Beiträge getaggt mit Verstand

Gesundheit – wie wertvoll ist sie wirklich?

Was meinen Sie? Wie wichtig ist Ihnen Ihre Gesundheit? Wie wertvoll schätzen Sie Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie und Freunde ein?

Sie brauchen da gar nicht lange nachdenken? Und antworten vielleicht, dass die Gesundheit das wichtigste überhaupt im Leben und sowieso unbezahlbar ist? Und Sie würden alles dafür tun, um für Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihrer Familie zu erhalten?

Wirklich? Ja, wirklich!

Und jetzt kommt das ABER.

Aber leider bekommt man diese Antwort nur, wenn man den Verstand fragt. Der Verstand weiß, dass Gesundheit das höchste Gut ist, was wir haben. Der Verstand weiß auch, dass die Gesundheit im ganzen Leben die wichtigste Rolle spielt oder spielen sollte. Und gerade, wenn man älter wird, will man nur noch eins – gesund bleiben.

Dummerweise spielt der Verstand aber nur eine sehr untergeordnete Rolle, obwohl alle Menschen heutzutage meine, dass sie nur vom Verstand geleitet werden. Tatsächlich ist das Unterbewusstsein sehr viel stärker und sagt, wo es lang geht. Der Verstand wird daher eher dafür benutzt, um hinterher Taten zu rechtfertigen, die vom Unterbewusstsein aus gesteuert wurden. So kann man ungefähr sagen, dass der Verstand je nach Mensch vielleicht so 10-30% an Einfluss hat und das Unterbewusstsein 70-90% von unserem Denken, Fühlen und Handeln beherrscht.

Ein kleines Beispiel: Der Verstand sagt, dass Zigaretten, Süßigkeiten, Streitereien, etc. nicht gut sind und das Unterbewusstsein veranlasst Sie trotzdem zu rauchen, übermäßig zu essen, Ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, etc.

So, und wenn man jetzt einmal Ihr Unterbewusstsein fragt, wie wichtig denn Gesundheit ist, dann erhält man ganz andere Antworten als die vom Verstand. Dann spielen ganz andere Dinge eine viel wichtigere Rolle als die „langweilige“ Gesundheit.

Vom Unterbewusstsein her kommen nämlich nahezu alle Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen, die der Gesundheit eher schaden als nützen. Es sind unsere Leidenschaften, unsere Triebe, Sehnsüchte und da spielt der Verstand letztendlich keine oder kaum eine Rolle. Erst hinterher wird uns „bewusst“, was wir wieder gemacht haben und wie schlecht es eigentlich für uns ist.

Abgesehen davon, machen wir Menschen uns kaum Gedanken über Gesundheit oder Gesundheitsvorsorge. Warum auch? Es gibt ja viel interessantere Dinge im Leben. Und so muss in der Regel erst etwas Schlimmes passieren, damit wir uns darüber klar werden, wie wichtig und kostbar Gesundheit überhaupt ist. Erst, wenn eine schlimme Krankheit einen ins Bett gezwungen hat oder ein Unfall passiert ist oder jemand aus der Familie leidet, erst dann versteht man wirklich, wie wichtig das Thema ist. Besonders wenn man selbst betroffen ist, ist man plötzlich bereit alles zu tun, um wieder gesund zu werden. Viele Menschen fangen dann sogar zu beten an, obwohl sie nie in die Kirche gegangen sind. Und oft ist es schon zu spät, weil Probleme verschleppt wurden und nicht frühzeitig behandelt werden konnten.

Die Thematik hat sicherlich noch viele weitere Aspekte, wie die frühzeitige Förderung von Gesundheitsbewusstsein durch Aufklärung in der Schule, sowie sinnvolle Verhaltensweisen zur Gesundheitsvorsorge, etc.

Einen besonderen Sachverhalt möchte ich hier noch abschließend ansprechen. Es geht hier um die Tatsache, dass viele Menschen bereit sind für alles Geld auszugeben, aber wenn es um ihre Gesundheit geht, dann tut es weh, oft tut es so weh, dass sie sich erstmal etwas anders kaufen müssen, um sich zu beruhigen. Manche rauchen sich auch eine.

Dabei sagt spätestens der Verstand, dass Gesundheit etwas ist, was man pflegen muss – über sein ganzes Leben hinweg.

Dies fängt schon mit einem körperlichen Mindestmaß an Fitness an, wo man dann Zeit für die Gesundheit investiert. Genauso ist es wiederum wichtig Zeit auch für die Regeneration, für Pausen und Schlaf zu investieren. Ebenso sind gute zwischenmenschliche Beziehungen wichtig, ein gutes Wohnumfeld, ein guter Arbeitsplatz, Hobbys und der Aufenthalt in der Natur. Wer geht z. B. heutzutage noch freiwillig in die Natur, um Sauerstoff und Sonne zu tanken, sich zu bewegen und schöne Eindrücke zu bekommen, wenn man nicht genauso gut auf der Couch oder im Büro vorm PC oder TV sitzen kann?

Wir leiden heutzutage übermäßig an unserer Technisierung, an Zivilisationskrankheiten, am Couch-Potato-Syndrom.

Und natürlich geht es auch um eine gesunde Ernährung. Da muss sich jeder auch fragen, wieviel er bereit ist hier in seine Gesundheit zu investieren.

Auch wenn das Leben immer teurer wird, – was ist wichtiger? Eine gute Ernährung oder der nächste Urlaub oder noch dickeres Auto? Wo können wir sinnvoll einsparen, ohne zu leiden und das Ersparte wiederum sinnvoll in unsere Gesundheit investieren? Solche Fragen sollten wir uns alle stellen, – unserer Gesundheit zuliebe.

Ich persönlich habe schon mehrfach festgestellt, dass all das, wofür viele Menschen bereitwillig ihre Gesundheit opfern, es wirklich und absolut nicht wert ist. Was haben Sie von einem „tollen“ Job oder „tollem“ Gehalt, wenn Ihre Gesundheit im Eimer ist, wenn Sie jederzeit zusammenbrechen können, an Ihrem Schreibtisch und das war es dann? Sie haben wirklich nichts Wesentliches dadurch gewonnen. Und keiner feiert Sie für Ihren „heldenhaften“ Tod, weil Sie sich für Ihre Firma totgearbeitet haben.

