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Das ist mir aber peinlich!

Im Leben gibt es viele Peinlichkeiten. Es kann einem selbst und anderen so viel Peinliches passieren. In der Regel sind peinliche Gegebenheiten ganz natürlich und sie können jedem geschehen. Der Haken dabei ist, dass Peinlichkeiten mit dem eigenen, perfekten Selbstbild oder dem Bild von anderen nicht übereinstimmen. „Das hätte ich jetzt aber von XY nicht gedacht!“ oder „Wie sehe ich denn aus? Hilfe! Was sollen die Leute denn von mir denken?!“ usw. Der Witz bei der Sache ist der, dass es oft Kleinigkeiten sind, – Sachen über die man auch souverän lachen kann oder zumindest ein Lächeln zeigen kann. Wem ist nicht schon mal das Eis auf das Hemd getropft? Wer hatte nicht schon mal Suppe im Bart, abgesehen von Frauen? Oder wer hat nicht schon mal ein Bäuerchen gemacht, weil zu viel Luft im Bauch war? Das sind scheinbar alles ganz schreckliche Dinge, die gegen den eigenen Perfektionismus verstoßen. Es sind Dinge, die die Welt aus den Angeln heben, die den Weltuntergang heraufbeschwören. Aber all das ist eine Haltungsfrage. Tatsächlich kommt weder ein Blitz von oben, noch tut sich die Erde auf und man wird von der Hölle verschlungen. Es gibt in der Regel auch nicht wirklich jemanden, der so schockiert ist, dass er Wiederbelebungsmaßnahmen benötigt. Je entspannter man mit kleinen Peinlichkeiten umgehen kann, desto besser und oft merkt es noch nicht einmal die Gesellschaft, in der man sich gerade befindet und wenn doch, dann kann man mal kurz einen Scherz darüber machen und die Sache ist gegessen.

Ein bisschen mehr Leichtigkeit im Leben tut uns allen gut. Ein bisschen mehr Humor, ein bisschen mehr Gelassenheit und ein bisschen mehr über den Dingen stehen, – all das macht das Leben angenehmer und das Miteinander einfacher.

Denken Sie einfach mal an die Kinder. Kinder haben immer viel Spaß, machen allerlei Unsinn und wenn Kindern mal etwas „Peinliches“ passiert, dann wird noch mehr gelacht und es geht lustig weiter. Selbst Erwachsene können dann darüber lachen.

Dann gibt es noch Peinlichkeiten, die uns und anderen das Leben schwer machen. Da ist es äußerst unangenehm die Betroffenen auf etwas Peinliches aufmerksam zu machen, – man hat schlichtweg Angst vor der Reaktion und so werden negative Umstände einfach ignoriert bis irgendwann das Fass überläuft und echte Probleme scheinbar plötzlich auftauchen oder der Berg unterm Teppich als Vulkan ausbricht.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie gehen mit einer Freundin draußen spazieren. Ihre Freundin latscht mit ihren neuen Schuhen in einen großen Hundehaufen und merkt es nicht. Nur Sie haben es gesehen. Da Sie genau wissen, dass Ihre Freundin einen Anfall bekommt, wenn sie sieht, dass ihre neuen Schuhe ruiniert sind, sagen Sie lieber nichts. Im Prinzip warten Sie lieber auf ein mittleres Wunder, wo die Schuhe sich von selbst reinigen und alles wieder in bester Ordnung ist. Doch dieses Wunder geschieht nicht. So gehen Sie noch eine Weile spazieren und kommen dann an der Wohnung Ihrer Freundin an. Sie gehen zusammen rein und der Schmutz verteilt sich überall. Am Ende ist der Tobsuchtsanfall noch größer als wenn Sie frühzeitig etwas gesagt hätten.

Sie sind im Sportverein und ein Mitglied riecht immer sehr streng. Nun ertragen Sie den Geruch schon mehrere Wochen und gehen dem Betroffenen immer aus dem Weg. Auch andere Mitglieder meiden ihn, sagen aber nichts. Alle denken „Das muss er doch selber merken!“ Nur, er tut es nicht. Und allen ist es peinlich ihn auf den strengen Geruch anzusprechen. So wird es wohl noch die nächsten Wochen weitergehen, bis einem der Kragen platzt, – der emotionale Vulkan hochgeht und ausbricht. Dann gibt es echte Probleme.

