen?

Was machen nun viele, überlastete Berufstätige? Sie entwickeln ungesunde Copingstrategien – viel Kaffee, viel Nikotin, viel Alkohol, viel Essen, viele Süßigkeiten und vielleicht auch Schmerztabletten, Schlaftabletten, Beruhigungstabletten und in den besseren Kreisen Kokain, etc. Ja, irgendwie muss man sich zu mehr Leistung pushen, muss man den Druck kompensieren, muss man wieder runterkommen. Das geht dann so lange, bis man zusammenbricht.

Und was sind die Symptome?

  • Konzentrationsprobleme
  • Unruhe, ständige Anspannung
  • Schlafstörungen
  • innere Leere
  • das Leben erscheint sinnlos
  • die Lebensfreude fehlt
  • man funktioniert nur noch (wie eine Maschine)
  • man kann sich selbst über positve Dinge nicht mehr freuen
  • Ängste zu versagen
  • selbst nachts denkt man noch an seine Arbeit
  • Entspannung ist nicht mehr möglich
  • Körperliche Probleme (Rücken, Durchblutung, etc.)
  • Weinkrämpfe
  • Nervenzusammenbrüche
  • sozialer Rückzug
  • gestörtes Essverhalten
  • kaputte Partnerschaft, Verlust von Freunden
  • Suizidgedanken
  • totale Erschöpfung

Das sind doch keine ernsten Probleme oder? Was meinen Sie? Alles halb so schlimm! Zumindest von offizieller Seite. Es ist ja nur ganz normaler Stress, mit dem jeder prinzipiell gut umgehen kann. Entsprechend sind auch die Empfehlungen: Einfach mal abschalten, Pause machen. Auf Nikotin, Alkohol und Tabletten verzichten. Sich lieber gesund ernähren und Sport treiben, mal wieder mit Freunden ausgehen. Und ganz wichtig – einfach mal lernen sich gut zu organisieren, auch mal mit den Kollegen sprechen. Geht doch oder?

Da kann ich nur sagen: Danke! Danke für diese wunderbaren Empfehlungen! Im Namen aller Berufstätigen danke ich den Krankenkassen und allen anderen Vertretern des öffentlichen Lebens für diese aufmunternden und erleuchtenden Empfehlungen. Mittlerweile 15 Jahre quälen sich die Berufstätigen mit Stress und Überlastung und dabei ist die Lösung doch so einfach! Nochmals danke!

Mich wundert es ehrlich gesagt, dass kein Human Resources Verwalter von offizieller Seite vorschlägt einfach die Leistungsfähigkeit an die Notwendigkeiten der heutigen Zeit anzupassen. Es wäre doch so einfach an alle Berufstätigen hilfreiche Psychopharmaka zu verteilen, Amphetamine zur Leistungssteigerung morgens, Benzodiazepine zur Entspannung am Abend und Antidepressiva gegen schlechte Stimmung. Wäre dies nicht der Idealzustand? Auch für unsere Kinder, für Schüler und Studenten? So könnten wir selbst weiter aufsteigen – zur Ultra-Hochleistungsgesellschaft! Ein wunderbarer Gedanke!

Betrachten wir die Situation einmal realistisch. Eine Verharmlosung oder „Verniedlichung“ von unhaltbaren Zuständen von offzieller Seite, stellt eigentlich schon eine Beleidigung der Betroffenen dar. Außerdem werden weder Symptome durch die phantastischen Empfehlungen gelindert, noch Probleme ursächlich gelöst.

Das Problem ist nämlich nicht der Berufstätige, der einfach mal seine Leistung „optimieren“ oder „steigern“ soll, sondern es sind die Arbeitsbedingungen heutzutage. Der Wahn der bedingungslosen Gewinnmaximierung hat dazu geführt, dass immer mehr Arbeit von immer weniger Leuten in immer weniger Zeit geschafft werden muss. Es ist mangelhafte Einsatz an genügend Arbeitskräften, der hauptsächlich zu der ganzen Problematik führt. Wenn es nur noch um eine blinde Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die vielen anderen Faktoren geht, ja dann kann man auch nichts anderes als Überlastung und den alltäglichen Wahnsinn im Job erwarten.