Und stellen Sie sich einmal vor, Sie würden gerade mal 3-5€ pro Tag zusätzlich für Ihre Gesundheit investieren, um Ihrem Körper das zu geben, was er für Vitalität, Gesundheit und Wohlbefinden braucht. Wäre das zu viel des Guten?

Ich persönlich finde, dass dies eine gute Investition ist. Wenn Sie auch etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, dann berate ich Sie gerne.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und investieren Sie in Ihre Gesundheit!

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Der überschätzte Verstand

Diese Thema gehört auch zu meinen Lieblingsthemen, denn es funktioniert genauso wie die Selbsttäuschung in dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Heutzutage sind wir Menschen alle unheimlich aufgeklärt. All unsere Ansichten, unsere Entscheidungen, unser ganzen Weltbild ist scheinbar auf rein rationalen, wissenschaftlichen Fakten aufgebaut. Alles richtet sich nach unserem Verstand. Doch dies ist leider eine tiefgreifende Illusion, eine Selbsttäuschung, ein Selbstbetrug.

Die Idee, dass wir unser gesamten Leben nach unserem Verstand ausrichten, gibt uns eine tiefe Sicherheit. Alles ist ganz rational, alles beruht auf reinen Fakten, alles ist wissenschaftlich korrekt, absolut logisch, nachvollziehbar, argumentativ richtig. Keiner von uns würde heutzutage auf die Idee kommen, irrational zu handeln, da würde man sich ja lächerlich machen, da würde man ja wie ein Kind handeln, seinen Emotionen nachgeben.

Nein, wir sind vollkommen erhaben über Gefühle und irrationale Bedürfnisse. Wir sind kontrolliert, beherrscht. Wir machen immer alles richtig. Wir können unser Verhalten stets logisch erklären.

Oder auch nicht.

Hinter all diesen Ideen von Verstand, Logik, Wissenschaft stecken tief verwurzelte Ängste, Ängste vor der Unkalkulierbarkeit des Lebens, Ängste vor unseren eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Wir folgen dem Verstand, wie wir dem Ideal der Bürokratie folgen, – alles hat seine Ordnung, irgendwer hat einmal darüber nachgedacht und so hat auch alles irgendwie seine Berechtigung (Hauptsache, ich muss darüber nicht nachdenken und mich damit auseinandersetzen). Ja, und die Wissenschaft weiß sowieso alles, erklärt alles und was Wissenschaftler sagen, muss zwangsläuig richtig sein. Da können wir dann ruhigen Gewissens alles andere ausblenden. Das nennt man auch die Vogel Strauß Taktik.

Tatsächlich wird aber der Verstand gnadenlos überschätzt. Der Verstand hat eigentlich nur eine ordnende, Informationen verarbeitende Aufgabe. Er kann Mathematikaufgaben lösen. Er kann Lösungswege bestimmen. Er kann Informationen gewichten und unterscheiden. Und er kann neue Informationen mit bereits bekannten Informationen verknüpfen und uns so ein Verstehen von Sachverhalten ermöglichen. Wenn er gut trainiert ist, dann kommt er diesen Aufgaben gut nach. Der Verstand ist aber generell auf solche Aufgaben beschränkt. Wenn man jetzt einmal an Matheaufgaben denkt, – da kann es ganz schnell schwierig werden, längere Aufgaben im Kopf zu berechnen. Oder auch andere Aufgaben, die einigermaßen komplex sind, lassen den Verstand an seine Grenzen stoßen. Trotzdem erliegen wir der Illusion, alles würde auf dem Verstand basieren. Wenn dies so wäre, dann wären wir mit jeder kleinen Aufgabe im Alltag stundenlang beschäftigt und würden nichts auf die Reihe kriegen.

In Wirklichkeit hat der Verstand nur einen winzig kleinen Anteil an der Bewältigung von alltäglichen Aufgaben. Den großen Rest übernehmen andere Teile unserer Persönlichkeit. Um die 90% von der gesamten Informationsverarbeitung inklusive der Informationserfassung (Wahrnehmung) übernimmt unser sogenanntes Unterbewusstsein. Es greift dabei auf erlernte Verhaltensmuster zurück, Gedankenmuster, Gefühlsmuster und Filtermechanismen für die Wahrnehmung. Man könnte dies als irrationale, nicht wirklich faßbare Informationsverarbeitung bezeichnen. Die Informationsmenge ist hierbei riesig und wäre bewusst mit Hilfe des Verstandes nicht zu verarbeiten.

Die Wahrnehmung auf der unterbewussten Ebene wird als Instinkt, Bauchgefühl oder Intuition bezeichnet. Wir wissen irgendwie, wie wir erfolgreich reagieren können, was für uns gut oder falsch ist. In der Regel bestätigt sich anschließend unser Verhalten. Wir können es dann logisch nachvollziehen.

Nochmal vereinfacht gesagt: Über unsere Intuition stehen uns sehr viel mehr Informationen zur Verfügung als über den beschränkten, logischen Verstand. Darum können wir auch sehr sicher intuitiv richtige Entscheidungen treffen bzw. sollten ein schlechtes Bauchgefühl bei Entscheidungen unbedingt mit Hilfe des Verstandes überprüfen.

Leider haben wir heutzutage weitestgehend unser Vertrauen in unsere eigene Intuition verloren. Wir vertrauen nur noch auf den Verstand. Witzigerweise handeln wir aber doch oft nach unbewussten Impulsen, die wir erst nachträglich rationalisieren und damit sanktionieren. Beispiel: „Mein Gott, ist die Tasche schön, die will ich unbedingt haben, egal was sie kostet! (Aber ich hab ja eigentlich schon genug Taschen.)“ Die Tasche wird gekauft. „Ich hab die Tasche nur gekauft, weil sie gerade im Sonderangebot war. So habe ich 20 Euro gespart!“ Logisch? So „betrügen“ wir uns ständig selbst, in dem wir nachträglich noch passende Argumente für uns Verhalten finden.