Jemand kommt in die Praxis und beschwert sich, dass alle ihn mobben. Nun denkt jeder sofort „Der arme Mann, – ein Mobbing Opfer von vielen heutzutage. Die Welt ist so gemein und schlecht.“ Bei genauerer Analyse der Hintergründe kommt dann heraus, dass das Opfer eine oder mehrere schlechte Angewohnheiten hat, die für die Kollegen eine tägliche Qual darstellen und der eigentliche Grund für das „Mobbing“ sind. Dummerweise hat nie auch nur ein einzelner Kollege gesagt, was denn das Problem ist. So leiden alle still und auch die Firma leidet unter der schlechten Teamarbeit. Nun könnte der Coach auch sagen „Ja, es tut mir unendlich leid. Ihre Kollegen sind böse, suchen Sie sich doch einfach eine andere Firma.“ und das Problem wäre dank Vermeidungsverhalten zumindest für den Coach gelöst. Ein guter Coach wie auch ein guter Freund wird aber nie den leichten Weg gehen, sondern den Betroffenen behutsam auf die Umstände aufmerksam machen. Sobald dem Betroffenen klar ist, was der eigentliche Auslöser für seine Probleme ist, kann er an positiven Veränderungen mit seinem Coach arbeiten. Das ist dann eine langfristige, positive Lösung der Problematik. Sie mag zwar anfangs unangenehm sein, aber sie ist die einzig sinnvolle Lösung.

Jemand schmatzt beim Essen, hat irgendeine seltsame Angewohnheit oder sonst irgendetwas ist nicht so, wie es sein sollte. Egal was es ist, es ist auffällig, stört oder macht einen schlechten Eindruck oder ist unangenehm. Dann ist es in der Regel peinlich den Betroffenen darauf anzusprechen, weil man einmal denkt, es müsste es selbst merken und andererseits, weil man Angst vor einer negativen Reaktion hat. Oft zeigen wir dann das sogenannte Vermeidungsverhalten, – wir ignorieren einfach alles und hoffen, dass irgendein Wunder geschieht. Leider passiert oft kein Wunder und die Betroffenen kommen selber nicht auf die Idee, dass irgendetwas nicht stimmt. Für den Betroffenen ist dieses Vermeidungsverhalten gar nicht gut und auch seine Umwelt leidet weiter. Die negativen Emotionen und das künstliche Verhalten, das Ignorieren der Problematik verstärken sich immer mehr, bis die Spannung ihren Höhepunkt erreicht hat und die sprichwörtliche Bombe platzt. Im Vergleich zur echten Problematik ist dann das Donnerwetter vollkommen überzogen und zieht oft schwere Schäden oder weitere Probleme nach sich.

Nun, was können wir besser oder anders machen?

Zuerst ist es gut sich in den Betroffenen hineinzudenken und zu überlegen, welche Gründe es denn für das Problem geben könnte. Im Beispiel Sportverein kann es sein, dass der Betroffene Probleme mit der Nase hat und kaum etwas riechen kann, so dass er seinen eigenen, strengen Geruch gar nicht wahrnimmt. Vielleicht ist er aber auch an solche Gerüche gewöhnt und sieht keine Belästigung für andere darin. Wie dem auch sei, nun kommt der zweite Schritt – sich darüber bewusst werden, dass je früher eine Veränderung passiert, desto besser ist es für alle. Und im dritten Schritt kann man sich überlegen, wie man auf positive Art und Weise den Betroffenen von dem Problem in Kenntnis setzt. Je einfacher und netter man das macht, desto leichter und besser wird die Information aufgenommen. Alle können so ihr Gesicht wahren, ohne, dass jemand leiden muss oder dass es zu Auseinandersetzungen und Beleidigungen kommt.

In diesem Sinn, – verlassen Sie ab und an Ihre Komfortzone, wagen Sie etwas und nur dann können letztendlich alle gewinnen. Ansonsten müssen alle weiterleiden bis es für eine positive Lösung der Angelegenheit zu spät ist.

Machen Sie immer das Beste aus Ihrem Leben! Auch wenn es mal ein bisschen peinlich ist.

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Machen Sie doch einfach das Beste aus Ihrem Leben!

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, worin denn eigentlich der Sinn des Lebens besteht. Wer sind wir? Was wollen wir hier? Und wo geht die Reise hin?

Viele Philosophen haben sich darüber schon den Kopf zerbrochen, sich ganz viele Gedanken gemacht und unterschiedliche Antworten gefunden. Für den einen ist die ganze Welt inklusive der eigenen Existenz ein großer Zufall, ohne echte Bedeutung. Für den anderen besteht ein höherer Sinn im Leben und in allen Lebensumständen. Und manch einer macht sich gar keine Gedanken und lebt trotzdem.

Es gibt Menschen, die leben für die Sicherheit, – bloß kein Risiko eingehen, alles absichern, sicherer Job, sicheres Einkommen, sichere Familienplanung.

Dann gibt es Menschen, die lieben das Risiko, die lieben Abenteuer. Sie wollen sich selbst und das Leben kennenlernen in all seinen Facetten.

Manche von uns wollen auch einfach nur berühmt werden, Anerkennung genießen, vielleicht ein großes Publikum begeistern.

Oder das eigene Hobby steht im Mittelpunkt des Lebens, vielleicht auch ein Ideal, was verwirklicht werden möchte.

Und dann gibt es Menschen, die einfach nur Mensch sein wollen und ein ganz normales Leben führen.