Die Gesellschaft ist wirklich schon vom Wahn befallen, – die Gier nach mehr und noch mehr, nach noch schneller, noch besser bei gleichzeitigem Einsparen von Arbeitskraft, von Investitionen, ist zwangsläufig destruktiv mit weitläufigen Konsequenzen. Vom Wahnsinn geplagt, schaufeln wir unser eigenes Grab.

Wir erfahren heutzutage eine schlimme Verkehrung, Perversion von Werten. Das, was durch alle Zeiten den Wert des Lebens ausgemacht hat, ist heutzutage in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Dafür haben wir jetzt Ideale, vor denen uns weise Menschen schon immer gewarnt hatten. Die Gier ist schließlich keine neue Erfindung, sondern ein Übel, was schon immer existiert hat. Gier gepaart mit Rücksichtslosigkeit, mit Egoismus führt zur Ausbeutung, zu Elend. Das war schon immer so und hat schon immer zu einem gewissen Untergang von Gesellschaft und Kultur geführt.

Ich kann nur sagen: Nehmen Sie die Symptome von Überlastung ernst! Je früher, desto besser! Behandeln Sie sich nicht selbst mit Nikotin, Alkohol oder Medikamenten. Suchen Sie frühzeitig Spezialisten auf, die Ihnen professionell helfen. Stören Sie sich nicht an Begriffen wie „psychische Störung, psychische Erkrankung, Psychotherapie, Psychiater oder Psychopharmaka“. Es geht um Ihre Gesundheit und keiner hält sie für umgangssprachlich „bekloppt“, wenn Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, im Gegenteil, es ist das intelligenteste, was Sie machen können. Psychopharmaka haben ihre Berechtigung, machen auch nicht alle gleich abhängig, sondern ganz im Gegenteil, Psychopharmaka helfen die Störung oder Erkrankung zeitlich zu verkürzen und sie verbessern ganz erheblich die Behandlungserfolge. Stören Sie sich also nicht an den Gespenstergeschichten, an den Halbwahrheiten oder Vorurteilen, sondern lassen Sie sich beraten, informieren Sie sich und lassen Sie sich professionell helfen.

Nur so können Sie das Beste aus Ihrem Leben machen!

Und vielleicht erleben wir auch noch die Zeit, wo die Gesellschaft wieder zu den wahren Werten im Leben zurück kehrt, wo der Wahnsinn ein Ende findet. Es liegt an uns allen positive Veränderungen herbeizuführen.

 

 

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Permanente Überlastung und dann?

In unserer Hochleistungsgesellschaft leben sehr viele Menschen in einem Zustand permanenter Überlastung. Überlastung ist zur Norm geworden, zur Normalität. Das fängt schon in der Kita an, geht in der Schule weiter, dann im Studium, danach im Kampf um einen Job und schließlich im Job selbst. Auch privat sind viele überlastet. Partnerschaft, Familie, Freunde, Hobbys – alles soll unter einen Hut.

Die Überlastung mit Leistungsdruck, Zeitdruck, Work-Life-Imbalance, etc. geht so lange weiter bis irgendwann das Ende eintritt. Vielleicht hat man noch ein wenig Zeit, um über den Sinn des Ganzen nachzudenken. Vielleicht auch nicht.

Totale Überlastung – totale menschliche Überforderung – ist das Thema unserer Zeit. Selbst bei den Vorreitern der „Ultrahochleistungsgesellschaft“ in China gibt es schon Menschen, die wahrgenommen haben, dass dieses System eine Sackgasse ist und langfristig nicht zu dem erhofften Erfolg führt. In Japan hat die Überforderung zu dem Phänomen des Karoshi geführt – Tod durch Überarbeitung – entweder als Selbstmord oder durch Organversagen. Die massive Überarbeitung wird hier in der Regel durch regelmäßigen, schweren Alkoholmissbrauch kompensiert. „Mein Leben für die Firma!“ ist wohl das Motto.

Die Mechanismen der Überlastung sind sehr interessant und deshalb möchte ich mit Ihnen heute einmal darüber nachdenken, – auch als Anregung über Ihre eigene Situation zu reflektieren und vielleicht frühzeitig in die Bremsen zu gehen und einen Gang runterzuschalten.