Die alten Inder nannten früher den Verstand den Diener der Intuition. D. h. einfach, dass man intuitiv etwas erfasst und den Verstand dazu benutzt seine Wahrnehmung zu verstehen, erfolgreich zu nutzen. Beispielsweise stehen Sie gerade vor einem Problem und intuitiv wissen Sie, wie die Lösung aussehen muss, jetzt müssen Sie Ihren Verstand nutzen, um die Lösung auszuarbeiten, zu konkretisieren.

Je nach Kultur war und ist es noch üblich seine Intuition, seinen Instinkt oder sein Bauchgefühl zu trainieren, auszubilden, um so erfolgreicher Handeln zu können. Im Sport, insbesondere in den Kampfkünsten ist die instinktive Wahrnehmung einer Situation und das entsprechende Verhalten sehr wichtig. Für den Verstand bleibt einfach keine Zeit. Auch in den spirituellen Traditionen wird ein großer Wert auf die Ausbildung der Intuition gelegt, auf einer feinere, ganzheitliche Wahrnehmung seiner selbst, anderer Menschen und der Natur.

Nutzen auch Sie wieder mehr Ihre Fähigkeiten, Ihre Intuition und geben Sie Ihrem Verstand den Stellenwert, der ihm gebührt. Intuitiv leben heisst auch natürlicher, einfacher zu leben. Man muss nicht zwangsläufig alles mit dem Verstand durch kauen, um dann hinterher festzustellen, dass man doch wieder gewisse Faktoren vergessen hat zu berücksichtigen. Die Intuition ist so viel umfassender, direkter. Lernen Sie wieder Ihrer Intuition zu vertrauen. Trainieren Sie Ihr Bauchgefühl, folgen Sie Ihren Instinkten.

Machen Sie intuitiv das Beste aus Ihrem Leben!

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Veränderungen im Hypnose Setting

Im Laufe der Jahrtausende hat sich die Hypnose verändert, – hauptsächlich im sogenannten Setting. Damit ist die Situation gemeint, in der die Hypnose stattfindet. Die Rahmenbedingungen haben sich geändert wie auch Hypnotiseur und Hypnotisand. Diese Veränderungen sind sehr interessant zu beobachten und so möchte ich mit Ihnen heute einen kleinen Ausflug in diese unbekannte Welt machen.

Versetzen wir uns einmal gemeinsam in die Zeit der alten Hohepriester von Ägypten. Auch damals wurde Hypnose schon in allen Facetten genutzt. Für die Menschen war die Existenz von Gott und Göttern, von höheren Welten, etc. pure Realität und so gab es für sie auch höhere Kräfte, die von den Priestern für Rituale und Heilungen angewandt wurden. Das Leben und die Schöpfung waren noch voller Mysterien und die Religion hatte einen starken Einfluss auf die Menschen. Die Priester hatten eine sehr gute Menschenkenntnis und wußten um die Macht der Suggestion, der Beeinflussung von Geist und Seele. Sie kannten u. a. den sogenannten Heilschlaf, einen tranceartigen Tiefschlaf. Sie wußten wie sie sich selbst und andere in Trance versetzen konnten und wie man Hypnose zu Heilzwecken, spirituellen Visionen, etc. nutzen konnte. In diesem Rahmen war die Begegnung von Hypnotiseur und Hypnotisand etwas ganz besonderes. Ein Mensch mit einem Leiden, dass wahrscheinlich von irgendeinem bösen Einfluss verursacht wurde, geht zu einem Hohenpriester, einem Menschen mit besonderen Kräften, der mit den Götter in Verbindung steht und lässt sich von ihm behandeln. Es ist eine Begegnung der dritten Art, so als würde ein normaler Mensch heute einen König oder Papst treffen. Jedes Wort, was der Priester sagt, jede Geste hat außerordentliches Gewicht, übt einen starken Einfluss auf den Hypnotisanden aus. Der Hypnotisand sieht sich einer großen, göttlichen Macht gegenüber, die Wunder vollbringen kann, die Heilung aber auch Verderben bringen kann. Diese Idee der übermenschlichen Macht verkörpert durch den Priester in Kombination mit der Ehrfurcht, dem tiefreligiösen Glauben und der Erwartungshaltung des Hypnotisanden schaffen eine außerordentlich günstige Situation für Hypnose und die rasche Heilung durch sie. Es ist die übermäßige geistig-seelische Spannung, die den Hypnotisanden ohne viel Aufwand direkt in Trance gehen lässt und die auch dafür sorgt, dass sein Unterbewusstsein die Worte des Priesters sehr schnell umsetzt. Das ganze Geschehen bestätigt nur die Weltanschauung des Hypnotisanden und verstärkt seinen Glauben an die göttliche Macht des Priesters. Auch der Priester sieht sich bestätigt. Um das besser zu verstehen – stellen Sie sich einmal vor, eine Autorität an die Sie glauben, gibt ihnen eine Suggestion oder einen Befehl, – was meinen Sie wie schnell Sie ihn ausführen?! Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, dass Sie gläubig sind und ein Vertreter Gottes spricht zu Ihnen. In Höchstgeschwindigkeit kommen Sie der Suggestion nach! Da gibt es keinen Widerstand, – eher im Gegenteil, Sie sind nur allzu bereit zu tun, was eine höhere, göttliche Autorität Ihnen sagt. Und in diesem religiös-spirituellen Rahmen hat sich auch die Hypnose entwickelt. Sie war damals höchsteffizient.

Auch heute noch gibt es solche Rahmenbedingungen bei Naturvölkern in Südamerika, in Afrika, Asien und generell in tiefreligiösen Gesellschaften. Gerade in Afrika, wo Menschen dem Voodoo-Kult bzw. dem Ahnenkult anhängen und äußerst offen bzw. leicht empfänglich sind für gute wie böse Einflüsse, wirkt Hypnose sehr stark und leicht. Das Unterbewusstsein ist traditionell ein Bestandteil der Weltanschauung und vieles passiert auf dieser Ebene. Wer die Arbeit eines afrikanischen Medizinmannes einmal miterlebt hat, kann sich ein gutes Bild von der Wirkung suggestiver Techniken und der Trance machen, die dort Anwendung finden.

