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Pessimist, Optimist oder lieber Realist?

Sie kennen sicher die Geschichte mit dem Glas, was zur Hälfte gefüllt ist. Der Pessimist trauert der verlorenen Hälfte hinterher. Der Optimist freut sich, dass eine Hälfte noch übrig ist. Und was macht der Realist? Der trinkt das Glas aus und bestellt sich ein neues.

Worum geht es? Die Situation ist für alle gleich. Da steht ein Glas, zur Hälfte gefüllt. Die Situation an sich ist neutral. Sie wird aber unterschiedlich wahrgenommen. Und das ist der springende Punkt. Es geht um den Wahrnehmungsfilter, die Brille, die jeder von uns auf hat, die uns ein und dieselbe Situation vollkommen anders erleben oder interpretieren lässt.

Manche Menschen tragen dunkle Brillen, manche gelbe, sonnige, andere rosafarbene, grüne, rote und manche tragen klare Brillen. Es sind unsere individuellen Wahrnehmungsfilter, die großen Einfluss auf unser Erleben haben, auf unsere Welt, unsere Gefühle, unsere Stimmung.

Wenn einem dieser Umstand bewusst wird, dann kann man seinen eigenen Filter hinterfragen und gegebenenfalls positiv verändern.

Warum ist der eine ein Pessimist und sieht alles nur düster, schwarz und der andere ein Optimist, der scheinbar die Sonne für sein Leben gepachtet hat? Es sind unsere Erfahrungen, die unsere Sicht der Dinge bestimmen oder verändern. Wenn man viele schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann neigt man dazu auch eher etwas Schlechtes zu erwarten, den Wort Case. Ist man auf der Sonnenseite des Lebens groß geworden, so ist der Sonnenschein selbstverständlich und man erwartet nur das Beste vom Leben, sieht auch immer das Positive in allem.

Ja, und wenn man Realist ist, so kennt man beides, freut sich am Guten, lässt aber auch nicht den Kopf hängen, wenn etwas nicht so läuft, wie man es gerne hätte. „Die Welt ist halt kein Ponyhof!“ wie der Realist sagen würde.

Dann gibt es noch die Visionäre, die schon in der Zukunft leben, schon weit nach vorne schauen. Sie helfen die Zukunft zu materialisieren, voran zu schreiten, Neues zu entdecken und zu entwickeln. Andere wiederum leben ständig in der Vergangenheit, weil damals alles besser war. Sie vergleichen alles mit den „besseren“ Zeiten und mögen die Gegenwart nicht wirklich. Und natürlich gibt es die Träumer, die ihre eigenen Welten bauen und erleben, weil die äußere Welt einfach zu langweilig ist oder zu negativ.

Letztendlich sind wir alle von Zeit zu Zeit Pessimist, Realist, Optimist, Visionär, träumen von einem anderen oder besseren Leben oder denken an die Vergangenheit zurück. Wichtig ist nur, dass wir uns dessen bewusst sind und wenn es nötig ist, auch mal die Brille wechseln oder ganz abnehmen.

Es liegt an uns, wie wir die Welt sehen, ob wir uns eher freuen oder ärgern und wie wir uns entsprechend unserer Wahrnehmung verhalten.

Denken Sie an Ihre ganz persönlichen Wahrnehmungsfilter und machen Sie stets das Beste aus Ihrem Leben. Und auch, wenn Sie Realist sind, ab und an tut die rosafarbene oder sonnige Brille sehr gut. Probieren Sie es einfach aus!

 

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Ich bin doch nicht blöd – oder doch?

Und Geiz ist geil – oder vielleicht doch nicht? Haben Sie sich einmal bewusst gemacht, was uns die Werbung ständig wie Gehirnwäsche einhämmert?

Weil Geiz geil ist, geh ich zu Saturn oder soll ich doch lieber zum Media Markt, weil ich doch nicht blöd bin? Oder bin ich vielleicht blöd, weil ich der Werbung glaube und zum Media Markt gehe?

In der aktuellen Media Markt Werbung wird ein Puppenspiel aufgeführt. Was will Media Markt uns damit sagen? Wollen sie damit das Kind in uns ansprechen oder haben sie Kinder als Zielgruppe entdeckt? Oder wollen sie uns damit zeigen, wie sie ihre Zielgruppe einschätzen?