Stellen wir uns einmal eine ganz normale Situation vor, wo noch alles soweit in Ordnung ist. Sie fühlen sich gesund, sind fit, alles ist wirklich in Ordnung. Sie haben eine glückliche Partnerschaft, Kinder sind vielleicht auch schon da. In Ihrer Freizeit sind Sie aktiv, treiben Sport, unternehmen viel mit Ihren Lieben, treffen sich mit Ihren Freunden, usw. Auch Ihr Job läuft ganz geregelt. Sie haben einen ganz normalen 8 Stunden Tag. Die Arbeit besteht aus Routine und anregenden Aufgaben. Sie verstehen sich gut mit Ihrem Chef und Ihren Kollegen. Alles ist bestens.

Das Leben könnte so weiter gehen, wenn wir in einer normalen Zeit leben würden. Nun kommt Ihr Chef eines Tages rein und erzählt Ihnen, dass die Firma eine neue Software gekauft hat, mit der sich viele Geschäftsprozesse bündeln lassen. Gemäß dem Ideal der Gewinnmaximierung bedeutet das, dass dadurch viele Mitarbeiter eingespart werden können. Was früher 4 Angestellte bearbeitet haben, macht nun nur noch einer. Dafür muss man sich natürlich in die neue Software einarbeiten. Der Chef erwähnt am Rande noch, dass natürlich nur die besten Mitarbeiter bleiben und in einem Monat eine entsprechende Beurteilung stattfindet. Da die Auftragslage hoch ist, kann für die Einarbeitung in die Software keine Arbeitszeit geopfert werden, sondern es wird erwartet, dass die guten Mitarbeiter dafür nach der Arbeit und am Wochenende Kurse belegen.

Die Folge dieser Mitteilung ist, dass die ganze Stimmung in der Firma schlagartig in den Keller geht. Alle bangen jetzt um ihre Jobs. Angst, Frustation, Hilflosigkeit, Ärger und Aggressionen kommen auf. Es ist allen klar, dass von 5 Leuten nur einer seinen Job behalten wird. Ein harter Konkurrenzkampf bricht aus. Jeder will zu den besten gehören. Jeder will seinen Job behalten. Jeder muss seinen Job behalten, weil er Haus, Auto, etc. abbezahlen muss, weil er seine Familie ernähren muss, weil es um seine Existenz geht. So werden aus guten Kollegen Konkurrenten, die mit allen Mitteln um ihre Vorteile kämpfen. Die Folgen sind Mobbing, Verleumdungen, Beleidigungen, Androhungen von Gewalt, Sabotage, etc. Das belastet unheimlich die Arbeit. Keiner fühlt sich mehr wohl. Alle sind schwer gestresst. Das erste Opfer ist ein Kollege, der gesundheitlich schon vorbelastet ist. Er bekommt einen Herzinfarkt und ist erstmal raus aus dem Rennen. Eine Kollegin, die schon immer etwas unsicher war, reagiert sehr emotional. Sie bekommt Heulanfälle, lässt sich kaum beruhigen.

Alle anderen arbeiten unter Hochdruck. Manche kommen früher und scheinen auch abends gar nicht mehr nach Hause zu gehen. Auch Sie sind voll dabei. Die Pausen haben Sie für sich schon abgeschafft. Ein belegtes Brötchen zwischendurch muss reichen. Dafür trinken Sie jetzt viel mehr Kaffee als früher. Eine Tasse jagt die nächste. Wahrscheinlich haben Sie schon mehr Kaffee im Körper als Blut, aber das ist Ihnen mittlerweile egal. Es geht eben nicht anders. Aus Ihrem 8 Stunden Tag ist ein 10 Stunden Tag geworden. Am Wochenende sind Sie auf den Seminaren, um die Software zu lernen. Ihren Partner und Ihre Kinder sehen Sie nur noch selten – sie sind eben auch schwer beschäftigt, im Stress. Mittlerweile macht Ihnen auch der hohe Kaffeekonsum zu schaffen. Ihre Hände zittern und ohne Kaffee geht gar nichts mehr. Schlafen können Sie auch nur noch ganz schlecht. Morgens fühlen Sie sich wie gerädert, – als hätten Sie gar nicht geschlafen. Sport treiben Sie auch nicht mehr. Sie haben einfach keine Zeit dafür. Sie wissen auch nicht mehr, wann Sie das letzte Mal richtig und gut gegessen haben. Immer mehr bauen Sie ab. Dann kommen auch noch Kopfschmerzen hinzu und Augenprobleme – alles Überlastung.

