Beiträge getaggt mit unter den Teppich kehren

Und was treibt Sie zur Weißglut?

Wahrscheinlich gibt es da so ein paar Punkte. Und vielleicht wissen Ihre Familie, Ihre Freunde und Mitarbeiter, was Sie auf die Palme bringt, vielleicht aber auch nicht, weil Sie sich nur im Stillen ärgern. Nun haben wir das Problem, dass wir alle keine Hellseher sind und nur indirekt mitbekommen, wenn sich jemand falsch behandelt, gekränkt oder unwohl fühlt. Da hilft nur Kommunikation.

Stellen Sie sich einmal vor, Ihre Liebste oder Ihr Liebster kocht Ihnen ein 3 Gänge Menü und Ihnen dreht sich schon der Magen um, weil Sie dummerweise keinen Fisch mögen und auch den Käse nicht vertragen. Was machen Sie? Alles essen und runterwürgen, dabei ein strahlendes Lächeln aufsetzen und sagen wie toll es Ihnen schmeckt? Oder mit der Wahrheit herausrücken? Was meinen Sie, hätte es Ihnen geholfen, einfach vorab zu kommunizieren, zu sagen, was Ihnen schmeckt und was nicht?

Anderes Beispiel – Sie sind gerade arbeitsmäßig total überlastet und stehen kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Da kommt Ihr Kollege rein und fragt, ob Sie nicht mal eben noch eine Kleinigkeit erledigen könnten. Wie reagieren Sie? Mit Nervenzusammenbruch? Cholerischem Anfall? Oder holen Sie tief Luft und kommunizieren Sie Ihrem Kollegen, dass Sie vollständig überlastet sind?

Und noch ein Beispiel – aus welchen Gründen auch immer brauchen Sie für ein glückliches Frühstück eine gewisse Ordnung auf Ihrem Tisch, – einen schön gedeckten Frühstückstisch. Nun haben Sie einen Partner, der nicht allzuviel Wert darauf legt, sondern eher im Vorbeigehen frühstückt. Er macht sich schnell sein Brötchen, verteilt dabei alles auf dem Tisch und fährt dann ins Büro. Sie sehen sich mit der Unordnung, dem Chaos auf dem Tisch konfrontiert, Ihr Wohlbefinden ist stark gestört, Sie sind sauer und kriegen die Krise. Ihr Partner hat Sie gerade unwissentlich zur Weißglut gebracht. Weltuntergangsstimmung herrscht. Nun, was hätte hier geholfen? Kommunikation, – wie immer! Seine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen dem anderen mitteilen, sich dann arrangieren, aufeinander Rücksicht nehmen, Anschauungen vielleicht relativieren, positive Veränderungen zulassen und mitgestalten. Und so weiter.

Was will ich mit den Beispielen sagen? Einmal, dass Kommunikation die Basis ist für ein erfolgreiches und glückliches Miteinander. Und zum anderen, dass es wichtig ist, seine eigene Wahrnehmung, seine Bedürfnisse, seine Wünsche und alles, was man nicht verträgt, dem anderen mitzuteilen. Das ist sehr wichtig in der Partnerschaft, in der Familie, im Freundeskreis und am Arbeitsplatz. So kann man sich arrangieren, spart Nerven und das Leben wird dadurch einfach lebenswerter.

Eine praktische Übung:

Erstellen Sie eine Negativ-Liste mit all den Sachen, die Sie nicht mögen, die Nerven kosten und Sie zur Weißglut bringen. Dann gewichten Sie Ihre Stichworte auf einer Skala von 1 bis 10. 10 bedeutet absolute Weißglut. 1 ist noch sehr gut tolerierbar. 5 ist schon Zündstoff usw. sie können die Skala auch in Excel in Balkenform machen. So hat man eine bessere Übersicht. Links in einer Spalte die Stichwörter und rechts die Zeile mit den Balken (10 Kästchen).

Dann erstellen Sie nach dem gleichen Schema eine Positiv-Liste mit allen den guten Sachen, über die Sie sich freuen.

Nun fordern Sie Ihren Partner und Ihre Familienangehörigen, Freunde, etc. auf das gleiche zu tun. Dann gehen Sie die Listen durch und besprechen die Ergebnisse. So manch einer wird dann ganz erstaunt sein, was wie wo einen quält, nervt, schmerzt, aber auch, was einen freut, worauf man Wert legt, etc.

In einem nächsten Schritt kann man Dinge hinterfragen, z. B. – ist es wirklich ein mittlerer Weltuntergang, wenn die Tageszeitung auf dem Tisch liegt und nicht auf der Ablage? So kann man seine eigene Wahrnehmung und seine eigenen Verhaltensmuster, Gewohnheiten und Vorstellungen, – Normen bewusst machen, hinterfragen und vielleicht positiv verändern. Manche lassen sich gut ändern, manche halt auch nicht. Aber es ist gut einmal darüber nachgedacht zu haben. Denn vieles läuft absolut unbewusst ab im Alltag und man weiß gar nicht wirklich, warum.