In den spirituellen Traditionen wie im Yoga, Buddhismus, etc. finden Techniken wie Trance, Suggestion, Autosuggestion und allgemein die Arbeit mit dem Unterbewusstsein auf einem sehr hohen, professionellen Level statt. Hier wird das Bewusstsein bzw. der Mensch noch ganzheitlich wahrgenommen. Hypnose in diesem Rahmen funktioniert nicht auf der Basis einer hohen geistig-seelischen Spannung, sondern eher entspannt, sanft und gewissermaßen zielorientiert von beiden Seiten. Es ist hier die harmonische Zusammenarbeit zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand.

Vor vielleicht 50 bis 100 Jahren war die westliche Welt noch nicht technisiert und so war auch das Setting anders. Als Milton Erickson seine großen Erfolge feierte, waren die Menschen noch relativ leicht durch Suggestion zu beeinflussen, zu lenken. So war der Einsatz von Hypnose im Rahmen der Psychotherapie auch recht einfach, da die Menschen oft nicht gemerkt haben, dass Hypnose induziert wurde. Widerstand gab es nicht. Der Mensch war noch frei und natürlich im Denken und Fühlen.

Heutzutage hat sich die Situation wieder geändert. Durch die starke Technisierung und die Reizüberfultung so wie durch die Überbetonung des Verstandes, haben die Menschen viele Widerstände aufgebaut, haben sich von ihrem Gefühlsleben distanziert, abgekapselt und empfinden sich in gewisser Weise als nahezu reine Verstandesmenschen. Doch das Unterbewusstsein ist eher das Gegenteil von Ratio, reiner Vernunft. Das Unterbewusstsein ist eher der fühlende, intuitive Anteil im Menschen und so gilt es heute den kritischen, aufmüpfigen, besserwissenden Verstand zu besänftigen, um direkt mit dem empfindenden, intuitiven Anteil des Bewusstseins arbeiten zu können. Dafür wurden auch schon viele spezielle Techniken entwickelt. Im Prinzip haben wir heutzutage eine vergleichsweise schwierige Situation. Die Überbetonung des Verstandes mit der einhergehenden Unterdrückung des Gefühls haben nicht nur im Bereich der Hypnose für Probleme gesorgt, sondern ganz allgemein im Leben. Die natürliche Einheit und die Harmonie sind verloren gegangen. Der Verstand versteht die Gefühle nicht. Beide gehen oft in verschiedene Richtungen und so fühlt der Mensch oft einen inneren Konflikt zwischen Verstand und Intuition. Das macht sich auch in der Hypnose bemerkbar. Was auf der Gefühlsebene schon gelöst und geheilt ist, muss später erst durch den ewig zweifelnden und kritisch-skeptischen Verstand überprüft werden.

So ist Hypnose heutzutage gewissermaßen eine Herausforderung, – je nach dem in welcher Gesellschaft man lebt. Andererseits kann auch der größte Kritiker, Widerständler, Skeptiker durch eine geeignete Technik in den gewünschten Hypnosezustand gebracht werden und mit jeder weiteren Sitzung vereinfacht sich die Induktion. Das ist der Lern- oder Trainingseffekt. Letztendlich – wer einmal die wunderbare Wirkung der Hypnose erlebt hat, geht immer wieder gerne in diesen angenehmen Zustand.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Vertrauen Sie öfters mal auf Ihr Gefühl, auf Ihre Intuition, denn sie ist oft viel schlauer als der sogenannte Verstand. Das wussten schon die alten Inder. Sie haben den Verstand als Diener der Intuition bezeichnet. Heute hat sich der Verstand diese höhere Stellung einverleibt und die Intuition verbannt. Ob das richtig und gut ist, kann sich jeder selbst beanworten, wenn er sich die Welt anschaut, die der Verstand hervorgebracht hat.

PS: Wussten Sie, dass der Verstand nicht das ist, was viele meinen? Aber dazu mehr ein anderes Mal.

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Die tägliche Portion Hypnose

Viele Menschen denken, dass Hypnose etwas seltsames, vielleicht sogar unheimliches ist. Manche haben auch Angst vor Hypnose. Dabei erlebt jeder Mensch täglich hypnotische Zustände und weiß es gar nicht. Erstaunlich oder? Deshalb möchte ich Ihnen heute einmal ein paar ganz alltägliche Situationen vorstellen, wo Sie sich in einem hypnotischen Zustand befinden.

Das fängt schon morgens direkt beim Aufstehen an. Viele sind nicht wirklich wach, wenn der Wecker klingelt und bewegen sich „im Tran“ durch das Schlafzimmer, Badezimmer und zum Frühstückstisch bis der erste Kaffee sie halbwegs wachmacht. Der Verstand ist morgens oft noch nicht angeschaltet und Aufstehen, Waschen, Anziehen, Frühstück machen laufen voll automatisch-unterbewusst ab. Ihr Unterbewusstsein erledigt all diese Routineaufgaben für Sie. Ein aktives, fleißiges Unterbewusstsein ist auch in der Hypnose beim Coach oder Hypnotherapeuten anzutreffen, während der sogenannte Verstand sich gerade etwas entspannt.

Beim Frühstück geht es dann direkt weiter. Oft lesen Menschen beim Essen eine Zeitung. Die gesamte Aufmerksamkeit ist der Zeitung gewidmet und man bekommt gar nicht mit, was man isst, wie es schmeckt, wieviel man schon gegessen hat usw. Je interessanter die Themen in der Zeitung sind, desto weniger kriegt man vom Frühstück mit. Diese stark fokusierte Aufmerksamkeit ist auch ein typisches Zeichen von Hypnose. Beim Coaching in der Hypnosesitzung ist auch das Bewusstsein des Klienten stark fokusiert auf das Thema, was gerade behandelt wird. Hypnose bedeutet also auch hohe Konzentration und nicht Bewusstlosigkeit, wie viele Menschen glauben.