Der Chef kommt rein und gratuliert Ihnen. Sie haben es geschafft. Während viele auf der Strecke geblieben sind – seelisch oder körperlich – können Sie sich freuen, dass Sie Ihren Arbeitsplatz behalten dürfen. Nun dürfen Sie die Arbeit von 5 Leuten machen. Leider hat sich die neue Software als problematisch entpuppt. Sie ist noch nicht ausgereift und es funktioniert nicht alles so, wie es soll. So verbringen Sie jeden Tag viel Zeit damit nach Fehlern zu suchen und Probleme zu lösen. Das ist Stress pur und schlägt Ihnen auf den Magen. In letzter Zeit haben Sie sowieso schon Verdauungsprobleme.

Zum Glück ist die Stimmung mittlerweile etwas besser. Die verbliebenen Kollegen sprechen wieder miteinander. Dafür sind sie alle total gestresst. Die Nerven liegen blank, weil sich die Arbeit verfünfacht hat und die Software nicht so funktioniert, wie sie soll. In den kurzen Gesprächen über die Situation in der Firma kommt heraus, dass ein Kollege schon unter Depressionen leidet und beim Arzt war. Er meint, er würde am Erschöpfungssyndrom leiden und hat ihm dringend eine Auszeit empfohlen. Auch die Suizidgedanken und das alles nur noch negativ gesehen würde, wären schlechte Zeichen. Ein anderer Kollege hat von leistungsfördernden Medikamenten gehört und versorgt sich illegal damit. Er meint, ohne das Zeug würde gar nichts mehr gehen. Morgens nimmt er Tabletten zum aufputschen, – da fühlt er sich wie ein Rennpferd, zwischendurch noch Stimmungsaufheller und abends dann zum runterkommen nimmt er Schlafmittel. Ihm geht es auch schon ganz dreckig von dem ganzen Zeug und er müsste wohl eine Therapie machen, um wieder davon loszukommen. Er hat sich schon mit seiner Frau deswegen verkracht.

Der Chef lädt Sie und Ihre Kollegen zum Gespräch. Heute hat er mal wieder seinen cholerischen Anfall, wird ganz rot im Gesicht und droht schon umzukippen. Er regt sich furchtbar auf, dass die Software nicht läuft und Sie und Ihre Kollegen nichts auf die Reihe kriegen. Sie sollten sich doch alle mehr Mühe geben, mehr Einsatz zeigen, etwas für ihr Geld tun und nicht wie lahme Klappergäule vor sich hin schneckeln. Er erwartet Rennpferde in seinem Stall, insbesondere jetzt, wo noch mehr Aufträge auf ihre Bearbeitung warten. Alles muss schneller gehen. Mehr Effizienz!

Nach der Besprechung unterhalten Sie sich noch mit Ihren Kollegen und fragen sich, wo das noch enden soll. Sie sind jetzt schon alle am Limit, schon darüber und dann sollen sie noch mehr arbeiten, noch effizienter. Welche Möglichkeiten haben Sie jetzt? Geschlossen zum Chef gehen und ihm sagen, dass das so nicht laufen kann oder direkt nach einem neuen Job suchen? Oder auf den körperlich-seelischen Zusammenbruch warten?

Was ich mit diesem Beispiel sagen wollte ist, dass Überlastung, Überforderung immer einen destruktiven Charakter hat. Entweder führt Überlastung durch die Krise gleich zu einer Art von Depression, im schlimmsten Fall mit Suizid oder durch die Krise kommt es erst zu wahnhaften Vorstellungen, dass die Leistung beliebig gesteigert werden könnte, dass alles machbar ist mit den entsprechenden Mitteln und danach geht es dann in den Untergang.

Überlastung und Überforderung haben gerade im Bereich der Arbeit viel mit Ausbeutung zu tun. Auf Kosten der Angestellten wird der Gewinn übermäßig maximiert, was dann dem Management zu gute kommt. Der Raubbau egal ob an der Natur oder am Menschen ist immer ungesund und fordert in der Konsequenz hohe Kosten und hohen Aufwand für die Beseitigung der Schäden. Für diesen Raubbau bezahlen alle die entsprechenden Krankenkassengebühren.