Was der Sinn Ihres Lebens ist, können nur Sie selbst herausfinden. Keiner kann Ihnen vorschreiben, woran Sie glauben sollen, keiner kann für Sie bestimmen, was gut oder falsch ist. Davon abgesehen, das Leben hat in der Regel seine Höhen und Tiefen, mal sieht es gut aus und mal scheint die Welt unterzugehen. Es gibt so viel, was wir nicht im Leben bestimmen können, wo wir keine Kontrolle, keinen Einfluss besitzen. Da zählt dann nur unsere innere Einstellung, ob wir eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen oder uns ständig aufregen, ob wir uns an den guten Dingen erfreuen und aus unseren Fehlern lernen oder an äußeren Ereignissen zerbrechen.

Egal, woran Sie persönlich glauben, worin der Sinn Ihres Leben besteht, – das einzige, was wir alle gleichermaßen tun können ist einfach das Beste aus unserem Leben zu machen. Es ist das einzige, was wirklich Sinn macht. So können wir dann am Ende zufrieden zurückblicken und sagen „Es gab gute und schlechte Zeiten, aber ich hab immer das Beste aus meinem Leben gemacht. Ich habe nichts verpasst, habe mir nichts vorzuwerfen, bin mit mir und der Welt im Reinen und hab das Leben genossen, so wie es kam.“

Und darum geht es doch, dass man nicht hinterher bereut etwas verpasst zu haben, dass man seinen Seelenfrieden hat, zufrieden und glücklich ist und somit erfolgreich im Leben war.

Also, machen Sie das Beste aus Ihrem Leben! Genießen Sie es! Lassen Sie sich von schlechten Zeiten nicht unterkriegen! Freuen Sie sich an dem Guten, was Ihnen widerfährt!

Und denken Sie daran, – Sie spielen die Hauptrolle in Ihrem Leben! Zeigen Sie sich also von Ihrer besten Seite!

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Der Faktor X im Leben

Wir Menschen haben ein ganz natürliches Bedürfnis nach Sicherheit. Wir wollen sicher sein, dass wir das Richtige tun, dass wir uns richtig entscheiden. Sicherheit gibt uns immer ein gutes Gefühl. Versicherungen sichern uns gegen alle möglichen Risiken und Unglücksfälle ab. Wir brauchen Sicherheit. Wir wollen Sicherheit. Und wir tun alles menschenmögliche für unsere Sicherheit.

Mit diesem Streben nach größtmöglicher Sicherheit sind viele Ängste verbunden. Die Angst vorm Scheitern, die Angst Risiken einzugehen, die Angst vor eigenverantwortlichem Handeln, die Angst etwas zu verlieren, die Angst vor Veränderungen. Es gibt unzählige Ängste, die mehr oder weniger gut begründet sind. Ängste sind oft übersteigert und entsprechen nicht der Realität. Mit Ängsten wird sehr viel Geld verdient. Und die vermeintliche Sicherheit ist oft gar nicht  gegeben. Doch für uns zählt häufig in erster Linie das Gefühl in Sicherheit zu sein.

Wir wollen immer alles richtig machen. Wir haben Angst vor dem Abenteuer Leben. Wir lieben es, wenn das Leben ganz geordnete, genormte Bahnen geht. Mit Unsicherheiten können wir nur schlecht umgehen und Abenteuer, – das Verlassen des Weges oder der Blick über den eigenen Tellerrand, sind voller Gefahren und unkalkulierbarer Risiken. Was ist, wenn doch nicht alles so gut ist, wie man denkt? Wenn gewisse Wahrheiten sich als Lügen entpuppen? Wenn es mehr gibt als man sich vorstellen kann? Was dann? Vielleicht fängt man dann an, aus der Routine des Alltags auszubrechen, die bekannten Wege zu verlassen, seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Vielleicht nimmt man dann sein Leben in die eigenen Hände. Wer weiß, wohin der Weg führt, wenn man ihn nicht geht?

Das Leben ist nur scheinbar voller Sicherheiten. Wir wünschen es uns so und das verändert unsere Wahrnehmung. Es läßt uns die Dinge so sehen, wie wir sie uns vorstellen. Wir suchen nach Bestätigung für unsere Ansichten, unser Weltbild. Das schenkt uns Sicherheit, Zufriedenheit und Selbstbestätigung. Und wenn etwas passiert, was nicht in unserer Wahrnehmung der Dinge entspricht, dann bricht unsere Welt zusammen. Dann herrscht das Chaos. Dann verstehen wir die Welt nicht mehr und fallen aus allen Wolken. Im besten Fall erholen wir uns von dem Schock und lernen dazu. Im schlechtesten Fall blenden wir das Ereignis aus und unterdrücken unsere Empfindungen.

Das Leben ist tatsächlich voll unbekannter Faktoren, voller Unwägbarkeiten und Risiken. Tatsächlich wissen wir nahezu gar nichts über unsere Zukunft, über das, was am nächsten Tag oder in der nächsten Stunde passieren wird. Wir denken dies und das, halten dies und das für möglich oder wahrscheinlich oder für wünschenswert. Wir hegen Hoffnungen, wir haben unsere Träume, unsere Visionen. Aber wie die Realität nachher aussieht – wer weiß das schon.