Dann kann man überlegen, wie man sich besser arrangieren kann, wie man unnötigen Stress vermeidet, harmonischer und besser zusammen lebt, sich nicht ständig auf die Füße tritt. Hier geht es in erster Linie um gegenseitigen Respekt und gegenseitiges Verständnis. Wir sind nun mal alle Individuen, – sonst wäre es auch langweilig.

Ich garantiere Ihnen so einige Aha-Effekte, wenn Sie die Übung machen und Ihr Leben kann sich so harmonischer gestalten. Probleme haben nur die eine Aufgabe – sie warten auf ihre Lösung. Wenn jeder weiß, was dem anderen gut tut und was nicht, dann braucht man nahezu nichts mehr unter den Teppich kehren, dann sind die Aussichten auf drohende Explosionen, Streit, etc. sehr gering, dann wird das Leben leichter und angenehmer für alle.

Tun Sie sich und Ihrem Lieben etwas Gutes. Zeigen Sie Respekt, Verständnis und den Willen Dinge positiv zu ändern. Miteinander ist immer leichter und schöner als gegeneinander.

In diesem Sinne – machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

 

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Der gefühlte Weltuntergang und wo bleibt Superman?

Ist bei Ihnen die Welt auch schon öfters mal untergegangen?

Den gefühlten Weltuntergang kennt wohl jeder. Da passiert etwas, mit dem man nicht im geringsten gerechnet hätte und eine Welt zerbricht. Vorstellungen zerplatzen wie Seifenblasen. Die nackte Realität holt einen ein. Die Wahrheit ist erbarmungslos. Superman ist nicht in Sicht und die Rettung in letzter Sekunde bleibt aus. Der Schock sitzt tief. Falls das Gehirn noch funktioniert, denkt man „Sch.., wie konnte das passieren? Warum hat mich keiner gewarnt? Hab ich die Zeichen nicht kommen sehen? Was bleibt mir jetzt noch?“ Nach einer Weile setzen die Körperfunktionen wieder ein und man richtet sich auf das Leben nach dem Weltuntergang ein. Neue Pläne werden geschmiedet. Die Welt dreht sich wieder. Die Sonne scheint und das Leben geht weiter.

Zum Glück sind viele Weltuntergänge nur „gefühlt“, was ja auch schon schlimm genug ist.

Aber warum gibt es so viele gefühlte Weltuntergänge im Leben? Was läuft da falsch? Was könnte anders laufen?

Vermeintlich kommt ein Weltuntergang immer ganz unerwartet. Tatsächlich ist dies nur scheinbar so, denn wir ignorieren beharrlich alle Hinweise auf die bevorstehende Bedrohung. Dinge, die wir nicht sehen wollen, blenden wir gerne aus. Es ist eine Sache der Wahrnehmung. Wir wollen immer nur das sehen, was uns gefällt, was uns schmeichelt, gut tut, was unserer Natur entspricht. Diese gefilterte Wahrnehmung führt dann dazu, dass offensichtliche Dinge unter den Teppich gekehrt werden, – solange bis einer über den Hügel unter dem Teppich stolpert, hinfällt und sich schwer verletzt. Dann ist der Schaden da.

Oft fängt alles mit kleinen Hinweisen an. Werden diese beharrlich ignoriert, so werden die Warnhinweise immer lauter und deutlicher. Wenn schon alle Alarmglocken läuten und die Gefahr penetrant weiter ignoriert wird, dann platzt zwangsläufig die Bombe. Ja und dann ist es zu spät und auch Beteuerungen, dass man das ja alles gar nicht wollte, sind einfach nicht mehr ausreichend.

Besonders gut läßt sich so etwas in Beziehungen beobachten. Der eine Partner ist dominant und bestimmt, was beiden (!) gefällt bzw. was für beide tabu ist. Der andere Partner macht anfangs mit, um die Harmonie zu wahren, – unterdrückt dabei aber seine Bedürfnisse. Je länger dies so geht, desto stärker wird der Unmut und desto größer wird die Aggression. Es fängt vielleicht mit einem sauren Gesichtsausdruck an, geht über zu Sticheleien und endet dann in einem umfangreichen Ehekrach, wo noch andere Vorwürfe zum Vorschein kommen. Der Ehekrach wird stark emotional geführt, – psychologischer Nebel entsteht, der Verstand wird ausgeschaltet und alles wird zerstört, was über Jahre aufgebaut wurde. Eventuell am nächsten Tag stehen beide dann vor den Trümmern ihrer Beziehung und fragen sich, wie es soweit kommen konnte. Der Weltuntergang ist da.