Das schlimmste aus meiner Sicht ist, dass wir Menschen uns an ungesunde, negative Lebens- und Arbeitsumstände gewöhnen. Wir gewöhnen uns an die tägliche Überstunden. Wir gewöhnen uns an das Essen im Vorbeigehen. Wir gewöhnen uns daran, kaum noch Zeit mit der Familie zu verbringen. Wir gewöhnen uns daran, auch am Wochenende zu arbeiten. Und wir gewöhnen uns auch daran, uns alles von unseren Vorgesetzten gefallen zu lassen, jede Beleidigung, jede Manipulation und Erpressung. Wir hinterfragen nichts mehr, sondern akzeptieren alles. Viele haben einfach resigniert.

Dabei kann auch alles ganz anders laufen. Man braucht nur Menschen mit Weitblick und guter Ausbildung im Management. Dann kann auch eine hohe Leistungsfähigkeit mit und durch Work-Life-Balance gesichert werden.

Ich hoffe wirklich, dass in den kommenden Jahren durchgreifende Veränderungen geschehen. Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, dass es so weitergeht.

Stellen Sie für sich eine Bilanz auf. Schauen Sie, wie es Ihnen geht, wo es hakt, was Sie ändern können und wo Sie professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen sollten. Es gibt mehr Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten als Sie denken.

Lassen Sie sich nicht kaputt machen. Machen Sie lieber das Beste aus Ihrem Leben!

Denn es ist Ihr Leben und es ist wertvoll!

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Das Phänomen der gestörten Aufmerksamkeit

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass nahezu alle Menschen heutzutage an einer (schwer) gestörten Aufmerksamkeit leiden?

Es sind mehr oder weniger subtile Zeichen. Menschen überlesen Infos, beantworten Emails nicht, hören in Gesprächen nicht zu, halten Termine nicht ein, vergessen Verabredungen, können sich nur äußerst schwer auf die gegenwärtige Situation konzentrieren, sind geistig ständig beschäftigt, etc. Solche Menschen machen oft einen erschöpften Eindruck oder scheinen hyperaktiv zu sein. Viele Informationen gehen ihnen einfach durchs Netz wie es so schön heißt.

Früher kannte man das Phänomen unter der Bezeichung „der zerstreute Professor“. Heute gibt es wohl nur ganz wenige, die nicht vollkommen zerstreut sind.

Woher kommt diese Aufmerksamkeitsstörung?

Sie ist ein Symptom der massiven Reizüberflutung durch Handy, Internet, Multitasking, Burnout, etc. Dummerweise sind wir Menschen nicht für den technischen Fortschritt geschaffen, den wir gerade erleben. Es ist einfach alles zuviel. Wir werden förmlich erschlagen von der Menge der Informationen, Reize, die wir ständig wahrnehmen und verarbeiten müssen. Und weil wir gnadenlos überfordert sind, vergessen wir vieles, können uns nicht mehr konzentrieren, nicht mehr zuhören, nichts mehr wirklich aufnehmen und filtern auch wichtige Informationen einfach raus, so dass sie verschwinden. Das führt dann zu noch mehr Stress, mehr Problemen. Wenn Sie z. B. dreimal Ihre Freundin wegen einem wichtigen Termin ansprechen müssen und der Termin trotzdem nicht zustande kommt, dann kostet das Nerven. In Konsequenz verzichten Sie vielleicht in Zukunft auf Verabredungen mit Ihrer Freundin, was dann wieder Auswirkungen auf Ihr Sozialleben hat, auf Ihre so wichtige Freizeit. In der Tat vergessen viele Menschen heutzutage einfach zu antworten, rechtzeitig zu kommen, Dinge vorzubereiten und so artet sehr viel in unnötigen Stress aus.

Manchmal zeigt sich auch der nackte Wahnsinn, wenn z. B. nicht direkt kommuniziert wird, sondern über drei Personen hinweg versucht wird einen Termin zu vereinbaren, wo die Rahmenbedingungen vollkommen unklar sind. Danach beschwert man sich über den Mißerfolg, sieht aber nicht das chaotische Vorgehen, was dazu geführt hat.