Vielleicht kennen Sie das: „Ja, mein Kind soll aufs Gymnasium. Nach dem Abi studiert es dann Jura. Mein Mann will das so. Ja und ich wünsche mir das mein Kind dann auch bald heiratet und mir mindestens 2 Enkelkinder schenkt. Und dann machen wir alle zusammen Urlaub auf Gran Canaria. Da freu ich mich jetzt schon drauf!“ Eltern wissen oft erstaunlich genau über alle Lebensphasen ihrer Kinder Bescheid.

Es geht aber auch oft um wichtige Entscheidungen. Da wird angenommen, wenn ich X mache, passiert Y und ich erreiche Z. Nur oft sind es eben Annahmen, um eine Entscheidung zu finden. Sie müssen nicht der Realität entsprechen. Hier ist es egal, ob es um die richtige Entscheidung für die berufliche Ausbildung geht oder um die richtige Versicherung, den richtigen Wagen, den richtigen Partner, etc. Wir können nur für den Moment entscheiden und erst hinterher sind wir wirklich schlauer. Oft versuchen wir möglichst viele Argumente für oder gegen eine Entscheidung zu finden. Dabei überlisten wir uns in der Regel selbst und wollen nur noch im Nachhinein unsere unterbewusst getroffene Entscheidung vor uns und anderen rechtfertigen. Unser Verstand ist tatsächlich nämlich eher selten ausschlaggebend. Wir glauben nur, dass es so ist. Oft orientieren wir uns auch ganz einfach an dem, was die anderen für richtig und gut halten. Wir orientieren uns an erfolgreichen Menschen, an unseren Eltern, Freunden, Vorgesetzten, an Prominenten und Schauspielern, an den wichtigen Menschen im Fernsehen und in den Zeitungen. So hoffen wir auch richtig zu liegen und erfolgreich zu sein. Und es spart ungeheuer viel Energie, weil wir nicht selber nachdenken müssen. Wir müssen nur Dinge nachmachen, nachahmen. Wir müssen nur folgen. Und wenn die Menschen falsch liegen, denen wir folgen, dann sind eben die schuld und nicht wir. Das ist menschliche Logik. Das ist Psychologie.

Nun, glücklicherweise hat jeder Mensch eine gewisse Freiheit, wie er sein Leben gestalten will. Wer einsieht, dass das Leben tatsächlich doch eher einem Abenteuer mit vielen Unwägbarkeiten und Risiken gleicht, mit dem Faktor X, dem Unbekannten, der kann sich von vielen Zwängen und Ängsten frei machen, der kann für sich selbst Verantwortung übernehmen, selbst aktiv werden. Er kann lernen mit Risiken umzugehen und sich intelligent abzusichern, Vorsorge zu betreiben, etc. Und was gewinnt er dadurch? Etwas, was viele Menschen noch nie kennengelernt haben, etwas, was unendlich kostbar ist – Freiheit!

Und was macht man mit dem Faktor X, dem Unwägbaren, dem Unbekannten? Man folgt seiner Intuition, seiner umfangreichen Wahrnehmung einer Situation. Die Intuition ist tatsächlich mehr als die Summe aller verfügbaren bewussten und unterbewussten Informationen zu einem bestimmten Sachverhalt. Intuitiv haben wir ein gewisses Gefühl, wenn wir an eine Entscheidung denken, an eine neue Situation. Natürlich müssen wir diese Empfindungen hinterfragen, schauen, woher sie kommen. In der Regel stehen sie aber ganz klar im Zusammenhang mit der Sache. Wenn wir dann unserem Gefühl folgen, liegen wir meistens richtig, auch wenn sich das unter Umständen erst sehr viel später herausstellt. Es gibt sogar entsprechende Studien, die die Überlegenheit der Intuition gegenüber reiner Sachargumentation belegen. Wenn wir unser Unterbewusstsein in die Entscheidungsprozesse miteinbeziehen, dann verfügen wir über weit mehr Informationen als Unterlagen jemals enthalten können.

Arbeiten Sie mit Ihrer Intuition. Erweitern Sie Ihre Wahrnehmung. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben!

Gönnen Sie sich diese Freiheit!

 

 

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Entspannt Achterbahn fahren

Bestimmt kennen Sie das: Sie sitzen in der Achterbahn, vielleicht auf einer Kirmes oder im Freizeitpark und überlegen, was Sie als erstes machen könnten – schreien, festhalten, verkrampfen oder das Essen von gerade wieder freisetzen. Der Mageninhalt weiß nicht so recht, wo er hin soll. Die Fliehkräfte pressen einen in den Sitz. Blaue Flecken und Schmerzen sind gratis. Hoffentlich reichen noch die eigenen Kräfte, um nicht herausgeschleudert zu werden. Spätestens jetzt weiß man, warum man ins Fitnesscenter gehen sollte. Nach dem Schleudergang mit gefühlter zehnfacher Erdbeschleunigung kommt man desorientiert mit Schmerzen wieder raus. Das Gehirn ist auch nicht mehr da, wo es eigentlich sein sollte. Nach einer halben Stunde geht es wieder, – falls man nicht zwischendurch wieder auf einem der zahllosen Foltergeräte war.