Überlegen Sie sich einmal, warum es bei solchen Angelegenheiten oft geht, – ja, um Kleinigkeiten! Weil der Ehemann seine Zahnpastatube nicht zumacht oder die Ehefrau die Fernbedienung immer auf den Fernseher legt. Es geht nicht um große Sachen. Hier sehen wir wieviel über etliche Jahre unter denTeppich gekehrt wurde, wieviel ignoriert wurde, wieviele Zeichen nicht wahrgenommen wurden, wieviele Emotionen sich aufgestaut haben. Vielleicht hätte man einfach mal miteinander sprechen sollen, persönliche Ansichten klären und verstehen können.

Kommunikation ist so unendlich wichtig für uns alle. Denken Sie einmal darüber nach. Wann haben Sie zuletzt wirklich kommuniziert? Was ignorieren Sie schon viel zu lange? Und wie sieht es unter Ihrem Teppich aus? Brauchen Sie auch schon Stelzen und Brücken, um über Ihren Teppich zu kommen?

Das Thema hat aber noch eine viel größere Dimension. Seit mindestens 2000 Jahren warten viele Menschen auf den großen Weltuntergang bzw. auf einen Messias, der hier auf der Erde richtig aufräumt, die Bösen bestraft und die Guten belohnt. Alle großen Religionen warten auf einen Erlöser, spirituellen Führer, – nicht nur die Juden oder Christen. Tatsächlich sollte die Welt schon viele Male untergehen, ist es aber dann doch nicht.

Die Frage ist nun, warum die Menschheit auf einen Weltuntergang wartet, hofft und auf einen Erlöser, der „aufräumt“. Wenn man zurück blickt, wird das offensichtlich. Zu allen Zeiten waren die Menschen unzufrieden, – wegen Machtmißbrauch der Elite, wegen Korruption, Elend, politischen und sozialen Problemen, etc. Sie haben immer darauf gewartet, dass sich etwas zum Positiven hin ändert, dass einer kommt, aufräumt, die Ordnung wiederherstellt, die Bösen bestraft und die Guten belohnt. Ja, und die Religionen haben es prophezeit. Nur kam in der Regel weder der Weltuntergang, noch der Messias. Und das Elend ging weiter und hat sich noch vermehrt.

Nun ist es gut nachvollziehbar, dass Menschen mit all den negativen Zuständen auf der Welt unzufrieden sind. Es ist auch klar, dass uns eine „Aufräumaktion“ gut tun würde. Der Haken ist nur, dass wir im Westen nun schon seit mehr als 2000 Jahren darauf warten und im Osten noch länger. Wie lange wollen wir noch warten und worauf?

Interessanterweise wurde der Messiasgedanke durch die Idee von Superman und anderen „Lichtgestalten“ abgelöst. Superman, Batman, Spiderman und wie sie alle heißen, sorgen heutzutage für Gerechtigkeit und kämpfen gegen das Böse, – zumindest in Filmen auf der Leinwand. Bei Batman ist die Welt auch schon untergegangen und dem Bösen restlos verfallen.

Wollen wir jetzt auf Superman warten?

Die Lösung der ganzen Angelegenheit ist ganz einfach. Bevor noch einmal 2000 Jahre vergehen und wieder nichts passiert, kann man anfangen umzudenken und selbst Verantwortung für unsere Lebensbedingungen zu übernehmen. Leider scheuen Menschen jede Art von Verantwortung und suchen gerne woanders den Schuldigen. Nun funktioniert das leider nicht, wie die Geschichte zeigt. Man kann weder den lieben Gott, noch Satanas, eine ungünstige Sternenkonstellation oder sonst etwas für unsere Lebenssituation verantwortlich machen. Die Verantwortung tragen wir Menschen. Wir allein! Und wir haben es in der Hand Änderungen herbeizuführen. Keiner zwingt uns zur Selbstzerstörung! Wir machen das, weil wir das richtig finden, weil wir davon kurzfristig profitieren, weil es alle machen.

Ein weiser Mann hat einmal gesagt „Wir sind die, auf die wir immer gewartet haben!“ Nur müssen wir das mal erkennen. Wir können auch nicht erwarten, dass andere unsere Suppe auslöffeln oder unserern Dreck wegmachen.

Psychologisch gesehen sind das einfach infantile Bewältigungsstrategien, die nie funktionieren können. Wegschauen, andere beschuldigen und auf Mama warten, die dann alles wieder in Ordnung bringt. Da hilft nur ein geistiges Erwachen, ein Aufwachen aus dem Dämmerzustand der Lethargie.

Wenn die Menschheit nämlich weiter so macht, vor sich hinträumt und geistig in einem kindlichen Stadium bleibt, dann kommt nicht der gefühlte Weltuntergang, sondern der echte! Und kein Superman, kein Messias und kein Außerirdischer wird uns retten.

Wir können uns nur selbst retten!

Denken Sie einmal darüber nach und machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

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