Der nackte Wahnsinn tobt heutzutage immer mehr. Vorgesetzte verlangen oft Unmögliches, wissen, dass es nicht funktionieren kann, es ist ihnen aber egal und wälzen alles auf die Mitarbeiter ab. Die wissen auch, dass es nicht möglich ist und wursteln irgendetwas zusammen, was eventuell durchgeht aber auf jeden Fall nachbearbeitet werden muss, was noch mehr Zeit benötigt als bei realistischer Planung. So werden ständig Projekte in den Sand gesetzt. Es ist einfach unglaublich!

Stress, Chaos, Idiotie, Mißmanagement und Burnout sind eine fatale Kombination, die zum Scheitern führen muss.

Denken Sie einmal darüber nach, was in der letzten Zeit alles schlecht gelaufen ist, weil Ihre Aufmerksamkeit schlichtweg überfordert war. Wieviel Stress, wieviel Streit, wieviele Probleme haben sich dadurch ergeben?

Nun ist sicher die Frage, was man dagegen tun kann. Tatsächlich gibt es nur einen Weg: Mehr Qualität statt Quantität! Und echtes Zeit- & Aufgabenmanagement! Dazu empfehle ich noch Aufmerksamkeitsübungen.

Wenn man früher mit gut verträglichen 100% an Informationen umgehen musste, sind es heute 1.000% – 10.000% oder mehr. Hier hilft nur ganz konsequent Prioritäten zu setzen und Qualität von Quantität zu trennen. Die meisten Informationen haben nämlich kaum oder gar keinen Wert für uns, rauben aber wertvolle Zeit und Ressourcen. Wenn Sie sich auf das wirklich wichtige im Leben und bei der Arbeit konzentrieren, dann geht es Ihnen gleich viel besser. Überlegen Sie deshalb einmal, was für Sie wirklich wichtig ist und was nur Zeitfresser sind.

Zeit- und Aufgabenmanagement ist sehr einfach dank Mircosoft Outlook und Google Kalender (z. B.). Ich benutze momentan Google, erstelle mir meine Kalender mit privaten und beruflichen Terminen, mit Weiterbildung, Geburtstagen, etc. Auch kann man damit sehr gut seine Aufgaben planen, Prioritäten setzen und Zeiträume für die Bearbeitung der Aufgaben setzen. So kriegt man tatsächlich sehr einfach die Vielzahl von Angelegenheiten übersichtlich gemanaget und man vergisst auch nichts. Heutzutage hat auch nahezu jeder ein Smartphone und kann so seine Aufgaben und Termine immer dabei haben. Besser oder professioneller geht es nicht.

Wozu Aufmerksamkeitsübungen? Es gibt sehr einfache Yoga-Übungen, um einfach für sich einmal in die Stille zu gehen, wieder zu lernen bewusst die Umwelt und sich selbst wahrzunehmen, den Gedankenstrom zu reduzieren. Solche Übungen sind äußerst hilfreich, um wieder zu sich selbst zurück zu finden, in seiner eigenen Mitte zu ruhen und gelassener dem Alltag zu begegnen.

Ich persönlich leide auch an dieser furchtbaren Reizüberflutung. Mir helfen die oben genannten Techniken sehr gut. Ich hab mir angewöhnt sehr stark Informationen nach ihrem Wert zu filtern. Eine Tageszeitung „lese“ ich quer innerhalb von 1-3 Minuten. Bei manchen Gesprächen filtere ich nur die allerwichtigsten Informationen heraus, speicher sie ab und antworte auf sie. Und ich habe eine äußerst starke Gelassenheit entwickelt, – gegenüber all dem zusätzlichen, künstlichen Stress, der aus den Aufmerksamkeitsstörungen meiner Mitmenschen resultiert.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Grenzen Sie sich bewusst gegenüber die belanglosen Informationsflut ab! Picken Sie sich die Rosinen aus den Infos! Denken Sie daran, – Ihre Lebenszeit ist kostbar!

Noch ein Tipp: Lernen Sie ganz bewusst echte zwischenmenschliche Begegnungen zu schätzen! Facebook und Handy sind kein Ersatz für ein Treffen im echten Leben.

 

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Die gequälte Seele

Vielleicht ist Ihnen das auch schon aufgefallen, – es gibt immer mehr Menschen, die sich förmlich durch´s Leben quälen. Eine gedrückte Haltung, ein aufgesetztes Lächeln, eine Ausstrahlung, die trotz Fassade Traurigkeit, Freudelosigkeit, Gebrochenheit, Resignation und verschiedene Formen von Qualen ausdrückt. Wenn man so einen Menschen fragen würde, wie es ihm geht, dann würde er sich erstmal wundern, dass überhaupt jemand fragt und dann würde er wohl antworten „Es muss!“.