Wußten Sie, dass man tatsächlich auch ganz entspannt Achterbahn fahren kann? Nein? Wollen Sie das Geheimnis kennenlernen?

Ich verrate es Ihnen. Es ist ganz einfach.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen in der Achterbahn. Sie sind gerade erst eingestiegen. Nun machen Sie sich bewusst locker, entkrampfen sich und atmen tief durch. Sie wissen genau, dass Ihnen nichts passieren kann. Dem TÜV sei Dank! Ihr Körper ist in den nächsten drei Minuten verschiedenen Kräften ausgesetzt, die an ihm herumzerren. Nun, diesen Kräften müssen Sie sich entgegenstellen. Ganz locker spannen Sie jeweils nur die Muskeln an, die Sie gerade brauchen. Und die ganze Zeit über achten Sie auf eine natürliche, gleichmäßige Atmung. Und so können Sie die wilde Achterbahn ganz entspannt genießen.

Erstaunlich, nicht wahr? Aber es funktioniert tatsächlich, – auch im Freefalltower, der ja nur ein etwas schnellerer Aufzug ist und in allen anderen Schleudertrauma-Attraktionen. Probieren Sie es einfach selber aus!

Vielleicht fragen Sie sich, warum ich Ihnen solche Tipps gebe. Als Hypno-Coach berate ich Sie natürlich auch gerne für eine erfolgreiche Bewältigung von Kirmesbesuchen. Aber Sie kennen mich ja, – ich will noch auf etwas anderes hinaus.

Tatsächlich ist das ganze Leben wie eine Achterbahn. Man sitzt in einem Waggon, weiß nicht so Recht, was man da macht oder wie man da reingekommen ist und dann geht die Fahrt schon los – mit all ihren Höhen und Tiefen, mit gefährlichen Kurven, steilen Abfahrten und langen Aufstiegen. Und man muss ständig darauf achten, dass man nicht rausfliegt, dass man bestmöglich überlebt.

Das Leben kann einem schon Angst machen, Schmerzen bereiten und der eine oder andere blaue Fleck ist inklusive. Aber irgendwie überlebt man das Leben mit all seinen Schreckensmomenten doch und die Fahr geht weiter. Immer weiter.

Nun stellen Sie sich einmal vor, Sie würden viel entspannter in die „schrecklichen“ Situationen des Lebens gehen, tief durchatmen, gleichmäßig atmen und die Spannung genießen anstatt sich zu ängstigen, zu verkrampfen und den Weltuntergang vor Augen zu haben.

Wäre da das Leben nicht gleich viel leichter für Sie? Viel angenehmer?

Und nun denken Sie einmal an schreckliche Situationen in Ihrem Leben zurück. Waren Sie wirklich so schlimm, wie Sie sich sie ausgemalt und vorgestellt hatten?

Viele Situationen erscheinen in unserer Wahrnehmung schrecklicher, angsteinflößender und „vernichtender“ als sie neutral betrachtet tatsächlich sind. Es ist unsere Wahrnehmung. Wir können Dinge auch bewuss anders wahrnehmen und so mit ihnen leichter, entspannter umgehen. Wie die Achterbahn auf der Kirmes. Wahrscheinlich ist es sicherer Achterbahn zu fahren als mit dem eigenen Auto. Denken Sie einmal darüber nach.

Wenn Sie unangenehmen Situationen im Leben begegnen, dann halten Sie einen Moment inne und überlegen, ob Ihre Ängste, Ihre Wahrnehmung wirklich der Realität entsprechen. Atmen Sie tief durch. Achten Sie die ganze Zeit auf eine gleichmäßige Atmung, entspannen Sie sich, bleiben Sie in einer lockeren Aufmerksamkeit und Sie werden sehen, wie elegant und erfolgreich Sie Ihre unangenehme Situation meistern werden, – ganz ohne der erwarteten Stress. Vielleicht entpuppt ich die Situation sogar als nett, positiv, u. a. weil Sie einfach auch nett und positiv wirken und so zu der Entspannung der anderen beitragen. Denken Sie einmal darüber nach.

Sie haben Ihr Leben mehr in der Hand als Sie vielleicht denken! Versetzten Sie sich zuerst selbst in eine positive Stimmung und stecken Sie andere damit an!

Seien Sie nicht Opfer. Seien Sie Täter im positiven Sinne. Ein Lächeln ist hochgradig ansteckend und öffnet sämtliche Türen. Es ist wie die Sonne an einem verregneten Tag. Lassen Sie sie aufgehen!

Machen Sie einfach das Beste aus Ihrem Leben, – ganz entspannt und mit einem Lächeln im Gesicht!