Der gleiche Effekt wie hier beim Frühstück tritt auch beim Fernsehen und im Kino auf. Da wird dann abends vor dem Fernseher gegessen, vielleicht auch Süßigkeiten genascht. Die Aufmerksamkeit ist auf den Bildschirm gebannt und es wird nicht wahrgenommen, was und wieviel gerade gegessen wird. Das fällt erst auf, wenn die Chipstüte leer ist. Dann wundert man sich viel schnell alles weg war und warum man auf wundersamer weise immer dicker wird. Noch besser funktioniert das gleiche im Kino. Im Kino sind die Besucher schon darauf konditioniert, Popcorn und Cola zu kaufen. Interessanterweise wird da nicht eine normale Cola gekauft, mit einem normalen Päckchen Popcorn. Ganz im Gegenteil, – da kaufen recht normal gebaute, schlanke Menschen Popcorn Eimer mit 2-5 Liter Inhalt und noch eine Cola mit bis zu 1,5 Liter. In einer normalen Situation würde wahrscheinlich kein Mensch diese Mengen zu sich nehmen. Im Kino geht das, ist sogar ein „Muss“. Der Hintergrund ist wieder der gleiche. Wenn Sie im Film sitzen und gebannt die Geschichte verfolgen, dann merken Sie nicht, wieviel Sie an Popcorn und Cola zu sich nehmen. Es wird einfach voll automatisch von Ihrem Unterbewusstsein zum Mund geführt und aufgefuttert. Und wenn ein Film 90 Minuten dauert, dann müssen Sie auch viel zu futtern haben. Sie essen ja nicht aus Hunger oder weil die Sachen so toll schmecken. Es ist eher eine Beschäftigungstherapie für Ihre Kaumuskeln und Ihre Hände. So lässt sich der spannende Film besser ertragen.

Wir Menschen essen auch gerne aus purer Langeweile oder um uns von etwas abzulenken, auch um eine emotionale Situation besser zu verkraften. Wenn Sie zu den Popcornkonsumenten im Kino gehören, dann machen Sie doch mal einen Test. Versuchen Sie sich einmal einen Film komplett ohne Knabbereien und Cola anzuschauen. Beobachten Sie sich dabei selbst. Fehlt Ihnen etwas? Haben Sie dann vielleicht Probleme sich voll und ganz auf den Film zu konzentrieren?

Zurück zum Frühstück. Dank dem Koffeineinschuss fängt Ihr Verstand wieder an so langsam auf Touren zu kommen und Sie denken über die Neuigkeiten aus der Zeitung nach. Kurze Zeit später sitzen Sie im Auto und fahren routinemäßig zu Ihrer Arbeitsstelle. Ihr Unterbewusstsein kennt den Weg und weiß auch wie das Auto bedient werden muss. Da kann der Verstand mal wieder eine Pause einlegen bzw. sich um andere Dinge kümmern wie Freizeit oder die Frage, was am Wochenende so passiert. Und ehe Sie sich versehen sind Sie plötzlich an Ihrem Arbeitsplatz angekommen. Die Autofahrt haben Sie gar nicht wirklich mitbekommen. Ihr Unterbewusstsein ist ja schließlich gefahren. Während einer Hypnosesitzung arbeitet auch Ihr Unterbewusstsein und der Verstand wundert sich dann hinterher, dass alles schon vorbei ist und Sie schon am Ziel angelangt sind.

Nach dem Mittagessen fallen Sie vielleicht in das sogenannte Suppenkoma – Zeit zum Entspannen und um vor sich hinzuträumen. Ihr Bewusstsein driftet weg, weg vom Büro in andere Welten, vielleicht in Ihren geplanten Urlaub und Sie sehen sich schon in der Hängematte am Strand einen Cocktail schlürfen. Was für ein angenehmes Gefühl, die Wärme, der leichte Winde, die Sonne auf der Haut. Wunderbar! Irgendwann kehren Sie wieder zurück und die Arbeit geht weiter. Ja, und wieder haben Sie einen typischen Hypnosezustand erlebt! Ihre Wahrnehmung, Ihr ganzes Denken hat sich von der äußeren Welt abgezogen und sich zu einem inneren Erleben hingewendet. Und was war das für eine Wohltat! So etwas erleben Sie auch in den Hypnosesitzungen. Sie können sogar ganz explizit einen Hypnose-Urlaub buchen, – egal wo es hingehen soll, Sie können es direkt mit allen Sinnen erleben, ganz ohne Flugzeug, Hotel und hohe Kosten.

Auch nach Feierabend, wenn wir voll und ganz in einer Situation oder Tätigkeit aufgehen und alles andere um uns herum vergessen, befinden wir uns in einer Art Trance, Hypnose. Oft wundern wir uns anschließend, wo die Zeit geblieben ist oder wir haben gar nicht gemerkt, dass die Sonne mittlerweile untergegangen is, dass es Zeit ist zu gehen, etc. Manchmal stellt sich ein richtiges Hochgefühl ein, das sogenannte Flow-Gefühl, wo alles perfekt ist, alles eins ist und wir uns höchstgradig lebendig fühlen.

Wir Menschen kennen so viele Bewusstseinszustände und sind uns darüber gar nicht bewusst. Wir merken gar nicht, wann der Verstand abschaltet oder sich wieder einschaltet, wann das Unterbewusstsein hoch aktiv ist oder nicht. Es ist das Wunder des Lebens. Irgendwie funktioniert alles und wir wissen gar nicht wirklich wie oder warum.

Übrigens – haben Sie sich schon mal gefragt, warum im Supermarkt Musik läuft? Ganz einfach, – um Sie zu hypnotisieren, um Sie einzulullen, damit Sie ganz entspannt mit einer gewissen Leichtigkeit in den Regalen stöbern und einfach das mitnehmen, was Ihr Unterwusstsein so mag. Ihr Verstand entspannt sich gerade, ist mehr oder weniger komplett heruntergefahren und ihr Unterbewusstsein weiß ganz genau, was alles lecker ist, was Sie alles gerne haben möchten, was schön ist, was Ihnen Befriedigung und Freude verschafft. Ihrem Unterbewusstsein ist es auch egal, ob gewisse Sachen zu teuer sind oder ungesund oder ob Sie schon zuviel davon haben. Ihr Unterbewusstsein kauft gerne ein und stört sich nicht an solchen verstandesmäßigen Spaßverderbern. Ist das nicht wundervoll?

Der Supermarkt ist übrigens voll von psychologisch-suggestiven Spielereien, die alle nur ein Ziel haben, – Sie einzulullen, Ihren Verstand herunterzufahren oder zu täuschen und an Ihr Unterbewusstsein zu appellieren, – damit Sie natürlich möglichst viel einkaufen, egal ob Sie es brauchen oder nicht. Mehr zur Supermarkthypnose demnächst in einem weiteren Blog.