Es gibt heutzutage viele Ursachen für gequälte Seelen, – Schicksalsschläge, schlechte Lebensbedingungen, mangelnde Wertschätzung, Krankheit, Mobbing, ein Job, der einen kaputt macht, keine Aussicht auf Erfolg oder Glück im Leben, traumatische Erlebnisse, Gewalt, etc.

Der Körper lebt noch aber die Seele ist zerschlagen, tief verletzt, verwundet, gedemütigt, allein gelassen, trostlos, am Boden, ohne Hoffnung. Und manchmal ist die Seele so verletzt, dass sie aggressiv auf andere losgeht, die sich ihr wohlmeinend nähern, – aus Selbstschutz, aus Angst vor weiteren Verletzungen. Manche Seelen verlieren sich auch in Resignation und schweren Depressionen. Endlose Dunkelheit, kein Licht, keine Hoffnung, nur Leid, Schmerz und Traurigkeit.

Gequälten Seelen begegnen wir heute überall, – an der Kasse im Discounter, im Büro, im Altersheim, in der Schule… Wir begegnen ihnen überall, wo Menschen ständig überfordert werden, wo kein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Menschsein herrscht, wo der Mensch nur noch Maschine ist, ausgebeutet wird, wo Wertschätzung und Respekt verschwunden sind.

Es gibt auch keine Unterscheidungen, was Alter oder Geschlecht angeht. Die gequälte Seele findet sich im Körper eines Babys wie auch im Körper eines Erwachsenen, einer Frau, eines Mannes oder eines älteren Menschen.

Manchmal frage ich mich, warum wir uns selber quälen müssen, warum wir andere quälen müssen und warum wir uns von anderen quälen lassen sollen? Für die Karriere? Für die Anerkennung vom Chef? Von der Gesellschaft? Als Opfer für unseren Glauben, unsere Religion, unsere Ideologie? Für unsere Partner? Unsere Kinder? Für den Status? Wegen den Medien?

Überlegen Sie einmal, ob Sie sich quälen oder gequält werden und warum?

Irgendwie quälen wir uns alle heutzutage. Wir wollen akzeptiert werden. Wir wollen stets gute bis sehr gute Leistung bringen. Wir wollen möglichst ständig Höchstleistungen bringen. Wir haben überall hohe Ansprüche, – an uns selbst, an unsere Partner, an unsere Kollegen, etc. Warum?

Schneller, höher, weiter, mehr, viel mehr, noch mehr, noch besser, noch schneller, noch länger…. Das sind unsere Maxime. Das sind unsere Ideale, unsere Maßstäbe für alles. Die Begriffe „Mäßigung“ oder „maßhalten“ kennt kaum einer mehr. Harmonie, Gleichgewicht, Ausgleich, den Wechsel von Anspannung und Entspannung, – all das sind Sachen mit denen wir heutzutage kaum noch etwas anfangen können. Sie passen nicht in die Ideologie der Leistungsgesellschaft.

Interessanterweise haben die Menschen durch alle Zeitalter hindurch gearbeitet, hart gearbeitet. Trotzdem sind sie in der Regel den natürlichen Gesetzen gefolgt, haben Pausen gemacht, haben sich menschlich verhalten, haben ihre Lebensfreude kultiviert und haben Maß gehalten. Damals gab es noch keine Ideologien. Damals gab es höchstens Sklaventreiber, die ihre Sklaven zu Höchstleistungen gepeitscht haben. Entsprechend war auch ihr Ruf.

Heutzutage geben wir uns gerne selbst die Peitsche und man könnte den Eindruck haben, dass die Sklaventreiber von damals die Ideologen von heute sind.

Denken Sie einmal darüber nach, ob Sie wirklich Herr in Ihrem Leben sind, ob Sie es wirklich selbst bestimmen. Oder gehen Sie fremdbestimmt durchs Leben und sind sich dessen gar nicht bewusst, weil Sie einfach all das glauben, was Ihnen gesagt wird, was die Medien Ihnen sagen? Leiden Sie auch unter der allgemeinen Hypnose, der Indoktrination?