 

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Realitätenwechsel

Stellen Sie sich einmal vor, Sie befinden sich in einer Talkshow, in der es um Realität, Träume und Wahrnehmung geht. Nun fragt Sie der Moderator, ob Sie sich eher als Träumer oder Realisten sehen. Wahrscheinlich würden Sie antworten „Ja, ich stehe mit beiden Beinen im Leben. Ich bin ein realistischer Mensch und überhaupt gibt es nur in einer Realität. Realität ist schließlich absolut und nicht relativ.“

Wir Menschen sind heutzutage alle realistisch und unser wissenschaftlich geschulter Verstand sieht ja nur die Realität, weil alles andere bekanntlich nicht existiert.

Tatsächlich ist es nicht so einfach. Tatsächlich lebt jeder Mensch in seiner ganz eigenen Realität. Realität hängt nämlich von der Wahrnehmung der Umwelt und der eigenen Persönlichkeit ab. Die Wahrnehmung ist stets gefiltert und damit individuell. Unsere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen interpretieren, was wir wahrnehmen und wirken so wie eine Brille mit farbigen Gläsern. So wird ein und dieselbe Situation von verschiedenen Menschen auch ganz verschieden wahrgenommen und zu einer eigenen Realitätserfahrung. Und so entstehen auch verschiedene, manchmal widersprüchliche Auffassungen von ein und derselben Sache. Unterschiedliche Auffassungen können Menschen inspirieren und ihre Wahrnehmung erweitern. Oft führen sie aber zu Streit und Problemen, weil zwei unterschiedliche Realitäten eigentlich nicht nebeneinander existieren können. Es gibt bekanntlich ja nur die eine Realität, zumindest meint man das. Was der eine schön findet, findet der andere häßlich. Wer hat nun recht? Jeder hat aus seiner Sicht recht, da es einfach individuelle Interpretationen einer neutralen, absoluten Wirklichkeit sind.

Wenn man einmal darüber nachdenkt, kann es einem das Leben sehr erleichtern. Man muss dann nicht immer Recht haben, den anderen von seiner Realität, seiner Wahrnehmung überzeugen. Man kann dann einfach sagen „Du siehst das so und ich eben anders!“ Andererseits kann man versuchen, dem anderen seine Sichtweise zu erklären, verständlich zu machen und auch die Haltung des anderen verstehen zu wollen. So ergibt sich oft ein umfassenderes Bild der Wirklichkeit.

Probleme im Leben entstehen oft, wenn die eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit, – ihre persönliche Interpretation mit Filter – weit entfernt ist von der absoluten Realität. Stellen Sie sich einmal vor, es ist gerade Frühling, die Sonne scheint, alles ist super und zu Ihrem großen Glück kommt eine tolle Frau bzw. ein toller Mann an Ihnen vorbei und Sie fühlen sich total verliebt und sehen nur noch alles durch Ihre rosarote Brille. Durch diese Brille filtern Sie alle negative Informationen weg, sehen alles nur noch positiv und übersteigern sogar noch vermeintlich positive Wahrnehmungen. Sie fangen an Ihren Schwarm zu stalken und merken gar nicht, dass er nichts von Ihnen will. Irgendwann wird es ihm zuviel, er wird sauer und sagt, dass Sie aufhören sollen, ihn zu verfolgen. Plötzlich fallen Sie aus allen Wolken. Ihre rosarote Brille verfärbt sich schwarz und Ernüchterung tritt ein. Sie ärgern sich über sich selbst und fragen sich, wie Sie nur so falsch liegen konnten. Das nur als ein Beispiel.

Jetzt überlegen Sie mal, wie oft Sie schon aus allen Wolken gefallen sind, wie oft Sie ent-täuscht wurden, weil Ihre Wahrnehmung der Realität nicht mit der echten Wirklichkeit übereingestimmt hat.

Praktisch kann man nur eins machen – nachfragen, kommunizieren, sich mehr Informationen beschaffen, die Leute fragen, ob Ihre Wahrnehmung richtig ist. So lassen sich Mißverständnisse recht schnell und einfach auflösen und schwere Enttäuschungen bleiben einem erspart.

Aber es gibt noch andere Realitäten, Realitäten, in denen Menschen verloren gehen, stecken bleiben, sich verstecken.

Es gibt z. B. Menschen, die in ihrer Vergangenheit leben oder in der Zukunft. Damals war alles besser oder morgen wird es besser sein. Heute besteht das Leben nur aus Routine, Pflicht und Trostlosigkeit. Geistig und seelisch haben sich diese Menschen in die Realität der Vergangenheit zurückgezogen, – als Selbstschutz und als Quelle für Lebensfreude. Die Gegenwart gibt ihnen nichts. Ältere Menschen leben gerne in der Vergangenheit, um der Einsamkeit im Altersheim zu entkommen. Aber auch Menschen, die eine kritische Lebensphase durchmachen, ziehen sich gerne zurück in eine Welt, wo noch alles gut und in Ordnung war oder wo alles gut sein wird. Die Zukunft kann Hoffnung schenken, – auf bessere Zeiten und mehr Glück.