Die ganze Welt arbeitet mit Psychologie, Suggestionen und auf dem Ebene des Unterbewusstseins. Die meisten merken es aber nicht. Es ist so alltäglich.

Passen Sie bitte auf sich auf und hinterfragen Sie die Dinge, die Ihnen so selbstverständlich jeden Tag begegnen.

Machen Sie stets das Beste aus Ihrem Leben!

(Auch das war eine Suggestion, aber eine positive!)

Wie Sie sehen, ist Hypnose ein ganz natürlich, normaler Zustand, den wir alle kennen und ständig erleben. Er kann hervorragend für die Lösung von Problemen genutzt werden. Und Sie brauchen wirklich keine Angst zu haben. Im Gegenteil, es gibt keinen entspannteren Zustand, wo man sich wohler fühlen könnte.

Probieren Sie es einfach einmal aus. Entdecken Sie die positiven Seiten der Hypnose für sich.

 

 

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Realitätenwechsel

Stellen Sie sich einmal vor, Sie befinden sich in einer Talkshow, in der es um Realität, Träume und Wahrnehmung geht. Nun fragt Sie der Moderator, ob Sie sich eher als Träumer oder Realisten sehen. Wahrscheinlich würden Sie antworten „Ja, ich stehe mit beiden Beinen im Leben. Ich bin ein realistischer Mensch und überhaupt gibt es nur in einer Realität. Realität ist schließlich absolut und nicht relativ.“

Wir Menschen sind heutzutage alle realistisch und unser wissenschaftlich geschulter Verstand sieht ja nur die Realität, weil alles andere bekanntlich nicht existiert.

Tatsächlich ist es nicht so einfach. Tatsächlich lebt jeder Mensch in seiner ganz eigenen Realität. Realität hängt nämlich von der Wahrnehmung der Umwelt und der eigenen Persönlichkeit ab. Die Wahrnehmung ist stets gefiltert und damit individuell. Unsere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen interpretieren, was wir wahrnehmen und wirken so wie eine Brille mit farbigen Gläsern. So wird ein und dieselbe Situation von verschiedenen Menschen auch ganz verschieden wahrgenommen und zu einer eigenen Realitätserfahrung. Und so entstehen auch verschiedene, manchmal widersprüchliche Auffassungen von ein und derselben Sache. Unterschiedliche Auffassungen können Menschen inspirieren und ihre Wahrnehmung erweitern. Oft führen sie aber zu Streit und Problemen, weil zwei unterschiedliche Realitäten eigentlich nicht nebeneinander existieren können. Es gibt bekanntlich ja nur die eine Realität, zumindest meint man das. Was der eine schön findet, findet der andere häßlich. Wer hat nun recht? Jeder hat aus seiner Sicht recht, da es einfach individuelle Interpretationen einer neutralen, absoluten Wirklichkeit sind.

Wenn man einmal darüber nachdenkt, kann es einem das Leben sehr erleichtern. Man muss dann nicht immer Recht haben, den anderen von seiner Realität, seiner Wahrnehmung überzeugen. Man kann dann einfach sagen „Du siehst das so und ich eben anders!“ Andererseits kann man versuchen, dem anderen seine Sichtweise zu erklären, verständlich zu machen und auch die Haltung des anderen verstehen zu wollen. So ergibt sich oft ein umfassenderes Bild der Wirklichkeit.

Probleme im Leben entstehen oft, wenn die eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit, – ihre persönliche Interpretation mit Filter – weit entfernt ist von der absoluten Realität. Stellen Sie sich einmal vor, es ist gerade Frühling, die Sonne scheint, alles ist super und zu Ihrem großen Glück kommt eine tolle Frau bzw. ein toller Mann an Ihnen vorbei und Sie fühlen sich total verliebt und sehen nur noch alles durch Ihre rosarote Brille. Durch diese Brille filtern Sie alle negative Informationen weg, sehen alles nur noch positiv und übersteigern sogar noch vermeintlich positive Wahrnehmungen. Sie fangen an Ihren Schwarm zu stalken und merken gar nicht, dass er nichts von Ihnen will. Irgendwann wird es ihm zuviel, er wird sauer und sagt, dass Sie aufhören sollen, ihn zu verfolgen. Plötzlich fallen Sie aus allen Wolken. Ihre rosarote Brille verfärbt sich schwarz und Ernüchterung tritt ein. Sie ärgern sich über sich selbst und fragen sich, wie Sie nur so falsch liegen konnten. Das nur als ein Beispiel.

Jetzt überlegen Sie mal, wie oft Sie schon aus allen Wolken gefallen sind, wie oft Sie ent-täuscht wurden, weil Ihre Wahrnehmung der Realität nicht mit der echten Wirklichkeit übereingestimmt hat.

Praktisch kann man nur eins machen – nachfragen, kommunizieren, sich mehr Informationen beschaffen, die Leute fragen, ob Ihre Wahrnehmung richtig ist. So lassen sich Mißverständnisse recht schnell und einfach auflösen und schwere Enttäuschungen bleiben einem erspart.

Aber es gibt noch andere Realitäten, Realitäten, in denen Menschen verloren gehen, stecken bleiben, sich verstecken.

Es gibt z. B. Menschen, die in ihrer Vergangenheit leben oder in der Zukunft. Damals war alles besser oder morgen wird es besser sein. Heute besteht das Leben nur aus Routine, Pflicht und Trostlosigkeit. Geistig und seelisch haben sich diese Menschen in die Realität der Vergangenheit zurückgezogen, – als Selbstschutz und als Quelle für Lebensfreude. Die Gegenwart gibt ihnen nichts. Ältere Menschen leben gerne in der Vergangenheit, um der Einsamkeit im Altersheim zu entkommen. Aber auch Menschen, die eine kritische Lebensphase durchmachen, ziehen sich gerne zurück in eine Welt, wo noch alles gut und in Ordnung war oder wo alles gut sein wird. Die Zukunft kann Hoffnung schenken, – auf bessere Zeiten und mehr Glück.