Vielleicht sind Sie zufrieden mit Ihrer Situation. Vielleicht wollen Sie sich aus ihr befreien und Sie selbst werden, sich selbst finden, wiederfinden.

Leider kann ich Ihnen nicht die beiden Pillen anbieten, die Morpheus in Matrix Neo angeboten hat. Die eine Pille läßt einen weiterschlafen, weiterträumen und die andere läßt einen aufwachen und zu sich selbst finden.

Ich kann nur sagen „Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!“

Wenn Sie es nicht tun, wer sollte es denn machen?

Wir allein tragen die Verantwortung für unser Leben, auch wenn wir es teilweise nicht so wahrnehmen. Wir können „Ja“ sagen, aber auch „Nein“. Und wenn wir „Nein“ sagen, geht in der Regel die Welt nicht unter.

Denken Sie einmal darüber nach.

 

 

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Superlearning – lernst Du noch oder lebst Du schon?

Alle die in der Schule, in der Ausbildung oder im Studium tonnenweise Fachliteratur studieren und lernen müssen, können ein Lied davon singen. Stupides Auswendiglernen, pauken bis das Gehirn seinen Geist aufgibt, bis man nicht mehr eins und eins zusammenzählen kann. Und das über Jahre. Und oftmals kann man den gesamten Stoff direkt nach der Prüfung wieder vergessen und Platz schaffen für die nächsten Themen. Der mentale Overload.

In den letzen Jahre ist das Wissen exponentiell gestiegen. Nur leider ist die menschliche Auffassungsgabe nicht mitgewachsen und die Verantwortlichen in Schule und Ausbildung haben es verpasst, den Lehrstoff an die heutigen Bedürfnisse anzupassen. So stehen Schüler und Studenten vor immer größer werdenden Haufen von Studienmaterial, – was alles auf Biegen und Brechen in immer kürzerer Zeit in die Köpfe soll. Vor lauter Stress und Leistungsdruck machen es unsere Studenten schon wie ihre amerikanischen Kommilitonen – sie nehmen Psychopharmaka gegen Depressionen und für noch mehr Leistungsfähigkeit. Dazu noch ein paar Kopfschmerztabletten, Red Bull und fertig ist der Cocktail.

Nun ergibt sich für jeden Betroffenen, wie er damit am besten umgehen kann. Die Fehler im System lassen sich bekanntlich nicht mal eben und schon gar nicht von einem Einzelnen beheben. So kann es erstmal nur um´s Überleben gehen. Hier kann auch das Hypno-Coaching mit gezieltem Stressabbau, Maßnahmen für mehr Balance im Leben und einer Optimierung der Lernprozesse helfen.

Schon seit mehreren Jahren kursiert der Begriff „Superlearning“. Superlearning bedeutet in einem optimalen geistigen Zustand entspannter Konzentration leicht und effektiv Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten (lernen) und abzuspeichern, um sie im Bedarfsfall leicht und automatisch wieder abrufen zu können. Das hat rein gar nichts mit stupidem Auswendiglernen oder geistiger Überanstrengung zu tun. Mit Hypnose läßt sich dieser optimale Lernzustand einleiten und so verankern, dass er nach Belieben wieder abgerufen werden kann. So kann jeder Schüler, jeder Student und jeder der Sprachen lernt oder sich in etwas Neues einarbeitet, leicht und effektiv lernen. D. h., Zeit sparen, Nerven schonen, auf unnötigen Stress verzichten und gleichzeitig den Lehrstoff besser im Langzeitgedächtnis abspeichern, ihn besser abrufen und somit bessere Resultate in den Prüfungen erreichen.

Dies gilt nicht nur für theoretischen Stoff aus Büchern, sondern auch für die Aussprache bei Fremdsprachen und für Bewegungsabläufe im Sport oder Spiel von Instrumenten. Mit Hypnose kann man ganzheitlich Neues bestmöglich lernen und im Unterbewusstsein verankern.

So bleibt auch mehr Zeit zum leben. Zeit für die schönen Dinge im Leben. Zeit um neue Kräfte zu sammeln und sich zu regenerieren.

Machen Sie sich und Ihren Kindern das Leben leichter. Ich berate Sie gerne.

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