Besonders schlimm ist es, wenn Menschen ein traumatisches Erlebnis hatten und sich geistig-seelisch daraus nicht mehr befreien können. Sie erleben diese Realität immer wieder, sind in ihr gefangen und verlieren den Bezug zur Gegenwart. Opfer von Kriegseinsätzen, von Vergewaltigungen, von körperlicher und seelischer Gewalt allgemein sind oft gefangen in Endlosschleifen der brutalen Geschehnisse und können sich ihnen nicht entziehen. Es ist ihre Wirklichkeit, ihre Realität, auch wenn sie tatsächlich schon Jahre zurückliegt.

Kinder bewegen sich oft in anderen Realitäten. Dies kann schön und lustig sein, aber auch befremdliche, Angst einflössende Formen annehmen.

Dann kann man sich fragen, was ist überhaupt Realität? Älteste und neuste Forschungen gehen von einem multidimensionalen Universum aus mit mehreren Ebenen von Realität und der allumfassenden, absoluten Realität in der alle relativen Realitäten enthalten sind.

Überlegen Sie einmal, in welcher Form von Realität Sie und Ihre Mitmenschen sich wirklich befinden. Falls nötig, wechseln Sie einfach Ihre Realität. Nur wenn Sie in der Gegenwart leben, können Sie Ihre Zukunft positiv gestalten. Und nur, wenn Sie Ihre Vergangenheit loslassen, können Sie sich an der Gegenwart erfreuen.

Der menschliche Geist ist raum- und zeitlos, kann sich überall hinbegeben und seine Realität selbst gestalten.

Je mehr wir in der Gegenwart leben, desto besser können wir unser Leben selbst bestimmen und gestalten.

Machen Sie das Beste aus Ihrer Realität!

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Die Gefahr von Projektionen

Es gibt zwei Arten von Projektionen und beide sind schlecht. Sie sorgen für eine verzerrte Wahrnehmung der Realität. Das schafft Probleme, unnötige Probleme und Mißverständnisse. Nur wenn man die Natur von Projektionen kennt, kann man sie vermeiden, – mit all ihren negativen Konsequenzen.

Die erste Art von Projektionen ist die, von sich auf andere zu schließen. Man projieziert sich selbst auf andere und erwartet, dass andere genauso denken, fühlen und handeln. Nun sind wir alle Individuen mit einer ganz eigenen Persönlichkeit und zum Glück sind wir nicht alle gleich. So kann diese Projektion auch nicht funktionieren. Wir machen es aber trotzdem, weil wir die Menschen sind, die wir am besten kennen bzw. nur ahnen können, was in anderen Menschen vor sich geht.

Mit dieser Art von Projektionen geht sehr oft eine starke Erwartungshaltung mit einher und wenn die nicht erfüllt wird, auch eine sehr große Enttäuschung. Die Person, die die Projektion über sich ergehen läßt, ist oft hin- und hergerissen zwischen dem Erfüllungszwang inklusive Leiden und der bewussten Enttäuschung der anderen Person. Oft sind hier nämlich die Machtverhältnisse nicht symetrisch. Die Projektionen gehen in der Regel von „mächtigen“ Menschen aus, – Eltern, Lehrer, Chefs, Autoritäten und betreffen dann „untergeordnete“ wie Kinder, Schüler, Mitarbeiter, etc. die sich schlecht durchsetzen können.

Jeder kennt solche Geschichten, wo die Mutter oder der Vater ganz hingerissen ist vom Sprößling – „er ist ganz wie der Vater, hoch intelligent, – der muss einfach studieren und wie Papa Arzt werden. Das sieht man doch!“ Ja und dann wundern sich die Eltern, wenn der hochbegabte Bub, dann doch lieber Schreiner wird oder sein Studium schmeißt. Die erstaunten Eltern erfahren dann, dass er nur ihnen zuliebe studiert hat und es letztendlich nicht mehr ausgehalten hatte. „Warum hast Du denn nichts gesagt, mein Sohn?“ „Ja warum wohl?!“ Ja und so vergeigt man dann seine kostbare Zeit, leidet, macht sich Vorwürfe, macht seinen Eltern Vorwürfe und macht doch schließlich etwas, was einem wirklich liegt oder manche werden auch richtig unglücklich nur, um ihren Eltern einen Gefallen zu tun. Erwachsene und Autoritätspersonen sind bekanntlich immer schnell dabei zu wissen, was für andere das Beste ist – und leider kommen sie nie auf die Idee einfach mal nachzufragen.

Ein besonderes Highlight dieser Projektionsart ist, wenn Eltern ihre persönlichen Wünsche auf ihre Kinder projiezieren mit der Idee, dass die Kinder das vollbringen, was sie selbst nie geschafft haben. Nach dem Motto „Ich wollte studieren und Jurist werden, bin aber leider/glücklicherweise Automechaniker geworden und nun wird eben mein Sohn Jurist!“ Leid und Auseinandersetzungen sind hier schon für Jahre vorherzusehen, ohne Prophet sein zu müssen.