Besonders schlimm ist es, wenn Menschen ein traumatisches Erlebnis hatten und sich geistig-seelisch daraus nicht mehr befreien können. Sie erleben diese Realität immer wieder, sind in ihr gefangen und verlieren den Bezug zur Gegenwart. Opfer von Kriegseinsätzen, von Vergewaltigungen, von körperlicher und seelischer Gewalt allgemein sind oft gefangen in Endlosschleifen der brutalen Geschehnisse und können sich ihnen nicht entziehen. Es ist ihre Wirklichkeit, ihre Realität, auch wenn sie tatsächlich schon Jahre zurückliegt.

Kinder bewegen sich oft in anderen Realitäten. Dies kann schön und lustig sein, aber auch befremdliche, Angst einflössende Formen annehmen.

Dann kann man sich fragen, was ist überhaupt Realität? Älteste und neuste Forschungen gehen von einem multidimensionalen Universum aus mit mehreren Ebenen von Realität und der allumfassenden, absoluten Realität in der alle relativen Realitäten enthalten sind.

Überlegen Sie einmal, in welcher Form von Realität Sie und Ihre Mitmenschen sich wirklich befinden. Falls nötig, wechseln Sie einfach Ihre Realität. Nur wenn Sie in der Gegenwart leben, können Sie Ihre Zukunft positiv gestalten. Und nur, wenn Sie Ihre Vergangenheit loslassen, können Sie sich an der Gegenwart erfreuen.

Der menschliche Geist ist raum- und zeitlos, kann sich überall hinbegeben und seine Realität selbst gestalten.

Je mehr wir in der Gegenwart leben, desto besser können wir unser Leben selbst bestimmen und gestalten.

Machen Sie das Beste aus Ihrer Realität!

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Was war Ihr Motiv?

Solche Fragen kennen wir aus Krimis, wenn sich der Kommissar und sein Team Gedanken machen, warum der Täter das Verbrechen begangen haben könnte. Wenn wir uns Krimis im Fernsehen anschauen, dann denken wir uns nicht viel dabei. Ist ja klar, dass Inspecteur Barnaby, Wallander, Horatio Caine und Co nach Tatmotiven suchen, – was sollen sie auch sonst machen?

Betrachten wir einmal die Frage tiefergehend: Da gibt es etwas – ein „Motiv“ – warum ein Mensch eine Tat begeht, also etwas tut. Es gibt somit Gründe für unsere Taten, – Motive, eine Motivation etwas zu tun. In den Krimis, neudeutsch „Crime“ sind es natürlich in der Regel eher kranke oder böse Motive, die die Täter zu ihren Verbrechen und Morden verleiten. Interessanterweise sind wir uns unserer Motive oft nicht bewusst. Wir verhalten uns so und so oder handeln einfach, weil es sich für uns richtig anfühlt. Manchmal denken wir auch, dass wir gar nicht anders handeln können. Da sich entspechend viele Verhaltensmuster auf der Ebene des Unterbewusstseins abspielen und fast vollautomatisch ablaufen, kommen wir eher selten auf die Idee sie zu hinterfragen. Das machen wir nur, wenn etwas nicht so läuft wie wir das erwartet haben.

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie sich ein neues Auto kaufen müssen, weil das alte nicht mehr über den TÜV kommt. Nun hat jeder seine ganz eigene, individuelle Art ein passendes Auto auszuwählen und zu kaufen. Dieser Prozess verläuft immer nach ähnlichen Kriterien, – Motiven, die unbewusst sind und erst im Nachhinein vom Verstand „logisch“, argumentativ hinterfütert werden. Man benutzt dabei tatsächlich seinen Verstand, um irrationale Entscheidungen nachträglich plausibel zu machen.

Nehmen wir einmal ein einfaches Beispiel: Ich persönlich würde mir einen netten kleinen Toyota kaufen. Warum? Nicht wegen irgendwelcher Autotests, Auszeichnungen oder ähnlich rationalen Gründen, sondern ganz irrational. In erster Linie, weil Toyota eine japanische Firma ist und ich mit Japan Perfektion und viele andere positive Werte verbinde. Gefühles Motto „Was aus Japan kommt, muss perfekt sein!“. Der zweite Grund: Ich mag das Logo von Toyota. Für mich sieht es aus wie ein Heiligenschein und das passt perfekt zu meiner spirituellen Ausrichtung. Dritter, vierter und fünfter Grund: Ein kleines Auto verbraucht wenig Benzin, somit entstehen geringe Kosten pro Monat und geringe Versicherungsgebühren. Das Design von Toyota gefällt mir auch. Fertig. Kaufen!

Analysieren wir jetzt mein Kaufverhalten: Da gibt es also mehrere Gründe, Motive, warum ich eine Autofirma bevorzuge, – rationale und irrationale. Die rationalen sind gut nachvollziehbar, weil wir heutzutage alle überall „sparen müssen“. Die anderen Gründe sagen viel über meine unbewussten, tief versteckten Motive aus. Wie Sie gesehen haben, taucht in meiner Beschreibung das Wort „perfekt“ oder „Perfektion“ recht häufig auf. Mein Wert oder Motiv ist also Perfektion. ich liebe Dinge, die perfekt sind und als spiritueller Mensch strebe ich nach Vollkommenheit, – Perfektion. Damit haben wir schon zwei wichtige Werte von mir – „Perfektion“ und „spirituelle Haltung“. Der nächste Wert ist „Kultur“, Wertschätzung von hoher Kultur, wie man sie u. a. in Japan findet. Dann habe ich noch eine Vorliebe für gutes Design und ich denke wirtschaftlich.

Wie Sie sehen, lassen sich aus den wenigen Sätzen so viele Motive und Grundwerte über mich in Erfahrung bringen. Da ich psychologisch und spirituell geschult bin, kenne ich mich auch selbst recht gut und weiß, warum ich welche Entscheidungen treffe. Für die meisten Menschen trifft dies aber nicht zu. Das wäre auch an sich kein echtes Problem, wenn nicht Medien, Werbung und Verkäufer psychologisch alle Tricks kennen, um ihnen Produkte schmackhaft zu machen, die sie vielleicht normalweise gar nicht kaufen würden.