Mein persönliches Highlight in der Werbung ist McDonalds. Ist Ihnen aufgefallen, dass nie normale Menschen zu McDonalds gehen? In der Werbung sehen wir immer nur ganz seltsame Menschen, die sich aus unerfindlichen Gründen immer bei McDonalds treffen und ein ganz sonderbares Verhalten zeigen. Man könnte sie als Freaks bezeichnen. Was will uns McDonalds damit sagen? Muss man irgendwie einen Dachschaden haben, um zu McDonalds zu gehen? Oder wird man automatisch zum Freak, wenn man dort etwas isst?

Auf der anderen Seite geht es auch anders. Der Konkurrent Burger King wirbt mit Assoziationen von „leckeren Burgern frisch vom Grill“, appelliert also an unseren Geschmack und gute Erinnerungen an den letzten Grillabend. Das ist ziemlich normal und gut nachvollziehbar.

Ein anderes, persönliches Highlight aus der Werbung ist für mich Activia mit Vera Int-Veen. Vera erzählt uns von ihren Blähungen und wie schnell man sie wieder los wird, wenn man fleißig Activia isst. Dabei ist es egal, ob wir gerade selber etwas essen oder auf die Fortsetzung einer Fernsehsendung warten. Leider erzählt Vera nicht, wo die Bakterien für die Activia-Zubereitung herkommen, aber das will ich Ihnen auch gerne ersparen. Wichtig ist ja nur, dass wir alle regelmäßig Activia gegen unsere Blähungen essen, weil bei Vera hat es ja auch geklappt. Haben Sie eigentlich schon einmal mit einem strahlenden Lächeln jemandem von Ihren Blähungen erzählt? Vielleicht im Kino so zwischendurch?

Die Werbung ist voll wunderbarer Geschichten und manchmal möchte man am Verstand der Werbeleute zweifeln. Vielleicht spiegelt das Niveau der Werbung auch einfach nur den gesellschaftlich-kulturellen Verfall wider. Lassen Sie uns aber einmal zu dem interessanteren, psychologischen Hintergrund der Werbung kommen. In der Werbung sehen wir immer nur tolle, sympathische Menschen, die irgendein Produkt ganz toll oder lecker finden. Sie habe auch immer einen tollen Spruch parat „Du darfst!“, „Sie sind es sich wert!“, „Ich bin doch nicht blöd!“, „Mmmh, einfach lecker!“ und vieles mehr. Oft ist da auch noch eine ansprechende Musik im Hintergrund oder es singt sogar jemand wie toll ein Produkt ist. Letztendlich ist es ist immer das gleiche Muster. Nach dem Prinzip der Gehirnwäsche wird die Werbung ständig wiederholt bis wir sie auswendig kennen. Wir schauen uns deshalb Werbung auch nicht mehr bewusst an, sondern schalten den Verstand ab, so dass die Werbung direkt in unser Unterbewusstsein geht. Dort spricht sie im besten/schlimmsten Fall entsprechende Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle an. So werden wir in unserem Verhalten und beim Einkauf beeinflusst und gesteuert. Wenn andere Mütter ihren Kindern die „Kinder“-schokolade kaufen – mit wertvollen Cerealien und dem Besten aus der Milch, dann kann ich das auch, – ja ich sollte, weil es ist ja gut für mein Kind. Da brauche ich gar nicht mehr nachdenken oder die Inhaltsstoffe nachlesen. Oder die Kinder kriegen einfach einen Fruchtzwerg, weil der ist ja so gut wie ein kleines Steak.

Die Werbung zielt tatsächlich auf unser Unterbewusstsein ab und setzt alles daran, dass unser kritischer Verstand sich von alleine abschaltet. Zum Glück schaltet er sich aber auch mal wieder ein, – sonst wären wir komplett Opfer der Werbung. Die Werbebotschaften entsprechen in der Regel nicht der Wahrheit, sondern sind eher kritisch zu betrachten. Werbung ist eine oft unethische, manipulative Form von Hypnose. Ähnliches gilt für alle Medien, für TV-Berichte, Zeitungsartikel und Internet. Auch die Politik ist voll von leeren Versprechungen, von Täuschung und hypnotischen Suggestionen.

Deshalb – schalten Sie Ihren Verstand ein, glauben Sie nicht alles und seien Sie kritisch!

„Ihrer Gesundheit zuliebe!“

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