Die zweite Art von Projektionen unterteilt sich in positive und negative Projektionen, die aber beide schädlich sind. Hierbei macht man gewisse gute oder schlechte Erfahrungen und verknüpft sie mit bestimmten Merkmalen wie Aussehen, Verhalten, Situation, etc. Nehmen wir mal ein Beispiel. Sie fahren nach Italien und haben eine wirklich tolle Zeit. Alle Menschen in dem Städtchen sind sehr freundlich und herzlich und Sie fühlen sich total glücklich. Nun könnten Sie diese Erfahrung verallgemeinern und sagen alle Italiener sind super nett. D. h. Sie projiezieren Ihre positive Erfahrung auf alle Menschen, die in Italien wohnen oder von dort kommen. Das stimmt natürlich nicht mit der Realität überein, weil es überall auf der Welt nette und weniger nette Menschen gibt, auch in Italien. Im schlimmsten Fall projiezieren Sie Ihr positives Bild von einem Italiener auf einen nicht so netten Italiener und bekommen so Probleme. Ähnlich läuft dieser Prozess im kriminellen Bereich, wo vermeintliche Enkel ältere Menschen ausrauben, weil die ihre Vorstellung vom guten Enkelkind auf den Kriminellen projiezieren. „Hallo Oma, ich bin´s, Dein Enkel!“ „Hans-Uwe bist Du das?“ „Ja, Oma, ich brauch mal Knete!“ „Du warst immer so ein guter Junge. Ich helf Dir doch gerne!“ Na klar! Abgesehen von diesem Beispiel können Menschen einen Heiligenschein bekommen, ganz einfach nur deswegen, weil sie einen an eine tolle Person aus der Vergangenheit erinnern oder an ein tolles Erlebnis mit einer Person, die so ähnlich aussah oder sich so ähnlich verhalten hat. Ein Heiligenschein ist zwar nett, kann aber übertrieben sein und zu unerfüllbaren Erwartungen führen, die dann wieder in Enttäuschung enden.

Die negativen Projektionen von diesem Typ sind noch schlimmer. Nehmen wir einmal an, eine junge Frau verliebt sich, hat eine tolle Zeit und wird dann von ihrem Freund sitzen gelassen. Das ist der emotionale Weltuntergang und hinterläßt große seelische Wunden. Im schlechtesten Fall ist sie nun für die Zukunft gebrandmarkt. D. h. jedesmal, wenn sie einem Mann begegnet, der ähnlich aussieht, sich ähnlich verhält oder auch nur den gleichen Beruf hat wie ihr Ex, projiziert sie ihren Haß bzw. ihre negative Erwartungshaltung auf diesen Mann, ohne zu hinterfragen, ob er wirklich so ist wie sie denkt. „Der sieht schon aus wie Rüdiger. Der lacht auch noch so. Das ist bestimmt auch so ein Schwein!“ Ja und da hat der arme Mann dann Pech gehabt und weiß noch nicht einmal, womit er den Zorn der Frau verdient hat.

Projektionen verändern auch noch die Wahrnehmung, da alles, was die andere Person tut, so interpretiert wird, dass es die Projektion rechtfertigt, für wahr erklärt und weiter unterstützt.

Das ist übrigens in der Schule schon so. Wenn Sie einem Lehrer sagen, dass Ihr Kind hochbegabt ist und nachgewiesenermaßen einen IQ von 150 hat, dann wird der Lehrer diese Hochbegabung mit allen Konsequenzen auf Ihr Kind projizieren. Wenn Ihrem Kind in der Schule langweilig ist, wird der Lehrer denken, dass es unterfordert ist. Wenn es eine Frage stellt, dann ist das ein Zeichen seiner Intelligenz und Neugier. Wenn Sie einem Lehrer aber sagen, dass ein Kind dumm und unbegabt ist, dann projiziert der Lehrer ebenso und interpretiert Langeweile als Nichtinteresse, Überforderung und eine Frage als Problem dem Unterricht zu folgen.

In Schulen und an Unis wurden schon solche psychologischen Experimente gemacht. Unabhängig von der wahren Intelligenz wurden die einen gefördert, weil sie ja angeblich begabt waren und die anderen blieben auf der Strecke. Dies hat sich auch im Notenspiegel gezeigt.

Deshalb überlegen Sie genau, was Sie den Lehrern Ihrer Kinder erzählen und überlegen Sie auch, ob Sie selber Dinge auf andere projizieren oder Opfe von Projektionen sind. Kommunikation hilft hier in jedem Fall.

Wie sagten einst die weisen Indianer „Verurteile niemanden, solange Du nicht in seinen Mokassins gelaufen bist!“

Jeder hat seine eigenen Mokassins. Und die eigenen müssen weder anderen passen, noch müssen andere sie mögen.

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