Nehmen wir einmal an, Sie gehen in ein Autohaus, um sich ein passendes Auto auszusuchen. Der geschulte Autoverkäufer wird sehr schnell im Gespräch herausfinden, welche Motive und Werte für Sie wichtig sind. Wenn er seriös ist, wird er ihnen auch das passende Auto ganz nach Ihren Wünschen präsentieren. Falls er nicht seriös ist, dann wird das Auto für Sie passend gemacht. Es erhält dann alle Eigenschaften, die für Sie wichtig sind, auch wenn es objektiv nicht der Fall ist. Das unseriöse Verhalten kennt man vielleicht von Gebrauchtwagenhändlern, die einem sozusagen alles verkaufen und dann noch als Schnäppchen.

Unter Experten wird die Thematik auch als „Covert Hypnosis“ oder unterbewusste Kommunikation bezeichnet. Es ist eine Wissenschaft und gleichzeitig Kunst für sich, in der man seine Kommunikationsfähigkeiten vervollkommnen kann. Gute Kommunikation ist im Leben und im Beruf unheimlich wichtig.

Ich empfehle Ihnen auch einmal über Ihre Motive nachzudenken, was Ihnen wirklich wichtig ist und warum Sie Ihre Entscheidungen im Leben treffen. Machen Sie sich Ihre Werte bewusst und gestalten Sie so Ihr Leben erfolgreicher und schützen Sie sich auch so vor unseriösen Werbeversprechen und Verkaufsangeboten.

Wenn Sie mehr über Covert Hypnosis, unterbewusste Kommunikation und Werte erfahren möchten, dann besuchen Sie doch meinen Workshop zu dem Thema.

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Was macht denn Ihr Unterbewusstsein so?

Das wissen Sie nicht? Wahrscheinlich liegt es daran, dass es Ihnen nicht bewusst ist. Deshalb heißt es ja auch Unterbewusstsein. Logisch oder? Aber was macht denn überhaupt das Unterbewusstsein? Lassen Sie uns einmal gemeinsam darüber nachdenken. Was machen Sie alles, ohne zu wissen, dass Sie es machen? Automatisch, programmartig, ohne nachzudenken, intuitiv, instinktiv?

Stellen wir uns einmal vor, es ist früher Morgen und Ihr Wecker schellt. Sie gähnen herzhaft, drehen sich zum Wecker und schalten ihn aus. Dann springen Sie aus dem Bett, gehen auf Toilette, hüpfen unter die Dusche, putzen sich die Zähne usw. Was meinen Sie, haben Sie für diese Aktionen Ihren Verstand eingesetzt? Wahrscheinlich nicht. Alles ging voll automatisch. Ihrem Unterbewusstsein und seinen programmierten Bewegungsabläufen sei Dank! Stellen Sie sich einmal vor, Sie müßten jeden Morgen erstmal darüber nachdenken, was da klingelt und warum und wie man das Ding ausschaltet. Dann würde es weiter gehen: Soll ich mich anziehen, soll ich mich waschen, wenn ja wie und wofür? Unser Verstand wäre total überfordert. Aber zum Glück gibt es ja das Unterbewusstsein, dass zielstrebig und verlässlich all das erledigt, worüber wir uns gar keine Gedanken machen wollen.

Nun stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen im Auto und fahren gerade auf der Autobahn. Die Sonne scheint und der Verkehr hält sich in Grenzen. Sie sind ganz entspannt. Was meinen Sie, wer fährt da gerade Auto? Ihr Verstand, Ihr Oberbewusstsein? Es ist Ihr Unterbewusstsein, was sich ganz dem Autofahren widmet, was ganz von alleine Gas gibt, die Kupplung betätigt, bremst, den Verkehr beobachtet usw. So können Sie, – Ihr Oberbewusstsein, sich mit anderen Dingen beschäftigen, die mit der Autofahrt gar nichts zu tun haben. Vielleicht träumen Sie so vor sich hin oder überlegen, ob Sie doch noch in´s Kino gehen, auch wenn der Film keine bombige Kritik bekommen hat, aber Ihre Freundin will ihn unbedingt sehen, etc. etc. etc.

Wie Sie sehen machen wir oft zwei völlig unterschiedliche Dinge gleichzeitig. Während unser Unterbewusstsein für uns „banale“ Tätigkeiten erledigt, sind wir mit unseren Gedanken ganz woanders. Das kann dann soweit gehen, dass wir gar nicht mehr wissen, was wir da gerade überhaupt tun. Kennen Sie die Situation? Sie stehen unter der Dusche und denken gerade über brilliante Einfälle für Ihr Projekt nach und dann fällt Ihnen auf, dass Sie doch schon wohl eine ganze Weile unter der Dusche stehen und gar nicht wissen, ob Sie sich überhaupt schon die Haare gewaschen haben. Dann ist Detektivarbeit gefragt: Woran erkenne ich, ob ich meine Haare schon gewaschen habe oder nicht? Das kann im wahrsten Sinne des Wortes eine haarige Angelegenheit werden. Oder: Hab ich die Blumen schon gegossen oder nicht? Hab ich die Tür zugemacht oder ist sie noch offen? Das sind bekannte Fragen, die das Unterbewusstsein trotz Zuständigkeit leider nicht beantwortet. Da ist dann der Verstand gefragt.

Erinnern Sie sich noch, wie Sie Autofahren gelernt haben, wie Sie auf tausend Sachen gleichzeitig achten mußten, hoch konzentriert gefahren sind und trotzdem den Motor abgewürgt haben oder eine Ampel übersahen? Und wie einfach Autofahren jetzt ist? Hier kann man sehr gut die Unterschiede zwischen Verstand bzw. Oberbewusstsein und Unterbewusstsein sehen. Es ist schon erstaunlich, was das Unterbewusstsein so alles kann und wie leicht es selbst anspruchsvolle Situationen meistert. Oder stellen Sie sich einmal vor, was Artisten in der Manege alles leisten oder Meister der Kampfkünste. Dies ist alles nur möglich, weil das Unterbewusstsein ein unheimlich großes Potential hat selbst komplizierteste Bewegungsabläufe perfekt zu lernen und just in time abzurufen.

Ja, was wären wir Menschen ohne unser Unterbewusstsein? In diesem Sinne, – achten Sie einmal darauf, welche Kunststücke Ihr Unterbewusstsein so tagtäglich vollbringt und wieviel Arbeit es Ihnen abnimmt.

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